Was die LWB in diesem Jahr alles baut

Für alle LeserDie Leipziger Wohnungs- und Baugesellschaft mbH (LWB) startet in diesem Jahr weitere Neubauprojekte. Während auf drei Baustellen die Richtkronen aufgezogen wurden, begannen die Arbeiten an der Baugrube von zwei weiteren Großprojekten. In der Saalfelder Straße und in der Landsberger Straße entstehen insgesamt 406 Wohnungen und eine Kindertagesstätte. Damit sind derzeit insgesamt 759 neue LWB Wohnungen im Bau. Davon werden drei Viertel mietpreisgebunden sein.

Die ersten drei Richtfeste für neue LWB-Quartiere in diesem Jahr mussten aufgrund der Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus im kleinen Rahmen bleiben. Der Dank der Bauherrin an die Bauleute, das obligatorische Einschlagen der letzten Nägel, der Richtspruch und beispielsweise eine kleine Baustellenbesichtigung – mehr Ritual war in der aktuellen Situation nicht machbar.

Inzwischen sind die Richtkronen über den drei Wohnanlagen in der Bernhard-Göring-Straße 17 (mit integrierter Kita), der Straße des 18. Oktober 5–7 und in der Littstraße 2–8 wieder abgenommen. Nach der Fertigstellung des Rohbaus übernehmen die Ausbaugewerke nun die Regie. Im ersten Quartal 2021 sollen bereits die ersten Mieter ihre neuen Wohnungen beziehen. Insgesamt entstehen an den drei Standorten 353 Wohnungen, 43 Prozent davon sind mietpreisgebunden.

„Wir sind zuversichtlich, dass für alle drei Projekte die Fertigstellungstermine Anfang 2021 gehalten werden und wir sind stolz darauf, dass wir gemeinsam mit den ausführenden Firmen gut durch die Coronakrise gekommen sind“, erklärt Iris Wolke-Haupt, LWB Geschäftsführerin Wohnungswirtschaft und Bau. „Unser Dank gilt allen Projektbeteiligten.“

Die neuen LWB-Wohneinheiten in der Saalfelder Straße. Visualisierung: S&P Sahlmann – Ingenieure und Architekten Leipzig

Die neuen LWB-Wohneinheiten in der Saalfelder Straße. Visualisierung: S&P Sahlmann –
Ingenieure und Architekten Leipzig

Bei den beiden neuen Baustellen in der Landsberger Straße und in der Saalfelder Straße laufen unterdessen die Arbeiten an der Baugrube auf Hochtouren. Während in der Landsberger Straße ein Ensemble mit 106 Wohnungen und einer integrierten Kindertagesstätte entsteht, errichtet die LWB in der Saalfelder Straße mit 300 Wohnungen ihre bisher größte neue Wohnanlage.

Alle 406 Wohnungen werden mietpreis- und belegungsgebunden sein. In den Genuss der im Rahmen der Richtlinie „Gebundener Mietwohnraum“ subventionierten Kaltmiete von 6,50 Euro pro Quadratmeter kommen ausschließlich Inhaber des Weißen Wohnberechtigungsscheins der Stadt Leipzig. Dieser ist an Einkommensgrenzen gebunden.

Das Gesamtinvestitionsvolumen für die fünf laufenden Vorhaben umfasst rund 170 Millionen Euro.

„Dafür brauchen wir einerseits Eigenkapital, welches wir auch durch unsere positiven Jahresergebnisse erwirtschaften müssen, andererseits müssen wir Kredite aufnehmen“, erklärt Ute Schäfer, LWB Geschäftsführerin Finanzen und Vermögenssteuerung. Die LWB arbeitet mit verschiedenen Kreditinstituten zusammen. Mit der Entwicklungsbank des Europarates CEB Council of Europe Development Bank kam Ende 2019 ein weiterer wichtiger Partner hinzu.

„Wir sind sehr stolz, die CEB partnerschaftlich für Leipzig gewonnen zu haben. Die LWB hat durch diese Kooperation eine höhere Flexibilität bei der Finanzierung umfangreicher Baumaßnahmen und einen größeren Spielraum für die Umsetzung der Ziele der Stadt Leipzig“, so Schäfer. Die LWB sei deutschlandweit eine von drei kommunalen Wohnungsgesellschaften, deren Projekte durch die CEB mitfinanziert werden.

Bereits im kommenden Jahr soll sich die Anzahl der LWB Neubau-Baustellen weiter erhöhen. Insgesamt befinden sich derzeit noch einmal fünf Projekte mit fast 400 Wohnungen und einer Kindertagesstätte in Planung. Damit werde eine gute Grundlage für die Umsetzung der Wachstumsstrategie in den nächsten Jahren geschaffen, betonen beide Geschäftsführerinnen.

Iris Wolke-Haupt sagt dazu: „Da vor allem bezahlbare Wohnungen benötigt werden, errichten wir überwiegend durch den Freistaat Sachsen geförderte, mietpreisgebundene Wohnungen. Mit Blick auf die unterschiedlichen Zielgruppen und die demografische Entwicklung müssen wir unser Wohnungsangebot weiter diversifizieren, um auch in Zukunft gut aufgestellt zu sein. Beispielsweise werden wir neue, maßgeschneiderte Produkte für Senioren und für Familien entwickeln.“

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