Artikel aus der Rubrik Bildung

Felix Mendelssohn Bartholdy und die Frauen

Acht faszinierende Porträts zum Hören und ein paar kleine Improvisationen von David Timm

Foto: Ralf Julke

Das Buch zu den faszinierenden Frauen im Kosmos von Felix Mendelssohn Bartholdy hat Brigitte Richter 2014 im Eudora Verlag veröffentlicht. Es hat nichts von seiner Faszination verloren, denn Mendelssohn hatte das Glück, in einer Zeit zu leben, in der Frauen auch öffentlich völlig neue Rollen zugestanden wurden. Das viel geschmähte Biedermeier war auch geprägt von einem Stück Emanzipation. Weiterlesen.

Lebst du schon oder träumst du noch?

Die unverkennbar physikalische Sicht eines deutsch-chilenischen Dichters auf die Welt, das Leben und die Vergänglichkeit

Foto: Ralf Julke

Manchmal darf man sich einfach nicht abschrecken lassen, auch nicht von Vorworten. Raul Zurita, einer der bekanntesten und kontroversesten Dichter Lateinamerikas, gibt sich zwar alle Mühe, Mario Markus einzuordnen in die grandiose Landschaft chilenischer Dichtung. Aber am Ende wird es eine Art mythische Beschwörung, die mit den Gedichten des 1944 in Chile geborenen Wissenschaftlers eigentlich nicht viel zu tun hat. Weiterlesen.

Legende, Opportunist, Selbstdarsteller

Ein kurzer Abriss vom Leben und Schillern des „Seeteufels“ und „Halle-Retters“ Felix Graf Luckner

Foto: Ralf Julke

Vor zehn Jahren ging es in Halle ein bisschen hin und her, war man sich nicht so recht schlüssig, ob man in der Saalestadt nun eine Straße nach Felix Graf Luckner, dem "Seeteufel", benennen sollte. Hat er denn nicht die Stadt 1945 vor der Zerstörung gerettet? Ein Gutachten ließ damals die heiße Luft aus der Luckner-Legende. Und in erweiterter Form gibt es die Spurensuche in Luckners Leben jetzt auch als Buch. Weiterlesen.

„Es nutzt überhaupt nichts, zu sagen: Das sind die Bösen.“

Lob der Omegas: Psychologe Maaz ruft zum „Überwinden von Denkverboten“ auf + Video

Foto: Ernst-Ulrich Kneitschel

LeserclubWeniger demonstrieren, mehr diskutieren. Vielleicht könnte man so die Gedanken des angesehenen Psychologen und Buchautors Hans-Joachim Maaz vom Abend des 3. Februar bei seinem Vortrag an der Volkshochschule Leipzig zusammenfassen. Der Psychologe betonte die Notwendigkeit, auch mit Ansichten in den Dialog zu treten, die dem eigenen Verständnis widersprechen. In der Konsequenz heißt das für ihn, nach den sachlichen Anfragen hinter fremdenfeindlichen Äußerungen zu suchen und diese aufzugreifen. Gegendemonstrationen, wie von No Legida in Leipzig, vertiefen die Spaltung. Anmelden und weiterlesen.

Mit Peter Traub auf Abwegen

50 durchaus magische Orte mitten in Mitteldeutschland

Foto: Ralf Julke

2014 hat Peter Traub zusammen mit dem Fotografen Uwe Jacobshagen die Schönheit der Saale auf einer Wanderung quer durch die Stadt Halle beschrieben. Da und dort stolperte er über ein paar Sagen und Legenden, was für heutige Reiseführer nicht unbedingt noch zu erwarten ist. Auch weil die Autoren solcher Bücher zumeist gar keine alten Sagen mehr kennen. Dabei ist gerade Mitteldeutschland ein sagenhaftes Fleckchen Erde. Anmelden und weiterlesen.

Grüne fordern Debatte um Qualitätssicherung sächsischer Schulen

Opfert Sachsens Kultusministerin die Qualitätskontrolle in den Schulen dem reinen Spardiktat?

Foto: Marko Hofmann

Es ist schon eine spannende Frage, die die Grünen im Sächsischen Landtag derzeit umtreibt: Opfert der Freistaat die Qualität seiner Schulen, um die Löcher zu stopfen, die er mit seiner Einstellungspolitik erst gerissen hat? Und ist die zuständige Ministerin schon so verzweifelt, dass sie einfach ein paar Regeln außer Kraft setzt? - Ein Antrag soll's richten. Anmelden und weiterlesen.

Grüne fordern Verbesserung des Lehramtsstudiums im Freistaat

Noch immer völlig ungeklärt: Warum schmeißen angehende Lehrer in Sachsen so häufig ihr Studium hin?

Foto: Marko Hofmann

Meinungsbildungsprozesse in einer Demokratie dauern immer länger, werden immer komplizierter. Manchmal gehen komplette Schul- und Studienzeiten darüber hinweg. Wie beim Thema der Lehrerbildung in Sachsen. Und sechs Jahre im Politikbetrieb sind nichts, wie die hochschulpolitische Sprecherin der Grünen im Sächsischen Landtag, Dr. Claudia Maicher, nun feststellt. Anmelden und weiterlesen.

Gesetzentwurf für ein neues sächsisches Schulgesetz

Sachsens Kultusministerium will ein bisschen malern, aber am starren System möglichst nichts ändern

Foto: Ralf Julke

Ein großer Wurf wird das neue, seit zwei Wochen diskutierte Schulgesetz für Sachsen nicht. Ein paar kosmetische Änderungen, ein paar Zugeständnisse bei der Mitbestimmung, das war's eigentlich. Die Anhörung hat gerade begonnen. Einen Bürgerdialog gibt es am 29. Februar auch in der Anton-Philipp-Reclam-Schule in Leipzig. Aber was sagen eigentlich die Bildungspolitiker dazu? Anmelden und weiterlesen.

Grenzgänger zwischen Kunst und Wissenschaft

Im September entdeckt Leipzigs Bildermuseum einen begabten Leipziger Kunsthistoriker wieder

Foto: Museum der bildenden Künste Leipzig

Manchmal suchen Museen aus ihren Beständen auch Dinge hervor, die etwas mit ihrer eigenen Geschichte zu tun haben. Mit ihrer ganz frühen Geschichte, als alles noch in den Kinderschuhen steckte und ein gewisser Albert von Zahn Kustos am Haus war. Wer? Selbst Dr. Marcus Andrew Hurttig lässt gern beiläufig fallen: "Den kennt sowieso kein Mensch." Anmelden und weiterlesen.

Vorsichtige Hoffnung nach Bericht der Imboden-Kommission

Wie geht’s jetzt weiter mit der Exzellenz-Förderung an sächsischen Hochschulen?

Foto: Matthias Weidemann

Wenn schon Exzellenz, dann schon bitte dauerhaft. Nicht dieses Rein, Raus, wie es typisch ist für deutsche Förderpraxis. Eine internationale Expertenkommission unter Leitung von Prof. Dieter Imboden hat am Freitag, 29. Januar, in Berlin den Evaluationsbericht zur Exzellenzinitiative des Bundes vorgestellt. Und zumindest in der sächsischen Regierungskoalition findet man die Vorschläge richtig. Könnte ja auch Sachsen helfen, wenn's weiter geht. Anmelden und weiterlesen.

Fakten, ein bisschen Geschichte und die politisch verweigerte Integration

Wie Sachsen tatsächlich mit Muslimen und Asylsuchenden umgeht

Foto: Ralf Julke

Es ist das richtige Buch zur richtigen Zeit. Es ist ja auch in der Zeit entstanden. In Dresden spazieren die grimmigen Islamfeinde, malen nun seit über einem Jahr das Schreckgespenst einer Islamisierung in die Welt. Und das just in der Ecke Deutschlands, in der die allerwenigsten Muslime leben. Auf ganz Sachsen hochgerechnet machen sie 0,6 Prozent der Bevölkerung aus. Und die meisten davon leben in Leipzig. Anmelden und weiterlesen.

Mit den Architekten durchs ganze Haus

Das Buch für alle, die die neue Schönheit der Kongresshalle Leipzig entdecken wollen

Foto: Ralf Julke

Das gibt es eher selten: Ein ganzes Buch zu einem spektakulären Bauprojekt. Zu spektakulären Bauten gibt es immer wieder welche. Auch Leipziger Bauwerke bekommen immer wieder eigene Bücher. Und auch die Kongresshalle hatte schon eins: 2011 arbeiteten Mustafa Haikal und Thomas Nabert die Geschichte des Gesellschaftshauses am Zoo auf. Doch seitdem ging ja die Modernisierung erst so richtig los. Anmelden und weiterlesen.

Wenn Ökonomie-Denken die Hochschulen verschlingt

Eine kleine Leipziger Studie entlarvt die deutsche Exzellenz-Initiative als ökonomische Schaumschlägerei

Foto: Ralf Julke

Eigentlich wollten die Mitarbeiter des Instituts für Empirische Wirtschaftsforschung der Universität Leipzig nur mal ausrechnen, was so aus Ökonomen-Sicht eigentlich herausgekommen ist bei den Elite- und Exzellenz-Initiativen an deutschen Hochschulen. Die hätten doch eigentlich besser - heißt: effizienter - werden müssen. Aber das Ergebnis ist ernüchternd: Effizienzgewinne gleich Null. Anmelden und weiterlesen.

MDR-Rundfunkstaatsvertrag

Rundfunkrat des MDR soll künftig öffentlich tagen, aber mit der ausgewogenen Besetzung wird’s wohl nichts

Foto: Matthias Weidemann

Manchmal muss es gar keine extra Anfrage sein, die den im Landtag vertretenen Parteien Einblick gibt in das, was die Staatsregierung gerade so treibt. Manchmal zwingt auch ein simpler Antrag dazu, dass die Regierung Farbe bekennen muss. So geschehen mit einem Antrag der Linksfraktion, die dem stockenden Verfahren zum neuen MDR-Staatsvertrag mal ein bisschen Dampf machen wollte. Anmelden und weiterlesen.

Falsche Wirtschaftstheorien führen zu falschen Heilsversprechen

Entmachtet die Ökonomen! Teil 2 der Buchbesprechung

Foto: Ralf Julke

Was der Club of Rome 1972 angemahnt hat, gilt bis heute: Unsere Erde ist endlich. Wenn wir alle Ressourcen aufgebraucht haben, ist Schluss mit allem. Nicht nur mit unseren Träumen vom ewigen Wachstum. Dann geht nichts mehr. Frank Niessen beleuchtet in seinem Buch diese Grenzen noch einmal und rechnet vorsichtig auch aus, was eigentlich passieren müsste, damit die Armut auf Erden endlich beseitigt wird und das Verpulvern unserer Ressourcen aufhört. Anmelden und weiterlesen.

Wenn Wirtschaftswissenschaftler keine Lösung mehr für Wirtschaftskrisen bieten

Entmachtet die Ökonomen! Teil 1 der Buchbesprechung

Foto: Ralf Julke

Das Buch ist überfällig. Und es ergänzt ein mittlerweile schon recht breites Programm von Büchern im Tectum Verlag, die sich mit der Kritik an der aktuellen Art, Wirtschaft zu denken, beschäftigen. Die Frage, die Frank Niessen beschäftigt hat, dürfte Vielen vertraut sein: Warum haben die Ökonomen der westlichen Welt die großen Krisen der letzten Zeit nicht vorhergesehen? Und: Warum haben sie eigentlich keine Lösungen dafür? Anmelden und weiterlesen.

Ein Live-Talk zum Wundern

Legida im Selbstgespräch: Inzestuöse Debatten ohne Erkenntnis

Foto: L-IZ.de

Statt sich montäglich auf der Straße zu verlaufen, ist Legida nun endgültig zur Agitation via selbstgebastelter Medienpräsenz übergegangen. Man säße im Keller eines bekannten Senders in Leipzig, so Markus Johnke, ein mutiger Mensch hätte ihnen den Schlüssel gegeben. Zum Start eines bemerkenswerten Gesprächsformates, welches Legida am heutigen Montag via Livestream auf Youtube etwa 130 Interessierten anbot, hatte maßgeblich Johnke gerufen. Man sprach quasi mit sich selbst, nachdem andere in Leipzig den Disput auf großer Bühne ausgeschlagen hatten. Anmelden und weiterlesen.

Die "Flüchtlingskrise" und der Schulterschluss zwischen Erzkonserativen und Neonazis

Jürgen Roths „Der tiefe Staat“, Teil 2 der Besprechung

Foto: Ralf Julke

In Sachsen hat man sich seit einigen Jahren dran gewöhnt, dass eigentlich keine Woche vergeht, in der es nicht irgendeine staatliche oder politische Drohgebärde gegen Linke oder gleich gar Linksextremisten gibt. Sachsens Regierung betreibt ja die Gleichsetzung von Rechts- und Linksextremismus geradezu exzessiv. Und einige politische Akteure haben schon frühzeitig nicht nur ihr Verständnis, sondern ihre Akzeptanz für fremdenfeindliche Bewegungen wie Pegida, Legida oder AfD bekundet. Anmelden und weiterlesen.

Wie Deutschlands Eliten die Demokratie Stück für Stück aushöhlen

Jürgen Roths „Der tiefe Staat“, Teil 1 der Besprechung

Foto: Ralf Julke

Was haben Flüchtlingsdebatte, NSU, Pegida, Politikverdrossenheit, Bildungsversagen und zunehmendes Misstrauen in die politischen Eliten miteinander zu tun? Eine Menge. Wer eines der komprimierten Mafia-Bücher von Jürgen Roth erwartet, wenn er sein neues Buch mit dem Titel "Der tiefe Staat" in die Hand nimmt, wird staunen. Es gibt viel heftigere Gründe, richtig besorgt zu sein. Anmelden und weiterlesen.

Weiterhin Wackelbilder aus dem Rathaus

Der Stadtrat tagt: Der Livestream aus der Ratsversammlung bleibt + Audio

Foto: L-IZ.de

Seit etwa zwei Jahren mittlerweile überträgt die L-IZ Livebilder aus jeder Ratsversammlung im Neuen Rathaus. Anfangs im Alleingang, dann im Auftrag der Stadt Leipzig. Immer jedoch zu einer Zeit, zu der die meisten Bürger arbeiten müssen. Was läge also näher, die Bilder nach der Livesession noch eine Weile im Netz stehen zu lassen, damit sich weitere Bürger auch nach der Sitzung über die Themen der Stadträte informieren können. In der heutigen Sitzung wurde nun entschieden, wie es weitergehen soll mit dem Livestream. Anmelden und weiterlesen.