Beiträge von Ralf Julke

Politik·Brennpunkt

Bauverzug beim Anker: Stadtbezirksbeirat Leipzig-Nordwest beantragt Kostenübernahme durch das Planungsdezernat

Im Stadtbezirksbeirat ist man recht sauer über die Vorgänge rund um die eigentlich für 2013 angekündigten Sanierungsmaßnahmen am Soziokulturellen Zentrum "Anker". Darüber berichtete die L-IZ schon. Aber bei seiner jüngsten Sitzung am 7. Februar ging das ehrenamtliche Gremium noch einen Schritt weiter: Es beantragt die Übernahme der zusätzlichen Kosten durch das Baudezernat. Nach dem Verursacherprinzip.

Politik·Region

A 72 bis ins Stadtgebiet? – Vorlage der Verwaltung sagt deutlich „Nein!“

So kurz und knapp kann es sein: "Der Oberbürgermeister wird beauftragt dem Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr die Auffassung mitzuteilen, dass die A 72 nicht in das Stadtgebiet eingeführt sondern an der A 38 enden soll." So ist die Beschlussvorlage des Dezernats Stadtentwicklung und Bau, die am 20. Februar im Stadtrat Thema werden soll.

Politik·Brennpunkt

Landsberger Brücke: Baubeginn frühestens 2015

Immer wieder das liebe Geld. Es langt hinten und vorne nicht. Nicht einmal für die Projekte, für die der Leipziger Stadtrat eigentlich längst Grünes Licht gegeben hat. Am 25. Februar 2009 beschloss der Stadtrat, die Planungsmittel für den Neubau der Brücke im Verlauf der Landsberger Straße nach Lindenthal bereitzustellen. Da war das Malheur gerade drei Monate alt - seit drei Monaten durfte kein Auto mehr über die gesperrte Brücke fahren.

Politik·Brennpunkt

Entwürfe für Ehemalige Naumannsche Brauerei: Wohnen in Parklandschaft

Wer will, kann im Ausstellungsbereich des Stadtplanungsamtes (4. Obergeschoss des Neuen Rathauses) bis zum 20. Februar die Ergebnisse des Workshopverfahrens zur Umnutzung der ehemaligen Naumannschen Brauerei in Leipzig-Plagwitz sehen. Ausgestellt sind die Arbeiten von drei Büros. Der Entwurf von Hirsch Architekten hat Stadt und Bauherren am meisten angesprochen.

Kultur·Ausstellungen

Eine stolze Handelsstadt des Mittelalters zum Bestaunen: Krakow in 3D

Die faszinierendste Ausstellung in Leipzig findet, wer sucht, ab heute Abend im "Studio" des Stadtgeschichtlichen Museums. Das ist der Ausstellungsraum, den sich das Museum im Keller seines Neubaus im Böttchergässchen eingerichtet hat. Sonst eher für kleinere Ausstellungen von Fotos oder Gemälden genutzt, ist ab heute Abend eine ganze Stadt drin zu sehen: Krakow in 3D.

Bildung·Bücher

Riemann und Minkowski oder: Wie die vierte Dimension in die Mathematik kam

Bevor Einstein und Planck und all die anderen zum Zuge kamen, war die Welt in Ordnung. Zumindest für Leute, die in geschlossenen Weltbildern dachten, für die Euklid die Grenze der Möglichkeiten war und Kepler sowieso schon eine Nummer zu groß. Bis dahin war es einfach, sich in drei Dimensionen einzurichten, auch wenn ein Herr Gauß beim Vermessen der hannoverschen Lande stutzte: Hoppla, der Raum ist ja gekrümmt.

Leben·Gesellschaft

Neue Leipziger Straßennamen: Ehrungen für Gerhard Langner und einen berühmten Wanderer

Straßenbenennungen in Leipzig erwiesen sich ja in den letzten Jahren nicht immer als glücklich, auch nicht als besonders erfindungsreich. Was macht diese Stadt eigentlich, wenn der Gartenpflanzenkatalog des bevorzugten Baumarktes abgearbeitet ist? - In der Dienstberatung am 29. Januar wurde der neueste Schwung von Straßen(um)benennungen vorgestellt. Natürlich ist ein Azaleenweg dabei. Man sieht schon richtig die Azaleen in kleinen Vorgärten vor sich, dahinter der beliebte Haustyp "Berlin" oder "Würzburg" oder "Bremen".

Politik·Engagement

Am 14. Februar auf dem Markt: Mittanzen bei „One Billion Rising“

Wo stehen wir wirklich mit der Emanzipation in unseren ach so modernen Zeiten? Oder ist Vieles von dem, was irgendwie wie eine Würdigung der Gleichberechtigung der Geschlechter aussieht, nichts als ein Marketing-Gag? Mit dem auch übertüncht wird, dass sexuelle Gewalt gegen Frauen weltweit noch immer ein Normalzustand ist? Am Donnerstag, 14. Februar, wird deshalb auch auf dem Leipziger Marktplatz getanzt.

Bildung·Leipzig bildet

Sachsens „Oberschule“: Das Bildungsprojekt der Staatsregierung ist wieder nicht mehr als eine Worthülse

"Die von der FDP hochgelobte Umwandlung der Mittelschule in eine sogenannte Oberschule bedeutet nichts anderes, als dass die Türschilder, Schulstempel, Briefköpfe und dergleichen für viel Geld ausgetauscht werden müssen. Das heißt: Kein Geld für Lernmittel, aber unsinnige Mehrausgaben für eine FDP-Luftblase", kritisiert die Landtagsabgeordnete der SPD, Eva-Maria Stange, das Wunderprojekt der sächsischen Staatsregierung, das da "Oberschule" heißen soll.

Politik·Brennpunkt

„Ehemalige Naumannsche Brauerei“ in Plagwitz: Ergebnisse des Workshops zur Umnutzung werden ab 11. Februar im Neuen Rathaus ausgestellt

Im Ausstellungsbereich des Stadtplanungsamtes (4. Obergeschoss des Neuen Rathauses) werden von Montag, 11. Februar, bis Mittwoch, 20. Februar, die Ergebnisse des Workshopverfahrens zur Umnutzung der ehemaligen Naumannschen Brauerei in Leipzig-Plagwitz gezeigt. Eine Brauerei in Plagwitz? - Da werden selbst die meisten Plagwitzer ratlos da stehen. Nur ein Teil des alten Sudhauses erinnert noch an die einst zweitgrößte Leipziger Brauerei.

Bildung·Bücher

Gelehrtenleben in Klein-Paris: Eine dicke Studie über die Leipziger Professorenfamilien im 17. und 18. Jahrhundert

Kaum drei Jahre her, schon wieder fast vergessen, dass es im Alten Rathaus 2009 eine Ausstellung zum Jubiläum der Uni Leipzig gab, die ein ganz besonderes Jahrhundert herausgriff aus diesen 600 Jahren - das 18. Jahrhundert, das Jahrhundert der Aufklärung. Und wer's vorher nicht wusste, konnte eindrucksvoll sehen, wie Leipzigs Gelehrte beitrugen zur "Erleuchtung der Welt."

Bildung·Medien

SPD-Fraktion fragt nach: Wie geht Leipzig mit den neuen Rundfunkgebühren um?

Mit dem Beginn des Jahres 2013 wurde die Gebührenstruktur beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk geändert, hiervon sind nicht nur Privathaushalte und Unternehmen sondern auch Kommunalverwaltungen betroffen. Und während die Chefs des Öffentlich-Rechtlichen immer wieder beteuern, man würde nicht mehr kassieren als zuvor, zahlen die Kommunen landauf, landab 2013 mehr. Bis auf Köln. Das zahlt nun einfach dieselbe Summe wie zuvor.

Politik·Kassensturz

Kassensturz: Leipzig hat 10 Millionen für Eingliederung und Arbeitsförderung 2012 nicht abgerufen

1,6 Milliarden Euro an Geldern für die Arbeitsförderung gaben die deutschen Arbeitsagenturen 2012 zurück, die sächsischen Jobcenter gaben 300 Millionen Euro an Eingliederungsmitteln zurück. Die Meldungen sorgten für einige Aufregung zum Jahreswechsel. Ist die Arbeitsmarktpolitik mittlerweile so gut, dass die Gelder gar nicht mehr gebraucht werden? Nicht wirklich, fand der Landtagsabgeordnete der Linken, Dr. Dietmar Pellmann, und fragte nach.

Bildung·Bücher

Stazols drittes Buch: Ein Tagebuch mit doppeltem Affärencharakter

Essay hat er als Genre unter den Titel geschrieben. Einen Untertitel gibt es auch: "Aus dem Tagebuch des letzten Dandys". Was zum Coverbild passt, das Harald Nicolas Stazol leger an eine Mauer gelehnt zeigt, sonnengebräunt, Hände in den Hosentaschen. Stazol ist etwas, was man in Deutschland immer seltener findet: ein Original.

Politik·Sachsen

Die EEG-Zahlungsströme in Deutschland: Erst ausbremsen, dann jammern

Das Schräge an der sächsischen FDP ist: In der Regierung tut sie alles, um den Ausbau erneuerbarer Energie in Sachsen zu bremsen oder ganz zu verhindern. Doch wenn alljährlich der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) seinen Bericht "Erneuerbare Energien und das EEG: Zahlen, Fakten, Grafiken (2013)" vorlegt, dann wird über das (finanzielle) Defizit lamentiert, das Sachsen dadurch erleidet.

Politik·Brennpunkt

Alles offen in Eutritzsch: Das amtliche Ende für das Bürohaus an der Berliner Straße

"Neue Nutzungsvorstellung für Areal an der Berliner Straße Ecke Wittenberger Straße" stand über der Mitteilung aus der Dienstberatung des OBM. Es ging um die Aufhebung des Vorhaben- und Erschließungsplanes (VE-Plan) Nr. 108 "Bürohaus Berliner Straße Ecke Wittenberger Straße" gemäß Baugesetzbuch. Der Stadtrat soll darüber in seiner Sitzung am 20. März befinden. Die meisten Leipziger werden sich an die Pläne zum Bau eines großen Bürohauses an der Stelle gar nicht mehr erinnern.

Leben·Familie & Kinder

Kita-Problem in Leipzig: Grüne legen einen ganzen Aktionsplan vor

Was bedeutet eigentlich "Priorität"? Davon schwätzt doch heute jeder Politiker. Das Wort scheint entwertet wie der Kupfer-Cent. Wenn ein wichtiges Arbeitsgebiet über Jahre vernachlässigt wurde, bekommt es einfach den Stempel "Priorität". Und dann liegt es ganz oben auf dem To-do-Stapel, nicht wahr? - So wie der Kita-Ausbau in Leipzig. Akut seit 2004, wie Grünen-Stadträtin Katharina Krefft feststellt.

Leben·Gesellschaft

Wir sind das Volk: Drei Einheimische regen einen völlig neuen Wettbewerb zum Leipziger Freiheitsdenkmal an

Die von CDU und Linken beantragten Bürgerentscheide zum Leipziger Einheits- und Freiheitsdenkmal sind zwar vom Tisch, der Stadtrat votierte dagegen, sie gemeinsam mit der OB-Wahl zu veranstalten. Denn sie hätten das Grundproblem nicht gelöst: das der Akzeptanz. Die hängt nun einmal nicht davon ab, ob Bürger über ihnen vorgesetzte Entwürfe abstimmen dürfen. Ein Denkmal ist etwas anderes als ein Gebäudeentwurf.

Kultur·Lesungen

Preis der Leipziger Buchmesse: Nominierungen für 2013 stehen fest

Am Donnerstag, 7. Februar, gab die Leipziger Messe die Nominierten für den Preis der Leipziger Buchmesse 2013 bekannt. 141 Verlage hatten insgesamt 430 Titel eingereicht. Die siebenköpfige Kritikerjury nominierte jeweils fünf Autoren bzw. Übersetzer in den Kategorien Belletristik, Sachbuch/Essayistik und Übersetzung für den Preis der Leipziger Buchmesse 2013.

Politik·Region

Markkleeberger plädieren für gemeinsame Bewerbung für die BUGA 2025: Bundesgartenschau im agra-Park

Die BUGA 2025 in Leipzig? - Das hat nicht nur OBM-Kandidat Horst Wawrzynski fasziniert. Die CDU-Fraktion hat die Idee gleich aufgegriffen und einen Antrag für den Stadtrat geschrieben. Am 20. Februar wird der Leipziger Stadtrat dazu beraten. Aber warum muss das Projekt unbedingt am Elsterbecken sein? Es gibt im Leipziger Süden doch ein Gelände, das geradezu dazu prädestiniert ist.

Bildung·Forschung

500 Klinger-Briefe als Dauerleihgabe: 2016 soll’s eine dicke Max-Klinger-Briefausgabe geben

Während die Ausstellung "Sachsen - Werke aus der Sammlung Deutsche Bank" ab morgen die Besucher mit den Arbeiten der jüngeren Künstlerstars aus Sachsen bekannt macht, bekam der Kult um einen Altmeister aus Leipzig am Dienstag, 5. Februar, neues Futter. Museumsdirektor Hans-Werner Schmidt konnte aus den Händen von Michael Münch, Vorstand Deutsche Bank Stiftung, einen Band mit Briefen Max Klingers entgegen nehmen.

Bildung·Leipzig bildet

Sachsens Sparwut hat weitere Folgen: Jetzt auch Einschränkungen in der Mensa am Elsterbecken

Die Sparwut der sächsischen Regierung bei den Hochschulen hat viele Folgen. Auch das Studentenwerk hat die rigorosen Kürzungen der Landesregierung zu spüren bekommen. Eine Zeit lang waren die Kürzungen der Zuschüsse durch das Land noch durch steigende Semesterbeiträge der Studierenden zu kompensieren. Doch mit dem Doppelhaushalt 2011 / 2012 wurde der Jordan überschritten. Seit Dezember 2012 muss das Studentenwerk die ersten Einschränkungen vornehmen.

Kultur·Ausstellungen

Sachsen-Ausstellung im Leipziger Bildermuseum: Wie sächsische Künstler die deutsche Kunst der letzten 40 Jahre aufmischten

Klingt erst mal trocken: "Sachsen - Werke aus der Sammlung Deutsche Bank". Ist aber ein Ausflug in die jüngere sächsische Kunstgeschichte. Ein Ausflug, den das Museum der bildenden Künste so gar nicht hätte machen können. Dafür klaffen in den Sammlungen zu große Löcher. Kein Gerhard Richter im Schrank, kein Baselitz im Regal. Ja, das ist jener berühmte Künstler, der seine Ostkollegen schon mal "Arschlöcher" nannte.

Politik·Kassensturz

Pensionäre in Sachsen: Summe der Ruhestandsbezüge stieg auf 120 Millionen Euro

Man kann sich den sächsischen Finanzminister Georg Unland (CDU) richtig vorstellen, wie er da mit einer gewaltigen Schöpfkelle neben den fleißig sprudelnden Brunnen der sächsischen Finanzen steht und jedes Jahr 500, 600 Millionen Euro umschöpft in ein großes Fass mit dem Namen "Generationenfonds". Ende 2011 war es schon mit 2,7 Milliarden Euro gefüllt. Für Ende 2012 werden es wohl 3,2 oder 3,3 Milliarden gewesen sein.

Wirtschaft·Mobilität

Bundesverkehrswegeplan 2015: Verkehrsministerium lässt Sachsen wieder über Weihnachtsmannliste abstimmen

Es klingt ganz so, als hätte Sachsens Verkehrsminister Sven Morlok (FDP) tatsächlich noch Spielräume - und die Bürger könnten auch noch mitreden. "Bundesverkehrswegeplan 2015 - Freistaat prüft Projektanmeldungen für Bundesstraßen und beteiligt Öffentlichkeit" heißt eine Meldung aus seinem Hause. Als wenn eine lange Liste von Großprojekten dem Freistaat mehr Fördergelder bringen könnte.

Politik·Leipzig

Projekt Gläsernes Rathaus: Leipzig wartet sehnsüchtig auf den Open-Government-Prototypen des BMI

Am 12. Dezember reichte die FDP-Fraktion ihren Antrag "Gläserne Stadtverwaltung" ein, am 22. Januar sollte er eigentlich im Stadtrat besprochen werden. Nun hat die Verwaltung einen eigenen Beschlussvorschlag vorgelegt. Denn ganz so fern ist man ja dem Thema nicht. Es gibt ja sogar eine "IT- und E-Government-Strategie 2011-2015". Open Data könnte in Leipzig wirklich Realität werden. Es dauert nur.

Leben·Gesellschaft

Ein Goerdeler-Preis für eine berechtigte Frage: Warum funktioniert die „Neue Steuerung“ in Verwaltungen nicht?

Eigentlich stehen sie im Jahr 2013 allesamt nackt im Wind, all die Ökonomen der neoliberalen Schule. Es sieht zwar oft wie Wissenschaft aus, was sie daherreden. Und meist hat es hochtrabende englische Titel. So wie "New Public Management (NPM)". Nur praxistauglich ist der ganze Unfug nicht. Und weil er das mal wieder sehr deutlich zeigte, bekam Dr. Alexander Kroll am 4. Februar den Goerdeler-Preis der Stadt Leipzig.

Leben·Gesundheit

Fertigwerden mit den Folgen des Krieges: Gesundheitsamt lädt zu Gesprächskreis für Menschen nach Kriegseinsatz ein

Das Zehnjährige war vor einem Jahr. Am 1. Januar 2002 betraten die ersten 100 Soldaten der Bundeswehr den Boden Afghanistans. 2014 soll der Einsatz enden. So beschloss es der Bundestag am 31. Januar 2013. Die Folgen werden auch viele eingesetzte Soldaten noch lange spüren. Die Selbsthilfekontakt- und Informationsstelle des Leipziger Gesundheitsamtes gründet jetzt einen Gesprächskreis für Menschen nach Kriegseinsatz.

Politik·Engagement

Wahlkampf in Leipzig: Budgets, Plakatfluten und – warum man am 17. Februar erst recht wählen gehen sollte

Der Groll schwelt mit im Leipziger Wahlkampf. Ein verständlicher Groll. Nicht nur bei den Mitbewerbern um das Amt des OBM, die mit den starken Geschützen von SPD und CDU nicht mithalten können. Auch bei den Wählern. Aus einem etwas anderen Grund. Denn hinter dem Thema Wahlkampffinanzierung steckt ein anderes, viel wichtigeres: die Transparenz. Ein schwieriges Thema. Es wird uns die nächsten sieben Jahre im Stadtrat begleiten.

Leben·Familie & Kinder

Kürzere Wege zur Kita: Gesamtelternrat bietet jetzt Kita-Platz-Tauschbörse an

Die seit nun schon Jahren angespannte Situation bei Kita-Plätzen in Leipzig macht nicht nur jenen Sorgen, die zeitnah keinen Betreuungsplatz für ihr Kind finden. Täglichen Ärger haben auch all jene, die zwar einen Betreuungsplatz gefunden haben - aber dafür mitten durch den morgendlichen Berufsverkehr ans andere Ende der Stadt müssen. Erstaunlich, dass es so lange gedauert hat zu einer Idee, die der Gesamtelternrat (GER) jetzt umsetzt: ein Kita-Platz-Tauschportal.

Wirtschaft·Mobilität

ADFC-Radklimatest: Sachsens Städte nur im Mittelfeld – auch Leipzig schafft nur Mittelmaß

Es gibt, wie es aussieht, eine ganze Reihe von großen, mittleren und kleineren Städten in Deutschland, in denen das Radfahren noch weniger Spaß macht als in Leipzig. So zumindest zeigt es ein Ranking, das diesmal der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) erstellt hat. Er hatte zuvor die Radler im Land zur Notenabgabe aufgerufen. Unter den Städten über 200.000 Einwohner landete Leipzig auf Rang 10.

Bildung·Bücher

Eine Fundgrube für die Leipziger Stadtgeschichte: Das Leipziger Schöffenbuch

Bis 1420 hieß das Städtchen Lipczk, da und dort auch mal Lipczik. Nachzulesen in diesem Schöffenbuch, das Jens Kunze jetzt erstmals für eine breitere Nutzung ediert hat. Erst gegen 1430 beginnen die "diphtongierenden Schreibungen", wie Ernst Eichler 2007 noch einmal feststellte. Erst da wurde aus Lipczk nach und nach Leipzig. Die Onomastiker haben ja Glück: Im 15. Jahrhundert schrieb man noch so wie man sprach.

Politik·Region

Bürgeranfrage zum Fluglärm: Die kleinen Schritte zu etwas weniger Krach in der Nacht

Die Hallenser schauen nach Leipzig, die Leipziger nach Halle. In Sachen Fluglärm sind beide Städte gleich. Die staatlichen Instanzen zucken mit den Schultern, die Betreiber des Flughafens und die Flugsicherung tun so, als gingen sie die Nöte der Betroffenen nichts an. Der Stadtrat zu Halle beschloss drum am 30. Januar eine Resolution. Und die Leipziger Betroffenen wollten vom Umweltbürgermeister wissen, ob das hier nicht genau so ginge.

Bildung·Bücher

Ein Sammelband zur Leipziger Wirtschaftsgeschichte: Messe, Buchstadt und ein Ozean von weißen Flecken

In Vorbereitung auf das 1.000. Jahr der Ersterwähnung von Leipzig veranstaltet die Stadt seit vier Jahren immer im Herbst einen Tag der Geschichte. Immer steht ein Schwerpunktthema im Mittelpunkt. Mal war's die Universität, mal waren es die Schulen. Am 6. November 2011 war es die Wirtschaft. Klingt alles trocken. Megathemen sind auf den ersten Blick immer trocken. Im Detail aber merkt man bald: Es könnte spannend werden.

Das Projekt „LZ TV“ (LZ Television) der LZ Medien GmbH wird gefördert durch die Sächsische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.

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