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Themenmix zu aktuellen Fragen

Vier kurze Leserbriefe & Antworten d. Red.: Gewalt gegen „vermeintlich“ Rechts, „Kanaken-Rocker“, Sozialabbau & Unister ohne Kredit?

Immer wieder erreichen uns auch Zuschriften, welche eher Kommentaren ähneln, da die Länge eher eine Kürze ist. Dennoch versuchen wir teils per Mail, teils öffentlich (so es der/die Leser/in wünscht) zu antworten. So gut dies im Einzelnen halt geht. Hier also vier Leserbriefe aus den letzten Stunden zu den Themen, warum Unister angeblich keine Kredite von regionalen Banken bekommt, was mit Berichten von Gewalt gegen Rechts so läuft sowie die Frage, ob die „deutschen Rocker“ besser sind als „Kanakenrocker“.

1. Verharmlosung: Über Gewalt gegen „vermeintlich“ rechts wird nicht berichtet

Von Norman Härtel: Was im Artikel völlig fehlt, ist der Bezug zur Gewalt gegen Andersdenkende in und um Leipzig. Seit Jahren wurden gezielt bestimmte Personen angegriffen und zusammengeschlagen, enden mit massiven Verletzungen im Spital. Diese massive Gruppengewalt war früher ein Phänomen unter rechten Tätergruppen.

Jeder hat das Recht auf linke Denke, sogar auf linksradikale Denke, aber niemand hat das Recht, Andersdenkende anzugreifen und zu verletzen. Beschämend ist, dass es bei den vermeintlich rechten Opfern dieser Angriffe offenbar keinen stört, was da passiert. Man stelle sich vor, die Opfer wären Ausländer, Flüchtlinge, Asylsuchende, was für ein Aufschrei und Geschrei ginge wochenlang durch die Presse. So aber interessiert es keinen Schreiberling.

Artikel: Wie ist das denn nun mit dem Gespenst des Linksextremismus in Leipzig?

Antwort d. Redaktion

Im konkreten Artikel geht es zuerst einmal um die Zahl der linksextremistischen Gewalttäter und eine genauere Hinterfragung, wer dazu zählt, wie viele registriert sind und entsprechend auch so genannt werden sollten. Es wird über Zahlen und Entwicklungen dieser Szene berichtet, die die Staatsregierung herausgibt. Als Fixpunkt erscheint mengenmäßig der 12. Dezember 2015, als in der Südvorstadt im Nachgang an eine rechte Demonstration blinde Gewalt gegen Polizeibeamte herrschte. Dennoch – und dies wurde auch schon kritisiert und bejubelt – ist der Stigmatisierung eines ganzen Viertels wie Connewitz nicht zum ersten Mal durch die Zahlen jede Luft genommen.

Denn sie sind für gesamt Leipzig auf 560.000 Einwohner gesehen ziemlich niedrig.

Dieser Tag, der 12. Dezember 2015, ist live und in unendlich vielen Artikel, via Video und Fotos durch uns berichtet worden. Die angeblich fehlende Berichterstattung beispielsweise auch zum aktuellen Überfall auf den Legida-Ordner Ronny U. ist nicht gegeben, sie fand statt. Noch ist hierbei offen, wer die Täter waren. Ebenso wurde über die Überfälle auf stadtbekannte NPD-Mitglieder und Neonazis berichtet. In allen Artikeln ist der Hinweis auf unbedingte Gewaltlosigkeit in politischen Auseinandersetzungen enthalten und auch so gemeint.

Über Sachverhalte, welche nicht ermittelbar sind, berichten zumindest wir nicht, dies ist die Aufgabe von Populisten und Scharfmachern, die gern mehr Gewalt haben wollen. Manchmal – und dies gilt für alle Seiten – würden wir uns über mehr Debatte statt Parolen und dafür auch mehr finanzielle Unterstützung der Leser freuen. Um eben mit mehr Kollegen mehr Themen nachgehen zu können. Denn auch dies spielt immer eine Rolle, wenn man heute eine vollständige Abbildung der realen Verhältnisse erwartet.

Dass es in der Öffentlichkeit eher eine gewisse, verstohlene Freude zu geben scheint, wenn (tatsächliche) Rechte attackiert werden, mag mit dem sonstigen Treiben dieser, nicht aber mit der fehlenden Berichterstattung zu tun haben.

Im Übrigen ist „Schreiberling“ nicht unsere Eigenbezeichnung. Wir nennen uns „Bürger“ und „Journalisten“. Bürger, welche die Jagdszenen auf „Andersdenkende“ auch aus den Reihen Legidas auf uns selbst erlebt und berichtet haben. Ein Tipp, klicken Sie gern mal auf die Tags am Ende des Beitrages.

Ein Beispiel (für die benannten Berichte, er wurde wieder öffentlich gestellt): Enrico Böhm wird attackiert

Über die früh deutlich gewordenen Zusammenhänge zwischen Neonaziszene, einem Polizeibeamten und Legida informiert dieser Beitrag

2. Unister Insolvenz – Warum keine Kredite aus der Region

Von Holger Richter: Was mich seit langem wundert und leider nie ein Thema der Presse war, ist der Umstand, dass UNISTER offenkundig keine Kredite in Leipzig bekommen hat. Wenn die Stadt solches Interesse an diesem „Vorzeigeunternehmen“ – jung, hipp, unkonventionell, wegweisend, Internet usw. hat, dann liegt es doch nahe, dass die Sparkasse Leipzig oder andere regionale Banken kreditieren.

Das ist offenbar nicht der Fall. Warum nicht? Diese Frage gehört doch einmal erörtert, wenn es doch alles so gut läuft mit den Reise-Portalen.

Antwort d. Redaktion

Unister hat laut übereinstimmenden Medienberichten mehrerer Zeitungen seit 2008 mindestens über 7,5 Millionen Euro an Förderkrediten von der Sächsischen Aufbaubank erhalten. Hierbei handelt es sich zumeist um äußerst zinsgünstige, häufig von der Gesamttilgung befreite Förderkreditierungen unter Einsatz von Steuergeld durch die Hinzuziehung der KfW-Bank (Kreditanstalt für Wiederaufbau). Dazu erfolgt immer auch eine Prüfung des beantragenden Unternehmens durch die regionale Hausbank des Unternehmens, welche hier zu- oder abrät.

Welche diese Hausbank ist, wissen wir bei Unister nicht. Aber die fehlende Kreditierung ist eher eine falsche Annahme. Wie sich dies zuletzt verhielt ist (noch) nicht sicher, doch offenbar war angesichts der nun bekanntwerdenden Versuche Thomas Wagners in Italien eine Bankkreditierung nicht (mehr) gegeben.

Zum aktuellsten Artikel rings um die Entwicklungen bei Unister

3. Sozialsysteme & Hartz IV

Von Peter: Ein sehr interessanter Beitrag und gut akzentuiert. Danke. Schade, dass eine neue Steuerung im Sozialsystem mit der SPD wohl in Zukunft nichts mehr wird. Jedoch bin ich gespannt, ob die konservativeren Parteien es schaffen werden, ihr Handeln oder Unterlassen als sozial bei den Wählern zu verkaufen.

Zum Artikel: Wie die Aushöhlung des Wohlfahrtstaates zur Erosion der politischen Grundlagen führt

Antwort d. Redaktion

Traurig ist wohl das Fazit. Zumal die Studie einen durchschnittlich 80-prozentigen Wählerwillen in der Befragungsgruppe zu mehr sozialer Gerechtigkeit ergab.

4. Rockerkrieg in Leipzig: Helle und dunkle faule Eier

Von Holger Richter: Hoffe, ich sehe das richtig. Hier stehen sich Deutsch-Rocker und Kanaken-Rocker, sorry, ich meinte Kulturbereicherer mit Migrationshintergrund, gegenüber. Also mir sind die Deutsch-Rocker lieber. Da weiß ich wenigstens, woran ich bin.

Zum aktuellsten von vielen Artikeln auf L-IZ.de: Hells Angels & United Tribuns: „Matze“ M. ist wieder frei

Antwort d. Redaktion

Woran Sie sind, merken Sie vielleicht am ehesten bei einem Bordellbesuch oder in einem Wettbüro. Besser wäre vielleicht, Sie ließen dies weg, um das Merken noch hinauszuzögern? Denn da nehmen sich in der Systematik beide Gruppierungen, sofern in diesem Gewerbe regional tätig, nicht viel. Zumal nicht, wenn Sie Geld schulden sollten. Ansonsten laufen die Ausbeutung von Frauen und die Gewinne aus der Spiel- und Wettsucht immer ähnlich ab.

Wenn Sie dennoch meinen, die einen wären dann freundlicher als die anderen, weil Sie unterstellen, Sprachbarrieren oder kulturelle Unterschiede würden für „Deutsch-Rocker“ sprechen, dann probieren Sie es vielleicht einfach aus?

Beide sprechen bei diesen Geschäften die gleiche Sprache. Zumal es sehr alte sind, denen man hier und da auch staatserhaltende Wirkung aufgrund der Ablenkung nachsagt. Insofern handelt es sich bei migrantisch geprägten Rockergruppen eher um eine Ergänzung, weniger eine Bereicherung bestehender Strukturen, auch in Leipzig.

Und dies vielleicht am Ende einer etwas humorigen Antwort gern auch noch. Manchmal wünscht sich der hier Antwortende lieber ein „Kanak“ zu sein. Dann wäre abseits gewisser zivilisatorischer Effizienz auch ein solches Leben als „Mensch“ möglich

Allen Schreibenden ein glückliches, langes Leben und viel Spaß auf der L-IZ.de auch weiterhin

Ihr M.F.

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Das Schulmuseum am Goerdelerring 20. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

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Am 24. und 25. Oktober im Westflügel Leipzig: Einmal Schneewittchen, bitte
Foto: Daniel Wagner

Foto: Daniel Wagner

Man nehme einen schönen Prinzen, ein einsames Mädchen, sieben verzückte, verrückte Zwerge, eine böse Stiefmutter, ein bisschen Magie, eine Menge Neid, eine große Portion Freundschaft, einen vergifteten Apfel und ein Happy End. So in etwa müsste das Rezept für: „Einmal Schneewittchen, bitte“ aussehen, das in der Märchenapotheke „Pacco & Co.“ von einem warmherzigen Hund und seiner stürmischen Assistentin zusammengestellt wird.