Ab Montag, 31. Januar, wird das Areal für den geplanten Schulcampus am Dösner Weg 39 – 41 eingezäunt, beräumt und es werden hier erste Bäume gefällt, teilt das Amt für Gebäudemanagement der Stadt Leipzig mit. Hintergrund ist, dass bereits ab Juni 2022 die Bauarbeiten für die neue Sporthalle beginnen sollen. Vorab muss das Baufeld hergerichtet werden und über die Tarostraße die technische Erschließung des Grundstücks erfolgen, also etwa für die Energie- und Trinkwasserversorgung sowie für andere Medien.

Der Abschnitt der Semmelweißstraße, der den Campus quert, wird zudem für die Bauarbeiten entwidmet und kann daher übergangsweise nicht von den Anwohnerinnen und Anwohnern genutzt werden. Nach Abschluss des Baus dient er Fußgängern und Radfahrern wieder als Abkürzung.

Sporthalle mit öffentlichem Dach geplant

Die Stadt Leipzig plant auf dem Gelände des Dösner Weg 39-41 die Errichtung eines Campus mit Gemeinschaftsschule inklusive einer 2-Feld-Sporthalle für bis zu knapp 1.900 Schülerinnen und Schüler sowie einer 6-Feld-Sporthalle, deren Dach künftig als öffentlicher Sportplatz zugänglich sein wird.

Ein Großteil der Campusfläche soll perspektivisch sowohl von den Schülerinnen und Schülern als auch von der Öffentlichkeit genutzt werden können. Das Amt für Gebäudemanagement übernimmt die Projektleitung für das Amt für Schule, das Dresdner Büro „Wörner Traxler Richter Architekten“ hat die Gemeinschaftsschule geplant.

Vorgesehen ist, dass ab 2023 mit dem Bau des Schulgebäudes begonnen wird, das auf dem Areal des bestehenden Sportplatzes entsteht. Um die Sportstätte noch möglichst lange nutzen zu können, ist bei der Baustelleneinrichtung zunächst nur der Rückbau des Basketballplatzes geplant, der Rest bleibt im Jahr 2022 unangetastet.

Mitbedacht: Maßnahmen zur Klimaresilienz

Verschiedene Wege sollen für Nachhaltigkeit und Klimaresilienz des neuen Campus sorgen: So wurde auch bei den Rodungen mit der unteren Naturschutzbehörde eine stufenweise Fällung abgestimmt, um viele Bäume möglichst lange zu erhalten. Zudem sollen bei diesem Schulprojekt perspektivisch viele Bäume neu gepflanzt, Hecken und dichte Gehölzstrukturen auf dem Schulhof sowie den öffentlichen Freiflächen des Campus erneuert und nachverdichtet werden.

Das Regenwasser wird künftig fast vollständig auf dem Grundstück zurückgehalten und genutzt – beziehungsweise soll es hier versickern. Dafür sind unter anderem Dächer mit intensiver Begrünung (Retentionsdächer) geplant, Baumrigolen, unterirdische Rückhaltebereiche und eine entsprechend dichte Vegetation.

Weil das Dach der Turnhalle als Sportfläche genutzt wird, wird insbesondere die Technikzentrale der neuen Gemeinschaftsschule mit Fotovoltaikanlagen ausgestattet – diese sollen den Campus mit Solarenergie versorgen. Die städtische Tochtergesellschaft LKE plant diese Anlagen.

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