Wie schlechte journalistische Arbeit das Vertrauen der Bevölkerung zur Presse schädigt

Für alle LeserIch bin nur ein einfacher Leser diverser Zeitschriften und Magazine. Und ich lebe schon länger in Leipzig. Ich kenne natürlich auch einige andere Menschen aus Leipzig. Ich kenne junge und alte Menschen, reiche und arme, und ich kenne auch andere Stadtteile von Leipzig, nicht nur den, in dem ich zufälligerweise wohne. Aber immer mehr wundert es mich, wie über Leipzig in der Presse und wie in Leipzig über Geschehnisse berichtet wird.

Und in letzter Zeit habe ich das Gefühl, gerade die lokale Tagespresse (LVZ, Bild, TAG24) berichtet über Leipzig und über Leipziger Ereignisse, als würde es sich um ein anderes Leipzig handeln, nicht um das, in welchem ich schon seit Jahren lebe.

Gut, gegen reißerische „Dokumentationen“ im TV und überregionalen Medien, die sich nur die extremsten Brennpunkte in einer Großstadt herauspicken kann man nichts machen, aber dass nun die LVZ selbst auf diesen Zug aufspringt, hat mich schon irritiert, wenn es mich auch nicht mehr gänzlich überrascht.

An das permanente unterschwellige Geraune, wie furchtbar der Leipziger Osten ist, habe ich mich fast schon gewöhnt. Ich selbst bin auch ab und zu in der Nähe der Eisenbahnstraße unterwegs und kenne auch Menschen, die dort gelebt haben. Nein, da ist nicht alles bestens und ja, es gibt Probleme, aber man kann sich durchaus dort als Bürger aufhalten, ohne sofort erschossen zu werden.

Neuerdings schaut nun alles auf Connewitz, wo man, wenn man den Medien und der LVZ glauben darf, sofort von gewaltbereiten Linken verprügelt wird, sobald man das Viertel betritt. Ich sag es mal kurz: äh – nein, wird man nicht. Ich bin ab und zu mal da und habe noch nie große Gewaltexzesse beobachtet. Ja, ab und zu ist wohl mal was los, gerade zu Silvester (aber da ist meistens mehr auf dem Augustusplatz los) oder wenn es eine große Demonstration gibt, meistens aber kann man völlig unbehelligt als Bürger dort sein, ohne sofort von irgendeiner gewaltbereiten Antifa verprügelt zu werden.

Sicher ist nicht alles perfekt, es gibt wie überall auch Probleme (gerade wenn es um bezahlbaren Wohnraum gibt). Und mit Sicherheit gibt es da wie überall ein paar, die sich nicht zu benehmen wissen, dennoch: ist Connewitz ein sehr beliebter und junger Stadtteil, in dem man viel unternehmen kann, es viel tolle Kultur gibt und Gastronomie!

Manchmal habe ich förmlich das Gefühl, die Redakteure können ihre Stadt und die Leipziger nicht leiden. Oder warum berichtet man hier aus der Stadt, als hätte man es mit einer Stadt voller Problembezirke zu tun, in denen Tag und Nacht randaliert wird?

Wenn Menschen sich und ihren Stadtteil in der Presse so gar nicht wieder erkennen, wie sollen sie dann Zutrauen in die Presse haben? Ist es ein Wunder, wenn sie sich nicht mehr für Zeitungen und Zeitschriften interessieren und vieles darin nicht mehr glauben? Und wenn manchen Menschen diese Berichterstattung Angst macht und sie vieles unreflektiert glauben („stand ja in der Zeitung“), ist es ein Wunder, wenn sich auch dadurch die Gesellschaft spaltet?

Manche halten auf gewissen Demonstrationen Schilder hoch mit „Lügenpresse“. Mir ist diese pauschale Vorverurteilung durch gewisse besorgte Bürger zuwider. Es gibt zahlreiche Zeitungen, Zeitschriften, Magazine und Websites, und viele geben sich wirklich Mühe.

Aber gerade – was soll ich davon halten – verbreitet die LVZ nun offiziell Fake-News?

Ist man schon so tief gesunken, dass man genau das ist, was die Besorgten Bürger ihnen vorwerfen – eine „Lügenpresse“?

Letzte Woche erfuhr ich von einer Kunstaktion eines kleinen Leipziger Vereins im Rahmen der Fridays for Future-Demonstration. Es ist ein Verein, der sich mit Naturschutz und Kunst beschäftigt, und nicht zufällig sondern sehr bewusst und anerkannt trägt er diese Begrifflichkeiten in seinem Namen. Der Verein macht seit Jahren Konzerte, Lesungen, war beteiligt an einer Kunstausstellung usw. usf.. Es ist für mich nicht wirklich überraschend, dass ein solcher Verein dann eine Kunstaktion macht zu einer Demonstration.

Ich hörte als nächstes, dieser Verein bezahle Demonstranten, das hat mich gewundert, aber als ich mich näher informierte, erkannte ich, nein: man hatte schlicht den Akteuren in dem Kunstprojekt (oder „Lebende Skulptur“, wie es der Verein selber nannte) eine kleine Aufwandsentschädigung gewährt.

Nun, dagegen ist nichts zu sagen. Ich bin selber u. a. tätig im Bereich Kultur und lebe größtenteils davon. Ich hoffe, es schockiert niemanden, aber ich kann nicht wie eine Pflanze aus CO2 und Licht Energie gewinnen. Ich esse und trinke wie jeder andere Mensch auch und das Essen und Trinken kommen nicht aus dem Nichts zu mir geflogen. Ich fand es zwar nicht so gut mit der Aufwandsentschädigung, aber auch bspw. Yoko Ono bekommt Geld für ihre ebenfalls oft politische Kunst.

Neben den Akteuren der „Lebenden Skulptur“ waren auch ehrenamtliche Mitglieder des Vereins vor Ort anwesend, man sieht sie sogar auf den Fotos. Sie begleiteten die Aktion und gaben Informationen über die Aktionskunst und den Verein. Es gab sogar ein Schild, das ausdrücklich darauf hinwies, dass es sich hier um ein Kunstprojekt handelt. Eine Frau stand die ganze Zeit neben der „Lebenden Skulptur“ und hielt es zur Information hoch. Auch das sieht man im Video und auf den Fotos, die man auf der Website sieht.

Wie kommt denn nun aber die LVZ darauf, „dass es sich um gekaufte Demonstranten handelt“?

Ist die LVZ nicht dazu in der Lage, zu erkennen, dass es sich um ein Kunstprojekt handelt? Aber nein, sie haben es schon wahrgenommen, aber um Stimmung zu machen, setzen sie Kunst in Anführungsstriche: „Das Schweigen im Wald hatte der NuKLA-Verein sein ,Kunstprojekt‘ überschrieben“.

Video von Nukla auf Youtube dazu. Quelle: Youtube, Channel Nukla e.V.

Steht es der LVZ zu, zu entscheiden, ob etwas Kunst ist oder eine Demonstration? Und was soll der Vergleich mit Mitgliedern eines Iranischen Geheimdienstes? Wenn, dann ließe sich die Aktionskunst von NuKLA doch eher mit diversen Aktionskunstformen der 60er und 70er Jahre des vorigen Jahrhunderts vergleichen.

Ich verfolgte daraufhin die Diskussion in den sozialen Medien, vieles kann man ja auch ohne Account öffentlich lesen. Und ja, was soll ich sagen: wenn große Parteien und Organisationen wirklich teure Eventagenturen engagieren für noch größere Protestaktionen, warum wird sich dann hier auf einen kleinen Verein gestürzt, der nur ein paar Laien-Schauspielern für ein Aktionskunstprojekt eine Aufwandsentschädigung gewährt hat? Die Großen dürfen, aber die Kleinen nicht?

Auch von anderen wird die Berichterstattung der LVZ als Fake enttarnt. Zum Beispiel hier.

Mimikama zieht hier das Fazit, welches auch ich für mich vorher schon gezogen hatte: „Nochmal deutlich: Nicht FFF-Teilnehmer wurden bezahlt, sondern Statisten für das Kunstprojekt eines Vereins am Rande der Veranstaltung!“

Entweder, die LVZ arbeitet journalistisch schlecht, oder sie versucht, hier Stimmung gegen einen kleinen Verein zu machen, der gerade in einem Gerichtsverfahren mit der Stadt steht (wegen eines Umweltthemas). Mir erscheint es wirklich so, als wolle die LVZ, warum auch immer, diesen kleinen Verein mundtot machen.

Ich finde dies unanständig.

Aber ich denke, genau das Gegenteil wird eintreten. Wie sagt man? Auch schlechte PR ist gute PR – und wo Rauch ist, ist auch Feuer.

Nur ist es jammerschade, dass Leipzig mit einer solchen Zeitung gestraft ist – Leipzig hat guten und neutralen Journalismus verdient. Aber mit solcher Berichterstattung dürfen sich die Journalisten nicht wundern, wenn dann wieder Menschen „Lügenpresse“ rufen – viele Journalisten selbst tragen dazu bei.

Hinweis der Redaktion: Johannes Hansmann ist Nukla-Mitglied, weshalb der Part über die Demonstrations-Kunstaktion unter dieser Perspektive zu lesen ist.

Zahlen der Polizei sprechen gegen ein gewalttätiges Connewitz und Grüne bringen Antrag für Quartierladen ein

Leipzig zwischen Konsumrausch und Klimaschutz: Black Friday trifft auf Klimastreik + Video

Hinweis der Redaktion in eigener Sache (Stand 1. November 2019): Eine steigende Zahl von Artikeln auf unserer L-IZ.de ist leider nicht mehr für alle Leser frei verfügbar. Trotz der hohen Relevanz vieler unter dem Label „Freikäufer“ erscheinender Artikel, Interviews und Betrachtungen in unserem „Leserclub“ (also durch eine Paywall geschützt) können wir diese leider nicht allen online zugänglich machen.

Trotz aller Bemühungen seit nun 15 Jahren und seit 2015 verstärkt haben sich im Rahmen der „Freikäufer“-Kampagne der L-IZ.de nicht genügend Abonnenten gefunden, welche lokalen/regionalen Journalismus und somit auch diese aufwendig vor Ort und meist bei Privatpersonen, Angehörigen, Vereinen, Behörden und in Rechtstexten sowie Statistiken recherchierten Geschichten finanziell unterstützen und ein Freikäufer-Abonnement abschließen.

Wir bitten demnach darum, uns weiterhin bei der Erreichung einer nicht-prekären Situation unserer Arbeit zu unterstützen. Und weitere Bekannte und Freunde anzusprechen, es ebenfalls zu tun. Denn eigentlich wollen wir keine „Paywall“, bemühen uns also im Interesse aller, diese zu vermeiden (wieder abzustellen). Auch für diejenigen, die sich einen Beitrag zu unserer Arbeit nicht leisten können und dennoch mehr als Fakenews und Nachrichten-Fastfood über Leipzig und Sachsen im Netz erhalten sollten.

Vielen Dank dafür und in der Hoffnung, dass unser Modell, bei Erreichen von 1.500 Abonnenten oder Abonnentenvereinigungen (ein Zugang/Login ist von mehreren Menschen nutzbar) zu 99 Euro jährlich (8,25 Euro im Monat) allen Lesern frei verfügbare Texte zu präsentieren, aufgehen wird. Von diesem Ziel trennen uns aktuell 400 Abonnenten.

Alle Artikel & Erklärungen zur Aktion Freikäufer“

ConnewitzAuwaldNuKLAMedienLVZ
Print Friendly, PDF & Email
 


Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr


Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Linksfraktion beantragt eine neue Leipzig-Anleihe und eine Verlängerung des Schuldenabbaus bis 2050
Steffen Wehmann (Linke) im Stadtrat. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserAm 3. Juni gab die Bundesregierung den Inhalt ihres 130-Milliarden-Euro-Konjunkturpaketes bekannt. Darin enthalten sind auch konkrete Unterstützungen für die Kommunen, die mit einbrechenden Steuereinnahmen zu rechnen haben. Nicht nur 2020, sondern wohl auch in den Folgejahren. Das wird die Diskussion auch um den Leipziger Haushalt anheizen. Die Linksfraktion hat schon mal ihren Handschuh in den Ring geworfen.
Digitale Klimarallye, anders wirtschaften und jede Menge Ansprechpartner für ein weltverträgliches Leben in Leipzig
Mit dem UiZ können Jugendliche einzeln oder in Teams per App auf Klima-Rallye durch Leipzigs Innenstadt gehen. Foto: UiZ Julia Zimmerhäkel

Foto: UiZ Julia Zimmerhäkel

Für alle LeserDie Ökofete musste schon abgesagt werden wegen Corona. Aber wie ist das mit den ganzen Veranstaltungen, die der Leipziger Ökolöwe für die Leipziger Umwelttage geplant hatte? Die Themen Klima und Artenschutz werden ja nicht weniger brisant, bloß weil Corona vorerst größere Veranstaltungen verhindert. Dann machen wir es eben digital, beschloss der Ökolöwe.
Drei Demonstrationen gegen Rassismus und Polizeigewalt am 6. und 7. Juni in Leipzig
Der Freizeitpark Rabet im Leipziger Osten. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserHeute wird auch in Leipzig gegen Rassismus demonstriert. Die Gruppe „Series Be:“ ruft für den 6. Juni unter dem Titel ‚STAND UP, SPEAK UP, SHOW UP‘ zu einer Demonstration gegen Rassismus und Polizeigewalt auf. Um 14 Uhr startet die Auftaktkundgebung am Augustusplatz, die Route verläuft über den Leipziger Innenstadtring, durch die Südvorstadt vorbei am Amerikanischen Konsulat und dem Bundesverwaltungsgericht bis zum geplanten Ende am Wilhelm-Leuschner-Platz. Die nächste Demo gibt es am Sonntag, 7. Juni.
Leipzigs Verwaltung möchte auch die Jahnallee nicht umbenennen
Blick in die Jahnallee. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserMan wird sie nicht so einfach los, diese alten Rauschebärte und Nationalisten. Schon bei der Umbenennung der Arndtstraße gab es ja nach dem Stadtratsbeschluss heftige Reaktionen, die augenscheinlich auch das Leipziger Verwaltungsdezernat beeindruckt haben. Weshalb man dort jetzt mit einem ganzen Berg von Argumenten versucht, das Ansinnen, auch noch die Jahnallee umzubenennen, abwehrt. Dabei wäre der Vorschlag Frankfurter Allee nur eine Rückbenennung.
Regionalliga-Saison abgebrochen, NOFV erklärt Lok zum Meister, Chemie feiert Klassenerhalt
Viermal durfte Lok gegen Nordhausen jubeln. Foto: Jan Kaefer

Foto: Jan Kaefer

Für alle LeserDer 1. FC Lokomotive Leipzig ist erstmalig Meister der Regionalliga Nordost. Das entschied der Nordostdeutsche Fußballverband mit einem einstimmigen Votum für den Saisonabbruch am Freitag. Auf der Präsidiumssitzung wurde außerdem entschieden, dass es keine sportlichen Absteiger geben wird. Die BSG Chemie Leipzig hält damit nach dem Aufstieg im Vorjahr die Klasse.
Freitag, der 5. Juni 2020: Vor dem „Black Lives Matter“-Demowochenende
Antirassistische Demonstration im September 2019. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserRassismus, Polizeigewalt und die „Black Lives Matter“-Bewegung dominieren seit Tagen die Schlagzeilen. Für das Wochenende sind in Leipzig mehrere Demonstrationen angekündigt; die wohl größte am Sonntag um 13 Uhr vor dem Hauptbahnhof. Die „taz“ enthüllt derweil, dass eine Leipziger Burschenschaft offenbar den „Rassenkrieg“ plante. Die L-IZ fasst zusammen, was am Freitag, den 5. Juni 2020, in Leipzig und darüber hinaus wichtig war.
Berliner Luft in der Kirchenruine Wachau – Konzert mit „clair-obscur“
Die Kirchenruine in Wachau. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Am 12. Juni 2020, 19.00 Uhr spielt das Saxophonquartett der Berliner Philharmoniker „clair-obscur“ in der Kirchenruine Wachau, Kirchplatz 1. Das Konzert mit dem Titel „Berliner Luft“ findet im Rahmen des Festivals „Sommertöne“ statt. Die Saxophonisten der Berliner Philharmoniker gastieren 2020 zum ersten Mal bei den Sommertönen, doch ihr hervorragender Ruf eilt ihnen voraus.
Sexuelle Übergriffe auf Frauen: Serientäter kommt in Psychiatrie
Serientäter Martin L. (r.), hier mit seinem Anwalt Stefan Wirth, muss in die Psychiatrie. Foto: Lucas Böhme

Foto: Lucas Böhme

Für alle LeserEs war eine absehbare Entscheidung: Nach einer Reihe brutaler Übergriffe auf junge Frauen in Leipzig wurde der geständige Täter vom Landgericht wegen Schuldunfähigkeit freigesprochen, aber in die geschlossene Psychiatrie eingewiesen.
Ensembles von Oper, Leipziger Ballett und Musikalsicher Komödie im Westbad
Foto: L-IZ

Foto: L-IZ

An fünf aufeinanderfolgenden Wochenenden werden Oper, Leipziger Ballett und Musikalische Komödie ab dem 12. Juni 2020 jeweils Freitag und Samstag zur Veranstaltungsreihe „Vorstellungskraft voraus!“ mit einem eigenen Programm wieder auf der Bühne im Westbad zu sehen, hören und erleben sein.
FES-Papier wirbt für weitere Unterstützung für eine echte Mobilitätswende in Deutschland
LVB-Baustelle in der KarLi 2014. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDie lange diskutierte Abwrackprämie für Pkw war dann zum Glück nicht mehr Bestandteil des am 3. Juni bekannt gegebenen Konjunkturpakets der Bundesregierung. Da dürften auch die Autor/-innen eines Positionspapiers der Friedrich-Ebert-Stiftung aufgeatmet haben, die schon befürchteten, dass nun wieder Milliarden in den Verbrenner investiert werden, die dringend für eine richtige Mobilitätswende gebraucht werden. Den Corona-Shutdown hatten sie zur Gelegenheit genommen, dieses Papier zu verfassen.
Antrag der AfD-Fraktion zur Aufhebung der Leipziger Umweltzone macht nicht mal aus Gesundheitsgründen Sinn
Einfahrt in die Leipziger Umweltzone an der Hohentichelnstraße. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserIm Corona-Shutdown kam auch ein Großteil des Leipziger Verkehrs zum Erliegen. Auch die Bahnen und Busse der LVB leerten sich, weil die Leipziger/-innen zu Hause blieben oder lieber aufs Fahrrad umstiegen. Gleichzeitig trommelten die Umweltverbände für eine deutliche Verbesserung der Radwegesituation, während die AfD geradezu das Gegenteil beantragte: die Aufhebung der Umweltzone. Ein Antrag, der selbst aus epidemologischer Sicht Quatsch ist, wie das Umweltdezernat jetzt feststellt.
„Stunde der Gartenvögel“ bestätigt: Auch in Sachsen ist das große Blaumeisen-Sterben angekommen
Blaumeise bei der Fütterung. Foto: NABU / Rita Priemer

Foto: NABU / Rita Priemer

Für alle LeserNoch im März war die Meisenwelt in Ordnung: Die Blaumeisen waren die ersten, die die Birken vorm Fenster besetzten und sich erst einmal sattfutterten, bevor sie an ihr Tagwerk gingen. Ihnen folgten dann die lärmenden Spatzen. Doch dann wurde es auf einmal still im April, verschwanden die Blaumeisen. Nur die Spatzen kamen wie gewohnt. Und die diesjährige „Stunde der Gartenvögel“, die vom 8. bis 10. Mai stattfand, bestätigte, dass das Blaumeisensterben auch in Sachsen angekommen ist.
Fachausschuss verweigert der Vorlage zum Erweiterungsbau der Apollonia-von-Wiedebach-Schule seine Zustimmung
Der geplante Anbau der Apollonia-von-Wiedebach-Schule. Grafik: Stadt Leipzig

Grafik: Stadt Leipzig

Für alle LeserSo geht das nicht wirklich. Als das Dezernat Jugend, Soziales, Gesundheit und Schule im Mai die Vorlage zum Erweiterungsbau der Apollonia-von-Wiedebach-Schule öffentlich machte, fielen nicht nur die Anrainer aus allen Wolken. Das neue Projekt hatte mit den Auskünften und Ankündigungen aus den Vorjahren nichts mehr zu tun. Am 10. Juni soll eigentlich die Ratsversammlung über den Bau entscheiden. Aber jetzt gibt es auch eine Petition.
Pirna an einem Tag: Die Stadt, in der der kleine Tetzel die falsche Berufswahl traf
Uwe Winkler / Kristina Kogel: Pirna an einem Tag. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserWohin nur am Wochenende? Das fragen sich ja viele Leute, die dann aus lauter Verzweiflung wieder am Cossi landen. Oder in der City Schlange stehen für ein Eis. Dabei ist Sachsen voller Reiseziele, für die sich auch ein kurzer Entschluss lohnt. Zug raussuchen, Rucksack packen und einfach mal nach Pirna fahren. Das wäre so ein Zielvorschlag, wenn einem Delitzsch, Torgau und Grimma schon zu nahe sind.
In Torgau eröffnete am vergangenen Wochenende das erste Autokino der Region
Foto: L-IZ

Foto: L-IZ

Seit Mitte letzter Woche erhebt sich ein Containerturm am äußeren Rand des Gewerbegebietes in Torgau - zwischen Autohäusern, Einkaufszentrum und Holzwerk. An dem dreizehn Meter breiten und fast acht Meter hohen Stapel aus zehn Übersee-Containern befindet sich eine fast ebenso große Leinwand. Von Donnerstag bis Sonntag werden mit Einbruch der Dunkelheit hier Kinofilme gezeigt.