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Haribo

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Grimmaische Straße an einem Samstag zu Coronazeiten. Foto: Martin Schöler

Dienstag, der 2. März 2021: Ein Jubiläum, über das sich niemand freut, weiterer Shutdown mit Lockerungen in Sicht und Zeugenaufruf nach Brandanschlag auf PKW

Am 2. März 2020 wurde der erste Corona-Fall in Sachsen bekannt. Genau ein Jahr später scheint die Pandemie an einem neuen Wendepunkt: Die Fallzahlen beginnen wieder zu steigen, ein Ende ist nicht in Sicht, während die nächste Beratungsrunde von Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) am Mittwoch mit den Regierungschefs der Länder schon ihre Schatten vorauswirft. Laut einer Beschlussvorlage könnte der weitgehende Shutdown in Deutschland in die Verlängerung gehen – mit wenigen Lockerungen. Außerdem: Das sächsische LKA sucht nach dem Brandanschlag auf einen PKW in der Chopinstraße nach Zeugen. Die LZ fasst zusammen, was am Dienstag, dem 2. März 2021 in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.

Rico Gebhardt, Fraktionsvorsitzender Die Linke im Landtag Sachsen. Foto: DiG/Trialon

Rico Gebhardt: Haribo zeigt, was Kapitalismus ist

Haribo hat die Verhandlungen über einen Verkauf seines früheren Werks in Wilkau-Haßlau abgebrochen. Dazu erklärt der Vorsitzende der Linksfraktion, Rico Gebhardt: „Nun steht das Werk in Wilkau-Haßlau endgültig vor dem Aus und die Beschäftigten stehen auf der Straße. Es ist eine Schande, wie auch dieses Unternehmen mit seinen ostdeutschen Beschäftigten umgeht, die jahrzehntelang verlässlich in westdeutsche Taschen gewirtschaftet haben.“

Henning Homann, SPD Sachsen. Foto: Götz Schleser

Homann: Haribo muss Weg für Verkauf des Werkes in Wilkau-Haßlau frei machen

SPD-PolitikerInnen fordern in einem offenen Brief die Haribo-Unternehmensleitung zu schneller Entscheidung auf. „Haribo hat den Abbau der Maschinen im Werk in Wilkau-Haßlau gestoppt. Das ist ein positives Signal. Jetzt muss Haribo den Weg für den Verkauf des Werkes frei machen“, fordert Henning Homann, Generalsekretär der SPD Sachsen und Arbeitsmarktexperte der SPD-Landtagsfraktion.

Henning Homann, SPD Sachsen. Foto: Götz Schleser

Homann: Haribo muss bis zu möglichem Werksverkauf auf Entlassungen verzichten

Henning Homann, Generalsekretär der SPD Sachsen, zur Bekanntgabe von Verkaufsgesprächen des Haribo-Werkes in Wilkau-Haßlau am heutigen Donnerstag: „Haribo sollte für die die gesamte Dauer der Verhandlungen über einen möglichen Verkauf des Werkes in Wilkau-Haßlau auf Kündigungen verzichten. Nur so wird Haribo seiner Verantwortung gegenüber den Beschäftigten gerecht.“

Henning Homann, SPD Sachsen. Foto: Götz Schleser

Homann: „Beschäftigungsgarantie bei Haribo ist ein kleiner Teilerfolg, aber …“

Henning Homann, Generalsekretär der SPD Sachsen, zur geplanten Schließung des Haribo-Werkes in Wilkau-Haßlau: „In diesem Jahr wird es keine Kündigung geben und auch für die ersten Folgemonate des Jahres 2021 gibt es Beschäftigungsgarantien. Diese Beschäftigungsgarantien bei Haribo sind ein kleiner Teilerfolg, aber das Werk in Wilkau-Haßlau braucht eine dauerhafte Zukunftsperspektive.“

Sachsen will die Zusammenarbeit mit Haribo sofort beenden und die 16.000 übrigen Gummibärchen an interessierte Schulen liefern. Foto: Andrzej Rembowski von Pixabay

Montag, der 23. November 2020: Haribo macht Sachsen nicht mehr froh

Sachsen möchte künftig auf Gummibärchen von Haribo verzichten, der Landtag darf bei der kommenden Corona-Schutzverordnung mitreden und Leipzig plant ein Hilfeprogramm für Eigenbetriebe in Höhe von 68 Millionen Euro. Außerdem: Obwohl der Weihnachtsmarkt in diesem Jahr ausfällt, soll es in der Innenstadt weihnachtlich aussehen. Die L-IZ fasst zusammen, was am Montag, den 23. November 2020, in Leipzig und Sachsen wichtig war.

Regierungssprecher Ralph Schreiber © Sächsische Staatskanzlei / Jürgen Jeibmann

“So geht sächsisch.” beendet Werbekooperation mit Haribo

„So geht sächsisch.“, die Imagekampagne des Freistaates, beendet ihre langjährige Werbekooperation mit Haribo. Grund dafür ist die von der Haribo-Geschäftsführung beschlossene Schließung des Werkes im sächsischen Wilkau-Haßlau. „Die Entscheidung ist sehr bedauerlich“, sagte Regierungssprecher Ralph Schreiber am Montag. „Damit ist für unsere Kampagne eine weitere Kooperation und Werbung mit der Marke nicht mehr möglich.“ Die langjährige Zusammenarbeit endet sofort.

Nico Brünler (Linke). Foto: DiG/trialon

Haribo macht Kinder froh und Erwachsene ebenso? Keineswegs – Fördermittelrückforderung prüfen

Nico Brünler, wirtschaftspolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke im Sächsischen Landtag, erklärt zur drohenden Schließung des Haribo-Werks in Wilkau-Haßlau: „,Haribo macht Kinder froh und Erwachsene ebenso‘ gilt derzeit in Wilkau-Haßlau definitiv nicht. Das Unternehmen giert nach noch mehr Profit und will lieber in den USA investieren anstatt seinen einzigen Standort in Ostdeutschland zu erhalten, obwohl die Beschäftigten dort gute Arbeit leisten und schwarze Zahlen schreiben. Soziale Verantwortung sieht definitiv anders aus.“

Henning Homann, SPD Sachsen. Foto: Götz Schleser

Haribo muss im Osten bleiben

Die Entscheidung der Unternehmenszentrale, das Haribo-Werk in Wilkau-Haßlau zu schließen, war ein für Beschäftigten vor Ort und für die Region ein Schock. „Gerade ein Familienunternehmen wie Haribo hat auch gesellschaftliche Verantwortung, gerade in strukturschwachen Regionen der Republik. Den Beschäftigten einen Wechsel in über 500 km entfernt liegende andere Werke anzubieten, untergräbt familiäre Planungen und ist ein Hohn“, sagt der Vorsitzende der SPD Wilkau-Haßlau, Frank Bemmann.

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