20. Siegfried-Morenz-Gedächtnisvorlesung: Die Geheimnisse eines spätantiken Klosters
Redaktion
09.06.2009
Ausgrabung Kloster Deir el-Bachit.
Foto: LMU, Institut für Ärchäologie
Das Ägyptologische Institut der Universität Leipzig gewährt anlässlich seiner 20. Festvorlesung am Donnerstag, 11. Juni, einen Einblick in eine Klosteranlage aus spätantik-koptischer Zeit in Ägypten.
Anzeige
Prof. Dr. Günter Burkard leitete die Ausgrabung des Klosters Deir el-Bachit in Theben-West (gegenüber der heutigen Stadt Luxor) und berichtet in seinem Vortrag über Funde und daraus gewonnene Forschungsergebnisse.
Das Kloster Deir el-Bachit in Dra' Abu el-Naga liegt auf einem Höhenzug oberhalb des fruchtbaren Niltals, nicht weit vom Tal der Könige entfernt. Diese ausgedehnte spätantik-koptische Klosteranlage wurde um 1830 erstmals erwähnt. Doch erst seit Herbst 2001 finden dort archäologische Untersuchungen statt.
Prof. Dr. Burkard stellt in seinem Vortrag zunächst die im Verlauf der mehrjährigen Arbeiten ergrabenen architektonischen Reste dieser mit Abstand größten Klosteranlage im Bereich von Theben-West vor. Bisher konnten unter anderem das Refektorium, Werkstätten, Schlafzellen, Vorratsräume und ein zentraler Wohnturm identifiziert werden. Mit Hilfe verschiedener Kriterien gelang es, die Zahl der dort lebenden Mönche auf etwa 70 Personen zu bestimmen.
In der zum Kloster gehörenden Nekropole wurden auch intakte Bestattungen gefunden, erste Ergebnisse einer anthropologischen Untersuchung liegen vor. Schließlich werden noch einige der interessantesten Textfunde und die aus ihnen gewonnenen Erkenntnisse vorgestellt.
Der Leiter des interdisziplinären Forschungsprojekts, Prof. Dr. Burkard, berichtet zudem von einer weiteren wissenschaftlichen Unternehmung des Instituts für Ägyptologie der Ludwig Maximilians-Universität. Dort wird zur Zeit die Veröffentlichung der im Klosterbereich gefundenen koptischen Papyri und der mehr als 1.000 Ostraka vorbereitet.
Ostraka sind Scherben, meist von Tongefäßen, die im Altertum gern als kostenlose Schreibunterlage genutzt wurden, anstelle des teuren Papyrus. Auf ihnen sind neben Texten zur Klosterverwaltung vielfach auch solche christlichen Inhalts erhalten. Die Hauptnutzungszeit des Klosters lässt sich vor allem mit Hilfe der geborgenen Feinkeramik auf die Periode vom 6. Jahrhundert bis zum Ende des 10. Jahrhunderts datieren.
Mit der Gedächtnis-Vorlesung erinnert das Ägyptische Institut an den Ägyptologen Siegfried Morenz, der das Leipziger Institut von 1952 bis 1970 leitete und entscheidend prägte. Führende Vertreter der Ägyptologie sind eingeladen, ihre aktuellen Forschungen vorzustellen.
11. Juni, 18:15 Uhr im Hörsaal des Ägyptologischen Instituts/Ägyptischen Museums, Universität Leipzig, Burgstraße 21, 1. Etage, Raum 26 – 29.
In der Veranstaltungsreihe Zu Gast bei Schiller sind am Donnerstag, 24. Mai, die zwei Autoren des Buches „Straßennamen in Gohlis“ zu Besuch. Manfred Hötzel und Dieter Kürschner plaudern in geselliger Runde über die Neuauflage der beliebten Broschüre. mehr…
Schönheit ist ein Problem in einer Gesellschaft, in der ein winziger Klüngelkreis aus sehr pekuniärem Interesse dekretiert, was als schön zu gelten hat. Jeder Blick an die nächste Leuchtsäule zeigt: Hier wird ein unerfüllbares Ideal verkauft. Doch diese Allgegenwart eines Ewige-Jugend-Ideals hat auch Folgen. Sie setzt die ganz gewöhnlichen Menschen beiderlei Geschlechts unter Legitimationsdruck. Das hat auch René Koch in seinem Berufsleben gelernt. mehr…
Der Vorstand des SPD-Stadtverbandes hat in seiner Sitzung am Montag, 14. Mai, den Termin für die parteiinterne Wahl des SPD-Kandidaten zur Oberbürgermeisterwahl auf den 17. September 2012 festgelegt. Der Kandidat, der dann für die SPD ins Rennen geht, soll durch eine Mitgliedervollversammlung gewählt werden. mehr…
Vom 21. Mai bis 23. Juni werden im Bereich Käthe-Kollwitz-Straße und Karl-Heine-Straße zwischen Westplatz und Felsenkeller sowie an der Kreuzung Käthe-Kollwitz-Straße/ Klingerweg Gleisbauarbeiten durchgeführt. mehr…
Wer mit der Diagnose Krebs konfrontiert wird, will alles Menschenmögliche tun, um die Krankheit zu besiegen. Ergänzend zur schulmedizinischen Therapie geistern in den Medien immer wieder Heilsbotschaften, die Hoffnungen wecken sollen. Dabei stehen Nahrungsergänzungsmittel oftmals im Mittelpunkt. Doch ob diese Hoffnungen berechtigt sind, was wissenschaftlich geprüft oder gar sinnvoll ist, bleibt offen. mehr…
Freudige Nachrichten verkündeten Kulturdezernent Michael Faber und Leipzigs Kulturamtsleiterin Susanne Kucharsky-Huniat am 16. Mai. Der Kulturetat der freien Szene wird bis 2015 aufgestockt. Doch woher das Geld kommen soll, ist nicht bekannt und umgehend folgen kritische Töne von der Freien Szene. Denn die neue Vorlage hebelt ihrer Meinung nach den alten Ratsbeschluss "5 Prozent für die Freie Szene" von 2008 aus. mehr…
Die Causa Citytunnel ist mal wieder auf dem Plan der heutigen Ratsversammlung gelandet. Diesmal ging es rund um die Werbung bzw. Nicht-Werbung für die Röhre unter Leipzig. Denn nach Meinung der CDU-Fraktion „schaffen es Beteiligte und Unbeteiligte noch immer, dieses Projekt in denkbar schlechtestem Licht erscheinen zu lassen.“ mehr…
Das Konzept zum Umbau der im Leipziger Norden gelegenen Georg-Schumann-Straße ist schon längst verabschiedet. Nun soll die Bevölkerung – wie bei den Planungen zur Karl-Liebknecht-Straße – intensiver einbezogen werden. Der Antrag der Linksfraktion ist heute vom Stadtrat mehrheitlich angenommen worden. mehr…
Die Grüne-Fraktion im Leipziger Stadtrat setzt auch weiterhin auf Transparenz und Nachvollziehbarkeit. Sie hat heute einen Antrag zur Veröffentlichung der gesamten Stadtratsbeschlüsse im Amtsblatt gestellt. Doch die Verwaltung sieht das als nicht zielführend an und geht einen Schritt weiter: Künftig sollen die Beschlüsse auf der Stadt-Homepage online verfügbar sein. mehr…
Krankhaftes Übergewicht ist nicht allein das Resultat aus übermäßiger Lust am Essen und mangelnder Bewegung. Dass diese Schlussfolgerung zu einfach wäre, gilt in der Forschung seit einiger Zeit als gesichert. Wie kommt es also, dass inzwischen die Hälfte der Deutschen übergewichtig und etwa 20 Prozent bereits fettleibig (adipös) sind? Ist Übergewicht Schuld oder Schicksal? mehr…
Dass Manager und leitende Angestellte durchaus mehr verdienen als andere Menschen, ist hinlänglich bekannt. Dass die Bezüge manchmal allerdings in keinem Verhältnis stehen, hat beispielsweise der Fall Hanss gezeigt. Der Ex-LVB-Chef wollte sich mit einer über 200.000 Euro teuren Pension einen schönen Lebensabend machen. Damit so etwas nicht mehr vorkommt, wollte die Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen heute im Stadtrat mehr Transparenz und eine bessere Überprüfung fordern. mehr…
Die Brücke zwischen Gießerstraße und Engertstraße erstrahlt nun nächtens in Blau. Damit wollen die Leipziger Wissenschaftlerinnen Professor Sylke Nissen und Karin Lange „die Aufenthaltsqualität am Karl-Heine-Kanal auch in den Abendstunden verbessern“. Die Installation ist Schlussstein des REURIS-Projektes der EU zur Revitalisierung urbaner Fließgewässer. mehr…
Allen Gerüchten um die Schließung der Denkmalschmiede Höfgen zum Trotz: Die Leipziger Sommerakademie findet auch in diesem Jahr wieder statt! Die Anmeldung ist noch bis zum 30. Juni 2012 möglich. Wer in den Sommermonaten seine Kreativität ausleben möchte und darüber hinaus neue Impulse tanken will ist in der Leipziger Sommerakademie genau richtig. mehr…
Wenn der Mensch älter wird, braucht er allerlei Hilfsmittel. Es ist sozusagen der technische Kongress zur demografischen Entwicklung Europas, der am Dienstag, 15. Mai, auf dem Leipziger Messegelände begann. Bis Freitag, 18. Mai, präsentiert die "Orthopädie + Reha-Technik" auf dem Leipziger Messegelände sowohl alle Weltmarktführer als auch kleine, innovative Unternehmen aus den Bereichen Prothetik, Orthetik, Orthopädieschuhtechnik, Kompressionstherapie und Technische Rehabilitation. mehr…
Am Dienstag, 15. Mai, stellte die Thüringer Untersuchungskommission unter Führung des ehemaligen Bundesrichters Gerhard Schäfer in Erfurt ihren Abschlussbericht zur Arbeit der thüringischen Ermittlungsbehörden im Zusammenhang mit dem Jenaer Terror-Trio vor, das dann im sächsischen Zwickau unbehelligt untertauchen konnte. Und der Bericht wirft kein gutes Licht auf den Aufklärungswillen der sächsischen Behörden. mehr…