·Kultur·Lebensart

Wer sich nicht wehrt, kommt an den „schönen neuen“ Herd

Die Zeiten, als eine Küche ausschließlich zum Zubereiten der Speisen diente, sind längst vorbei. Oft stand unserer Großmutters Küche nur eine kleine Nische zu oder war gar in einem separaten Raum vom übrigen Wohnraum abgetrennt. Inzwischen wird die Küche oft von vornherein als Wohnungsmittelpunkt geplant und avanciert nicht selten zum Familientreffpunkt.

Sachsens Clubs sind wieder geschlossen. Jetzt wollen sie klagen. Foto: Pixabay
·Kultur

Einzige Perspektive Lockdown? Sachsens Clubszene klagt gegen Corona-Schutzverordnung

Die Musik ist wieder aus, die Tanzflächen erneut leer. In den Clubs in Sachsen herrscht sozusagen bereits seit Anfang November wieder Lockdown. Denn mit der Verordnung, die am 8. November in Kraft trat, war es ihnen untersagt, Veranstaltungen ohne Maske und Abstand durchzuführen – der erneute „Todesstoß“ für die Häuser. Seit Montag, dem 22. November, und damit der Durchsetzung der aktuellen Corona-Schutzverordnung, ist schließlich gänzlich klar: Die Clubs bleiben zu.

·Kultur·Ausstellungen

Die Welt im MdbK: Kolonialismusdebatte, Kapitalismuskritik und Jahre im Zeichen der Pandemie

Seit September sind im Museum der bildenden Künste (MdbK) zwei Ausstellungen international bekannter Künstler/-innen zu sehen. Mit vernähten Jute-Säcken greift Ibrahim Mahama das Thema der Verantwortung, im Rahmen von postkolonialen und kapitalistischen Strukturen, auf. Chiharu Shiota installierte derweil ein monumentales Werk, das im Zeichen der Coronapandemie steht.

Hasnain Kazim „Mein Kalifat“ als Hörbuch. Cover: Der Hörverlag
·Kultur·Lesungen

Hasnain Kazim ab 23. November auf Lesereise: In Chemnitz, Freiberg und Dresden wird das Kalifat ausgerufen

Man kann nur die Daumen drücken, dass das noch klappt, dass Hasnain Kazim ab dem 23. November das Kalifat in Sachsen ausrufen kann. Denn die Corona-Pandemie schwemmt ja gerade sämtliche Präsenzveranstaltungen ins Nirwana. Aber wie will man die Leute erreichen, wenn sie aus ihren Blasen nicht herauskommen? Da muss man schon hinfahren - natürlich mit dem Buch im Gepäck: „Mein Kalifat“.

Vom Sturmtief Ignatz gefällter Baum im Leipziger Auwald. Foto: Marko Hofmann
·Kultur·Lebensart

Fokus auf die Klimakrise: Ein Festival der toten Bäume

Eigentlich hätte an dieser Stelle ein Text zum Buß- und Bettag kommen sollen. Aber all jene, die wirklich einmal in sich gehen müssten, weil ihr Tun fatale Folgen für die Welt und unsere Gesellschaft hat, werden es auch heute nicht tun. Denn der in unserer Konsumgesellschaft gehegte und gepflegte Egoismus hat keinen Platz für Buße und Reue. Da ist sich jeder selbst König und Supermann zugleich. Dafür darf hier etwas Platz finden, was es so in Leipzig noch nicht gab: das Festival der toten Bäume.

Who´s afraid of__Rosa. Grafik: Dorota Karolewska
·Kultur·Ausstellungen

Who´s afraid of_Rosa: 17 Künstler/-innen, Rosa Luxemburg und eine kooperative Gruppenausstellung in der a&o Kunsthalle Leipzig

17 internationale junge Künstler/-innen im Austausch: Mit „Who´s afraid of_Rosa“ präsentiert die stART Foundation die mittlerweile 19. Ausstellung der a&o Kunsthalle Leipzig (Brandenburger Straße 2). Die Gruppenausstellung widmet sich in über 25 Arbeiten aus Fotografie, Installation, Malerei, Performance, Skulptur, Tanz und Video der Rezeptionsgeschichte von Rosa Luxemburg bzw. Róża Luksemburg in Deutschland und Polen und setzt damit zugleich die Diskussion über Wandel und Bedeutung von öffentlichem, privatem und politischem Raum in der Gegenwart fort.

·Kultur·Ausstellungen

Schnee von gestern? Stadtgeschichtliches Museum inszeniert die Kulturgeschichte des Winters in Leipzig

Es ist mal nicht die übliche Weihnachtsausstellung aus vergangenen Jahren, mit der das Stadtgeschichtliche Museum in diesem Jahr die geschichtsbegeisterten Leipziger/-innen zum Besuch des Hauses im Böttchergässchen animiert. Wahrscheinlich würden die auch längst nicht mehr funktionieren. Auch dann nicht, wenn sich viele Leipziger/-innen eine „weiße Weihnacht“ wünschen. Die war eh schon selten in Leipzig. Und mit der Klimaerwärmung geht natürlich auch zunehmend das verloren, was wir mal als Winter kannten.

·Kultur·Ausstellungen

Ab 13. November in der Leipziger Galerie W182: Jürgen Matschies „Tagebergbaulandschaften“

Die neu gegründete Galerie W182 in Leipzig in der Wurzner Straße 182 zeigt ab Samstag, 13. November, Fotografien des Lausitzer Fotografen Jürgen Matschie zum Thema Tagebergbaulandschaften. Mithilfe der Landschaftsfotografie thematisiert Jürgen Matschie den Eingriff des Menschen in die Natur, zeigt die Inanspruchnahme von unermesslichen Flächen, um an die Braunkohle zu kommen.

Sarah Lesch. Foto: Christin Goy
·Kultur·Musik

Feminismus, Wut und Aufbruch: Am 19. November erscheint Sarah Leschs Album „Triggerwarnung“

Der Titel von Sarah Leschs fünftem Album, das am 19. November erscheint, ist Programm und Provokation. Die Lieder der Leipzigerin sind Statement und Kraftquelle. Die Platte ist eine Ansage an eine Gesellschaft, die sich oft noch schwertut, wichtige Diskurse auszuhalten. Nach 50 Jahren „Wir haben abgetrieben“, nach 15 Jahren MeToo-Kampagne, nach knapp einem Jahrzehnt #aufschrei mag vielleicht niemand mehr an die heile Welt glauben.

·Kultur

Institut für Zukunft befürchtet durch neue Corona-Regeln den „Todesstoß für die Kultur“

In der sächsischen Kulturszene regt sich Widerstand gegen die neue Corona-Schutzverordnung. Während beispielsweise der Leipziger Club „Institut für Zukunft“ (IfZ) die geplanten Kapazitätsbeschränkungen kritisiert, rücken sich die „Jazztage Dresden“ mit einem Wutbrief gegen 2G-Regeln in die „Querdenker“-Ecke. Das Kabinett möchte am Freitag, dem 5. November, beschließen, dass sich unter anderem im Innenbereich von Kultureinrichtungen nur noch Geimpfte und Genesene aufhalten dürfen.

·Kultur·Musik

Ticketverlosung: Keimzeit auf „Schloss-Tournee“ in Leipzig

Die deutschen Traditionsrocker von Keimzeit kommen mit der „Das Schloss-Tournee“ am 16. November auch nach Leipzig. Im Täubchenthal werden sowohl Songs des neuen Albums als auch Klassiker aus knapp zehn Dekaden erklingen. LZ-Leser/-innen haben die Möglichkeit, Karten für das Konzert zu gewinnen. +++Die Verlosung ist beendet+++

Bernd Lindner: Über Mauern. Foto: Ralf Julke
·Kultur·Lesungen

Am 9. November im Museum der bildenden Künste: Buchpremiere für „Über Mauern“

In seinem Buch „Über Mauern“ hat der Leipziger Kunsthistoriker Bernd Lindner etwas getan, was überfällig war: Am Motiv der deutsch-deutschen Teilung zu zeigen, dass die politische Teilung Deutschlands nicht auch die Kunst in zwei antagonistische Teile gespalten hat. Im Gegenteil: Kaum ein Motiv regte mehr zur künstlerischen Auseinandersetzung in Ost wie West an als ausgerechnet die Mauer – und ihre Folgen. Am 9. November ist Buchpremiere in Leipzig.

In der Sammlung des Stadtgeschichtlichen Museums befinden sich noch Besitztümer der Familie Sonntag. Foto: Robert Schikor
·Kultur

Wie umgehen mit NS-Raubkunst? Die Geschichte der Familie Sonntag im Stadtgeschichtlichen Museum

Leipzig im Jahr 1939. Laura Sonntag sieht keine andere Möglichkeit, als mit ihren drei Kindern Eva, Wolfgang und Marianne aus Deutschland zu fliehen. Sie wandern nach Amerika aus. Eigentlich gebürtig in den USA, wird sie gezwungen, unter ihrer deutschen Staatsbürgerschaft auszureisen. Wegen ihrer jüdischen Abstammung wird ihr dadurch der Anspruch auf den Familienbesitz aberkannt. Das sogenannte „Umzugsgut“ wird von den Nazis beschlagnahmt. Ihr Mann, Carl Sonntag Jr., erlebt dies alles nicht mehr – er verstarb 1930 an den Folgen einer Nierenoperation, kurz nachdem er mit seiner Familie einen Neustart in Berlin wagte. Der Plan war, dort eine Buchbinderwerkstatt zu eröffnen. Dazu kam es nie.

·Kultur·Ausstellungen

Weil der Platz fehlt: „Mosaik-“Ausstellung im Zeitgeschichtlichen Forum ist vorerst Geschichte

„‚Dig, Dag, Digedag. DDR-Comic Mosaik‘ wird bis 28. Mai 2021 verlängert“, teilte das Zeitgeschichtliche Forum Leipzig im April 2021 mit. Da war die Welt noch in Ordnung für die Liebhaber des legendären DDR-Comics. Bis dahin hatten schon 50.000 Besucher die einzigartige Ausstellung im Zeitgeschichtlichen Forum besucht. Doch das ist Geschichte. Schon geraume Zeit war die Digedag-Ausstellung nicht mehr gezeigt worden.

Das Projekt „LZ TV“ (LZ Television) der LZ Medien GmbH wird gefördert durch die Sächsische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.

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