Beiträge von Ralf Julke

Dieter Döhrel: Shane Calhoun. Der kalten Freiheit ausgeliefert. Foto: Ralf Julke
Bildung·Bücher

Die Sehnsucht nach einer Welt, in der Gut und Böse noch leicht zu erkennen sind

Schon beim Lesen des ersten Bandes von „Shane Calhoun“ war die Frage im Hinterkopf immer da: Warum schreibt ein Senior mit dem Geburtsjahr 1938 einen Western? Mehrbändig, denn mit dem jungen Shane Calhoun hat Döhrel ja einen Helden geschaffen, mit dem er jetzt durch den ganzen wilden Nordwesten der USA reitet und Ganoven erledigt. Literarische Vorbilder sind allgegenwärtig.

Die Gesundheitskarte würde auch in Sachsen eine Menge Bürokratie abbauen helfen. Foto: Ralf Julke
Politik·Leipzig

Verhandlungen der Stadt mit den Krankenkassen stecken fest und Sachsens Staatsregierung mauert

Eigentlich könnte die Einführung der Gesundheitskarte für Asylbewerber in Leipzig ganz einfach sein. Acht Krankenkassen hatten in Verhandlungen mit der Stadt Leipzig ihr klares Interesse bekundet. Und dann scheiterten die Verhandlungen trotzdem, weil der Bund augenscheinlich mit dem Asylbewerberleistungsgesetz unüberwindliche bürokratische Hürden gebaut hat. Linke-Stadträtin Juliane Nagel zeigt sich gründlich verwundert.

Die Sitz-Blockade am 2. Mai 2016 auf dem Leipziger Ring. Legida wurde auf eine Ausweichroute gelenkt. Foto: L-IZ.de
Politik·Leipzig

Verfolgt das Leipziger Ordnungsamt Ordnungswidrigkeiten nach Parteibuch?

„Stadt auf dem rechten Auge blind“, benutzen die Grünen in ihrer Stellungnahme zu einer Antwort aus dem Ordnungsdezernat eine nun mittlerweile ziemlich abgelatschte Floskel. Sie würde suggerieren, dass Leipzigs Ordnungsamt aus lauter Blindheit so agiert, wie es gegen Demonstranten in Leipzig agiert. Aber ein Verdacht liegt in der Luft: Vielleicht agiert es nach Parteiausrichtung – und verfolgt lieber Linke als Rechte.

Die Gebäude der Universität am Augustusplatz. Foto: Ralf Julke
Bildung·Leipzig bildet

Eine Demokratie braucht engagierte Bürger, die gelernt haben, Konflikte friedlich zu lösen

Bevor die Studie des Göttinger Instituts für Demokratieforschung der sächsischen Regierung attestierte, dass es im sächsischen Bildungssystem auch mit der politischen Bildung nicht weit her ist, hatte die in Leipzig heimische Theodor-Litt-Gesellschaft im Oktober 2016 zur Tagung „Masse und Demokratie. Politische Bildung in einer multikulturellen Gesellschaft. Ein notwendiger Paradigmenwechsel“ eingeladen. Jetzt hat sie eine „Leipziger Erklärung“ zur politischen Bildung nachgereicht.

Francis Nenik: Die Untergründung Amerikas. Foto: Ralf Julke
Bildung·Bücher

Francis Neniks münzgesteuerte Geschichte gibt es jetzt für Hardcore-Leser als gedrucktes Buch

Francis Nenik ist der große Experimentierer unter den Leipziger Autoren. Als Kleinbauer, so liest man, sichert er sich seine Existenz in einem Dorf bei Leipzig. Dabei hat er, wie man so liest, auch Latein, Archäologie und Ästhetik studiert. Seine Biografie liest sich wie eins seiner Bücher. Wer wäre besser gerüstet, eine Fiktion über eine Fiktion zu schreiben? Die Vinland-Karte zum Beispiel?

Arktisches Meereis über der Beaufortsee vor der Küste Kanadas. Foto: Dr. André Ehrlich/Institut für Meteorologie
Bildung·Forschung

Leipziger Meteorologe sieht in den Bergen den Grund für die unterschiedliche Erwärmung

Der Klimawandel läuft nicht überall gleichmäßig ab. Selbst ausgemachte Klimaforscher werden immer wieder überrascht. Augenblicklich lauten die beiden großen Rätsel Arktis und Antarktis. Und einer dieser verblüffenden Punkte lautet: Die Temperaturen in der Arktis steigen doppelt so schnell wie auf dem Rest der Erde. Die Antarktis dagegen erwärmt sich wesentlich langsamer. Woran das liegt, das erforschen auch Leipziger Wissenschaftler.

Es könnte schlimmer sein. Foto: Marko Hofmann
Leben·Gesellschaft

Mal wieder im Tagebuch von Francis Nenik gelesen und (leider) Straßenbahn am Sonntag gefahren

Sonntags fahre ich in Leipzig sehr ungern mit der Straßenbahn. Denn sonntags fahren lauter Leute mit, die man unter der Woche nie trifft, die aber glauben, in der Straßenbahn laut verkünden zu müssen, was sie denken. Als müssten sie den ansonsten zumeist friedlich dösenden Fahrgästen klarmachen, dass sie sich in Leipzigs Straßenbahn genauso zu Hause fühlen wie in Dachau oder Schwabing.

Georg-Schwarz-Straße. Foto: Ralf Julke
Politik·Brennpunkt

Allein vier Konzepte beschäftigen sich mit den Verkehrsproblemen in Leipzig-Altwest

Wenn eine Stadt kein wirklich attraktives und mitwachsendes ÖPNV-Netz hat, dann passiert genau das, was Leipzig derzeit erlebt: Die Ortsteile, wo die Bevölkerung wächst, beginnen im geparkten Blech zu ersticken. Das Phänomen ist jüngst erst nach Lindenau und Leutzsch hinübergeschwappt. Und die CDU-Fraktion beantragte: „Kümmer dich, Stadt! Schaff Parkplätze!“ Die Reaktion aus dem Verkehrsdezernat ist entsprechend verwundert.

Relief an der Friedrich-Schiller-Schule in Gohlis. Foto: Ralf Julke
Bildung·Leipzig bildet

Landesschülerrat startet Schülerentscheid zum längeren gemeinsamen Lernen in Sachsen

Das neue Schulgesetz, das der Sächsische Landtag am 11. April beschloss, war am Ende nur ein Lüftchen. Ein lauer Kompromiss, der den Namen Reform nicht verdiente und fast alle Akteure, die sich im Vorfeld an der Diskussion um die Anforderungen an ein wirklich modernes Bildungssystems beteiligt hatten, vor den Kopf stieß. Auch und gerade die Schüler. Der Landesschülerrat will sich diese regierungsamtliche Fläzigkeit nicht gefallen lassen.

Gamba Concertos. Foto: Ralf Julke
Kultur·Musik

Selbst in Niederschlesien wurde die Schönheit der Gambenmusik gepflegt

Die Suche geht weiter. Und CD um CD erweitern Thomas Fritzsch und seine Musikerkollegen das Wissen um eine Musikwelt, die fast vergessen war. Dabei war sie einmal in vielen adeligen und bürgerlichen Salons zu Hause. Ernsthafte Männer beherrschten die Viola da Gamba. Und wenn einer wissen will, wie sich unsere Welt beschleunigt hat in den letzten 200 Jahren, der wird wieder mit Staunen hineinhören in diese neuen Fundstücke.

Der westliche Teil des Rathausvorplatzes. Karte: Stadt Leipzig
Politik·Brennpunkt

Ein Rathausvorplatz, der doch wieder eine Straße mit eingesparten Bürgersteigen wird

Wenn man sich die Pläne zum neuen Rathausvorplatz so anschaut, dann fragt man sich schon: Warum wurde eigentlich nie darüber nachgedacht, hier ein ordentliches Freiheitsdenkmal hinzustellen? Klar, eigentlich weiß man es: Bevor man so mutig ist, kommt ein strenger Mann vom Amt für Denkmalschutz und macht erst mal klar, dass die beiden pompösen Fahnenstangen stehen bleiben müssen. Relikte wilhelminischer Fahnenprächtigkeit.

Erstaunlicher Befund: Die Lotterstraße ist eine Spielstraße. Foto: Ralf Julke
Politik·Leipzig

Leipzig versteckt seine Spielstraßen lieber, wo sie niemand finden kann

Ursprünglich hatte die SPD-Fraktion gefragt, wollte wissen, wie viele autofreie Straßen und Wege es in Leipzig gibt, wo Fußgänger keine Angst haben müssen, über den Haufen gefahren zu werden, und Skater auch mal unbehelligt rollen können. Also Platz zum „Spielen auf der Straße“, zum „Erlernen, üben oder praktizieren von Rad-, Rollschuh- oder Skatefahren“, wie es die SPD-Fraktion formulierte. Antwort: 1 Prozent.

Legida am 9. Februar 2015 am Hauptbahnhof. Foto: L-IZ.de
Politik·Engagement

LEGIDA-Blockade am 2. Mai 2016: Vollstreckt Leipzigs Ordnungsamt die konservative Restriktionspolitik des Freistaats Sachsen? + Video

Schon mehrfach ist das Leipziger Ordnungsamt in den vergangenen Jahren mit einigen unverständlichen amtlichen Verhaltensweisen aufgefallen. Zumeist wurde das ziemlich ärgerlich für Menschen, die tatsächlich nur ihre Rechte als Staatsbürger in Anspruch nahmen. Ein solcher Fall sorgt jetzt für richtig Ärger. Denn LEGIDA wird von Leipzigs Ordnungshütern augenscheinlich anders behandelt als die Gegendemonstranten. Den Vergleich bietet ein seinerzeit heiß diskutiertes Demo-Verbot für LEGIDA am 9. Februar 2015.

Radfahren in Schleußig. Foto: Marko Hofmann
Wirtschaft·Mobilität

Leipzig bleibt auf Rang 9 unter den Großstädten, leidet aber unter Falschparkern und Fahrraddieben

Am Freitag, 19. Mai, wurden in Berlin die neuesten Ergebnisse des Fahrradklimatests bekanntgegeben. Das ist immer ein Moment, an dem sichtbar wird, wo Politik tatsächlich etwas für den Fahrradverkehr tut – und wo nicht. Sonntagsreden sind was Schönes. Aber im Straßenverkehr zählen nur Taten. Und das Leipziger Ergebnis ist eigentlich eher ein „Nu ja“ für die Radverkehrspolitik in Leipzig.

Fraktionsvorsitzender Rico Gebhardt (Linke). Foto: DiG/trialon
Politik·Sachsen

Harmoniesucht, fehlende politische Bildung und Scheu vor Konflikten haben dem Rechtsextremismus in Sachsen Raum verschafft

Der starke Rechtsextremismus in einigen sächsischen Regionen hat direkt mit politischer Verweigerung zu tun. Das war deutlich genug aus der am Donnerstag, 18. Mai, vom Göttinger Institut für Demokratieforschung vorgelegten Studie herauszulesen. Entsprechend deutlich fallen die Kommentare jener Parteien aus, die diese christdemokratische Wegschaupolitik immer kritisiert haben.

Die Studie des Göttinger Instituts für Demokratieforschung. Cover: Göttinger Institut für Demokratieforschung
Politik·Sachsen

Studie zu Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit in Ostdeutschland

Am Donnerstag, 18. Mai, wurde der Abschlussbericht des Forschungsprojekts „Ursachen und Hintergründe für Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und fremdenfeindlich motivierte Übergriffe in Ostdeutschland sowie die Ballung in einzelnen ostdeutschen Regionen“ durch das Göttinger Institut für Demokratieforschung veröffentlicht. Natürlich kam Sachsen drin vor. Die Region um Dresden war einer der Forschungsschwerpunkte.

Kommen 2018 die ersten Fahrverbote für Dieselfahrzeuge in Leipzig? Foto: Ralf Julke
Wirtschaft·Mobilität

Eine CDU-Anfrage mit einer Antwort, die das Umweltdezernat lieber gar nicht so deutlich hervorhebt

So richtig zufrieden war CDU-Stadtrat Ansbert Maciejewski nicht, als Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) am 25. April die Forderung des Präsidiums des Deutschen Städtetages unterstützte, die Blaue Plakette einzuführen. Damit will man endlich der hohen Stickoxidbelastung in den Städten Herr werden. Aber bekanntlich sieht das eine autofreundliche Bundesregierung ganz anders. Und so fragte Maciejewski etwas deutlicher bei Leipzigs Verwaltung an: Wie war das gemeint?

Bitte keine Katzen ... Foto: Marko Hofmann
Bildung·Medien

Was Quoten und Reichweiten mit unserer Weltwahrnehmung anrichten

Es sind ja nicht nur Journalisten, die sich Gedanken darüber machen, warum solche Windbeutel wie Donald T. es schaffen können, Präsident von Amerika zu werden. Auch Wissenschaftler wie Jeff Jarvis, ein Journalistikprofessor an der City University of New York, machen sich Gedanken. Und sie stolpern dabei, wie die FAZ am Mittwoch, 17. Mai, beiläufig anmerkte, über sehr naheliegende Erklärungen.

Wenn jeder Centbetrag zugeteilt wird ... Foto: Ralf Julke
Politik·Sachsen

Ein Kinderleben in der Geizhals-Bürokratie Deutschland

„Mit Stand Oktober 2016 lebten in Sachsen 75.567 Kinder unter 15 Jahren in Bedarfsgemeinschaften, die Grundsicherungsleistungen nach SGB II bezogen“, stellte die Linksfraktion im sächsischen Landtag in ihrem Antrag fest, der am Mittwoch, 17. Mai, verhandelt wurde. Aber das ist nur die Spitze des Eisbergs, die Spitze von „Hartz IV“ sozusagen. Aber was nutzt da ein Appell an die konservative Landesregierung in Sachsen?

Steffi Böttger: Münster an einem Tag. Foto: Ralf Julke
Bildung·Bücher

Neun Kirchen, lauter Fürstbischöfe und die Käfige hängen noch immer an St. Lamberti

Nein, nach Münster fahre ich ganz bestimmt nicht. Jedenfalls nicht wegen Münster. Jede andere Stadt, die in Lehmstedts Ein-Tag-Stadtführer-Reihe auftauchte, hatte es etwas Vertrautes oder Herzerwärmendes. Aber Münster? Münster besteht aus lauter Kirchen. Da tun einem schon beim Lesen die Füße und der Nacken weh. Und die Käfige hängen immer noch am Turm von St. Lamberti. So etwas nenne ich überhebliches Christentum.

Modell des Augustusplatzes. Foto: Ralf Julke
Kultur·Ausstellungen

Wie Leipzig zwischen 1945 und 1976 beinah zu einer modernen Vorzeigestadt geworden wäre

LEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 43Eins, zwei, drei – es ist tatsächlich die vierte Ausstellung zur modernen Leipziger Baugeschichte, die das Stadtgeschichtliche Museum seit dem 16. Mai 2017 zeigt. „Monumental“ hieß die erste zur großen Gründerzeit in Leipzig, gefolgt von „Moderne in Leipzig“ und „Totalitär“, der Bauunwucht der Nazi-Zeit. Und da landet man natürlich irgendwann in der Nachkriegszeit und DDR. Da scheint der Titel „Plan!“ geradezu folgerichtig, oder?

Leipziger Zeitung Nr. 43. Foto: Ralf Julke
Bildung·Medien

Leipziger Zeitung Nr. 43: Leipzig zwischen Wissen und Glauben

Leser von LZ und L-IZ haben es ja längst mitgekriegt: Das, was „die Leute so erzählen über Leipzig“, liegt meistens ein bisschen daneben. Die Dinge sind komplizierter, manchmal aber auch beängstigender. So wie in der "inneren Jahnallee", wo es regelmäßig zu Unfällen kommt, weil der Raum dieser 2006 neu gebauten und seither zunehmend prosperierenden Straße einfach nicht ausreicht.

Übergewicht. Foto: Matthias Weidemann
Bildung·Forschung

Adipositas lässt unser Gehirn schneller altern

Auf schweres Übergewicht ist der menschliche Körper nicht eingerichtet. Im Grunde geraten dann gleich mehrere Regulationsmechanismen völlig aus dem Lot. Leipziger Forscher beschäftigen sich nun seit Jahren mit den gesundheitlichen Folgen des krankhaften Übergewichts. Nun können sie auch zeigen, wie das Übergewicht auch unser Gehirn schädigt.

Nu grade! Foto: Ralf Julke
Leben·Gesellschaft

Eine Landtagsrede, die sich mal mit christlicher Mäntelchen-Politik beschäftigt

Am Mittwoch, 17. Mai, gab es im Sächsischen Landtag wieder mal eine dieser aktuellen Stunden, bei denen man sich fragt: Wer will hier eigentlich wen auf den Arm nehmen? Die Fraktionen von CDU und SPD hatten sie beantragt: „Dem Volk aufs Maul schauen – Luther heute – Kennen und Leben christlicher Werte in heutiger Zeit“. Warum sich ein Landtag mit christlichen Werten beschäftigen muss, erschließt sich auch nach 27 Jahren CDU-Regierung nicht. Und geht am Thema vorbei, wie Franziska Schubert feststellt.

Leipzigs Opernhaus.
Politik·Leipzig

Gästetaxe könnte für Leipzig im November zum Beschluss reifen

Als die anderen Fraktionen im Stadtrat schon lange fertig waren mit der Diskussion, kam auch die AfD-Fraktion noch angeschlichen und beantragte im April die „Einführung einer Kulturförderabgabe“. Die anderen Fraktionen hatten das Thema mit dem Haushalt 2017/2018 im September und Oktober diskutiert. Und realistische Chancen hat der SPD-Vorschlag zur Einführung einer Gästetaxe in Leipzig. Das Finanzdezernat lässt das längst prüfen.

Luftballon, luftlos. Foto: L-IZ
Politik·Leipzig

Leipzigs Verwaltung reicht den Linken eine Kostennote von 300.000 Euro aus und erzählt den Stadträten was vom Storch

In Leipzigs Politik hat man immer wieder ein déjà vu. Und hätten wir 2014 nicht alles aufgeschrieben, wie die anderen Ratsfraktionen dem Linke-Antrag zur Beendigung des Wettbewerbs um das „Freiheits- und Einheitsdenkmal“ die Zähne zogen, man würde es im ganzen Ratsinformationssystem nicht finden. Ratsbeschlüsse haben dort keine Geschichte. Und alle Fehler fängt man drei Jahre später aufs Neue an.

Bevölkerungsentwicklung in der Leipziger Südvorstadt. Grafik: Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen
Leben·Familie & Kinder

Wie eine brave Elternschlange zum Anlass für eine deutschlandweite Chaos-Meldung wurde

LEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 43Manchmal fasst man sich nur noch an den Kopf: Sind die Kollegen jetzt völlig durchgedreht? Läuft bei denen ein Panikclown durch die Redaktion und ruft ständig „Schrecklich! Schrecklich! Schrecklich!“ Am Samstag, 13. Mai, war wieder so ein Moment. Da meldete erst die „Bild“ und dann der ganze Fischschwarm überdrehter Medien: „Ansturm auf Kita in Leipzig. Polizei-Einsatz wegen Elternschlange“. So „Spiegel Online“ in rasender Hast im Windschatten des Boulevards.

Das Bündnis kurz vor der Briefübergabe im Neuen Rathaus am 17. Mai 2017. Foto: L-IZ.de
Politik·Leipzig

Bündnis Leipzig kohlefrei fordert OBM und Stadtrat auf, Leipzig zum Vorreiter der Energiewende zu machen

Am heutigen Mittwoch, 17. Mai, ist wieder Ratsversammlung. Und vor der Ratsversammlung wird OBM Burkhard Jung den Offenen Brief des Bündnisses „Leipzig kohlefrei“ überreicht bekommen. Darin fordern die Klimaschützer, bis Ende 2017 ein klares politisches Signal und ein belastbares Konzept für eine Versorgung Leipzigs ohne Energie aus dem Klimakiller Kohle zu beschließen und die Leipziger Stadtwerke zu einem Vorreiter in Sachen Klimaschutz zu machen.

Kerstin Köditz (Linke). Foto: DiG/trialon
Politik·Sachsen

Ist der Waffenlieferant für das abgetauchte NSU-Trio gefunden?

Wenn zutrifft, was Kerstin Köditz im zweiten NSU-Untersuchungsausschuss des Sächsischen Landtages herausgehört hat, dann hätte der gerade abgetauchten Terrorzelle von Mundlos, Böhnhardt und Zschäpe schon frühzeitig das Handwerk gelegt werden können. Denn einen möglichen Waffenlieferanten kannte man wohl schon im Jahr 2000. Und keine Überraschung: Es war ein V-Mann.

Sachsens Innenminister in Datensammellaune. Foto: L-IZ
Politik·Sachsen

Sachsens Innenminister will keine Kontrollinstanz für seine Datensammler

Man merkt dem Landtagsabgeordneten der Grünen Valentin Lippmann schon an, wie besorgt er mittlerweile über die Versuche des sächsischen Innenministers Markus Ulbig (CDU) ist, der Polizei immer mehr Zugriff auf immer mehr Daten der Bürger zu geben. „Wir brauchen dringend einen Neustart in den polizeilichen Datenbanken. Diese müssen grundlegend analysiert und rechtswidrig gespeicherte Daten gelöscht werden“, sagt er.

Für kleine Einkommen ist der Leipziger Wohnungsmarkt längst eng geworden. Foto: Ralf Julke
Wirtschaft·Verbraucher

Am heutigen Mittwoch wird der Grünen-Antrag zur Senkung der Kappungsgrenze für Mieterhöhungen Thema im Stadtrat

Die Schätzungen der Stadt gehen von einem angespannter werdenden Wohnungsmarkt aus, Akteure des Wohnungsmarktes sehen noch kein Problem. Aber Leipzigs Problem ist in der Regel das flächendeckend niedrige Einkommen vieler Haushalte. Deswegen beantragten die Grünen schon im Februar eine Absenkung der Kappungsgrenze für Mieterhöhungen in Leipzig. Die Verwaltung hat nun Stellung genommen.

Das Projekt „LZ TV“ (LZ Television) der LZ Medien GmbH wird gefördert durch die Sächsische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.

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