Artikel aus der Rubrik Bildung

Diskriminierung als gesellschaftlicher Tatbestand

Das neue Heft “Leipziger Zustände” bilanziert diesmal auch AfD, Legida und Co.

Foto: Ralf Julke

Alle zwei Jahre erscheint so ein Heft "Leipziger Zustände" seit 2008. Mehr ist nicht drin. Auch wenn die Betreiber von ChronikLe.org zusammen mit der RAA Sachsen gern öfter so ein Heft vorlegen würden, das eben nicht nur eine Zustandsbeschreibung ist. Das geht auf der Website viel besser. Tatsächlich ist es jedes Mal der Versuch, ein Stück gesellschaftliche Wirklichkeit zu analysieren. Derzeit noch ohne Hoffnung auf Besserung. Weiterlesen.

Ein Hoch aufs mathematische Denken

EAGLE-Starthilfe “Grundbegriffe der Mathematik” gibt’s jetzt in der 2. Auflage

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Manchmal wünscht man sich Bücher einfach ein bisschen anders. Zum Beispiel mit festem Einband und im Pocketformat, damit man sie einfach auch mal mitnehmen kann auf die grüne Wiese oder ins Café. So wird es bestimmt auch vielen Studienanfängern gehen, die sich mit dieser "EAGLE-Starthilfe" in die Grundlagen der Mathematik stürzen wollen. Anmelden und weiterlesen.

Die Heimatlosigkeit der modernen Zeiten

Franz Hodjaks Schelmengeschichten: “Das Ende wird Nabucco heißen”

Foto: Ralf Julke

Am Ende werden es lauter kleine engagierte Verlage sein, die sich überhaupt noch darum kümmern, dass die Weltliteratur den Weg in den deutschen Sprachraum findet. Die Zeit, dass sich die namhaften großen Verlage diese Mühe machten, ist vorbei. Dort schaut man nur noch auf Verkaufszahlen. In Leipzig beim Leipziger Literaturverlag ist Franz Hodjak schon mit dem Band "Was wäre schon ein Unglück ohne Worte". Anmelden und weiterlesen.

Das Begleitbuch zur Ausstellung

Die Leipziger Fotografin Bertha Wehnert-Beckmann und das posierende Bürgertum der Gründerzeit

Foto: Ralf Julke

Alles weiß man nicht, ganze Berge von Fragen sind offen zum Leben von Bertha Wehnert-Beckmann, die am 25. Januar 1815 geboren wurde und die seit Sonntag auch die ihr gebührende Ausstellung zum 200. Geburtstag im Stadtgeschichtlichen Museum hat. Und den zugehörigen Begleitband, in dem 100 ihrer Fotos ganzseitig zu finden sind. Und sieben Texte, in denen die Autoren verscuhen, sich dem großen Rätsel zu nähern: Wer war, verflixt noch mal, diese Frau? Anmelden und weiterlesen.

Dichtung unterm ewigen Himmel

108 faszinierende Gedichte aus den Weiten der Mongolei

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Mongolische Dichtkunst ist auf dem deutschen Buchmarkt kaum präsent. Es geht dem 3-Millionen-Einwohnerland da nicht besser als so vielen anderen Nationen, deren Sprache es schwer hat, per Übersetzung in deutsche Buchhandlungen zu gelangen. Dabei ist es auch heute noch das stolze Volk der Nachfahren Tschingis Chaans: ein Volk der Reiter, Hirten, Nomaden. Zumindest in der Lyrik. Denn wie man vom Kirgisen Tschingis Aitmatow weiß: Der Tag zieht den Jahrhundertweg ... Anmelden und weiterlesen.

Bedrohte Studiengänge

Nach der Pharmazie hofft auch Leipzigs Archäologie auf eine Zukunft

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Der 21. Januar 2014 dürfe gut und gern als „Schicksalstag“ für das Leipziger Institut für Klassische Archäologie bezeichnet werden. Jetzt ein Jahr später, hat sich der Fachschaftsrat Archäologie noch einmal zusammengesetzt, um das Jahr der Proteste Revue passieren zu lassen und gleichzeitig nach vorn zu sehen. Sieht ja nicht ganz finster aus am Horizont. Weiterlesen.

1.000 Jahre Stadtgeschichte

Leipzig im Buch – Die kunterbunte Geschichte von Klein-Paris in einem reich bebilderten Geschichten-Buch

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So ein 1.000-jähriges ist immer ein guter Anlass, noch einmal alles in ein Buch zu packen. Oder drei, wie es Peter Schwarz in "Das tausendjährige Leipzig" macht (wovon mittlerweile zwei dicke Bände vorliegen). Aber passt so eine 1.000 Jahre lange Stadtgeschichte auch in ein einzelnes Buch? Das auch nicht ganz so dick ist und das trotzdem in unterhaltsamer Weise das Wichtigste beinhaltet? Klaro, dachte sich der Stadtentdecker und Schriftsteller Sebastian Ringel. Anmelden und weiterlesen.

Aphorismen aus Leipzig

Neues Denkfutter von Sascha Heße: Grenlofrei Zenseheit

Foto: Ralf Julke

Sascha Heße ist Komponist, Philosoph, Literatur- und Kulturwissenschaftler. Er lebt als Musiker, Schriftsteller und - achja - Aphoristiker in Leipzig. Ist ja auch eine Stadt, die zu zugespitzten Worten geradezu herausfordert. Da muss nicht einmal der Haufen der Selbstgerechten demonstrierten, als hätte er gerade die Welt erfunden. "Viele kommen nie zur Vernunft, weil sie immer nur warten, dass die Vernunft zu ihnen kommt." Schreibt Heße. Anmelden und weiterlesen.

Spurenlese in Leipzigs Musikgeschichte

Die Leipziger Singakademie und ihre erstaunlich präsentablen Anfänge

Foto: Ralf Julke

Leipzigs Geschichtserzählung ist ein Flickenteppich, in dem es manchmal bunt durcheinander geht. Gut belegte Geschichten stehen neben Mythen und echten Stadtführer-Legenden, Fakten neben vagen Konstruktionen, Mutmaßungen neben Kapiteln, deren Fakten mal vor 100 Jahren zusammengetragen wurden. So eine Geschichte ist die Geschichte der Leipziger Singakademie. Nie gehört? Kann vorkommen. Auch Leipziger legendäre Institutionen gehen dann und wann mal unter. Anmelden und weiterlesen.

Gedankenschutt und Traumklamauk

Wie der Dichter Wilhelm Klemm eine Inskriptionen-Anthologie inspirierte

Foto: Ralf Julke

Was passiert, wenn man sie loslässt, die Dichterinnen und Dichter? Immerhin ein exotisches Völkchen mit einem speziellen Beruf, der so gar nicht in unsere Zeit passt, diese oberflächliche, eilige, flache. Gibt es sie noch? Es gibt sie. Zu finden im Grunde tagtäglich auf einem Blog im Windschatten des Leipziger Literaturverlages, der regelrecht einlädt zum poetischen Dialog. Und einmal im Jahr wird eine Anthologie daraus. Anmelden und weiterlesen.

Zwischenlösung

Uni Leipzig darf noch einmal für Studiengang Pharmazie immatrikulieren

Foto: Ralf Julke

Es waren die ersten, die mit Trillerpfeifen und Transparenten protestierten gegen die beabsichtigte Schließung ihres Studienganges: die Leipziger Pharmazie-Studierenden. Sie blieben nicht die letzten. Bis zur Landtagswahl wurde der Stellenabbau an Sachsens Hochschulen munter weiter forciert. Doch mit dem Koalitionsvertrag zwischen CDU und SPD ist erst einmal die Bremse drin. Und am Montag, 19. Januar, konnte die Universität Leipzig erst mal verkünden: Es werden weiter Pharmazie-Studierende immatrikuliert. Anmelden und weiterlesen.

SPD und Linke sind sich einig

Musikschule Leipzig Johann-Sebastian-Bach: Mehr Nachfrage bedeutet mehr Zuschuss

Foto: Ralf Julke

Leipzig ist Musikstadt. Und das nicht nur, weil die Stadt ihre großen Musikhäuser mit Millionen päppelt, sondern auch, weil die Leipziger selbst Musik lieben. Nicht nur aus der Konserve, sondern auch selbstgemacht. Die Musikschule Johann Sebastian Bach erfreut sich hoher Nachfrage. Und kann den Bedarf gar nicht mehr abfangen. 1.000 Namen stehen mittlerweile auf der Warteliste. Nur in einem unterscheiden sich SPD und Linke: in der Vorstellung, wie viel Geld sie in die Ausweitung des Angebots stecken möchten. Anmelden und weiterlesen.

Doppelhaushalt 2015/2016

31. Grundschule in Probstheida: Container marode – Schulneubau überfällig

Foto: Ralf Julke

Leipzig, Deine Schulen. Das ist ein Dauerthema. Und zwar nicht erst seit zehn Jahren, seit die steigenden Geburtenzahlen auch den Bedarf an neuen Schulen erzeugen. Für die Bewohner Probstheidas ist das schon seit 1998 ein Thema. Da wurde kurzerhand - weil gerade das neue Wohngebiet Sonnenpark aus dem Ackerboden gestampft wurde - eine Grundschule hingeklatscht: die 31. Grundschule. In "Leichtbauweise", wie es im Amtsdeutsch heißt. Anmelden und weiterlesen.

Land und Böden werden knapper

Bodenatlas 2015: Der deutsche Fleischverbrauch entzieht anderen Völkern die Nahrungsgrundlage

Cover: Böll Stiftung

Es ist den Wenigsten bewusst, dass die Bundesrepublik - genauso wie andere Staaten der EU - ihren Nahrungsbedarf nicht mit den eigenen landwirtschaftlichen Ressourcen deckt. Viele Produkte werden aus aller Welt importiert. Und gleichzeitig geht immer mehr wertvolles Ackerland in Deutschland verloren, weil es überbaut wird, überdüngt oder vom Winde verweht. Am 8. Januar stellte die Böll-Stiftung den "Bodenatlas 2015" vor, der zeigt, wie viel Schindluder mit einer der wertvollsten Ressource der Erde getrieben wird. Anmelden und weiterlesen.

Kampf um Fortsetzung des Projekts

Nachbarschaftsschule Leipzig: Stadt kann die Schule nicht übernehmen

Foto: Gernot Borriss

Die Grünen waren es, die im Sommer die Übernahme der Nachbarschaftsschule in Lindenau in die Trägerschaft der Stadt Leipzig beantragt hatten, nachdem die Pläne der Landesregierung das freie Schulprojekt bedrohten. Die Stadt freilich kann keine Schule in freier Trägerschaft betreiben. Geht nicht, teilte das Sächsische Staatsministerium für Kultus (SMK) per Schreiben vom 29. Oktober 2014 der Leipziger Stadtverwaltung mit. Anmelden und weiterlesen.

Studie des Leipziger UFZ

Grenzen des Wachstums: Bei einigen Ressourcen sind sie längst erreicht

Es war der "Club of Rome", der das Schlagwort Grenzen des Wachstums auf die Tagesordnung setzte. Seitdem wurde über einige Wachstumsgrenzen viel debattiert - bei Rohstoffen etwa. Aber dass es auch viele als selbstverständlich empfundene Ressourcen gibt, deren Belastbarkeit die Menschheit schon völlig ausreizt, das macht jetzt eine Studie klar, an der auch Forscher des Leipziger Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) beteiligt waren. Weiterlesen.

Überraschendes Ergebnis

Flut 2013 – Artenreiches Grasland wächst nach Flutkatastrophen besser als artenarmes

Foto: iDiV

Im Deutschen Zentrum für Biodiversitätsforschung (iDiV) sind eine ganze Reihe Institute und Projekte aus dem mitteldeutschen Raum gebündelt. Eines davon ist ein ökologischer Freilandversuch an der Saale. Der wurde 2013 vom Hochwasser überschwemmt. Für die Forscher ein wissenschaftlicher Glücksfall. Den solche Extremereignisse können sie nicht simulieren. Und gelernt haben sie auch was draus. Weiterlesen.

Bibliothekarisches Neuland: HTWK Leipzig geht mit ALMA in die Cloud

Die Hochschulbibliothek der HTWK Leipzig führt als erste Bibliothek in Deutschland das Bibliotheksmanagementsystem ALMA ein. Das Besondere daran: Es ist vollständig cloudbasiert und bietet erstmals die Verwaltung verschiedener Medien wie Bücher, Onlineressourcen und Datenträger aus einer Hand. Die Systemumstellung wurde am Montag, 12. Januar, abgeschlossen. Der neue Katalog "Kapri" steht somit ab sofort allen Nutzern und Nutzerinnen zur Verfügung. Anmelden und weiterlesen.

Noch ein bisschen Advent auf der L-IZ: Erst Ausgrenzung schafft den Nährboden für Extreme

Weiter geht's im Advent auf der L-IZ. Und zwar mit einer Frage, die uns von breitbrüstigen Kommentatoren immer wieder um die Ohren gehauen wird so nach dem Motto: "Dürft ihr nicht!" - Die Frage lautet: Dürfen Journalisten parteiisch sein? - Die Antwort lautet ganz einfach: Sie dürfen nicht nur, sie müssen. Der Journalismus ist nun einmal ein Kind der Aufklärung. Und das Anliegen seiner besten Vertreter war immer, im Namen der Wahrheit parteiisch zu sein. Anmelden und weiterlesen.

250 Jahre retour: Woher kommt denn eigentlich dieser Schlingel, der Journalist?

Wann wurde eigentlich der Journalist erfunden? War er immer schon da und hat sich nur verkleidet? Man kommt ja so ins Nachdenken im Advent. Wenn man Wikipedia glaubt, gab es sogar Präjournalisten. Also Journalisten vor der Geburt der eigentlichen Spezies. Der eigentliche Berufsstand ist ein echtes Kind der Aufklärung, der französischen natürlich. Steckt ja auch im Namen: der Jour und das Journal. Anmelden und weiterlesen.