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Colditzer Rechtsextremist muss wegen Drogengeschäften fast fünf Jahre hinter Gitter

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    Das Leipziger Landgericht hat einen 26-jährigen Colditzer zu einer hohen Gefängnisstrafe verurteilt. Uwe N. war im vergangenen September mit rund 1,8 Kilo Crystal und 350 Gramm Marihuana aufgegriffen worden. Richter Jens Kaden schickte den stadtbekannten Rechtsextremisten am Montag für fast fünf Jahre hinter schwedische Gardinen.

    In Colditz hatte sich Uwe N. über Jahre den Ruf eines rechten Schlägers erarbeitet. Zusammen mit Vater Ralf und Bruder Andreas scharte er die rechtsextreme Szene der Kleinstadt im Leipziger Land um sich. Im Jahr 2012 landeten die Männer wegen einschlägiger Gewaltdelikte auf der Anklagebank des Grimmaer Amtsgerichts.

    Uwe N. kam damals mit einem blauen Auge davon. Das Gericht verurteilte den Erwerbslosen wegen Körperverletzung und Fahren ohne Fahrerlaubnis zu 14 Monaten Haft auf Bewährung. Die verordneten Sozialstunden leistete er im lokalen Sportverein ab.

    Was die Öffentlichkeit nicht erfuhr: Der Alltag von Uwe N. wurde längst von der Droge Crystal bestimmt. Er konsumierte das synthetische Methamphetamin zusammen mit Freunden. Die Sucht finanzierte er sich mit Drogendeals und Kurierfahrten, für die er den Mercedes seines Vaters nutzte. Dabei besitzt er seit Jahren keinen gültigen Führerschein mehr.

    Die fehlende Fahrlizenz war ihm am 26. September zum Verhängnis geworden. Ein aufmerksamer Streifenpolizist bemerkte Uwe N. samt Fahrzeug vor dem Wohnsitz eines weiteren bekannten Drogenkonsumenten. Als die Männer den Beamten bemerkten, verhielten sie sich auffällig. Bei der anschließenden Kontrolle entdeckten die Ordnungshüter die verbotenen Betäubungsmittel.

    Bei Gericht verständigten sich die Beteiligten zum Prozessauftakt Ende März auf einen Deal: Unter Einbeziehung zweier Vorstrafen muss Uwe N. nun für vier Jahre und acht Monate ins Gefängnis. Im Gegenzug legte der Angeklagte ein vollumfängliches Geständnis ab. Einen Teil der Strafe darf der Schwerstabhängige in einer Leipziger Entzugsklinik verbüßen. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

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