Leipzig bildet

Turm der Schillerschule in Gohlis. Foto: Ralf Julke
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Leipzigs beliebteste Gymnasien platzen aus allen Nähten

Es wird voll in Leipzigs Schulen. Manche platzen längst aus allen Nähten. Auch das stand in der 49 Seiten langen Antwort von Kultusministerin Brunhild Kurth, die die Grünen-Abgeordnete Petra Zais bekommen hat. Sie hatte nach Bildungsempfehlungen und Anmeldezahlen in sächsischen Schulen gefragt. Natürlich kamen auch die Leipziger Zahlen drin vor.

Für sieben sächsische Grundschulen könnte das Jahr 2015 das Aus bedeuten. Foto: Ralf Julke
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Die nächsten sieben Grundschulen in Sachsen stehen auf der Kippe

Da staunt der Zeitgenosse: Es ist tatsächlich drei Jahre her, dass der damalige sächsische Kultusminister Roland Wöller zurücktrat, weil er mit dem Wunsch, nur ein klein bisschen an der rigiden Sparpolitik bei der Lehrereinstellung zu ändern, gegen Betonmauern rannte. Drei verlorene Jahre, auch wenn die Meldungen aus dem Kultusministerium seither geradezu heldenhaft klingen.

Die alte kleine Sporthalle der Weiße-Schule soll saniert und erweitert werden. Foto: Ralf Julke
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Nun wird die Sporthalle der Weißeschule doch noch saniert und erweitert

Was hat der Leipziger Stadtrat 2012 gefeilscht und debattiert über die Baukosten für die Weißeschule in Stötteritz. 6,3 Millionen Euro sollte die Sanierung der 120 Jahre alten Schule am Weißeplatz kosten. Aber Leipzig muss doch sparen! Also war erst einmal kein Fahrstuhl eingeplant. Kostenpunkt: 160.000 Euro. Auch die Sporthalle wollte man lieber nicht anfassen.

Georg-Schumann-Schule: Hier gab's in der 6. Klasse immerhin für sechs Schüler eine Empfehlung fürs Gymnasium. Foto: Ralf Julke
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Chancen, aufs Gymnasium zu kommen, sind in manchen Leipziger Ortsteilen drei Mal geringer als in anderen

Sachsen ist ja so richtig stolz auf sein PISA-Sieger-Schulsystem. Dass es tatsächlich ein Schulsystem des letzten Jahrhunderts ist, das reihenweise Bildungsverlierer produziert, wissen alle, die bei diesem Hürdenlauf auf der Strecke bleiben. Die ersten schon bei der Einschulung. Die nächsten dann beim Sprung von der 4. Klasse ans Gymnasium oder in das, was hierzulande "Oberschule" genannt wird. Die Grünen-Abgeordnete Petra Zais hat mal nachgefragt.

Tür der Helmholtz-Oberschule in Lindenau. Foto: Marko Hofmann
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Jeder zweite Lehramtsabsolvent musste 2010/2011 außerhalb Sachsens eine Stelle finden

Es ist zwar ein Blick in die Geschichte. Aber er ist sehr erhellend, was den Umgang des Freistaats Sachsen mit seinem eigenen, an den sächsischen Hochschulen ausgebildeten Lehrernachwuchs betrifft. Am Mittwoch, 2. April, wurde die "Zweite Sächsische Absolventenstudie" vorgestellt. Und auch die Lehramtsanwärter von 2010 und 2011 verrieten, wo sie abgeblieben sind. Und warum.

Das Projekt „LZ TV“ (LZ Television) der LZ Medien GmbH wird gefördert durch die Sächsische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.

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