Offenbar infolge einer eskalierten Verkehrskontrolle im Bereich der Eisenbahnstraße wurde dort heute ein Polizeibeamter verletzt und es kam zu einer polizeilichen Schussabgabe. Zum Vorfall wird nun ermittelt. Und: In Dresden fand man eine Fliegerbombe britischer Bauart aus dem Zweiten Weltkrieg, deren Entschärfung für morgen geplant ist. Dazu müssen tausende Menschen evakuiert werden. Die LZ fasst zusammen, was am Dienstag, dem 10. März 2026, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.

Eisenbahnstraße: Polizist soll von Pkw mitgeschleift worden sein und geschossen haben

Im Bereich der Eisenbahnstraße in Leipzig kam es seit heute Mittag zu einem größeren Einsatz der Polizei. Wie ein Sprecher der Polizeidirektion (PD) auf LZ-Anfrage mitteilte, sei ein Polizist zur Mittagszeit, etwa 12:13 Uhr, auf der nahen Herrmann-Liebmann-Straße von einem Pkw mitgeschleift worden, dessen Fahrer sich einer Kontrolle habe entziehen wollen. Im Laufe des Geschehens sei es auch zur Schussabgabe aus der Dienstwaffe des Polizisten (40) gekommen, der nach PD-Angaben leicht verletzt wurde und in ein Krankenhaus kam.

Das mutmaßliche Fluchtfahrzeug konnte in der Nähe ohne Fahrer gesichert werden. Auch bis Redaktionsschluss war ein Teil der Eisenbahnstraße für umfassende Ermittlungsmaßnahmen gesperrt, es kam zu erheblicher Beeinträchtigung im Verkehr. Kripo und Staatsanwaltschaft untersuchen den Vorfall. Mehr Informationen gibt es in diesem separaten Artikel.

Bombenfund in Dresden an Carolabrücke: Evakuierung für Mittwoch angeordnet

Am Königsufer in Dresden bei der alten Carolabrücke herrscht nach der heutigen Freilegung und Inspektion zweier ominöser Gegenstände Klarheit: Einer hat sich als unverdächtiges Eisenteil herausgestellt, der andere hingegen als 250-Kilo-Bombe britischer Bauart aus dem Zweiten Weltkrieg. Dies berichtet der MDR in einem Liveticker.

Voraussichtlicher Evakuierungsbereich. Quelle: Stadt Dresden
Voraussichtlicher Evakuierungsbereich. Quelle: Stadt Dresden

Nun steht in der sächsischen Landeshauptstadt für morgen früh eine größere Evakuierungsaktion auf dem Programm, bevor das Objekt entschärft werden soll. Der geplante Sperrradius umfasst große Teile der Dresdener Altstadt und auch Areale der Inneren Neustadt. Insgesamt werden etwa 18.000 Menschen betroffen sein. Notunterkünfte und Transportmöglichkeiten werden bereitgestellt.

Weitere Informationen dazu gibt es beim Medienservice Sachsen sowie auf der Website der Stadt Dresden. Auch wir wünschen einen reibungslosen Ablauf und dass alle Menschen morgen schnell und sicher wieder zurückkehren können.

Worüber die LZ heute berichtet hat:

Ver.di und der Leipziger Nahverkehr: Noch keine Einigung, jetzt sind die Mitglieder gefragt

Verpasste Tunnellösung für die Agra-Brücke: Sachsens Staatskanzlei bekommt einen Offenen Brief

Geplante Schiffbarkeit auf dem Cospudener See: Nur ja nicht bewerten, was die Landesdirektion tut

Petition zum Leipziger Stadtlogo: Ron Kuhwede will jetzt auch den Sächsischen Landtag einschalten

Energiearmut in Sachsen: Zahl der Stromsperren in Leipzig hat sich 2025 verdreifacht

Nach Stadtratsbeschluss im Februar: Leipzig will den Literaturhaus e.V. ab 2027 durch institutionelle Förderung sichern

Was sonst noch so wichtig war:

Sachsen will das Handyverbot an Schulen laut einem LVZ-Bericht auch auf ältere Jahrgänge ausweiten.

Die Leipziger Polizei sucht nach einem Teenager, der aus einer Wohngruppe abgängig ist.

Der VW-Konzern gab einen massiven Gewinneinbruch und hohen Stellenabbau bekannt.

Bei der Lufthansa steht der nächste Streik an.

Immer noch keine Entspannung im Krieg gegen den Iran in Sicht: Die USA und Israel führten nach eigener Aussage die heftigsten Angriffe seit Beginn des Kriegs Ende Februar durch.

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