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Zeit zum Handeln: Bürgerinitiative hat 10.000 Unterschriften gegen den Frachtflugausbau in Leipzig/Halle übergeben

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    Am Mittwoch, 23. Juni, haben die Bürgerinitiative „Gegen die neue Flugroute“, das Aktionsbündnis gegen den Flughafenausbau LEJ und die IG Nachtflugverbot Leipzig/Halle e. V. ihre Petition gegen den weiteren Ausbau des Frachtflughafens tatsächlich an Landtagspräsident Matthias Rößler übergeben können.

    Die Übergabe wurde von einer Protestkundgebung begleitet, auf der sowohl Sachsens Umweltminister Wolfram Günther als auch der Landtagspräsident die hohe Bedeutung der Petition herausstellten.

    Initiiert durch die Bürgerinitiative „Gegen die neue Flugroute“ und unterstützt durch die IG Nachtflugverbot e. V. und das „Aktionsbündnis gegen Flughafenausbau LEJ“ hat die Petition mit 10.690 Unterzeichnenden ihr anfängliches Ziel weit übertroffen und setzt damit ein
    unübersehbares Zeichen an die Sächsische Landesregierung. Sie ist aufgrund ihrer klimapolitischen Relevanz die derzeit wichtigste und am meisten diskutierte Petition der letzten Jahre in Sachsen und Sachsen-Anhalt.

    Matthias Rößler und Matthias Zimmermann bei der Überfgabe der Petition. Foto: Aktionsbündnis gegen Flughafenausbau LEJ
    Matthias Rößler und Matthias Zimmermann bei der Übergabe der Petition. Foto: Aktionsbündnis
    gegen Flughafenausbau LEJ

    Auch die bisherigen Einsprüche zum Planfeststellungsverfahren (PFV) von über 5.000 Bürgern zeigen auf: Die Petition hat den Nerv der Anwohner getroffen.

    Der Pressesprecher der Bürgerinitiative „Gegen die neue Flugroute“ machte in seiner Ansprache mit eindringlichen Worten klar, das es jetzt Zeit zum Handeln sei.

    Seine Rede kann man hier nachlesen.

    Sein Anliegen hat er Matthias Rößler auch schriftlich mitgegeben.

    Übergabeschreiben Petition-Rößler

    Die Petition erhält nicht nur durch das aktuelle Klimaurteil des Bundesverwaltungsgerichtes nochmals besondere Brisanz, sondern auch durch das neue Klimaschutzgesetz.

    Mit Blick auf die Geschichte des Flughafens erklärte Zimmermann: „Anders als vom
    Ostbeauftragten Wanderwitz behauptet, sind wir bereits in der Demokratie angekommen. Wir schöpfen die Mittel legalen Protests aus. Jedoch halten die Landes- und Bundesregierung ihre demokratischen Grundregeln nicht ein. Die Geschichte des Flughafens Leipzig/Halle ist nachweislich die Geschichte von Lügen, Halbwahrheiten und nicht eingehaltenen Versprechungen von Politik und Verwaltung gegenüber den Bürgern. Es ist Zeit, zu handeln.“

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      8 KOMMENTARE

      1. Irrtum.
        Im Viertel hört man durch zahlreiche Häuserzeilen keinen großen Lärm der Zweinaundorfer & Co.
        Dafür kommt es dann über den Äther, ja, natürlich nur, wenn der Wind entsprechend steht aus Schkeuditz, und von obendrüber immer, wenn die Route beflogen wird.
        Ich habe mich nicht beschwert, nur bereits darauf hingewiesen, was man bereits im Osten davon hört.

      2. Wer weiß, wo Lizzy dann ihre 1,5 Mio her hat. Ihr hätte das eigentlich selbst auffallen müssen.
        Der Wikipedia-Artikel sagt zu „Ballungsraum Leipzig-Halle“ auch nur rund 1,2 Mio, und die sind nicht alle auch „betroffen“. Geradezu peinlich wird’s, wenn man sich die Städteliste anguckt (ich hätte das so deutlich auch nicht erwartet): nach Leipzig und Halle (240 k) kommt – man halte sich fest – Merseburg! mit 34 k Einwohnern. Oor, was für ein Stadt-Land-Gefälle! Das ist ja schon eine harte Klippe. Kein Vergleich mit der Gegend um Frankfurt am Main.

        Und, ach, in A-C hört man den Fluglärm? …manchmal. Oh gottchen… da muss der Wind aber schon sehr günstigst stehen, um den Schall über den Krach der diversen Bundesstraßen hinwegzuwehen. Die Riebeck- und die Zweinaundorferstraße müssen dann auch in diesem Moment stillhalten. Neenee, eher höre ich den Diesel der Buslinie 72/73.

        Ich würde sagen, die Leipziger, die nicht im Nordwesten wohnen, brauchen sich wirklch mal nicht zu beschweren. Es fliegen ja nicht einmal regelmäßig Flugzeuge quer über das Stadtgebiet.

        In Frankfurt am Main und – ziemlich drastisch – in Offenbach (das ist dem Frankfurt sein ungeliebtes Halle) fliegen alle paar Minuten Flugzeuge direkt über das Stadtgebiet. Das ist schon krass. Über ein Offebächer Krankenhaus, in dem ich mal liegen musste, flogen die Flugzeuge regelrecht zentral übers Dach. Ich wusste gar nicht, dass sie so genau steuern können. Ich konnte denen ins Fahrwerk gucken.

        Zurück zu Leipzig: Das Problem haben wirklich die flughafennahen Kommunen. Und die lässt man im Stich. Offenbar möchte „man“, dass das Gebiet um LEJ entvölkert wird.

        Spekulation: Damit LEJ klammheimlich zum Militärflughafen ausgebaut wird. Und dann kann keiner schnell mal zugucken.

      3. 🙂
        Oder vom Gaunersuchen an der S-Bahn!

        Trotzdem:
        Auch ich im Osten höre abends durchaus den Flughafen! Entweder durch Startmanöver oder Tests.
        Auch kommen an manchen Tagen die Flugzeuge über AC hereingeflogen.
        Das geht NOCH, aber es zeigt, dass es näher am Flughafen zu wesentlich mehr Beeinträchtigungen kommt.
        Einigen ist das wahrscheinlich egal, selbst wenn der Nachtlärm auch diese Menschen unterbewusst schädigt.

      4. Ganz einfach: 1,5 Millionen „Betroffene“ ist absurd hochgejazzt. Wo sollen die denn alle wohnen?

        Ffm mit Speckgürtel kommt bestimmt auf 1,5 Mio, aber selbst da muss man schon nachrechnen

        Diese Zahl betreffs LEJ ist einfach Blödsinn.

        Stimmen tun eher die 10000 Unterschriften. Wenn 10% der Betroffenen unterschrieben haben (und 10% ist schon viel), dann kommt man auf 100000.
        Mehr als 700000 geb ich nicht.

        Nein, es ist nicht ganz Leipzig betroffen. Der Fluglärm über dem Lene-Voigt-Park kommt so gut wie immer von der sächsischen Polizei auf der Suche nach grünhaarigen Terroristinnen.

      5. 10000 Unterschriften sind zwar nicht berauschend viel, aber wenn man die elende Historie dieser ganzen Geschichte einmal Revue passieren lässt, würde ich vermuten, dass viele Betroffene einfach müde geworden sind. Bzw. resignieren sie so langsam vor der Übermacht der Lobby in Wirtschaft und Politik.

        Mittlerweile jahrzehntelang kämpfen die Betroffenen darum, dass Versprechungen, sogar beschlossene Entscheidungen eingehalten werden. Stattdessen will man nun den Flughafen noch weiter ausbauen – ein Affront!

        Die unmittelbaren Auswirkungen betreffen nicht 1.5Mio Einwohner.
        Und manchen ist es leider auch egal, trotz Lärm und Gesundheitsbeeinträchtigung.
        Uninteressierte / Faule gibt es auch; „die anderen werden sich schon dafür einsetzen“.

      6. Stefan mal ehrlich,
        10 000 Unterschriften bei kolportiert 1,5 Mio. Betroffenen ist ein bissel dünne. Warum so wenige….

      7. Jaja…

        Ich kann mich noch sehr gut an die 1990er Jahre erinnern, in denen die Fluglärmkritiker regelrecht verschmäht und ausgebuht wurden. Ich kam gerade vom Studium im „Lärmschatten“ des Flughafens Frankfurt am Main. Seinerzeit ging es um das Nachtflugverbot und wohl auch schon über die „dritte“ Landebahn (nördlich der A3, also dann auch mit so spektakulären Flugzeugbrücken wie hier über die A14). Das Diskussionsklima im Hessischen war auch rauh, aber lange nicht so gehässig wie auf Sächsisch. Ich wunderte mich über die Naivität und ungehemmte Fortschrittsgläubigkeit in Leipzig.
        Als ob es Umweltschutz nie gegeben hätte.

        Kursdorf ist nun entvölkert, und man ist wohl noch stolz darauf. Kelsterbach (quasi die Frankfurter Entsprechung) ist immer noch bewohnt. Die Sachsen haben sich ganz schön vereimern lassen.

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