Beiträge von Ralf Julke

Das Vattenfall-Kraftwerk Jänschwalde. Foto: Vattenfall / Uwe Dobrig
Wirtschaft·Metropolregion

Linke beantragt 10 Millionen Euro jährlich für einen Strukturfonds für die Lausitz

Während Sachsens Ministerpräsident immer wieder Briefe schreibt und auch der Wirtschaftsminister den Bundeswirtschaftsminister für sein Eckpunktepapier zur Energiewende kritisiert, hat sich die Linksfraktion im Sächsischen Landtag hingesetzt und einen Gesetzentwurf geschrieben. Für sie ist sonnenklar, dass Sachsen ziemlich bald aus der Braunkohle aussteigt. Denn wenn es das nicht selber tut, wird es ausgestiegen. Das wäre wirklich eine Katastrophe.

Der ganze Kurvensalat seit 2000: BIP steigt, Löhne steigen, Arbeitsvolumen verändert sich kaum. Grafik: Freistaat Sachsen / Statistisches Landesamt
Politik·Kassensturz

Warum Sachsen beim BIP pro Erwerbstätigem selbst im Osten hinterherkleckert

Nicht nur das Brutto-Inlands-Produkt (BIP) lässt sich alle Jahre wieder so schön berechnen, dass man dann ein nettes Bundesländer-Ranking draus machen kann. Denn wenn man den Gesamthaufen dessen hat, was in einem Land wie Sachsen 2014 insgesamt an Produkten und Dienstleistungen alles umgesetzt wurde, dann kann man das auch ganz hübsch umrechnen auf die Arbeitsstunde des jeweiligen Geldverdieners.

Logo des MDR an der Senderzentrale in Leipzig. Foto: Matthias Weidemann
Bildung·Medien

Wer von der Rundfunksteuer befreit werden will, muss erst mal vorm Sozialamt die Hosen runter lassen

Mittlerweile haben ja zumindest ein paar Leute, die sich mit der Materie auskennen, festgestellt, dass der neue Rundfunkbeitrag eine Steuer ist, die eigentlich auch fiskalisch so gehandhabt werden müsste, aber dann dürften die Sender sie nicht eintreiben. Aber sie dürfen eintreiben und brauchen die simpelsten Regeln des Steuerrechts nicht einzuhalten. Eine ist zum Beispiel die Verhältnismäßigkeit: Bezahlt wird nach Einkommenshöhe.

Seit Herbst 2014 wirbt auch ein Ferienflieger für den Urlaub in Sachsen. Foto: Freistaat Sachsen, Sächsische Staatskanzlei
Politik·Sachsen

Große Standortkampagne der sächsischen Staatsregierung muss sich im Landtag die Kostenfrage gefallen lassen

Man kann sich streiten über die sächsische Standortkampagne „So geht sächsisch.“ Sollte man wohl auch. Immerhin geht es um Steuergelder. Und wer sagt denn, dass eine Staatskanzlei den richtigen Riecher hat für die Sachsen-Werbung? Am Donnerstag, 30. April, hat sich der Sächsische Landtag gestritten. Futter lag ja vor: Die Linksfraktion hatte extra eine Große Anfrage gestellt.

Leipziger Original-Stätte: das Mendelssohn-Haus. Foto: Ralf Julke
Leben·Gesellschaft

Leipzig hat Bewerbung ums Europäische Kulturerbe-Siegel nach Dresden geschickt

Seit dem 30. April ist es jetzt ganz offiziell: Leipzig hat seine Bewerbung um das Europäische Kulturerbe-Siegel auf den Weg gebracht. Inhalt: seine Musikerbe-Stätten (Leipzig's Musical Heritage Sites). Eine Bewerbung um den Titel Weltkulturerbe der UNESCO wäre noch eine Spur schärfer gewesen. Und eigentlich verdient. Aber irgendwie fehlten den deutschen Kultusministern dafür die schützenswerten Bauten.

Der Rückgang tariflicher Bindungen in Ost und West seit 1998. Grafik: IWH
Politik·Kassensturz

Wird Ostdeutschland bald ein Job-Paradies wie die USA?

Warum in die Ferne reisen? Sieh, das Gute liegt so nah! Der deutsche Osten ist ein Stück Amerika. Jedenfalls was die Organisation des Arbeitsmarktes betrifft. Nicht nur der große Umbau ab 1990 hat hier klassische Organisationsformen erschwert. Ab 2005 ist der Osten geradezu zum Experimentierfeld für sehr amerikanische Arbeitsmodelle geworden. Was das IWH in Halle jetzt kurz gewürdigt hat.

Bildung

Grit Kurth und Jörn Friedrich Schunkel lesen am 5. Mai in der Lassallestraße

Im Rahmen des „Literarischen Frühlings“, lesen Grit Kurth und Jörn Friedrich Schinkel am Dienstag, 5. Mai, um 19.30 Uhr in der Stadtvilla Leipzig (Ferdinand-Lasalle-Straße 22). Grit Kurth stellt ihren Roman „Seelenbruder“ vor. Jörn Friedrich Schinkel erzählt in „Heroin – mon amour“ aus dem Leben einer deutschen Wanderhure, anno 2013. Die Hure hat eine blendende Geschäftsidee…

Armin Zarbock liest aus "Vaterland". Foto: Armin Zarbock
Veranstaltungen·Bühne

Armin Zarbock liest aus Robert Harris‘ „Vaterland“

In diesem Jahr hat sich Armin Zarbock vorgenommen, in einer Lese-Trilogie, bestehend aus drei separaten Lese-Abenden, jeweils einen Kriminalroman aus einer Zeitepoche in seinem Milieu audiovisuell-szenisch umzusetzen. Jede Hauptfigur ein Antiheld und gleichsam sich der Gesellschaft, in der er lebt, Widersetzender, Ausgestoßen-fühlender, sich von ihr Entfremdender. Ständig auf der Suche und ständig am Scheitern.

Veranstaltungen·Gesellschaft

Unterschriftensammlung für das Volksbegehren Mitteldeutschland

Wenn sich die hohe Politik sperrt, das Thema einer sinnvollen Länderfusion überhaupt auf die Tagesordnung zu setzen, dann bleibt den Bürgern nur die Tippeltappel-Tour, es dennoch irgendwie auf die Entscheidungsbühne zu heben. Also sammeln der Hallenser Rechtsanwalt Bernward Rothe und der Dipl.-Phys. Roland Mey weiter Unterschriften für das Volksbegehren Mitteldeutschland.

Zugang zum agra-Messepark. Foto: Ralf Julke
Politik·Brennpunkt

Fraktion Bündnis 90/Die Grünen bringt eigenen Vorschlag zum agra-Messepark ein

Irgendwie geht es nicht. Zumindest nicht beim agra-Gelände der Stadt Leipzig. Drei Mal hat die Verwaltung nun schon versucht, für das Gelände ein Entwicklungskonzept vorzulegen. Drei Mal fiel den beteiligten Dezernaten immer nur das selbe ein. Zwei Mal hat der Stadtrat schon abgelehnt. Nun haben zwei Stadtratsfraktionen selbst was vorgelegt. Und mussten sich nicht mal was ausdenken.

Ansicht des ehemaligen Lehrlingswohnheims in der Friederikenstraße 37. Foto: Ralf Julke
Politik·Brennpunkt

Vorgänge um die Leipziger Friederikenstraße 37 bleiben in der Black Box

Eigentlich ist ja im Grunde alles erzählt zur Friederikenstraße 37 und dem Schlingerkurs, mit dem das Grundstück, das zuvor noch der Stadt Leipzig gehörte, 2014 in Privatbesitz kam und seit Januar vom Freistaat Sachsen als Interim für seine Leipziger Erstaufnahmeeinrichtung angemietet wurde. Aber so recht klar war dem Linke-Abgeordneten Klaus Bartl der Vorgang selbst nach intensivstem Studieren der LVZ nicht.

Lorenz Pauli, Miriam Zedelius: Pass auf mich auf! Foto: Ralf Julke
Bildung·Bücher

Wenn der Herr Schnippel schon mal auf den Juri aufpassen soll …

Miriam Zedelius ist quasi die Haus-Grafikerin des Poetenladens in Leipzig. Aber das bewahrt die junge Dame und Mutter nicht vor Seitensprüngen und Eigenwilligkeiten. Und nicht zum ersten Mal landet sie dabei in der Schweiz. Schon 2012 hat sie dort mit dem eigenwilligen Lorenz Pauli ein Buch gemacht: "Zum Mitnehmen". Nun geben die beiden der Propellererziehung endgültig den Todesstoß.

Die Tübke-Villa in Gohlis: die Leipziger Dependance der Galerie Schwind. Foto: Galerie Schwind
Veranstaltungen·Ausstellungen

Galerie Schwind feiert 25 Jahre in Frankfurt und 10 Jahre in Leipzig mit Frühlingsfest am 2. Mai

Anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Galerie Schwind, lädt die Galerie am Samstag, 2. Mai, zur Jubiläumsausstellung in die Tübke Villa in der Springerstraße in Gohlis ein. Vor 10 Jahren etablierte der Galerist Karl Schwind dort eine weitere Dependance der Galerie Schwind im ehemaligen Wohn- und Atelierhaus Werner Tübkes. Mit diesem Schritt gestaltete er die Kunst- und Kulturlandschaft Leipzigs entscheidend mit.

Die "Tour de Canal" führt am 9. Mai direkt auf den Radweg am Karl-Heine-Kanal. Foto: Marko Hofmann
Politik·Brennpunkt

Der Leipziger Westen feiert den „Tag der Städtebauförderung“ am 9. Mai mit einem alles erschlagenden 14-Punkte-Programm

Ab Samstag, 9. Mai, gibt es einen neuen Tag im Kalender. Bund, Länder und Gemeinden fanden, dass man eigentlich das seit Jahrzehnten für Städtebau ausgegebene Geld auch mal feiern könnte. Und zwar so feiern, dass die Bürger merken, was für schöne Sachen sie für das Geld bekommen haben. Natürlich feiert auch Leipzig mit - zum Erschrecken aller Nachbarn.

Buden und Riesenrad, blauer Himmel auf der Kleinmesse.
Politik·Brennpunkt

Kleinmesse-Vorstoß von RB Leipzig sorgt für Verwirrung im Leipziger Stadtrat

Seit dem 11. April sorgt das Thema für Furore: Der Fußballclub RB Leipzig möchte sein Terrain am Kleinmessegelände erweitern, möchte gern noch südlich seiner jetzigen Bebauung ein weiteres Trainingsgelände anlegen. Die Leipziger Stadtverwaltung hat die Interessenbekundung bestätigt. Aber nun zeigen sich die großen Leipziger Fraktionen verwirrt. Man hat das Kleinmessegelände doch gerade für teuer Geld saniert!

Bach-Porträt von Elias Gottlob Haußmann von 1748. Foto: Bach Archiv Leipzig
Kultur·Musik

Jetzt sind beide Bach-Originale von Haußmann wieder in Leipzig

Mit Bach-Porträts hat das Leipziger Bach-Archiv in den vergangenen Jahren immer wieder für Furore gesorgt. 2012 zuletzt, als ihm der Erwerb einer Kopie des Haußmannschen Originalporträts gelang. Denn wenn, dann scheinen nur die beiden Porträts von Elias Gottlob Haußmann den richtigen Bach zu zeigen. Aber das erste Original, das im Alten Rathaus hängt, kann man eigentlich keinem mehr zeigen.

Einen der Kraftswerksblöcke im Kohlekraftwerk Lippendorf im Leipziger Südraum betreibt Vattenfall. Foto: Ralf Julke
Wirtschaft·Metropolregion

Vattenfall sucht weiter nach Käufern für seine Kohlekraftwerke in Sachsen

Am Montag, 27. April, fand im Sächsischen Landtag die obskure Debatte "Arbeitsplätze schützen, Regionen stärken – für eine sichere, bezahlbare und nachhaltige Energieversorgung in Sachsen" statt. Am Dienstag, 28. April, stellte der schwedische Energiekonzern Vattenfall dann sein Ergebnis fürs erste Quartal 2015 vor. In dem er auch die Botschaft an die kohleversessenen Sachsen wiederholte: Nehmt Abschied.

Das Kraftwerk Lippendorf im Leipziger Südraum. Foto: Ralf Julke
Wirtschaft·Metropolregion

In Sachen Kohleverbrennung verweigert Sachsens Koalition jeden Gedanken an ein Finito

Eigentlich gibt es in Sachsen keine Diskussion über Energiepolitik. Fünf Jahre lang endete jeder Diskussionsversuch in einem vehementen Plädoyer der beiden Regierungsparteien zur Fortführung der Kohleverbrennung. Und daran hat sich auch nach der Neubildung der Regierung nicht viel geändert. Was ja nicht allzu schlimm wäre - wenn die Kohleverbrennung nicht auch ökonomisch eine Sackgasse wäre. Bis 2045 hat der Freistaat gar nicht Zeit zum Umsteuern.

Uferbebauung am Cospudener See: das Weiße Haus. Foto: Patrick Kulow
Politik·Region

Der Leipziger Ökolöwe hält die Charta Leipziger Neuseenland nur für ein Feigenblatt

Vielleicht findet sich ja doch eine Fraktion, die den Mumm hat, einen Änderungsantrag einzureichen zur "Charta Leipziger Neuseenland 2030", die am 20. Mai im Leipziger Stadtrat beschlossen werden soll. Gleiches sollen ja auch die Kreistage in Nordsachsen und dem Landkreis Leipzig tun. Der Leipziger Ökolöwe hat am Dienstag, 28. April, schon mal erklärt, warum er die "Charta" für ein Feigenblatt hält.

Regjo-Heft "Kultur Leuchttürme". Foto: Ralf Julke
Bildung·Medien

Neues „Regjo“-Heft will sich mit Kulturleuchttürmen beschäftigen – und beleuchtet so nebenbei die (fehlenden) Vernetzungen in Mitteldeutschland

Man kann ein "Magazin für Wirtschaft und Kultur Mitteldeutschland" tatsächlich so nutzen, wie es die Macher von "Regjo" versuchen: Als Versuch, thematisch geordnet die Stärken einer ganzen Region zu erkunden. Systematisch oder bunt gemischt. Das ist egal. Wichtig ist der größere Blick auf eine Metropolregion, die derzeit an ihrer provinziellen Zersplitterung bitter leidet.

Politik·Leipzig

Fakten und Antworten für die wichtigsten Fragen zur Asylunterbringung in Leipzig

Es wird zwar wie wild diskutiert - auf den Straßen, im Internet, an Stammtischen. Aber mit den Fakten über die Einwanderung und die Asylproblematik in Deutschland haben die Diskussionen oft wenig zu tun. Das merkte auch die Leipziger Stadtpolitik, als 2013 ein paar Akteure aus dem rechten politischen Spektrum versuchten, die Debatte gegen einen Moscheebau und Asylbewerberunterkünfte im Leipziger Norden anzuheizen.

Was kann der Untersuchungsausschuss vier Jahre nach dem Ende des "NSU" noch herausfinden? Foto: Ralf Julke
Politik·Sachsen

Warum Zschäpe, Mundlos, Böhnhardt in Sachsen untertauchen konnten, ist bis heute nicht geklärt

Ganz so euphorisch waren die Abgeordneten der CDU zwar nicht, als im Sommer der erste Untersuchungsausschuss zum Terror-Netzwerk "NSU" seine Arbeit beendete. Man glaubte tatsächlich, alle Schwachstellen in der Arbeit der sächsischen Ermittlungsbehörden beseitigt zu haben. Doch Linke und Grüne waren in ihrem Minderheitenvotum mehr als unzufrieden. Nun macht die CDU zum zweiten "NSU"-Untersuchungsausschuss trotzdem wieder arbeitsorientiert mit.

Der alte Plattenbau der 3. Grundschule in der Südvorstadt. Foto: Ralf Julke
Politik·Brennpunkt

SPD-Fraktion will wissen, wann der Plattenbau der 3. Grundschule in Leipzig-Süd endlich saniert wird

Das war dann selbst der SPD-Fraktion im Leipziger Stadtrat zu windelweich, was die Stadtverwaltung da am 22. April bekanntgab zur Zukunft des alten Plattenbaus der 3. Grundschule in der Südvorstadt. An diesem Tag wurde der für 16,5 Millionen Euro gebaute Schulneubau endlich eingeweiht (obwohl er schon seit Herbst im Betrieb ist). Aber eigentlich platzt die Grundschule trotz ihrer Vierzügigkeit schon wieder aus den Nähten.

Hans-Volkmar Gaitzsch: Das Geld der Leipziger vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Foto: Ralf Julke
Bildung·Bücher

Eine Reise durch (fast) 1.000 Jahre Leipziger Geldgeschichte

Was interessiert einen Bankkaufmann, Wirtschaftspädagogen und kaufmännischen Berufslehrer eigentlich mehr als das Geld? Oder das, was wir dafür halten? Eigentlich nur wenig. Mal von Pferden abgesehen, denen Hans-Volkmar Gaitzsch im Eudora-Verlag schon ein besonderes Buch gewidmet hat. Das war das Buch über das 150-jährige Jubiläum der Galopprennen in Leipzig. Nun hat er sein Lieblingsthema Geld nachgeschoben.

Vom Kicken zur Musik? - Bei "Jeder Gang ein Klang" wird's möglich. Foto: GeyserHaus e.V.
Kultur·Musik

Geyserhaus lädt musizierfreudige Leipziger ein zum Mitmach-Doppel-Konzert im Bretschneiderpark

Das Projekt "Musik macht schlau", das im GeyserHaus in Eutritzsch seine Heimstatt gefunden hat, ist eine Art Gegenentwurf zur hohen Feier der klassischen Musik in Leipzig. Denn Kinder aus sozial nicht so gut gestellten Familien haben nicht nur viel seltener Zugang zur klassischen Musik als Kinder aus dem Bildungsbürgertum - sie lernen auch viel seltener ein Instrument. Aber - Musik macht wirklich schlau. Also braucht's ein Projekt.

Das Projekt „LZ TV“ (LZ Television) der LZ Medien GmbH wird gefördert durch die Sächsische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.

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