Beiträge von Ralf Julke

Radfahrer auf einem Weg im südlichen Auenwald. Foto: Ralf Julke
Wirtschaft·Mobilität

Gerade die jungen Leipziger sind die Tempomacher in Sachen Radverkehr

Ist das Fahrrad tatsächlich das Leipziger Verkehrsmittel der Zukunft? Alles deutet darauf hin. 2014 ist der Anteil der Leipziger, die das Fahrrad täglich bzw. mehrmals in der Woche nutzen, von 30 auf 32 Prozent gestiegen. Und noch deutlicher ist der Trend bei den Erwerbstätigen: Fuhren von ihnen 2013 noch 30 Prozent fast täglich mit den Rad, waren es 2014 bereits 33 Prozent. Besonders häufig wählen jüngere Leipziger das Rad als Hauptverkehrsmittel.

Eine (kleinere) Gleisinstandsetzung in der Georg-Schumann-Straße 2014. Foto: Ralf Julke
Politik·Brennpunkt

Der einst geplante Komplettumbau der Georg-Schumann-Straße ist längst zum Abschnitts-Bauen geworden

Wenn die Stadtverwaltung schon nicht von selbst auf die Idee kommt, über eine wichtige Strategieänderung zu berichten, dann muss man mal nachfragen. Das tat dann auch der Sprecher für Haushaltspolitik der Linksfraktion im Leipziger Stadtrat, Steffen Wehmann, nachdem im Juni mit Ach und Krach die Zustimmung zum Umbau der Georg-Schumann-Straße zwischen S-Bahnhof und Huygensplatz beschlossen worden war. Es gibt eine Menge Irritationen um die große Magistrale im Leipziger Nordosten.

Der Connewitzer Polizeiposten erweist sich trotz Protesten als Erfolg. Foto: Alexander Böhm
Leben·Fälle & Unfälle

Wie Deutschlands Schlapphüte beim Kaffeeklatsch den „Linksextremismus“ aufblasen

Es ist nicht nur der sächsische Verfassungsschutz, der sich die Welt zurechtberichtet, wie es ins Links-Rechts-Schema der aktuellen Regierung gerade passt. Die Bundesregierung agiert nicht anders, wie nun die Bundestagsabgeordnete der Grünen, Monika Lazar, nach einer Kleinen Anfrage mal wieder erfahren durfte. Die Sprecherin für Strategien gegen Rechtsextremismus der Grünen-Bundestagsfraktion hatte der Regierung zwei Fragen gestellt.

Vielleicht bekommt Leipzigs Klimaschutzpolitik jetzt endlich Kontur. Foto: Ralf Julke
Politik·Leipzig

Leipzigs Klimaschutzmanager-Stelle soll endlich besetzt werden

So richtig grün werden sich die Leipziger Grünen und der Umweltbürgermeister der Linken nicht mehr. Zu viele Baustellen im Klima- und Umweltschutz sind offen, Berichte kommen um Jahre zu spät, manche großmutigen Projekte werden in aller Stille vergeigt. Aber nun gibt es - nach zwei Jahren endlich - einen Klimamanager für Leipzig. Die Grünen haben die entsprechende Stellenanzeige auf der Website der Stadt gefunden.

Noch ohne 320 Motorboote: Zwenkauer See mit Hafenpanorama. Foto: Ralf Julke
Politik·Region

Motorboote haben auf dem Zwenkauer See Vorrang vor Naturschutz

So schnell kann es gehen, und die ganze Szenerie der scheinbaren Einigkeit im Leipziger Neuseenland entpuppt sich als Kulisse. Mit einem Schulterzucken hat die Stadt Zwenkau den vom Landkreis Leipzig und dem Leipziger Ökolöwen ausgehandelten Kompromiss zur Mastergenehmigung für 320 Motorboote auf dem Zwenkauer See abgelehnt. Und der "Charta-Prozess"?

Claus Uhlrich: Die Toten mahnen. Foto: Ralf Julke
Bildung·Bücher

Claus Uhlrich auf der Spur der Leipziger Sieger-, Krieger- und Opferdenkmale aus 150 Jahren

Claus Uhlrich ist der Denkmal-Spezialist von Leipzig. Er hat schon mehrere Bücher zu existierenden, aber auch zu verschwundenen Leipziger Denkmälern veröffentlicht. Das Buch, das er jetzt vorgelegt hat, hätte auch schon gut ins Jahr 2014 gepasst: Als stiller Kommentar zum 100 Jahre zurückliegenden Beginn des 1. Weltkrieges. Denn die meisten "Kriegerdenkmale" in Leipzig sind den Toten des 1. Weltkrieges gewidmet.

LVB-Straßenbahn unterwegs am Augustusplatz. Foto: Ralf Julke
Wirtschaft·Mobilität

Selbst beim Weg zu Arbeit und Ausbildung steigen die Leipziger seltener in Bus und Straßenbahn

So richtig wissen die Leipziger selbst nicht, wann sie wo und wie unterwegs sind, oder? Ist natürlich eine Unterstellung, denn natürlich sind die Zahlen, die die Leipziger Statistiker jährlich in der Bürgerumfrage sammeln, immer nur Ausschnitte. Jedes Mal wird eine andere Gruppe von Leipzigern erwischt. Das gibt zum Teil überraschende Einsichten. Zum Beispiel zum "Modal Split".

Nur wenn sich die Stadt die nötigen Flächen sichert, kann sie auch rechtzeitig losbauen - wie hier bei der neuen Kästnerschule in Gohlis. Foto: Marko Hofmann
Politik·Leipzig

Der Paradigmenwechsel in der Leipziger Liegenschaftspolitik muss jetzt beginnen

Diesen Stadtratsbeschluss am Mittwoch, 8. Juli, können sich mehrere Fraktionen und die Verwaltung ins Poesiealbum heften. Es wird eine neue Liegenschaftspolitik in der Stadt Leipzig geben. Der Beschluss war überfällig. Selbst die Spatzen pfeifen es von den Dächern, dass Leipzig eine wachsende Stadt ist und der Liegenschaftsbesitz der Stadt wertvoll ist. Da kann man nicht einfach nur verkaufen, wie's passt.

Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit? - Tobias Hollitzer, Volker Bremer und Burkhard Jung vor der Leuchtwand fürs Lichtfest. Foto: Ralf Julke
Leben·Gesellschaft

Leipzig lädt auch am 9. Oktober 2015 wieder zum Lichtfest mit Kerzen, Erinnerungen und antikem Chor

Leipzigs Lichtfest ist berühmt. In Israel, in Stuttgart, in Karlsruhe - selbst im durch sein Lichterfest bekannten Lyon schaut man mit Hochachtung nach Leipzig. Zumindest auf das, was Jürgen Meier hier seit acht Jahren anstellt. Er ist der künstlerische Kopf hinter dem, was seitdem am 9. Oktober in Leipzigs Innenstadt passiert. Er besorgt - wenn es mal wieder wie 2009 und 2014 um den Ring geht - die Installations-Künstler, Performance-Artisten und Musiker.

Leipzigs Modal Split für 2013: Pkw, Bahn und Bus haben verloren, Rad und Fußverkehr haben zugelegt. Grafik: Stadt Leipzig
Wirtschaft·Mobilität

Neue „Modal Split“-Zahlen für Leipzig 2013 zeigen den Anteil von Bus und Bahn im Sinkflug

Da haben sie nun eifrig gefochten und diskutiert zum Jahreswechsel 2014 /2015 - die Leipziger Ratsfraktionen, als es um den neuen Stadtentwicklungsplan Verkehr ging. Am "Modal Split" haben sie sich regelrecht wund gerieben. Ein Streit, der so hätte auch gar nicht stattfinden müssen, hätte Leipzig schon neue Zahlen gehabt. "Modal Split" - das ist die Verteilung der verschiedenen Verkehrsarten an den Wegen der Leipziger.

Ein Lastenrad schafft was - wie hier mit Fahrer Alexander John bei einer Critical Mass in Leipzig. Foto: Ralf Julke
Politik·Engagement

Leipziger können mit Crowdfunding helfen, das Leipziger Kinderbüro mobiler zu machen

Wie fängt eigentlich umweltgerechte Mobilität an? Doch eigentlich immer mit dem eigenen Verhalten. So sieht das auch der Leipziger Kinderschutzbund, der seine Aktionen im Leipziger Stadtgebiet künftig nicht mehr mit dem Auto absichern möchte, sondern mit einem Lastenfahrrad. Unter dem Motto „Wer braucht schon Dienstautos, wenn er ein ganzes Lastenfahrrad haben kann?!“ möchte der Leipziger Kinderschutzbund ein ebensolches erwerben. Und die Leipziger können helfen dabei.

Das Vattenfall-Kraftwerk Jänschwalde. Foto: Vattenfall / Uwe Dobrig
Wirtschaft·Metropolregion

Energieminister aus Sachsen und Brandenburg verwahren sich gegen die klaren Worte der Umweltministerin

So richtig wollen sie es nicht wahrhaben: Das Kohlezeitalter geht zu Ende. Daran hat auch der in der vergangenen Woche zwischen Angela Merkel, Sigmar Gabriel, Horst Seehofer und Peter Altmaier ausgehandelte Kompromiss und der Verzicht auf die "Klima-Abgabe" nichts geändert. Auch nicht an dem Zeitraum, in dem die Kohlekraftwerke vom Netz gehen müssen. Trotzdem gab's in Potsdam und Dresden einen Aufschrei, als die Bundesumweltministerin die Zahlen nannte.

Zugang zum Agra-Messepark. Foto: Ralf Julke
Politik·Brennpunkt

Öffnet den Leipzigern endlich den Weg in den agra-Park!

Entweder sitzt am anderen Ende ein Sachbearbeiter am Hebel, der immer wieder versucht, die alten Ideen zur Zukunft des agra-Parks in immer neuem Aufguss an die Stadträte zu verkaufen, oder das Thema agra-Park ist eigentlich ein Test, der heimlich im Pongoland des Zoos durchgeführt wird. Auch der dritte Versuch der Leipziger Stadtverwaltung, den Stadträten ihre alten Ideen unterzujubeln, ist gescheitert.

Botanischer Garten der Universität Leipzig. Foto: Ralf Julke
Bildung·Forschung

Beziehungspfad des Botanischen Gartens lädt seit dem 8. Juli zum Besuch ein

Die Menschheit wird es vielleicht noch lernen - auf die harte und dumme Tour. In den Kreisläufen der Erde hängt alles voneinander ab. Tiere sind von Pflanzen abhängig, Pflanzen vom Vorkommen bestimmter Tiere. Und ein wenig davon macht der Botanische Garten der Universität Leipzig sichtbar. Auf einem neuem Pfad: dem Beziehungspfad. Bisher bot der informative Garten schon einen Wasserpfad.

Das Terminal der 1. Leipziger Mobilitätsstation wird in der Markgrafenstraße enthüllt. Foto: Ralf Julke
Wirtschaft·Mobilität

Ab 1. August sollen in Leipzig 25 Mobilitätsstationen das Buchen von Rad, Auto und ÖPNV bündeln

Lange wurde geredet, diskutiert, beantragt. Am Ende gab sogar der Stadtrat ein jauchzendes Ok. Und dann war nur noch die Frage: Wie schnell werden die Leipziger Verkehrsbetriebe sein, das Projekt "Mobilitätsstationen" in die Praxis umzusetzen? Immerhin auch für die LVB Neuland. Am Mittwoch, 8. Juli, wurde zur Mittagsstunde mit Humtata die erste Leipziger Mobilitätsstation enthüllt. Die Idee beschäftigt die Stadtgesellschaft schon seit ein paar Jahren.

Median-Heft Sommer 2015: Läuft. Foto: Ralf Julke
Bildung·Medien

Neues „Median“-Heft beschäftigt sich mit Chancen und Problemen der Mobilität in Mitteldeutschland

Das passte dann schon mal: Die Metropolregion Mitteldeutschland legt ein neues "Median"-Heft unter dem Titel "Läuft." vor - und gar nichts läuft. Die Post streikt erst mal und das Heft ist länger als eine Woche unterwegs. Zum Glück veraltet das Thema nicht so schnell. Im Gegenteil: Die ganze Region sitzt in den Startlöchern. Oder grübelt noch, wie man starten könnte. Oder denkt sich Blaupausen aus für eine Zeit, in der Politiker anders ticken.

Neue Attraktion in der Ausstellung "1015. Leipzig von Anfang an": Modell der "urbs libzi" um 1015. Foto: Ralf Julke
Bildung·Zeitreise

Schüler der August-Bebel-Grundschule haben das alte Leipzig von 1015 im Maßstab 1:500 aufgebaut

Vielleicht sollten ja doch einige Autoren und Stadtbilderklärer dieser Tage die Ausstellung zur 1.000-jährigen Geschichte der Stadt Leipzig besuchen und etwas genauer hinschauen. So einige der wilden Erzählungen aus den vergangenen 100 Jahren werden dort stillschweigend, nebenbei oder auch sehr publikumswirksam korrigiert. Dazu gehört jetzt auch die Fleißarbeit von acht Jungen aus der August-Bebel-Grundschule.

Bild von einem Anti-Atom-Flash von 2011: Die Sache mit dem Atommüll haben auch die Briten noch nicht gelöst. Foto: Ralf Julke
Wirtschaft·Metropolregion

Leipzigs Grüne beantragen Beitritt zum Klageverfahren gegen Hinkley Point C

Wahrscheinlich werden die 2010er Jahre in die Geschichte eingehen als die Jahre der großen Egoismen. Wirtschaftsbosse, Finanzer und Regierungsvertreter demonstrieren noch einmal bei jedem einzelnen Thema, was nationaler Egoismus bedeutet und wie viel Geld der Bürger man damit zum Fenster hinausblasen kann. Sinnloserweise, wie bei den 20 Milliarden Euro, die die Briten in Hinkley Point versenken wollen.

Fährt im Sommer nicht durch die Eisenbahnstraße: Linie 8. Foto: Ralf Julke
Wirtschaft·Mobilität

Große Umleitung für die Eisenbahnstraße und eine kleine Sperrung für die Georg-Schwarz-Straße

Die Ferien kommen. Da müssen die Leipziger umlernen. Dann ändern gleich mehrere Straßenbahnen ihre Routen, weil Baustellen aufploppen oder schon existierende Baustellen - wie in der "KarLi" - in ihre heiße Phase gehen. Dabei ist die Linie 7 sogar erst recht spät dran - am 9. August. Vorher erschüttern noch ganz andere Baustellen die Selbstgewissheit der Fahrgäste. Der Bau der neuen Gleise und der neuen behindertengerechten Haltestelle in Dölitz fällt mit in das sechswöchige Umleitungsregime im Umfeld der "KarLi"-Baustelle.

Brücke in der Tauchaer Straße im April: Fahrbahnen rechts und links - in der Mitte werden jetzt die Gleise montiert. Foto: Ralf Julke
Politik·Brennpunkt

Auf der Parthebrücke zwischen Mockau und Thekla werden vom 13. bis 17. Juli die Straßenbahngleise montiert

Wie heißt das Ding denn nun: Parthebrücke oder Tauchaer Brücke? Das Ding heißt gar nicht. In den Akten der Stadt Leipzig steht es als "Brücke Tauchaer Straße". Eigentlich müsste noch eine Nr. 3 dahinter. Es ist die dritte an dieser Stelle, die jetzt fertig wird. Die Betonplatte liegt schon länger. Aber jetzt werden auch noch die Gleise der Straßenbahn ordentlich montiert. Das soll ab der nächsten Woche passieren, teilen die Leipziger Verkehrsbetriebe mit.

Besondere Hörgenüsse bereiten Flugzeuge, die in geringer Höhe übers Leipziger Stadtgebiet lustwandeln. Foto: Ralf Julke
Politik·Leipzig

Leipzigs Verwaltung hängt mit Bericht zum Lärmaktionsplan schon zwei Jahre hinterher

Und hoch lebe die Schnecke, das erkorene Wappentier der Leipziger Verwaltung. Die versucht - wie OBM Burkhard Jung immer wieder gern beteuert - zwar gemächlich, aber gründlich und beharrlich ihre Aufgaben abzuarbeiten. Aber es verblüfft eben doch, dass gerade Projekte, die für die Lebensqualität in der Stadt besonders wichtig sind, dabei um Jahre verzögert werden. Auch der Lärmaktionsplan ist zwischenzeitlich auf der Strecke geblieben.

Neue Gehwegplatten für die Könneritzstraße. Foto: Marko Hofmann
Politik·Brennpunkt

Nachtarbeiten zum Umbau der Bauweichen in der Könneritzstraße am 11. und 12. Juli notwendig

Die zweite Großbaustelle, die Leipzig seit vergangenem Jahr in Atem hält, ist die Könneritzstraße. Sie ist nicht ganz so kompliziert wie die "KarLi", aber vor Überraschungen sind die Bauleute auch hier nicht gefeit. So wie im März, als man auf einen Abwasserkanal stieß, der in keiner Karte eingezeichnet war. Aber auf der "Kö" wird es in diesem Sommer nur eine kurze Totalsperrung geben - am nun kommenden Wochenende, am 11. / 12. Juli.

Bauabschnitt Peterssteinweg: Das westliche Gleis muss hier noch komplett verlegt werden. Foto: Ralf Julke
Politik·Brennpunkt

In der „KarLi“ werden im Sommer in einer Hauruckaktion alle Gleise komplettiert

Wenn noch keine Freisitze an der "KarLi" stünden, dann müsste man wohl welche hinstellen. Damit man gute Sicht auf die nun beginnenden Baumaßnahmen hat, denn jetzt geht es ins Finale. Die härtesten sechs Wochen im Umbau der Straße beginnen. Und zwar pünktlich mit den Sommerferien. Schwitzen müssen die Bauarbeiter, die in zwei Schichten arbeiten müssen. Denn am 23. August müssen sie mit dieser Herkules-Aufgabe fertig sein.

Hainbuchen-Setzling auf der Kompensationsfläche an der Koburger Straße. Foto: Ralf Julke
Politik·Leipzig

Wo der Leipziger Stadtwald wächst

Mühsam nährt sich nicht nur das Eichhörnchen. Mühsam ist auch die Waldvermehrung im Leipziger Stadtwald. Denn um einen Wald zu vermehren, braucht man Fläche. Und die ist schwer zu finden in einer Zeit, in der der Bodenverbrauch durch Versiegelung in Sachsen unvermindert weiter geht. Deshalb jubelt Leipzigs Verwaltung geradezu, wenn doch wieder ein paar Hektar dazu kommen.

Bildung hängt schon im frühen Alter direkt von der Finanzkraft der Eltern ab. Foto: Ralf Julke
Bildung·Leipzig bildet

Grüne fordern Maßnahmen für mehr Chancengerechtigkeit in Leipzigs Schulen

Was kann eigentlich eine Stadt wie Leipzig tun, wenn das für die Schulinhalte zuständige Bundesland knausert, sich verweigert und so tut, als könne man die zusätzlichen Aufgaben im frühen schulischen Bereich einfach ignorieren? Die enormen Quoten von Schulabgängern ohne Abschluss kommen ja nicht von ungefähr. Sie haben mit der ganz besonderen Struktur einer Stadt wie Leipzig zu tun.

Blick auf die heutige DDR-Planungs-Tristesse am Bayrischen Platz. Foto: Marko Hofmann
Politik·Brennpunkt

Wie sollen die Straßen rund um den Bayrischen Platz künftig aussehen?

Am heutigen Montag, 6. Juli, laden die Stadt und die LVB zu einer Informationsveranstaltung zum künftigen Umbau des Bayrischen Platzes ein. Die findet ab 19 Uhr in der Aula des Reclam-Gymnasiums (Tarostraße 4, Haupteingang gegenüber dem Parkplatz neben REWE) statt. Dabei geht es nicht nur um den Bayrischen Platz, sondern um ein ganzes Straßengeflecht von der Arthur-Hoffmann-Straße bis zur Grünewaldstraße.

Mittendrin und hoch über der Stadt: Besucher im Asisi-Panorama "Leipzig 1813". Foto: Ralf Julke
Kultur·Ausstellungen

Drei Grünen-Stadträte wollen Asisis 1813-Panorama dauerhaft neben dem Leipziger Völkerschlachtdenkmal platzieren

Da hat er aber was angestellt, dieser Yadegar Asisi, als er 2013 für Leipzig sein gewaltiges Panorama-Bild "Leipzig 1813" schuf. Mit genauem Blick für den historischen Moment hat er die Stadt mitten in den Kämpfen der Völkerschlacht auf 3.500 Quadratmeter erfasst. Der Blick vom Dach der Thomaskirche hat schon Hunderttausende Besucher fasziniert. Aber am 20. September soll erstmal Schluss sein.

Sperrung des Rundweges in Höhe der Bistumshöhe. Foto: LMBV
Politik·Region

LMBV bittet die ungeduldigen Leipziger um Geduld bis zum Herbst

Wirklich gerechnet hat auch die LMBV nicht damit, welche direkten Folgen die Rüttelstopfungen auf dem Gelände des künftigen Harthkanals zwischen Zwenkauer und Cospudener See haben würden. Doch im Juni kam es dabei zu Aufbrüchen und Wasseraustritten, in deren Gefolge die LMBV in Abstimmung mit dem Oberbergamt ein 300 Meter langes Teilstück des Rundweges am Cospudener See sperrte.

Aus der Vogelperspektive: Blick aufs Neue Rathaus. Foto: Ralf Julke
Politik·Leipzig

So kriegt Leipzig niemals den European Energy Award in Gold

Wenn man hübsche farbige Grafiken malt, dann lassen sich auch gesetzte Stadträte davon überzeugen, dass eine Sache paletti ist und Nachfragen gar nicht nötig sind. So war es wohl auch mit der Vorlage des Umweltdezernats zum "European Energy Award" in der Ratsversammlung im März. Da gab es auch eine hübsche Grafik, die zeigte, wie flott man seit 2011 vorangekommen war.

Blick über Leipzig Richtung Süden. Foto: Michael Freitag
Politik·Leipzig

Leipzig hat die Bewerbung um den European Energy Award ins Jahr 2016 verschoben – unter Vorbehalt

Manchmal kommen Dinge zusammen, und man wundert sich. Erst im März hat der Leipziger Stadtrat ohne große Diskussion akzeptiert, dass die Stadt im Jahr 2015 keine Chance hat, den "European Energy Award" in Gold zu bekommen. Von den benötigten zusätzlichen 50 Prozent der Punkte war Leipzig noch meilenweit entfernt. Und drei Monate später bekommt nun auch noch die EEA-Betreuung ein Loch.

Mittelinsel auf der Oberdorfstraße in Höhe Zuckelhäuser Straße. Foto: Ralf Julke
Politik·Brennpunkt

In der Oberdorfstraße in Stötteritz wird es kein generelles Tempo 30 geben

Überall im Leipziger Stadtgebiet gibt es die Konflikte, Diskussionen und Erwartungen zur Funktionsfähigkeit von Straßen. Während die einen auch schon mal fraktionsübergreifend fordern "Ja keine Hemmnisse für den schnellen Verkehr!", schreiben frustrierte Bürger Petitionen, um Straßen, auf denen mit Kind und Kegel nur ein gefährliches Überqueren möglich ist, mit Tempo-Beschränkungen zu belegen.

Kurz und knackig - aber welcher Paul ist gemeint? Montage: L-IZ
Politik·Brennpunkt

Einfach Paul ist zu wenig, findet die CDU-Fraktion

Das war dann schon ein bisschen mit Augenzwinkern gedacht, als der Ortschaftsrat Engelsdorf vorschlug, eine neue Straße am Jahnweg in Engelsdorf nach dem langjährigen Sommerfelder Pfarrer Johannes Rudolph Erhard Paul vorzuschlagen. Ein Vorschlag, der seither die Leipziger Verwaltung zum Verzweifeln bringt. Schon die erste Version des Vorschlags muss im Rathaus für Kopfstände gesorgt haben. Entsetzen vielleicht nicht.

Das Capa-Haus mit der Jahnallee (rechts) und dem Teilstück der Lützner Straße (links), das in Bowmanstraße umbenannt werden soll. Foto: Ralf Julke
Politik·Brennpunkt

Linksfraktion beantragt Umbenennung eines Teils der Lützner Straße gleich am Capa-Haus

Wenn das Capa-Haus fertig ist, dann wird's auch eine Gedenktafel bekommen, die an den Soldaten der 2. US-Infanterie-Division erinnert, der am 18. April beim Einmarsch der amerikanischen Armee in Leipzig von einem Heckenschützen erschossen wurde: Raymond J. Bowman. Er ist der Tote auf dem weltberühmten Foto von Robert Capa "Der letzte Tote des Krieges". Jahrzehntelang war der Mann auf dem Foto namenlos.

Dreidimensionales Computermodell des winzigen, aber komplexen Gehirns von Victoriapithecus. Foto: MPI für evolutionäre Anthropologie/ F. Spoor
Bildung·Forschung

Was das kleine Gehirn eines 15 Millionen Jahre alten Äffchens vom Victoriasee den Forschern verrät

Für die Leute, die immer nur glauben, dass es auf eine Menge Muskeln und schiere Größe ankommt, wenn es um Überlegenheit geht, gibt es jetzt mal eine dieser kleinen wissenschaftlichen Geschichten, die deutlich machen: Größe ist nicht das entscheidende Kriterium, sondern Komplexität. Und das galt auch schon vor 15 Millionen Jahren. Da gab es zwar noch keine Menschen. Aber die Altweltaffen waren schon da und schaukelten in den Bäumen.

Das Projekt „LZ TV“ (LZ Television) der LZ Medien GmbH wird gefördert durch die Sächsische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.

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