Nachdem die erste Tarifverhandlungsrunde für die Beschäftigten der privaten Banken Anfang Oktober ohne ein Angebot der Arbeitgeber zu Ende gegangen ist, erhöhen die Kolleginnen und Kollegen nun bundesweit den Druck. Kurz vor der zweiten Verhandlungsrunde ruft die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) deshalb die Beschäftigten zahlreicher Banken zu ganztägigen, regionalen Streiks auf, so etwa der UniCredit Bank, Commerzbank, ComTS und der Deutschen Bank.
Zentrale Streikkundgebungen finden am 2. November ab 9 Uhr an folgenden Orten statt:
- Erfurt, Juri-Gagarin-Ring 86
- Dresden, Devrientstraße 3
- Leipzig, Dittrichring 7
- Magdeburg, Lorenzweg 42
An den zentralen Streikorten wird es je einen Demonstrationszug zu den örtlichen Gewerkschaftshäusern geben.
Die Kernforderungen der Kolleginnen und Kollegen sind sechs Prozent mehr Gehalt, 300 Euro mehr für Nachwuchskräfte sowie eine Laufzeit des Tarifvertrags von zwölf Monaten. Neben einer angemessenen Gehaltsentwicklung wünschen sich die Beschäftigten der privaten Banken aber auch bessere Arbeitsbedingungen. Deshalb werden am Rande der Tarifgespräche folgende Themen diskutiert: unbefristete Übernahme in Vollzeit, Beschäftigungsschutz und Qualifizierung bei KI und Transformation, Gehalt in zusätzliche freie Tage umwandeln, bis zu drei Kalendertage krank ohne ärztliches Attest sowie tarifliche Vorteile für ver.di-Mitglieder.
Dazu Julian Anke, zuständiger ver.di-Gewerkschaftssekretär im Bereich Finanzdienste: „Die Preise steigen zunehmend. Beginnend an den Zapfsäulen sind immer mehr Lebensbereiche der Menschen davon betroffen. Auf der anderen Seite steigern die privaten Banken stetig ihre Gewinne. Es ist nur gerecht, dass davon auch ein Teil bei denen ankommt, die diese Gewinne erwirtschaften. Deshalb müssen wir zusammenstehen und gemeinsam einen guten Tarifabschluss für die Gewerkschaftsmitglieder in den privaten Banken erkämpfen.“
Die Verhandlungen werden am 2. November 2026 in Frankfurt am Main fortgesetzt. Ein weiterer Termin ist für den 23. November 2026 in Berlin vereinbart.






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