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Donnerstag, der 1. April 2021: Wahre Scherze, steigende Inzidenz und Leipziger Öffnungen nach Ostern

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    Nachdem die Debatte um die sogenannte „Osterruhe“ gerade erst abgeebbt war, folgte am gestrigen 31. März der Leipziger Hammer. Inzidenzien zu hoch, Corona-Bettenkapazitäten in Sachsen fast erreicht, Läden zu. Dass es ab 6. April in Leipzig mit Lockerungen weitergehen soll, wurde heute bekannt. Außerdem: Unter vielen schlechten Scherzversuchen zum 1. April fanden sich heute ein gelungener und einer, der besser ein Scherz gewesen wäre. Ebenfalls kein Scherz: Die LZ dankt für mehr und mehr Leserinnen. Die LZ fasst zusammen, was am Donnerstag, dem 1. April 2021, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.

    Seit gestern 14:15 Uhr ist klar: Auf das erste Corona-Ostern folgt das zweite. Die Zahlen, die Zahlen – nach der bislang stark verstolperten Impfoffensive rücken sie wieder ins Zentrum aller Entscheidungen und steigen. Auch in Leipzig. Insgesamt wurden im Stadtgebiet seit dem 6. März 2021 17.341 Leipziger/-innen positiv getestet – von gestern auf heute weitere 173 Leipziger/-innen.Aktive Fälle zählte die Stadt heute 1.201 (+91) und in häuslicher Quarantäne (inklusive Kontaktpersonen) befinden sich derzeit 3.202 (-19) Menschen.

    Und das deutlichste Zeichen für eine Verschlechterung der Lage ist mal wieder bei den Neumeldungen der vergangenen sieben Tage pro 100.000 Einwohner (7-Tage-Inzidenz) zu verzeichnen. Diese stieg von gestern 95,9 Prozent auf heute 104,8 (+8,9 zum Vortag).

    Nachdem nun also zu Recht die Notbremse in Leipzig gilt – auch um den vorösterlichen Einkaufsansturm zu unterbinden –, war nur noch die Frage offen, wie es nach Ostern weitergehen soll.

    Wie weiter ab 6. April 2021

    „Die Stadt wird von der inzidenzunabhängigen Öffnungsklausel der Coronaschutzverordnung des Freistaats Gebrauch machen und ab dem 6. April Lockerungen ermöglichen. So kann der Einzelhandel ab Dienstag per Click&Meet wieder öffnen, ebenso die Museen und Galerien sowie körpernahe Dienstleistungen.“ Dies teilte heute die Stadt Leipzig mit.

    Voraussetzung für die Öffnung von Handel, Museen und körpernahen Dienstleistungen ist ein vorliegendes Hygienekonzept. Zudem müssen Kunden und Besucher laut sächsischer Coronaverordnung einen dokumentierten tagesaktuellen Schnell- oder Selbsttest vorlegen.

    Der Leipziger Zoo bleibt weiterhin geschlossen, da bei einer Öffnung eine zu starke Sogwirkung über die Stadtgrenzen hinaus auch in Hochinfektionsgebiete hinein befürchtet wird.

    Während man also versucht, über Ostern die Zügel straffer zu spannen, ist danach der Versuch einer Öffnung im Sinne eines „Minimum an Planbarkeit in der momentanen Pandemiesituation“ geplant.

    Auch der Sport für Kinder und Jugendliche soll ab Dienstag in Gruppen bis maximal 20 Personen im Außenbereich wieder möglich sein. Die vollständige Meldung finden sie hier auf L-IZ.de.

    Wahre Aprilscherze

    SUV raus aus der City!

    Gegen Abend landete dann tatsächlich noch eine ernstgemeinte Lesernachfrage im Maileingang der LZ: „Zu Ihrem Beitrag „SUV Verbot in Leipzig“ hätte ich gern nähere Informationen. Welcher Stadtrat hat diesen Beschluss gefasst? Gibt es ein entsprechendes Dokument zum Beschluss vom 01.04.2021?“

    Nun, noch hatte der Stadtrat Leipzig genau diesen Mut nicht. Es handelte sich bei dem Beitrag um einen der gelungeneren Aprilscherze des BUND Leipzig in unserer „Melderrubrik“, der mit knapp 40.000 Klicks auf großes Interesse bei den L-IZ.de-Leser/-innen stieß.

    Wie alle guten „Scherze“ trägt dieser den wahren Kern in sich, dass SUVs in der Stadt nur Platz wegnehmen, eigentlich gänzlich ungeeignet für den Stadtverkehr sind und außerdem im Ressourcenverbrauch brutal schlechte Bilanzen haben.

    Also so ziemlich das vollständige Gegenteil von Mobilitätswende und Kampf gegen die Klimakrise bedeuten.

    Maaßen wird Thüringer

    Bei manchen Beiträgen wünschten sich die Leser/-innen heute eher, es wären Scherze. Zum Beispiel die Meldung, dass Hans-Georg Maaßen für die CDU bei den anstehenden Wahlen am 26. September 2021 in den Bundestag möchte. Damit dies auch gelingt, hat der in Berlin lebende Ex-Verfassungsschutzpräsident sich nach guter alter Manier der Rechten den Osten als Wahlgebiet erkoren – Südthüringen soll ihn wählen, der CDU-Kreisverband Schmalkalden-Meiningen möchte ihn laut MDR offenbar aufstellen.

    Hier, im Bundeswahlkreis 196, erreichten CDU und AfD zusammen 53,3 Prozent, Zahlen, die die Kandidatur für den deutlich rechts stehenden Mönchengladbacher wie ein Heimspiel in der Ostprovinz vermuten lassen. Wenn es dazu kommt. Die Chance dazu entstand, weil sein CDU-Vorgänger in diesem Wahlkreis, Mark Hauptmann, im März 2021 sein Mandat niedergelegt hat und aus der CDU austrat.

    Der Grund: unredliche Geschäfte im Zusammenhang mit Schutzmasken während der COVID-19-Pandemie. Vielleicht also doch der richtige Wahlkreis für Maaßen.

    In eigener Sache

    Manchmal muss man eben doch über sich selbst reden. Oder besser über das Vertrauen und die steigenden Leser/-innenzahlen auf L-IZ.de. Seit der Umbenennung in Leipziger Zeitung am 18. Januar 2021 geht es (weiter) steil bergauf, nachdem wir von 2019 auf 2020 unsere jährlichen Besucher/-innenzahlen bereits verdoppeln konnten.

    Dafür und für das entgegengebrachte Vertrauen kann man sich dann auch mal vollkommen scherzfrei am Ende des März am 1. April bedanken. Über 600.000 Besucher/-innen in einem Monat – das ist nach dem OBM-Wahlmonat im Jahr 2020 mit einmaligen 960.000 Besucher/-innen der zweitstärkste Monat aller L-IZ-Zeiten seit 2004.

    Besonders freut uns dabei, dass es nicht ein Ereignis, sondern die Mischung aus vielen verschiedenen Gebieten ist, die die Leser/-innen-Zahlen steigen lassen.

    Stadtratsberichte, Sportliches, Demonstrationen, Wirtschaftsdaten, Verkehrsthemen und gesellschaftliche Debatten bis hin zu Kulturthemen, Kolumnen und Neuigkeiten aus der Forschung sowie der Welt der Bücher: Immer wieder sind wir überrascht, was alles gern und häufig gelesen sowie debattiert wird.

    Ein Zeichen für eine wirklich umfassend interessierte und stets neugierige Leser/-innenschaft. Was will man mehr? Bliebe also Danke zu sagen, für Ihr Vertrauen in uns.

    In dem Wissen, dass es jeden Tag erneut infrage steht und erarbeitet werden muss. Wer uns dabei unterstützen möchte, kann dies jederzeit auch mit einem Abonnement oder einem frei zu wählendem Förderbeitrag tun.

    Worüber die LZ heute berichtet hat: In der fortlaufenden Auswertung zum neuen Leipziger Quartalsbericht fand Ralf Julke auch heute wieder spannende Zusammenhänge. Wie dem zwischen hohen Pendlerzahlen zwischen Leipzig und dem Umland.

    Statistisches gab es außerdem im Arbeitsmarktbericht Leipzigs und die Erkenntnis: Nein, den Fachkräftemangel beseitigt nicht einmal eine Coronakrise.

    Und: Vor 70 Jahren haben die Deutsche Nationalbibliothek und das Deutsche Buch- und Schriftmuseum der Deutschen Nationalbibliothek in Leipzig wertvolle Bestände der Leipziger Stadtbibliothek erhalten. Nun wurde ein Vertrag geschlossen, um die Schätze zu heben und wieder sichtbar für die Forschung und die Öffentlichkeit zu machen.

    Was morgen wichtig wird: Am 31. März tagte der Leipziger Stadtrat erstmals wegen der Haushaltsbeschlüsse seit Monaten wieder in Präsenz in der Kongresshalle. Was dabei alles entschieden wurde, wie die Debatten verliefen (Videos) und was die Entscheidungen bedeuten, ist morgen Schwerpunktthema in der LZ.

    Hinweis der Redaktion in eigener Sache

    Seit der „Coronakrise“ haben wir unser Archiv für alle Leser geöffnet. Es gibt also seither auch für Nichtabonnenten alle Artikel der letzten Jahre auf L-IZ.de zu entdecken. Über die tagesaktuellen Berichte hinaus ganz ohne Paywall.

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      2 KOMMENTARE

      1. Dieselbe Stadt, die zum Glück den Zoo mit erheblichen finanziellen Mitteln ausstattet, unterschätzt in der Pandemie erheblich dessen positive Wirkung auf die Menschen.

      2. „Der Leipziger Zoo bleibt weiterhin geschlossen, da bei einer Öffnung eine zu starke Sogwirkung über die Stadtgrenzen hinaus auch in Hochinfektionsgebiete hinein befürchtet wird.“

        Diese Befürchtung ist völlig nachvollziehbar, aber was spricht denn gegen eine Öffnung nur für Einwohner der Stadt Leipzig? Perso am Eingang vorzeigen und fertig. Ich denke dafür hätte jeder Verständnis. Das könnte in der Stadt etwas Entlastung für die vollen Parks und Spielplätze schaffen, was es auf dem Land nicht in diesem Ausmaß gibt.

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