Satire

Karikatur: Schwarwel
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The german death’s head

Ist es schon vorbei? Hab ich was verpasst? Och Menno! Immer wieder komm ich zu spät im Leben. War jetzt schon Tag der Einfachheit oder kommt der noch? Bis eben saß ich bei meinem Nachbarn Kamal und hab mit dem Kleinsten die Zahlen von fünf bis zehn geübt. Nach dem Job natürlich, man lebt ja nicht von Liebe allein. War aber auch für ihn nicht leicht, aber wir haben es geschafft. Trotz „Sprachbarriere“ – so von Deutschland nach Syrien. Yandra lernt schnell. Und nun schau ich zum Einschlafen die ganze Zeit „Tag der Deutschen“-Fernsehen im Netz. Eierlikör dabei, aber nur zwei!

Karikatur: Schwarwel
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Beates Geständnis

Ich habe so dermaßen gehibbelt vor Spannung – sie hat gesprochen! Was gabs? Ein paar Details aus dem intimen Leben des Celebrity Fascho-Girl Number one in Middle-East-Germany? Oder ein paar Beauty-Tipps über ihr provokantes „ich stehe vor Gericht“ – Outfit? Oder einen Einblick in dieses geile, rasante Mörderbraut-Leben im megacoolen Sachsenuntergrund mit schnellen Autos und Bankräuberpisoden?

Karikatur: Schwarwel
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Kriminalkommissar Butz ermittelt

Ich verstehe diese überraschte Empörung nicht. Wirklich nicht. Jetzt wurde nun so lange vor Bombenanschlägen in Deutschland gewarnt, da musste doch irgendwann auch mal jemand aktiv werden. Und da gilt immer noch das Motto: Besser selbst machen, dann weiß man auch, dass es ordentlich getan ist. Nun ist selbstverständlich für den eingefleischten Biodeutschen sonnenklar, wer da gebombt hat. Ein echter germanischer Patriot kann so etwas ja gar nicht, da waren finstere Mächte am Werk. Karl O. hat da bereits auf Facebook eine ausrecherchierte Erklärung parat: „Ich tippe mehr auf Verfassungsschutz oder SAntifa!“. Recht hat der Mann! Wo kämen wir denn da hin, wenn es so etwas wie rechten Terror in Sachsen gäbe?

Karikatur: Schwarwel
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Bautzner Senfsorten

Es gibt eigentlich bei der „Man-weiß-nicht-wie-oft“ - Wiederholung und dem „Es-war-klar-dass-es-passieren-wird“ jetzt nicht sooo viel zu sagen, wie alle in den längst geübten Ritualen gerade wieder entäußern. So ein wenig wie ein mediales „Fertig mit dem Stuhlgang? Spülung betätigen!“ Oder: „Verlassen Sie die Toilette, wie Sie sie vorfinden möchten.“ Jeder, der mal ein zugeschissenes WG-Klo nach diesen Ermahnungen vorgefunden hat, ahnt – ohne Konsequenzen geht’s halt nicht. Aber dafür gibt es auch einen ausgeklügelten Ablauf. Schuld ist am Ende in Sachsen immer die Weltlage. Und die ist wie das Wetter.

Nach Brexit nun der Lexit! Auf gehts! Karikatur: Schwarwel
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Der #Lexit kommt!

Es ist soweit, Brüder und Schwestern des Ostens. Leipzig stimmt ab, die Vorbereitungen laufen, die sozialen Netzwerke formieren sich. In oder Out ist die Frage. Wir wollen raus aus der EU! Natürlich nur, um endlich mal die Regeln für unsere schöne Stadt allein verhandeln zu können. „Mehr Basis, alle Macht den Kommunen, Rassisten raus!“ unser Schlachtruf – die stolze Bürgerstadt bricht auf. Denn wir haben eine Menge zu bieten und werden uns gleichzeitig mit London zur neuen Regional-EU zusammenschließen. Der gemeinsame Hashtag #Lexit verbreitet sich rasant, weitere Städte folgen. Ein paar saftige Abwertungen und Schuldzuweisungen gegen andere haben wir auch schon!

Manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht. Foto: Ralf Julke
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Jetzt gibt’s die Internet Zeitung mal für alle Leipziger*innen

Wahrscheinlich weiß auch FDP-Stadtrat René Hobusch nicht, wie viel Sarkasmus und Satire einerseits und wie viel Ernst und Ratlosigkeit andererseits in seiner Anfrage in der Ratsversammlung steckt, in der er fragt: „Hält der Oberbürgermeister eine Änderung der genannten Firmenbezeichnungen in ‚Leipziger*innen Gruppe‘, ‚Leipziger*innen Stadtwerke‘, ‚Leipziger*innen Wasserwerke‘, ‚Leipziger*innen Sportbäder‘ etc. für sinnvoll?“

Shakespeares Unterschrift, eingesammelt auf der Leipziger Buchmesse. Foto: Leo Leu
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Ein heiß umstrittenes Sonett aus Shakespeares Feder, das einfach nicht in den Zyklus passt

Er gehört zu den Giganten der Weltliteratur. Er hat ein Werk hinterlassen, hinter dem sich andere bis heute verstecken können. Und heute ist sein 400. Todestag: Shakespeare-Day. Eigentlich die beste Gelegenheit, das berühmte Sonett 127 / II endlich zu veröffentlichen, auch wenn die Engländer noch immer streiten: Gehört es dazu? War es ein Ausrutscher? Und welchen Sultan könnte Will eigentlich gemeint haben?

Karikatur: Schwarwel
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Schwarwels Fenster zur Welt: Endlich wieder Ruhe im Freital

Ist das nicht schön? Alle so vereint im Kampf „gegen den rechten Terror“. Das ganze Sachsenländle steht Kopf und klatscht mit den Füßen Beifall – das Abendland ist gerettet. Endlich hat man diese seltene deutsche Spezies „Rechtsterrorist“ zwischen Busch und Feld gestellt. Und eine Terroristin – so viel Zeit und Gleichstellung der Frau sollte man bei einer Razzia mitbringen. In Freital! Jaha! Da wo sich Hase und Igel schon lange keine Rennen mehr liefern, sondern seit Jahren irgendwo unterm Baum pennen. Unsinnig zu fragen, was der Verfassungsschutz wusste.

Karikatur: Schwarwel
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Schwarwels Fenster zur Welt: #freeboehmi

Machen wir es mal kurz nach all dem Dröhnen. In Mainz wird also der Krieg entschieden, die Rechtsanwälte sind gewetzt und bereits in Partystimmung. Im Netz wird die Gewaltenteilung debattiert und ob seine Majestät Erdowahn der Grimmige nun Deutschland regiert. Ach Angela, da war nur noch falsch und falsch übrig. Mögen die Spiele beginnen, für Humor ist auch später noch Zeit.

Karikatur: Schwarwel
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Schwarwels Fenster zur Welt: Was die Männer nur immer haben!

Böhmermann hier, Böhmermann da, jetzt wird er auch noch bedroht? Gehört das noch zur Show oder geht es tatsächlich um ein Staatsoberhaupt mit einem - eventuell, mutmaßlich, vielleicht, volksmundlich (für Anwälte) - sehr, sehr, sehr großen Auto? Da stellt dieser notorische Antispaß und 1.800-fache Gerichtshansel doch tatsächlich eine persönliche Strafanzeige und fordert „seine“ Freunde in Deutschland zum Protest auf? Ergebnis: Personenschutz und Sendeschluss. Das nennt man doch mal eine Kanone auf einen Spatzen richten. Sind ihm tatsächlich schon die eigenen Journalisten ausgegangen, die er noch verknacken, drangsalieren und bedrohen kann?

Klare Botschaft: Die Zukunft liegt im Westen. Foto: Karsten Pietsch
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Leipzigs Zukunft liegt im Westen

Der Leipziger Stadtrat hat beschieden, dass das Naturkundemuseum in einem Schuppen auf dem Gelände der einstigen Baumwollspinnerei gelagert werden soll. Im gleichen Schuppen soll dann auch noch Theater gespielt werden. Zumindest das altgediente Pflaster des Spinnereihofes wird nach jahrhundertelanger Dienstleistung auch dieser Herausforderung mit ganzem Kopfstein entgegenhalten.

Karikatur: Schwarwel
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Das böse Ü

Hier. Ähm. Gewalt! Polizei! 110, Hilfe! Also hör mal Du Lutscher, bin ja jetzt da. Es gibt aktuell folgende Probleme: Überstunden, Überforderung, Überalterung und vor allem! Über so einem Kasperkram lass ich doch nicht auch noch meine Alte mit dem Nachbarn pimpern, nur weil's mal wieder heißt – der kommt später. Apropos „später“ …

Karikatur: Schwarwel
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Zu Ende gedacht: AfD? Schlagt sie tot!

Aschfahl. Ein seltsames Wort. Und es geht mir nicht mehr aus dem Kopf, seit mein Nachbar Gernot von oben drüber im Treppenhaus schon zweimal grußlos an mir vorbeigeschlichen ist. Er ist offenbar Journalist, keiner aus der großen Garde der Welterklärer, aber immerhin Journalist. Offenbar gewissenhaft, denn er sieht traurig aus. Was Lokales macht er, hat er mal erzählt unten bei Selim im Gemüseladen. Er findets gut, nah bei den Menschen zu sein, über die er was erzählen will, hat er gesagt. Trotz schlechter Bezahlung, es wäre irgendwie echter. Gabs von Selim drei Gurken dazu - waren eh abgelaufen durch die viele Sonne im Straßendreck im letzten August.

Die AfD am 9. Mai 2015 in Leipzig auf dem Simsonplatz. Foto: René Loch
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Die Tütensuppen-Wiedervereinigung

Herr D., Sie schreiben uns im Namen Ihrer Partei: "Die Leipziger AfD begrüßt den beabsichtigten Schulterschluss und könnte sich in Zukunft, als ersten Schritt, eine gemeinsame Großdemonstration in Leipzig vorstellen." Was ich ja als eine Art Freundschaftserklärung verstehen könnte, so unter gleichgesinnten Einheitsparteien. Denn etwas anderes waren sie ja nie.

Das Projekt „LZ TV“ (LZ Television) der LZ Medien GmbH wird gefördert durch die Sächsische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.

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