Im „Melder“ finden Sie Inhalte Dritter, die uns tagtäglich auf den verschiedensten Wegen erreichen und die wir unseren Lesern nicht vorenthalten wollen. Es handelt sich also um aktuelle, redaktionell nicht bearbeitete und auf ihren Wahrheitsgehalt hin nicht überprüfte Mitteilungen Dritter. Für die Inhalte sind allein die Übersender der Mitteilungen verantwortlich, die Redaktion macht sich die Aussagen nicht zu eigen. Bei Fragen dazu wenden Sie sich gern an redaktion@l-iz.de.

Themenmix zu aktuellen Fragen

Vier kurze Leserbriefe & Antworten d. Red.: Gewalt gegen „vermeintlich“ Rechts, „Kanaken-Rocker“, Sozialabbau & Unister ohne Kredit?

Immer wieder erreichen uns auch Zuschriften, welche eher Kommentaren ähneln, da die Länge eher eine Kürze ist. Dennoch versuchen wir teils per Mail, teils öffentlich (so es der/die Leser/in wünscht) zu antworten. So gut dies im Einzelnen halt geht. Hier also vier Leserbriefe aus den letzten Stunden zu den Themen, warum Unister angeblich keine Kredite von regionalen Banken bekommt, was mit Berichten von Gewalt gegen Rechts so läuft sowie die Frage, ob die „deutschen Rocker“ besser sind als „Kanakenrocker“.

1. Verharmlosung: Über Gewalt gegen „vermeintlich“ rechts wird nicht berichtet

Von Norman Härtel: Was im Artikel völlig fehlt, ist der Bezug zur Gewalt gegen Andersdenkende in und um Leipzig. Seit Jahren wurden gezielt bestimmte Personen angegriffen und zusammengeschlagen, enden mit massiven Verletzungen im Spital. Diese massive Gruppengewalt war früher ein Phänomen unter rechten Tätergruppen.

Jeder hat das Recht auf linke Denke, sogar auf linksradikale Denke, aber niemand hat das Recht, Andersdenkende anzugreifen und zu verletzen. Beschämend ist, dass es bei den vermeintlich rechten Opfern dieser Angriffe offenbar keinen stört, was da passiert. Man stelle sich vor, die Opfer wären Ausländer, Flüchtlinge, Asylsuchende, was für ein Aufschrei und Geschrei ginge wochenlang durch die Presse. So aber interessiert es keinen Schreiberling.

Artikel: Wie ist das denn nun mit dem Gespenst des Linksextremismus in Leipzig?

Antwort d. Redaktion

Im konkreten Artikel geht es zuerst einmal um die Zahl der linksextremistischen Gewalttäter und eine genauere Hinterfragung, wer dazu zählt, wie viele registriert sind und entsprechend auch so genannt werden sollten. Es wird über Zahlen und Entwicklungen dieser Szene berichtet, die die Staatsregierung herausgibt. Als Fixpunkt erscheint mengenmäßig der 12. Dezember 2015, als in der Südvorstadt im Nachgang an eine rechte Demonstration blinde Gewalt gegen Polizeibeamte herrschte. Dennoch – und dies wurde auch schon kritisiert und bejubelt – ist der Stigmatisierung eines ganzen Viertels wie Connewitz nicht zum ersten Mal durch die Zahlen jede Luft genommen.

Denn sie sind für gesamt Leipzig auf 560.000 Einwohner gesehen ziemlich niedrig.

Dieser Tag, der 12. Dezember 2015, ist live und in unendlich vielen Artikel, via Video und Fotos durch uns berichtet worden. Die angeblich fehlende Berichterstattung beispielsweise auch zum aktuellen Überfall auf den Legida-Ordner Ronny U. ist nicht gegeben, sie fand statt. Noch ist hierbei offen, wer die Täter waren. Ebenso wurde über die Überfälle auf stadtbekannte NPD-Mitglieder und Neonazis berichtet. In allen Artikeln ist der Hinweis auf unbedingte Gewaltlosigkeit in politischen Auseinandersetzungen enthalten und auch so gemeint.

Über Sachverhalte, welche nicht ermittelbar sind, berichten zumindest wir nicht, dies ist die Aufgabe von Populisten und Scharfmachern, die gern mehr Gewalt haben wollen. Manchmal – und dies gilt für alle Seiten – würden wir uns über mehr Debatte statt Parolen und dafür auch mehr finanzielle Unterstützung der Leser freuen. Um eben mit mehr Kollegen mehr Themen nachgehen zu können. Denn auch dies spielt immer eine Rolle, wenn man heute eine vollständige Abbildung der realen Verhältnisse erwartet.

Dass es in der Öffentlichkeit eher eine gewisse, verstohlene Freude zu geben scheint, wenn (tatsächliche) Rechte attackiert werden, mag mit dem sonstigen Treiben dieser, nicht aber mit der fehlenden Berichterstattung zu tun haben.

Im Übrigen ist „Schreiberling“ nicht unsere Eigenbezeichnung. Wir nennen uns „Bürger“ und „Journalisten“. Bürger, welche die Jagdszenen auf „Andersdenkende“ auch aus den Reihen Legidas auf uns selbst erlebt und berichtet haben. Ein Tipp, klicken Sie gern mal auf die Tags am Ende des Beitrages.

Ein Beispiel (für die benannten Berichte, er wurde wieder öffentlich gestellt): Enrico Böhm wird attackiert

Über die früh deutlich gewordenen Zusammenhänge zwischen Neonaziszene, einem Polizeibeamten und Legida informiert dieser Beitrag

2. Unister Insolvenz – Warum keine Kredite aus der Region

Von Holger Richter: Was mich seit langem wundert und leider nie ein Thema der Presse war, ist der Umstand, dass UNISTER offenkundig keine Kredite in Leipzig bekommen hat. Wenn die Stadt solches Interesse an diesem „Vorzeigeunternehmen“ – jung, hipp, unkonventionell, wegweisend, Internet usw. hat, dann liegt es doch nahe, dass die Sparkasse Leipzig oder andere regionale Banken kreditieren.

Das ist offenbar nicht der Fall. Warum nicht? Diese Frage gehört doch einmal erörtert, wenn es doch alles so gut läuft mit den Reise-Portalen.

Antwort d. Redaktion

Unister hat laut übereinstimmenden Medienberichten mehrerer Zeitungen seit 2008 mindestens über 7,5 Millionen Euro an Förderkrediten von der Sächsischen Aufbaubank erhalten. Hierbei handelt es sich zumeist um äußerst zinsgünstige, häufig von der Gesamttilgung befreite Förderkreditierungen unter Einsatz von Steuergeld durch die Hinzuziehung der KfW-Bank (Kreditanstalt für Wiederaufbau). Dazu erfolgt immer auch eine Prüfung des beantragenden Unternehmens durch die regionale Hausbank des Unternehmens, welche hier zu- oder abrät.

Welche diese Hausbank ist, wissen wir bei Unister nicht. Aber die fehlende Kreditierung ist eher eine falsche Annahme. Wie sich dies zuletzt verhielt ist (noch) nicht sicher, doch offenbar war angesichts der nun bekanntwerdenden Versuche Thomas Wagners in Italien eine Bankkreditierung nicht (mehr) gegeben.

Zum aktuellsten Artikel rings um die Entwicklungen bei Unister

3. Sozialsysteme & Hartz IV

Von Peter: Ein sehr interessanter Beitrag und gut akzentuiert. Danke. Schade, dass eine neue Steuerung im Sozialsystem mit der SPD wohl in Zukunft nichts mehr wird. Jedoch bin ich gespannt, ob die konservativeren Parteien es schaffen werden, ihr Handeln oder Unterlassen als sozial bei den Wählern zu verkaufen.

Zum Artikel: Wie die Aushöhlung des Wohlfahrtstaates zur Erosion der politischen Grundlagen führt

Antwort d. Redaktion

Traurig ist wohl das Fazit. Zumal die Studie einen durchschnittlich 80-prozentigen Wählerwillen in der Befragungsgruppe zu mehr sozialer Gerechtigkeit ergab.

4. Rockerkrieg in Leipzig: Helle und dunkle faule Eier

Von Holger Richter: Hoffe, ich sehe das richtig. Hier stehen sich Deutsch-Rocker und Kanaken-Rocker, sorry, ich meinte Kulturbereicherer mit Migrationshintergrund, gegenüber. Also mir sind die Deutsch-Rocker lieber. Da weiß ich wenigstens, woran ich bin.

Zum aktuellsten von vielen Artikeln auf L-IZ.de: Hells Angels & United Tribuns: „Matze“ M. ist wieder frei

Antwort d. Redaktion

Woran Sie sind, merken Sie vielleicht am ehesten bei einem Bordellbesuch oder in einem Wettbüro. Besser wäre vielleicht, Sie ließen dies weg, um das Merken noch hinauszuzögern? Denn da nehmen sich in der Systematik beide Gruppierungen, sofern in diesem Gewerbe regional tätig, nicht viel. Zumal nicht, wenn Sie Geld schulden sollten. Ansonsten laufen die Ausbeutung von Frauen und die Gewinne aus der Spiel- und Wettsucht immer ähnlich ab.

Wenn Sie dennoch meinen, die einen wären dann freundlicher als die anderen, weil Sie unterstellen, Sprachbarrieren oder kulturelle Unterschiede würden für „Deutsch-Rocker“ sprechen, dann probieren Sie es vielleicht einfach aus?

Beide sprechen bei diesen Geschäften die gleiche Sprache. Zumal es sehr alte sind, denen man hier und da auch staatserhaltende Wirkung aufgrund der Ablenkung nachsagt. Insofern handelt es sich bei migrantisch geprägten Rockergruppen eher um eine Ergänzung, weniger eine Bereicherung bestehender Strukturen, auch in Leipzig.

Und dies vielleicht am Ende einer etwas humorigen Antwort gern auch noch. Manchmal wünscht sich der hier Antwortende lieber ein „Kanak“ zu sein. Dann wäre abseits gewisser zivilisatorischer Effizienz auch ein solches Leben als „Mensch“ möglich

Allen Schreibenden ein glückliches, langes Leben und viel Spaß auf der L-IZ.de auch weiterhin

Ihr M.F.

Legida/Pegida* Leserbrief *PolizeiLinksextremismusRechtsextremismusNoLegidaUnisterPolizeigewaltHells AngelsUnited TribunsUnister Holding GmbH
Print Friendly, PDF & Email
Leserbrief

Hinweise zum Leserbrief: Bitte beachten Sie, dass wir einen Leserbrief nur veröffentlichen, wenn dieser nicht anonym bei uns eintrifft. Außerdem möchten wir darauf hinweisen, dass eine Teilnahme an Verlosungen des L-IZ Leserclubs mit dem Leserbrief nicht möglich ist.

Ihr Name *

Ihre E-Mail-Adresse *

Betreff

Ihre Nachricht *

Bild/Datei hochladen

Wären Sie mit der Veröffentlichung als Leserbrief einverstanden? *

 


Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder--> Lesung in Jiddisch mit deutscher Übersetzung: »Weiße Sprache« – Moderne jiddische Lyrik
8. Mediationsforum: Innerbetriebliche Mediation
Lesung mit der Autorin ManuEla Ritz – „Die Farbe meiner Haut“
Leserbrief zu „Das große Insektensterben“
Diskussion mit Michael Müller, Regierender Bürgermeister von Berlin, am 24. Oktober in Leipzig
Öffentliche Ringvorlesung im Studium generale: Digitaler Wandel für alle
Schauspiel Leipzig – Freundeskreis gibt Nominierungen für Theaterpreis bekannt
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr



Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Sachsens Vorstoß im Bundesrat zur Änderung des Wolfsschutzes ist blanker Populismus
Rüde des Daubitzer Wolfsrudels auf dem Truppenübungsplatz Oberlausitz im sächsischen Teil der Lausitz. Foto: NABU/Jan Noack

Foto: NABU/Jan Noack

Für alle LeserBundesweit orakeln ja die Parteien aus der Großen Koalition in Berlin, woran es liegt, dass sie bei Wahlen derart abgestraft werden. Auch in Sachsen geht ja das große Geheule um. Aber am Mittwoch, 17. Oktober, machte Sachsens Agrarminister Thomas Schmidt deutlich, warum das so ist. Und warum mit der CDU im jetzigen Zustand kein Blumentopf mehr zu gewinnen ist. Ein exemplarisches Beispiel von So-tun-als-ob-Politik.
André Herrmanns „Platzwechsel“ oder Zurück mit allen Gefühlen in der mittelostdeutschen Provinz
André Herrmann: Platzwechsel. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserEiner unser treuesten Leser warf uns gleich vor, wir würden eine nicht wirklich begründete Jubelmeldung veröffentlichen, als wir ankündigten, für André Herrmanns neuen Roman „Platzwechsel“ seien die Filmrechte schon vergeben worden. Und dann liest man das Buch und weiß schon beim Lesen: Das kann ein gnadenlos guter Film werden. Wenn es nur nicht die üblichen ÖRR-Regisseure in die Hand bekommen.
Video „Sportpunkt“: Ein langes Fußball-Interview und die Einladung zur Selbstzerstörung
Norman Landgraf (li.) und Martin Hoch drücken allen Leipziger Sportvereinen die Daumen. Foto: Screenshot Sportpunkt

Foto: Screenshot Sportpunkt

Für alle LeserVideo Der 41. Sportpunkt flimmert seit Mittwoch über die Bildschirme. Ein langes Interview mit Philipp Bludovsky vom Vorstand des FC Blau-Weiß Leipzig bildet den Mittelpunkt der Sendung. Zudem lockt der Ex-Kanu-Weltmeister Stefan Holtz die Leipziger Freizeitsportler mit einem Event, um sich "richtig schön zu zerstören".
Verklebte Vögel verenden in Leipzig – NABU Sachsen erstattet Strafanzeige
Der verklebte Hausrotschwanz wurde im Mai tot in der Leipziger Innenstadt gefunden. Foto: NABU Leipzig

Foto: NABU Leipzig

Für alle LeserDa sind nun das große Insektensterben und der Rückgang der Vogelbestände in aller Munde, Leipzig diskutiert über das Verschwinden wichtiger Habitate für Vögel wie Hecken, große, alte Bäume oder Brachen – aber einige Hausbesitzer führen einen regelrechten Krieg gegen Vögel. Und zwar mit verbotenen Methoden. Der NABU Sachsen hat Strafanzeige gestellt.
Linke Abgeordnete kritisiert, dass Sachsen das Menschenrecht auf Bildung für geflüchtete Kinder nicht einlöst
16. Schule in Volkmarsdorf. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserEs ist eine symptomatische Antwort auf eine grundlegende Frage, die die Landtagsabgeordnete der Linken, Juliane Nagel, jetzt von der Staatsregierung bekommen hat. Laut der Antwort auf ihre aktuelle Anfrage bleibt die Zahl der Kinder und Jugendlichen, die in den Erstaufnahmeeinrichtungen (EA) des Landes untergebracht werden, hoch. Und damit bleiben sie auch monatelang der Schule fern. Sachsens Flüchtlingspolitik verhindert auch hier frühe und sinnvolle Integration.
Erste Wasserstofftankstelle der Region Leipzig im Güterverkehrszentrum eröffnet
Eröffnung der Wasserstofftankstelle in Leipzig. Foto: H2 MOBILITY/ Michael Bader

Foto: H2 MOBILITY/ Michael Bader

Für alle LeserDie Mobilität auf unseren Straßen wird sich ändern. Das steht fest. Ob tatsächlich das individuell besessene Auto die Zukunft sein wird, ist offen. Wahrscheinlich nicht. Das verkraften unsere immer kompakteren Städte nicht. Derzeit fokussiert sich die Entwicklung trotzdem erst einmal auf alternative Antriebe. Das erste E-Taxi fährt jetzt bei 4884 und die erste TOTAL-Tankstelle stellt jetzt auch Wasserstoff bereit.
Hochrechnung: Rund 490.000 Sachsen sind von Depression betroffen
Arbeiten, auch wenn's hart wird. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserWas passiert eigentlich mit einer Gesellschaft, in der die Ansprüche an Mobilität, Flexibilität und Verfügbarkeit der Beschäftigten immer weiter wachsen? In der auch die Freizeit immer weiter durchplant, optimiert und nutzbar gemacht wird? – Sie zeigt Überlastungserscheinungen. Die Menschen sind dafür nicht gemacht und erkranken psychisch. Die Barmer Ersatzkasse hat jetzt einmal Zahlen für 2016 vorgelegt.
Warum hat die Rheinische Post die Zahlen eher als der Abgeordnete, der gefragt hat?
Bundestagsabgeordneter Sören Pellmann (Die Linke). Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserSören Pellmann ist sauer. Und das wohl zu Recht. Seit 2017 sitzt er für die Linkspartei im Bundestag. Und er nimmt seine Arbeit ernst und beschickt die Bundesregierung auch immer wieder mit Anfragen zu Themen, bei denen die Regierung immer nur herumdruckst. Normalerweise bekommt ein Abgeordneter nach einer Woche Antwort. Aber nun tauchen dise Zahlen auf einmal in der Presse auf, ohne dass Pellmann die Antwort der Verteidigungsministerin bekommen hätte.
Gedichtetes und Geträumtes von Michelle Steinbeck: Eingesperrte Vögel singen mehr
Michelle Steinbeck: Eingesperrte Vögel singen mehr. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserMit Michelle Steinbeck hat der Verlag Voland & Quist eine neue große Autorin gewonnen. Eine mit einer richtigen Vor-Geschichte. Darauf spielt schon das Zitat an, das die 1990 geborene Schweizerin ihrem Buch beigegeben hat: Elke Heidenreich „Wenn das die neue Generation ist, dann gnade uns Gott.“ Hinter dem Zitat steckt der Skandal, den Heidenreich 2016 mit ihrem Auftritt im „Literaturclub“ ausgelöst hat.
Ein Gastbeitrag zu einem Lichtfest-Demontage-Artikel der LVZ
Endlich mal nur Frauen beim Lichtfest 2018 auf der Bühne. Das Thema? 100 Jahre Kampf um Gleichberechtigung. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle Leser„Politiker rechnen mit Lichtfest ab – nächste Feier ohne Meier?“, titelte die LVZ (auch online) am 13. Oktober. Ein Beitrag, der gegen den künstlerischen Leiter des Lichtfestes, Jürgen Meier, zielte, aber aus der Politik nur Vertreter der CDU und ausgerechnet der AfD zu Wort kommen ließ. Bewusst wurde darauf angespielt, es handele sich ja bei Meier um einen Westdeutschen. Völlig daneben jedoch fand die Übernahme rechter Argumentationsmuster dabei der Leipziger Professor für Romanische Literaturwissenschaft und Kulturstudien Alfonso de Toro. Sein Kontra dazu hier als Gastbeitrag.
DOK-Festival freut sich über hohen Frauenanteil und Eröffnungsfilm von Werner Herzog
Werner Herzog (l.) im Gespräch mit Gorbatschow. Foto: DOK Leipzig / Lena Herzog

Foto: DOK Leipzig / Lena Herzog

Für alle LeserAls angeblich erstes Filmfestival der Welt hatte sich das DOK eine Frauenquote für die Regie im Deutschen Wettbewerb auferlegt. Nun sind nicht nur in diesem Wettbewerb, sondern auch im gesamten Programm die Regisseurinnen in der Überzahl. Die Organisatoren freuen sich zudem über prominente Namen zum Auftakt: Der diesjährige Eröffnungsfilm kommt von Werner Herzog und porträtiert Michail Gorbatschow, den letzten Präsidenten der ehemaligen Sowjetunion.
Auch selbstständige Sachsen meiden, wo es geht, die Wohltaten des Jobcenters
Kassensturz mit Groschen. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserSachsen wollen arbeiten. Für sie ist Arbeit nicht nur Sinngebung, sondern auch ein Stück ihres Stolzes. Und das würde wohl auch funktionieren, wenn es kein „Hartz IV“ gäbe und die Sanktionspraxis der Jobcenter, bei der ja die sächsischen besonders eifrig sind. Da arbeiten die Sachsen lieber für einen Hungerlohn, als sich bürokratisch drangsalieren zu lassen. Oder sie versuchen sich als Selbstständige durchzuschlagen, auch wenn’s eigentlich nicht zum Leben reicht.
SPD-Stadträtin fordert den OBM auf, kleinere Müllfahrzeuge kaufen zu lassen
Sammelfahrzeug im Einsatz. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserVerwaltungen machen es sich gern einfach. Viele neue Vorschriften haben oft nur den Zweck, Kosten und Aufwand (für die Verwaltung) zu reduzieren und sich anstrengende Änderungen zu ersparen. So auch bei der nun auch in der Leipziger Abfallwirtschaftssatzung auftauchenden Neuregelung, Straßen, die schmaler als 3,55 Meter sind, künftig nicht mehr mit Abfallfahrzeugen zu befahren. Da vermisste auch Nicole Bärwald-Wohlfarth ein bisschen Anstrengung im Eigenbetrieb Stadtreinigung.
Warum eine Umfrage zum Sicherheitsempfinden nur von rosa Elefanten erzählt
Kleiner Willy-Brandt-Platz. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle Leser„Der Artikel über den Fragebogen enthält mehr Vorurteile als der Fragebogen selbst....wie sicher fühlen sie sich in ihrem Umfeld....was ist an dieser Frage unwissenschaftlich?“, fragte uns Leser/-in „peku“ unter unserem ersten Bericht dazu. Zu Recht. Weil diese Frage den Blick auf das richtet, was an dieser Umfrage schon im Ansatz nicht stimmt. Der Fragebogen macht einen Frame auf, einen Rahmen. Oder noch genauer: Er verengt den Fokus. Damit wird er unwissenschaftlich.
Neue Thüringer Festtagskuchen: 60 neue Rezepte aus der fruchtigen Thüringer Backwelt
Gudrun Dietze: Neue Thüringer Festtagskuchen & mehr. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserEs gibt Erfolge, die erzählen sehr viel über das, was Menschen wirklich wichtig ist. So wie das Buch „Thüringer Festtagskuchen“ von Gudrun Dietze, das 1993 im Leipziger Verlag für die Frau erschien. Es stand damals auch für ein sich deutlich wandelndes Verlagsprofil. Und es verkaufte sich bis heute 250.000 Mal. Da ist selbst der Verlag überrascht.