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Schock für einen erst 19-jährigen Tankstellen-Mitarbeiter in Leipzig: In der Nacht zu heute wurde sein Arbeitsplatz Tatort eines brutalen Raubüberfalls. Der sächsische Finanzminister hat den insgesamt 53,5 Milliarden Euro schweren Regierungsentwurf für den Doppelhaushalt der kommenden beiden Jahre eingebracht. Und: Leipziger Gesundheitsclowns feiern ihren 20. Geburtstag. Die LZ fasst zusammen, was am Mittwoch, dem 26. August 2026, in Leipzig und darüber hinaus wichtig war.

Nächtlicher Tankstellen-Überfall

Alles andere als eine ruhige Nachtschicht musste gestern ein junger Tankstellen-Mitarbeiter im Leipziger Westen erleiden, denn gegen 23:10 Uhr wurde er an seinem Arbeitsplatz Opfer eines Raubüberfalls. Tatort war die Star-Tankstelle in der Brünner Straße, im „Grenzgebiet“ zwischen Kleinzschocher und Grünau. Gleich drei etwa 18- bis 20-Jährige waren laut Meldung der Leipziger Polizeidirektion an der Straftat beteiligt.

Einer von ihnen hatte den ebenfalls erst 19-jährigen Mitarbeiter zunächst am Nachtschalter angesprochen. Die beiden anderen drangen unterdessen gewaltsam durch die Tür in den Verkaufsraum der Tankstelle ein. Dort attackierten und bedrohten sie den Angestellten, stahlen jede Menge Tabakwaren sowie Bargeld und verschwanden wieder. Die Beute wird immerhin mit einem Gesamtwert von mehreren tausend Euro beziffert. Eine medizinische Sofort-Behandlung des Mitarbeiters war trotz des körperlichen Angriffs glücklicherweise nicht erforderlich.

Nun ermittelt die Kriminalpolizei wegen einer Raubstraftat und sucht auch nach Hinweisen zu den drei Tätern. Deren Beschreibungen fallen allerdings eher vage aus: Alle seien vermutlich 18 bis 20 Jahre alt, zwei von ihnen geschätzt 1,80 Meter groß und mit schwarzer Hose und schwarzem Oberteil bekleidet. Der Dritte trug helle Kleidung. Weitere Hinweise nimmt die Polizei unter der Telefonnummer 0341-96646666 oder direkt in der Dimitroffstraße 1 entgegen.

Rundes Jubiläum für Gesundheitsclowns

Die Leipziger Gesundheitsclowns besuchen Kinder im Krankenhaus, Senioren im Pflegeheim und zaubern auch den Mitarbeitern und Angehörigen ein Lächeln aufs Gesicht. Ihr Ziel es ist, den Alltag von kranken oder pflegebedürftigen Kindern und Erwachsenen durch Clownsbesuche bunter und fröhlicher zu machen. Nun stehen sie aber selbst einmal im Mittelpunkt: Denn der gemeinnützige Verein Clowns & Clowns e.V. Leipzig feiert in diesem Jahr seinen 20. Geburtstag.

Das ist schon deshalb bemerkenswert, weil am Beginn dieses Weges erst einmal jede Menge Überzeugungsarbeit geleistet werden musste, um die Einrichtungen der Medizin und Pflege überhaupt regelmäßig aufsuchen zu dürfen. Doch die Hartnäckigkeit und vor allem die vor Ort überzeugende Arbeit der Gesundheits-Clowns hat die Türen schließlich doch aufgestoßen. Heute sind die Clowns gefragter denn je – sie kooperieren in Leipzig, Sachsen und Sachsen-Anhalt mit mehr als 15 festen Partner-Einrichtungen und arbeiten mit Krankenkassen in Kooperations-Projekten.

Bei ihren Besuchen brachten sie immer wieder Menschen zum Sprechen, die lange kein Wort gesagt hatten, Menschen zum Lachen, die lange nicht gelacht hatten, und Menschen in Bewegung, die sich sonst unbeweglich, müde oder resigniert fühlten. Das sorgt auch bei Pflegekräften oder Angehörigen immer wieder für anerkennendes Erstaunen: „Die Dame, die eben so nett mit Euch gesungen hat, wirft sonst mit ihren Krücken nach uns!“, war da nur ein Satz, der tief in Erinnerung geblieben ist. Zu ihrem 20. laden die Clowns am 7. September zu einer Feierstunde ins Haus Steinstraße.

Clowns & Clowns e.V. – Die Gesundheitsclowns sind seit 20 Jahren für die Menschen aktiv. Foto: Daniel Reiche

Sachsen-Haushalt für 2027/2028 eingebracht

Sachsens Finanzminister Christian Piwarz (CDU) hat heute den Regierungsentwurf für den Doppelhaushalt 2027/2028 in den Landtag eingebracht. Vorgesehen sind demnach insgesamt rund 53,5 Milliarden Euro, davon etwa 26,5 Milliarden Euro im Jahr 2027 und 27 Milliarden Euro im Jahr 2028. Trotz begrenzter finanzieller Spielräume setzt der Freistaat Schwerpunkte bei Investitionen, Bildung und Forschung sowie bei der Unterstützung der Kommunen.

Die Investitionen sollen von 3,18 Milliarden Euro im Jahr 2026 auf 3,21 Milliarden Euro 2027 und 3,25 Milliarden Euro 2028 steigen. Unter Einbeziehung der Bundesmittel für Infrastruktur und Klimaneutralität, die über den Sachsenfonds bereitgestellt werden, ergibt sich eine Investitionsquote von 13,5 Prozent 2027 und 13,4 Prozent 2028.

Besonders stark sollen die Kommunen unterstützt werden. Die Zuweisungen an Gemeinden, Städte und Landkreise steigen dem Entwurf zufolge von rund 8,1 Milliarden Euro 2026 auf jeweils fast 9 Milliarden Euro 2027 und 2028. Zusätzlich sind Investitionsmittel aus dem Sachsenfonds vorgesehen. Im kommunalen Finanzausgleich ist für beide Jahre eine zusätzliche Unterstützung von rund 930 Millionen Euro eingeplant. Hintergrund sind insbesondere gestiegene Sozial- und Integrationskosten.

Zur Sicherung notwendiger Handlungsspielräume sieht der Entwurf zudem eine Kreditaufnahme von insgesamt 1,456 Milliarden Euro vor. Die Hälfte davon ist für die Kommunen vorgesehen und Bestandteil der Gesamteinigung zum kommunalen Finanzausgleich. Piwarz bezeichnete Kredite in außergewöhnlichen Situationen als möglich, mahnte aber eine zeitliche Begrenzung an.

Trotz des ausgeglichenen Haushaltsentwurfs sieht der Finanzminister weiterhin ein strukturelles Defizit. Deshalb müssten staatliche Aufgaben und Leistungen überprüft, Strukturen angepasst, Bürokratie abgebaut und der Personalbestand weiter reduziert werden. Bis 2040 sollen insgesamt 8.721 Stellen entfallen, ohne betriebsbedingte Kündigungen. Bis 2038 werden zudem rund 37.000 Beschäftigte des Freistaates altersbedingt ausscheiden. Diese natürliche Fluktuation soll genutzt werden, um Aufgaben neu zu organisieren, Prozesse zu digitalisieren und Strukturen weiterzuentwickeln.

Worüber die LZ heute berichtet hat:

Sachsens Arbeitsmarkt 2025: Zahl der Beschäftigten mit ausländischer Staatsangehörigkeit deutlich gestiegen

NABU Leipzig kritisiert Naturzerstörung am Wilhelm-Leuschner-Platz: Flächenfraß heißt jetzt „White Dinner“

Es ist wie in der Weihnachtszeit: Eröffnung von „Feuerland“ im Zoo Leipzig rückt näher

Hallo Leipzig: So startet Mittwoch, der 26. August 2026

„Aus der Szene für die Szene“: Am 4. September steigt der zweite Openair-Rave im Museumskarree

Der goldene Faden: Mit der Nobelpreisträgerin Han Kang im Garten der Sprache

Was sonst noch wichtig war:

Tausende Menschen in Plüschkostümen haben die diesjährigen „Eurofurence“ in Hamburg besucht. Es ist in Europa das größte Treffen für Menschen, die sich der Furry-Subkultur zugehörig fühlen. Weltweit wird deren Zahl inzwischen auf über eine Million geschätzt, in Deutschland auf rund 100.000.

Der Meta-Konzern muss tief in die Tasche greifen. Mehrere US-Bundesstaaten hatten den Konzern mit dem Vorwurf verklagt, er würde mit seinen Social Media-Plattformen Facebook und Instagram gezielt junge Nutzer abhängig machen. Nun wurde sich auf einen Vergleich geeinigt. Demnach zahlt Meta an die Staaten bis zu 16,68 Milliarden Euro.

Ein Erdbeben in Nepal hat eine heftige Sturzflut ausgelöst. Die Wasser- und Schlammmassen richteten entlang des Flusses Bhotekoshi in den Ortschaften und an der Infrastruktur große Zerstörungen an. Mindestens 98 Leichen seien inzwischen geborgen worden, hunderte Menschen gelten noch als vermisst.

Im Anschluss an die zweitägige Kabinettsklausur in Neuhardenberg war Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) in seinem Pressestatement um Zuversicht bemüht. Er rief dazu auf, „den weitverbreiteten Missmut abschütteln“, wie welt.de berichtet. Er sehe Deutschland nach drei Jahren der Rezession wieder im wirtschaftlichen Wachstum.

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