Aufgrund des großen Zuspruchs wird die Sonderausstellung zu den neu entdeckten Schriftstücken von Bach, Gottsched und Telemann verlängert, teilt das Stadtarchiv Leipzig mit. Alle Interessierten haben nun noch bis zum 7. Mai 2026 Gelegenheit, die im Stadtarchiv Leipzig gezeigten Zeugnisse Leipziger Musikgeschichte zu bestaunen. Ausgestellt sind Briefe und Bewerbungsschreiben Leipziger Studenten, die neue Erkenntnisse zur Organisation von Johann Sebastian Bachs Kantatenaufführungen liefern.
Erstmals belegen die Quellen, dass der Leipziger Rat studentische Sänger und Instrumentalisten gezielt durch Stipendien förderte: „Die Leipziger Kirchenmusik beruhte nicht allein auf künstlerischer Exzellenz, sondern auf einer funktionierenden kommunalen Förderstruktur“, so Musikwissenschaftler Dr. Bernd Koska, dem die sensationelle Entdeckung gelungen ist. Die Funde gelangen im Rahmen des Forschungsprojekts „Forschungsportal Bach“ der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig mit Sitz am Bach-Archiv Leipzig.
Als herausragendes Schriftstück gilt ein bislang unbekanntes Zeugnis Johann Sebastian Bachs von 1740 für seinen bevorzugten Bassisten Gottlob Friedrich Türsch. Zudem fanden sich das älteste erhaltene Bewerbungsschreiben Georg Philipp Telemanns sowie ein Zeugnis Johann Christoph Gottscheds für Johann Friedrich Doles.
Sonderausstellung „Mehr als Musik – Neue Bach-Quellen aus Leipzig“, Stadtarchiv Leipzig (Straße des 18. Oktober 42), während der Öffnungszeiten zu besichtigen. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
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