In Leipzig beteiligen sich mehrere tausend Menschen am Internationalen Frauentag beziehungsweise Feministischen Kampftag. Die größte Veranstaltung ist eine Demonstration durch Südvorstadt und Zentrum. Außerdem: Die Zahl der aus der Ukraine geflüchteten Menschen steigt weiter rasant an. In Leipzig entstehen nicht nur neue Plätze, sondern auch weitere Angebote. Die LZ fasst zusammen, was am Dienstag, dem 8. März 2022, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.

Feminismus, Patriarchat, Geschlechtergerechtigkeit – das waren die Themen, die heute in Leipzig im Mittelpunkt standen. Anlass für zahlreiche Veranstaltungen war der 8. März, der als Internationaler Frauentag oder auch als Feministischer Kampftag begangen wird.

Video: LZ

Verdi streikte heute für bessere Arbeitsbedingungen in den Sozial- und Erziehungsberufen – die große Mehrheit der Beschäftigten sind Frauen –, Verwaltungsbürgermeister Ulrich Hörnig erhielt eine Liste mit Vorschlägen für weibliche Straßennamen und der Opfer von Femiziden wurde am Abend im Schillerpark gedacht.

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Die größte Veranstaltung war aber die Demonstration von „Feministischer Streik Leipzig“, die am Nachmittag in der Südvorstadt begann und dann über die Karl-Liebknecht-Straße zum Augustusplatz zog. Eine vierstellige Personenzahl beteiligte sich an der Versammlung. Auf dem Augustusplatz war noch bis zum Abend Musik zu hören. Davon abgesehen gab es Redebeiträge während der Demonstration.

Video: LZ (Beitrag in Englisch)

Dauerbrenner bleibt weiterhin der Krieg in der Ukraine – und die Folgen für Sachsen. Stand heute befanden sich bereits knapp 2.000 Personen in den Aufnahmeeinrichtungen im Freistaat. Nicht mitgezählt sind jene Personen, die privat irgendwo eine Unterkunft finden – wie viele das sind, ist unklar.

Die Kapazitäten in Leipzig, wo die Ukraine-Geflüchteten eigentlich zentral untergebracht werden sollten, neigen sich dem Ende entgegen. Aktuell sind „Mockau II“ und „Mockau III“ voll – weshalb nun noch eine Zeltanlage für etwa 1.000 Menschen entsteht. Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) sagte heute auf einer Pressekonferenz, dass er von mindestens 5.000 Geflüchteten in Sachsen ausgehe – pro Landkreis.

Immerhin entstehen täglich neue Angebote für Geflüchtete. So bietet die Frauenklinik am Uniklinikum Leipzig nun eine Sprechstunde für aus der Ukraine geflüchtete Frauen an – in der ihrer Muttersprache. Eine Anmeldung ist bei akuten Problemen unter der Nummer 0341 97 23433 möglich.

Bereits gestern hat die Stadt im Rathaus ein Ankommenszentrum für ukrainische Geflüchtete eingerichtet. Verschiedene Dienstleistungen sollen dort gebündelt werden.

Koordinierte Hilfe im Neuen Rathaus. Foto: LZ

Worüber die LZ heute berichtet hat: über einen Besichtigungstermin in der Erstaufnahmeeinrichtung in Mockau, über die Frage, wie Leipzig der Mauertoten gedenken kann, über die Pläne für eine neue Gleisstrecke in der Tauchaer Straße und Ralf Julke beschäftigte sich mit Liebesgedichten von Frauen über das unendlichste Thema der Welt.

Was heute außerdem wichtig war: Der Verfassungsschutz darf die AfD als Verdachtsfall führen, Lina E. soll nach den Vorstellungen der PARTEI Ehrenbürgerin von Leipzig werden und die „Soko LinX“ möchte sich künftig auf „schwere Straftaten“ konzentrieren.

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Keine Kommentare bisher

Danke für die tolle Berichterstattung und die ästhetisch ansprechende visuelle Untermalung!
(Sollte es soweit kommen, dass Außentoiletten aufgestellt werden müssen, für die angekommenen geflüchteten Menschen, können das dann nicht moderne klimafreundliche Komposttoiletten sein. Tut mir leid, dieses Detail mag unpassend sein. Wir dürfen nicht verschlafen, den Unterschied zu machen. Wir müssen besser sein, als die, die … Gute Nacht!

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