Artikel zum Schlagwort Haus des Buches

Mit Helmut Böttiger und Axel Thielmann

Lesung am 12. April: „Wir sagen uns Dunkles“ – Die Liebesgeschichte zwischen Ingeborg Bachmann und Paul Celan

Foto: Cordula Giese

Es ist eine Liebesgeschichte, um die sich Legenden ranken: Ingeborg Bachmann und Paul Celan lernten sich als junge, noch unbekannte Lyriker im Frühling 1948 kennen. Ihre Beziehung, die immer wieder von Phasen des Rückzugs gezeichnet war, dauerte bis Anfang der Sechzigerjahre, als beide schon längst zu den bedeutendsten Dichtern der deutschen Nachkriegszeit zählten. Kaum jemand wusste von der Nähe der beiden zueinander, und sie hielten es auch nie lange miteinander aus – zu unvereinbar der biografische Hintergrund, zu groß die gegenseitig zugefügten Verletzungen, zu sehr hatten sie ihr Leben der Dichtung verschrieben. Weiterlesen

Buchlesung an 20. Februar: „Tanz auf dem Pulverfass. Gottfried Benn, die Frauen und die Macht“

„Von den Frauen und der Macht fühlte er sich gleichermaßen herausgefordert, sie übten auf den Dichter eine höchst verführerische Wirkung aus, eine Wirkung, die so groß war, dass er sich immer wieder entziehen und zurückziehen musste. Benn sprach dann von seinem ‚Einsamkeitsdrang’, von seinem Hang zur Melancholie, seinen, wie er augenzwinkernd sagt, ‚Abnormitäten’“ (Wolfgang Martynkewicz) Weiterlesen

Am 17. Januar im Literaturcafé: „Kein Indianerspiel – DDR-Reportagen eines Westjournalisten“

Foto: Ch. Links Veralg

Die Wirklichkeit einfangen, so lautet Karl-Heinz Baums journalistisches Prinzip. Das bedeutete für ihn als DDR-Korrespondenten der Frankfurter Rundschau in Ost-Berlin nicht nur die politische, sondern vor allem auch die alltägliche Wirklichkeit abzubilden. Seine zahlreichen Reportagen spiegeln Begegnungen mit DDR-BürgerInnen – persönlich und unvoreingenommen. In seinem Buch „Kein Indianerspiel“ thematisiert Karl-Heinz Baum zudem eindrücklich, mit welchen Schwierigkeiten er täglich als Korrespondent in der DDR konfrontiert war. Weiterlesen

Gottes Lamm und Taubes Beitrag

Vortrag im Haus des Buches: Tiere und Tiersymbolik in Bibel und Volksglauben

„Wer verlieh dem Ibis Weisheit oder wer gab Einsicht dem Hahn?“ Die christliche Tradition hat in ihrer einseitig auf den Menschen konzentrierten Weltsicht und ihrem Misstrauen gegenüber allem „Animalischen“ die Tierwelt häufig sehr gering geachtet. Obwohl die Bibel voll von Tieren ist – von der fleißigen Ameise bis zum heldenhaften Löwen – musste die Fauna aus der Sphäre des Göttlichen fast vollständig verschwinden. Weiterlesen

Über einen historischen Mythos und die Zukunft Kubas

Comandante Che Guevara zum 50. Todestag

Ernesto Guevara machte sich als junger Medizinstudent aus Argentinien auf, Südamerika zu erkunden. Nachhaltig erschütterte ihn dabei die erlebte Ausbeutung der indigenen Bevölkerung. So wurde „Che“ Guevara glühender Kommunist und Krieger, der sich für die Unterdrückten in Lateinamerika und Afrika einsetzte. Sein bekanntester Befreiungskampf war der Sturz des kubanischen Diktators Batista gemeinsam mit Fidel Castro. Dies machte ihn bis heute zur Symbolfigur und zum Helden linker Befreiungsbewegungen und deren Anhänger weltweit. Dazu beigetragen haben auch sein früher Tod und der Mythos um seine Ermordung in Vallegrande, Bolivien. Weiterlesen

Am 1. Juli im Haus des Buches: Lange Nacht der Utopie

Foto: SADK

Die Mitgliederversammlung 2017 der Sächsischen Akademie der Künste, in deren Zentrum turnusgemäß die Wahl des neuen Präsidenten und Vizepräsidenten steht, findet am 1. Juli 2017 in Leipzig statt. Um 19:00 Uhr schließt sich im Haus des Buches Leipzig eine öffentliche Veranstaltung an, die sich in den Kontext des Jahresthemas der Akademie „Brüche. Gegenbilder. Utopien“ stellt. In einem offenen Format mit Schauspiel, Performances, Lesungen, Musik, Filmen und Gesprächen wird den utopischen Entwürfen künstlerisch Raum gegeben. Der Eintritt ist frei. Weiterlesen

Diskussionsrunde am 16. Mai: Mythos Tier. Begleiter, Helfer, Gegner

Seit Anbeginn der Zeit ist das Geschick von Mensch und Tier eng verflochten. Die Bedeutung verschiedener Tiere im biologischen, kulturellen und rituell-religiösen Kontext zeigt sich auf vielerlei Art in Mythen, Märchen und Religionen – sei es als Haus- oder Nutztier, als Totem eines Clans, als Gottheit oder dämonisches Ungeheuer. So hat die ägyptische Kultur nicht nur den Katzenkult hervorgebracht, sondern auch mythische Kreaturen wie die Sphinx oder die Ammut (Kopf eines Krokodils, Vorderkörper eines Löwen und Hinterteil eines Nilpferds). Weiterlesen

Georg-Büchner-Preisträger 2016 zu Gast

Lesung und Gespräch am 7. Februar: Das blindgeweinte Jahrhundert

Foto: Suhrkamp

Die Liste der Auszeichnungen, die Marcel Beyer für seine literarischen Werke bislang erhalten hat, ist lang und sehr beachtlich. Nach renommierten Ehrungen wie dem Joseph-Breitbach-Preis (2008), dem Oskar-Pastior-Preis (2014) und dem Literaturpreis der Stadt Bremen (2015) wurde ihm 2016 der Georg-Büchner-Preis und damit die wichtigste literarische Auszeichnung in Deutschland überreicht. Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung würdigt den Preisträger u.a. mit den Worten: Seine Texte sind kühn und zart, erkenntnisreich und unbestechlich. Weiterlesen

Ausstellungseröffnung am 4. November

Helga von Loewenich: „Ich möchte den Himmel mit Händen fassen“

Das Bildungswerk Sachsen der Deutschen Gesellschaft e.V. präsentiert in Zusammenarbeit mit dem Kuratorium Haus des Buches e.V. Leipzig vom 5. November bis zum 22. Dezember die Ausstellung „Ich möchte den Himmel mit Händen fassen“ der Künstlerin Helga von Loewenich. Die Ausstellung wird am 4. November 2016 um 19:30 Uhr im Haus des Buches in Leipzig (Gerichtsweg 28) in Anwesenheit der Künstlerin eröffnet. Weiterlesen

Am 3. November im Haus des Buches

Buchpremiere mit Friedrich Schorlemmer: Warum Utopien? Weil der Weg ein Ziel braucht

Gibt es sinnvolles Leben ohne Utopien? U-topos, das ist die Welt, die noch keinen Ort gefunden hat. Uns sind Utopien inzwischen nicht nur abhandengekommen; sie sind verraten worden. Ob sie überhaupt mit dem realen Leben verbindbar sind, war und bleibt strittig. Unsere Welt beschleunigt sich, so dass wir kaum noch mithalten. Aber wohin wollen wir eigentlich? Wo Bewegung alles wird, ist das Ziel nichts. Doch ohne Ziele wird alle Bewegung sinnlos. Weiterlesen

Brigitte Reimann und Christa Wolf – Eine Freundschaft in Briefen und Tagebüchern

Am 11. Oktober: Szenische Lesung mit Jennipher Antoni und Cornelia Schmauch

„Einmal wird man wissen wollen, wer sie waren, wie sie waren. Wird sie also einmal hervorzubringen haben, dass man sie sieht: Wann, wenn nicht jetzt?“ (aus dem Vorwort von Gerhard Wolf). In diesen Briefen und Notizen findet sich jede Nuance, die intensives Leben ausmacht. Zwei kreative, engagierte Frauen ermutigen einander, Konflikte durchzustehen und den eigenen Weg zu verfolgen. Dabei entfaltet sich ein authentisches Porträt des DDR-Alltags voller Schwierigkeiten, Hoffnungen und Illusionen. Der berührende Dialog zweier großer Autorinnen. Weiterlesen