Das Geschehen im Nahen Osten hält die Welt in Atem. In der Nacht von Sonntag auf Montag mischte sich die Hisbollah mit einem Raketenangriff auf Israel in den Krieg ein. Außerdem: In Leipzig wurde der Prozess gegen einen 34-jährigen Mann fortgesetzt, welcher für mehrere Brände im Leipziger Westen verantwortlich sein soll. Die LZ fasst zusammen, was am Montag, dem 2. März 2026, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.
Angriffe im Nahen Osten gehen weiter
Die Lage im Nahen Osten ändert sich nahezu minütlich. In der Nacht stieg auch die libanesische Schiitenmiliz Hisbollah mit Raketenangriffen auf Israel in den Konflikt ein. Das israelische Militär verkündete die Tötung des Hisbollah-Geheimdienstchefs Hussein Makled.
Am vergangenen Samstag hatten die USA und Israel den Angriff gegen den Iran gestartet. Seitdem seien durch die israelische Luftwaffe nach Angaben eines Militärsprechers mehr als 600 Stellungen im Iran angegriffen worden.
In Deutschland werden derweil Maßnahmen ergriffen, um Tourist*innen aus den Krisengebieten ausfliegen zu lassen. Laut Außenminister Johann Wadephul (CDU) bereite man derzeit die Rückholung von Kindern, Kranken und Schwangeren unter den im Nahen Osten gestrandeten Deutschen vor. Dazu würden Maschinen von Fluglinien nach Riad und Maskat geschickt.
Währenddessen reagierte Deutschlands europäischer Nachbar Frankreich damit, seine Atomsprengköpfe zu erhöhen. Künftig wolle man außerdem die Anzahl der im Land vorhandenen Atomwaffen nicht mehr mitteilen, so Frankreichs Präsident Emmanuel Macron.
Prozess gegen mehrfachen Brandstifter in Leipzig
Am Leipziger Landgericht fand am heutigen Montag die Fortsetzung des Prozesses gegen einen mutmaßlichen Brandstifter aus Leipzig statt. Laut Anklage sollen Mitte Juni 2025 mehrere Autos sowie ein Wohnwagen in verschiedenen Leipziger Stadtteilen in Flammen aufgegangen sein. Da sich in dem Wohnwagen eine schlafende Person befunden hatte, steht außerdem der Tatvorwurf des versuchten Mordes in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung im Raum.
Zum Prozessauftakt vor einem Monat hatte der Angeklagte über seinen Verteidiger laut einer Gerichtssprecherin keine Angaben zu den Vorwürfen gemacht. Der Prozess, in welchem mehr als 80 Zeug*innen aussagen sollen, ist bis Ende März angesetzt.
Ehrendoktorwürde für Auschwitz-Überlebenden Leon Weintraub
Leon Weintraub, welcher das Vernichtungslager Auschwitz überlebte, erhielt heute die Ehrendoktorwürde an seiner ehemaligen Studienstätte, der Universität Göttingen. Dort hatte Weintraub 1946 sein Medizinstudium aufgenommen.
Seit seinem Überleben der Shoah setzt sich der inzwischen 100-Jährige dafür ein, dass die Ereignisse der Geschichte und Gräueltaten der Nazis nicht in Vergessenheit geraten. Für sein Engagement wurde er mit dem Bundesverdienstkreuz und der Paracelsus-Medaille der Bundesärztekammer geehrt.
Stadtrat, mutmaßlich versuchter Femizid und die Vergiftung der Welt
Worüber die LZ heute berichtet hat:
Der Stadtrat tagte: Eine Kulanz für Altschulden beim Leipzig-Pass D-Ticket ist nicht drin
Krieg gegen Mullah-Regime: Iraner feiern auf Augustusplatz + Video
Der Stadtrat tagte: Warten auf die Wirtschaftlichkeitsuntersuchung für die PV-Anlage auf dem Deponieberg Seehausen
Der Stadtrat tagte: Jan Kamenskys Visionen werden nicht Grundlage der Leipziger Stadtplanung
Mutmaßlicher Femizidversuch in Altlindenau: Mann in Untersuchungshaft
Mord an Susann K. in Reudnitz: Wie ein Zeuge die Gewalttat wahrnahm
Bärlauchdiebe und Sperrung der Agra-Brücke
Was heute außerdem wichtig war: In der Nacht von Sonntag auf Montag griff die Polizei an der Georg-Schumann-Straße drei Männer im Alter von 22 und 43 Jahren auf, welche 54 Kilogramm Bärlauch in ein Auto luden. Schon wenige Tage zuvor stellten die Beamten 46 Kilogramm der Pflanze sicher, die ein unbekannter Täter im Auwald in Leipzig-Nord gesammelt hatte.
Jedes Jahr aufs Neue versuchen Personen, mit dem Bärlauch, welcher großflächig im Auwald zu finden ist, Geld zu machen. Was es zu beachten gibt beim Pflücken für den Eigenbedarf, hat unser Redakteur Lucas Böhme hier zusammengefasst.
Die marode Agra-Brücke in Markkleeberg wird ab Freitag, dem 6. März, nur noch zum Teil für Autofahrer*innen nutzbar sein. Wie das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) am heutigen Montag mitteilte, wird der westliche Brückenzug gesperrt und der gesamte Verkehr auf den östlichen Brückenzug verlegt. Für den Verkehr steht dann jeweils eine Fahrspur pro Richtung zur Verfügung.
Gedenktafel für Ersten Kapellmeister der Leipziger Oper
Was morgen wichtig wird: Am morgigen Mittwoch wird die Gedenktafel eingeweiht für den Dirigenten und Komponisten Alfred Szendrei (1884–1976). Der 3. März markiert den 50. Todestag Szendreis, welcher von 1918 bis 1924 der Erste Kapellmeister am Leipziger Opernhaus war. Er emigrierte1933 aufgrund seiner jüdischen Abstammung vor der Verfolgung der Nazis nach Frankreich und 1940 in die USA, wo er nach einer erneut erfolgreichen Karriere im Alter von 92 Jahren in Los Angeles verstarb. Sechs Jahre lang lebte der Künstler im Haus Dufourstraße 38, vor welchen die Gedenktafel nun angebracht werden soll.
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