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Mittwoch, der 2. Juni 2021: DHfK-Pilotprojekt geht in zweite Runde und Vize-Chef der Werteunion war in Neonazi-Szene aktiv

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    Den achten Tag in Folge lag der Inzidenzwert der Stadt Leipzig heute unter dem Schwellenwert von 35. Damit ist die Stadt auf einem guten Weg: Es fehlen nun noch sechs Tage am Stück unter 35, und weitere Lockerungen werden möglich. Auch die Werteunion lockert, und zwar die Auslegung ihrer oft betonten klaren Abgrenzung zu Rechtsaußen. Wie heute bekannt wurde, war einer der drei neuen Vize-Chefs in den 80er und 90er Jahren Rädelsführer in der Neonazi-Szene. Und das Bundesverfassungsgericht wies Klagen gegen die Bundesnotbremse zurück. Die LZ fasst zusammen, was am Mittwoch, dem 2. Juni 2021, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.

    Leipzig auf gutem Weg in Richtung weitere Lockerungen

    Mehr als die Hälfte ist geschafft! Weitere Lockerungen in Leipzig werden mit jedem Tag greifbarer: Heute lag die Sieben-Tage-Inzidenz der Stadt den achten Tag in Folge unter dem nächsten Schwellenwert 35. Sollte sich dieser Trend sechs weitere Werktage so fortsetzen, darf die Stadt laut aktuell geltender sächsischer Corona-Schutzverordnung weiter lockern.Dann würde die Testpflicht in fast allen Bereichen entfallen. Der Leipziger Inzidenzwert hat sich die vergangenen Tage im Bereich um die 22 eingependelt. Mittlerweile ist Leipzig wie schon häufiger in der Pandemie die Region in Sachsen mit sehr geringen Werten, nun mit der zweitniedrigsten Inzidenz. Nur der Vogtlandkreis liegt mit einem Wert von 14 unter der Stadt Leipzig.

    Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz gibt an, wie viele von 100.000 Einwohner/-innen innerhalb der letzten sieben Tage in einer Region positiv auf Covid-19 getestet wurden.

    Corona-Modellprojekt beim DHfK laut Stadt erfolgreich

    Knapp eine Woche nach dem Start des Leipziger Corona-Modellprojekts „Sportveranstaltungen mit Zuschauern in Leipzig“ hat die Stadt dem Vorhaben heute einen erfolgreichen Auftakt bescheinigt. Am vergangenen Donnerstag (27. Mai) durfte der Handball-Bundesligist SC DHfK erstmals seit über einem halben Jahr wieder vor Publikum spielen. Beim Heimspiel gegen den THW Kiel unterlagen die Leipziger Handballer trotz Fan-Unterstützung vor Ort dem Gast aus dem Norden mit 26:33.

    1.000 Zuschauer/-innen sind pro Spiel in der Arena zugelassen. Alle Beteiligten hätten beim Pilotprojekt-Beginn letzte Woche an einem Strang gezogen, bilanzierte Verwaltungsbürgermeister Ulrich Hörning heute. „Ich freue mich über den erfolgreichen Auftakt des Modellprojekts Sport.“

    Heute Abend konnte der SC DHfK dann seinen ersten Heimsieg der Saison vor Publikum feiern. Gegen den TSV GWD Minden siegten die Leipziger Handballer am 33. Spieltag 24:21. Bis kurz vor Anpfiff unterzogen sich die Handballfans, die für das Spiel ein Ticket ergattern konnten, heute im hauseigenen DHfK-Corona-Testzentrum im Foyer der Arena einem Schnelltest.

    Vize-Chef der Werteunion war früher in der Neonazi-Szene aktiv

    Wie Spiegel Online heute berichtete, hat der neue Vize-Bundesvorsitzende der Werteunion, Klaus Dageförde, eine Neonazi-Vergangenheit. Der Verein, der offiziell nicht zum Parteiverband der CDU oder CSU gehört, aber der sich großteilig aus Mitgliedern dieser Parteien zusammensetzt, hat Dageförde am vergangenen Wochenende zu einem von drei Stellvertretern des ebenfalls wegen seiner AfD-Nähe umstrittenen Werteunion-Chefs Max Otte gewählt.

    Dageförde bestätigte heute in der Taz seine Aktivitäten in der bayrischen Neonazi-Szene in den 80er und 90er Jahren. Gleichzeitig distanzierte er sich von seinen damaligen Mitgliedschaften: „Ich habe damit seit 30 Jahren nichts mehr zu tun“, sagte Dageförde der Berliner Tageszeitung.

    Ans Licht gekommen waren Dagefördes rechtsextreme Aktivitäten durch eine von einem antifaschistischen Rechercheblog archivierten Anklageschrift der Stuttgarter Staatsanwaltschaft aus dem Jahr 1990.

    Darin wird dem heutigen Werteunions-Vizechef vorgeworfen, die sogenannte Aktionsfront Nationaler Sozialisten/Nationale Aktivisten federführend fortgeführt zu haben, nachdem sie Anfang der 80er verboten worden war. Die Gruppierung sah sich selbst als Nachfolgerin von NSDAP und SA aus der Zeit des Nationalsozialismus.

    Ebenfalls am Wochenende wurde der Unternehmer Max Otte zum neuen Bundesvorsitzenden der Werteunion gewählt. Seine Personalie ist umstritten, da er bis vor Kurzem in der AfD-nahen Desiderius-Erasmus-Stiftung tätig war und als gut mit der AfD vernetzt gilt.

    Bundesverfassungsgericht lehnt Eilanträge und Verfassungsbeschwerden zu Corona-Maßnahmen ab

    Worüber die LZ heute berichtet hat: Martin Schöler berichtet über die Fortsetzung des Gerichtsprozesses zum sogenannten Leipziger Gassi-Mord. Der Angeklagte gibt an, aus Notwehr gehandelt zu haben.

    In einem Gastkommentar erklärt Pfarrer i. R. Christian Wolff, warum er die Kritik an den Äußerungen des Ostbeauftragten Marco Wanderwitz zur „Demokratiesozialisierung“ der Ostdeutschen entlarvend findet.

    Und die Corona-Pandemie hat den Bedarf am Leipziger Arbeitsmarkt nach Fachkräften leicht gedämpft, aber nicht gelindert. Ralf Julke hat die Zahlen der hiesigen Agentur für Arbeit analysiert.

    Was heute außerdem wichtig war: Das Bundesverfassungsgericht gab heute bekannt, dass es mehrere Eilanträge und Verfassungsbeschwerden bezüglich der sogenannten Bundesnotbremse abgelehnt hat.

    Im Detail hat der Erste Senat des Gerichts acht Anträge und 51 Verfassungsbeschwerden nicht zur Entscheidung angenommen. Sie bezogen sich unter anderem auf die coronabedingten Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen, Amateursport und Testpflicht in Schulen.

    Was morgen passieren wird: Ab Donnerstag gilt Sachsen bei den schweizerischen Behörden nicht mehr als Corona-Risikogebiet. Auch das Nachbarbundesland Thüringen wird von der Liste gestrichen. Somit entfällt für Einreisende aus Sachsen und Thüringen die Quarantänepflicht.

    Am 19. April hatte die Schweiz die beiden ostdeutschen Länder zuletzt zu Risikogebieten ausgerufen.

    Morgen starten die sogenannten Finals 2021, ein deutsches Multisport-Event, das 2019 das erste Mal stattfand. Im Rahmen der Finals finden die Deutschen Meisterschaften vieler Sportarten statt, beispielsweise im Basketball, Taekwondo und Triathlon.

    In einigen Disziplinen geht es um die Qualifikation für Olympia. Ausgetragen werden die Wettkämpfe an drei Standorten: Berlin, in der Region Rhein-Ruhr und in Braunschweig.

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