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Lippendorf

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Grün betankt: EDL-Flugzeug. Foto: EDL

Flugzeugtreibstoff aus Böhlen: EDL plant weltweit erste Industrieanlage zur Herstellung von grünem Kerosin

Wenn es künftig noch Flugverkehr geben soll, dann nur mit „grünem Treibstoff“, der heute noch nicht zur Verfügung steht. Aber die EDL Anlagenbau Gesellschaft mbH plant jetzt tatsächlich die Errichtung einer Großanlage in Böhlen-Lippendorf, die nachhaltiges PtL-Kerosin erzeugen soll. Mit dem Projekt treibe der Spezialist für technologieorientierten Anlagenbau nicht nur das Thema Nachhaltigkeit in der […]

Landschaftsidylle Braunkohletagebau mit Kraftwerk Lippendorf. Foto: Michael Freitag

Ende Gelände blockiert Zufahrt zum Kraftwerk Lippendorf

Bei Leipzig blockieren seit heute Morgen um 10 Uhr Aktivist/-innen von „Ende Gelände“ eine Zufahrt zum Braunkohlekraftwerk Lippendorf. Damit protestieren sie gegen das geplante Kohlegesetz, das am 3. Juli vom Bundestag beschlossen werden soll. Die Aktivist*innen fordern, den Stopp des Gesetzes und einen sofortigen Kohleausstieg.

Aus dem „How dare you“ von Greta Thunberg wird bei „Ende Gelände“ ein „wir wagen es“. Foto: Tim Wagner

Ein Spaziergang im Kohlerevier: Fridays for Future zu Besuch bei Ende Gelände + Bildergalerien & Videos

Erst am Freitag hatte Leipzig eine Großdemonstration von „Fridays for Future“ mit knapp 10.000 Menschen erlebt und schon am Morgen danach ging es 9 Uhr nahtlos am Hauptbahnhof weiter. Etwas verschlafen und mit einer gerichtlichen Demonstrationsuntersagung samt Kostennote von 10.000 Euro im Gepäck machten sich einige „Fridays“ dennoch auf zum MIBRAG-Kohlerevier bei Neukieritzsch. Zeitgleich fluteten etwa 1.200 Aktivisten von „Ende Gelände“ den Tagebau Peres im Abbaugebiet „Vereinigtes Schleenhain“, während in der Lausitz rund 3.000 weitere Menschen die LEAG-Tagebaue besuchten. Beide Aktionen vor Leipzig sollten entgegen des Säbelrasselns im Vorfeld „Spaziergänge“ werden.

Ein schwieriger Prozess, der dennoch gelingen kann. Leipzig steigt aus der Braunkohle aus. Foto: L-IZ.de

Ein Ausstieg mit Folgen: Wird Leipzig 2023 wirklich kohlefrei?

So ein Ausstieg aus der Fernwärmeversorgung durch ein Kohlekraftwerk ist verwickelt. So verwickelt, dass auch Medien mal schnell auf abschüssige Bahnen geraten können, wenn sie zu früh schreien, etwas zu wissen. Am gestrigen Donnerstagabend geschah in der bis etwa 22 Uhr andauernden Aufsichtsratssitzung der Stadtwerke mitnichten das, was die LVZ zuvor postuliert hatte. Der Kohleausstieg Leipzigs kommt definitiv und bis 2023 will man raus. Es wird nur deutlich verschlungener, als zum Beginn des Prüfungsprozesses vielleicht gedacht.

Ab 13:30 Uhr bis zum Sitzungsbeginn versammelten sich rund 40 bis 50 Demonstranten vor dem Gebäude der SWL an der Eutritzscher Straße und begrüßten einige Aufsichtsräte. Foto: L-IZ.de

Kohleausstieg für Leipzig: Jeder hat die Absicht ein Kraftwerk zu betreiben + Video

Zur Stunde sitzt der Aufsichtsrat der Stadtwerke Leipzig beieinander und berät, 18 Uhr soll der Tagesordnungspunkt Fernwärmevertrag mit dem Kraftwerk Lippendorf und die Möglichkeiten der Stadtwerke Leipzig anstehen. Wenige Stunden vor dem Zusammenkommen war es hektisch geworden und nun warten alle gespannt auf die Ergebnisse der Beratungen. Denn der Ausstieg Leipzigs aus der Braunkohle-Energie steht wieder zur Debatte, obwohl es noch Ende 2018 ganz sicher schien, 2023 das Ende für die fast 600.000-Einwohnerstadt zu erreichen. Zuvor gab es also eine eilige Demonstration vor dem SWL-Gebäude an der Eutritzscher und jede Menge Gerüchte.

Kohleprotest im Sommer 2018 am Kraftwerk Lippendorf. Foto: Luca Kunze

Leserbrief: Ohne Wärmebezug entsteht weniger CO2

Von Stephan Paar: Ich finde es durchaus interessant, wie Sie die Berichterstattung der LVZ auseinandernehmen. Eine Sache würde ich nur gern ergänzen, da dies in der mir bekannten öffentlichen Diskussion nicht vorkommt: Ohne die Nutzung der Abwärme aus Lippendorf lassen sich ab 2023 CO2 Emissionen einsparen!

Analyse der Luftproben des Brandes in Lippendorf am 12. und 13. März 2018

Während des Einsatzes beim Brand eines Unternehmens zur Verarbeitung von Kunststoffabfällen wurden mehrfach großflächige Messfahrten mit den ABC-Erkundungsfahrzeugen in den Gebieten in der Hauptzugrichtung der Brandgase durchgeführt. In den durch die Windrichtung hauptsächlich betroffenen Ortslagen Gaulis und Rötha wurden durch die Erkundungsfahrzeuge keine durch Messgeräte erfassbare quantitative und qualitative Ergebnisse gefunden. Zur weiteren Analyse wurden Luftproben am Anfallort und in den Gebieten der Hauptzugsrichtung der Brandgase genommen.

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