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Atomkraft

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Polizei auf dem Augustusplatz am Abend des 3. Januar 2022. Foto: LZ

Dienstag, der 4. Januar 2022: Sachsen verlängert Corona-Notfallverordnung, Polizei sieht sich durch „Spaziergänge“ am Limit, Streit um EU-Pläne zur Atomkraft

Neues Jahr, altes Problem: Die Pandemie geht weiter, die Omikron-Variante des Coronavirus greift in Deutschland um sich und wegen unsicherer Datenlage hat Sachsen seine Notfallverordnung um mehrere Tage verlängert – sie war ursprünglich bis 9. Januar befristet. Außerdem: Die Vielzahl sogenannter Spaziergänge von Leugnern und Verharmlosern der COVID-19-Pandemie bringt die Polizei immer mehr an die Grenze ihrer Kräfte. Währenddessen lehnt die Bundesumweltministerin Pläne der EU-Kommission ab, unter anderem Atomkraft künftig mit grünem Gütesiegel zu adeln. Die LZ fasst zusammen, was am Dienstag, dem 4. Januar 2022, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.

SPD-Landtagsabgeordneter Holger Mann. Foto: LZ

Atomkraft: Mit der AfD zurück ins letzte Jahrtausend

„Atomkraft ist astronomisch teuer, viel zu unsicher, befördert Aufrüstung und führt in die verstrahlte Vergangenheit. Die SPD-Fraktion arbeitet lieber an einer sonnigen, sicheren und nachhaltigen Zukunft“, so Holger Mann am Donnerstag zusammenfassend zum AfD-Antrag, der den Weiterbetrieb der deutschen Kernkraftwerke fordert.

Wie die Atomkraft in Deutschland mit Milliarden gefördert wurde. Grafik: Greenpeace Energy

Neue Studie: Atomkraft hat Deutschland bis heute bereits mehr als eine Billion Euro gekostet

Eines der am häufigsten gebrauchten Argumente gegen die Erneuerbaren Energien ist immer wieder: „Das kostet zu viel. Die Verbraucher werden unzumutbar belastet.“ Die alten Riesenkraftwerke werden dann meist so hingestellt, als würden sie sich nicht nur rechnen, sondern auch noch enorme gesellschaftliche Gewinne beitragen. Das Gegenteil ist wahr, rechnet Greenpeace Energy jetzt einmal für die Atomkraft vor.

Quelle: linksjugend ['solid]

“Energiewende jetzt – Für ein Atommüllendlager in Leipzig”

Am 26.09.19 hat sich die Linksjugend Leipzig von 15-19 Uhr Uhr am Wilhelm-Leuschner-Platz im Rahmen der Klimaaktionswoche von FridaysForFuture mit einem Bagger auf die Suche nach einem Atommüllendlager begeben. Mehrere Politiker*innen der CDU, AfD und FDP haben in Wahlforen sowie im Kandidierenden-Check des MDR den Wunsch nach einem Atomkraftwerk in der Lausitz geäußert.

Und hief jetzt ein fettes Kernkraftwerk hin? Kohlekraftwerk Lippendorf im Leipziger Süden. Foto: Ralf Julke

Wenn Medien nicht nachfragen und Landtagskandidaten von Kernkraftwerken in Sachsen schwadronieren

Beim MDR glaubt man noch an Wunder. An den mündigen Wähler zum Beispiel, der sich durch den MDR-Kandidatencheck durchklickt und dann, nachdem er die ganzen 619 Kandidat/-innen angehört hat, eine rationale Wahlentscheidung trifft. Einer hat sich das zumindest angetan: Marco Böhme, der klimaschutzpolitische Sprecher der Linksfraktion in Landtag. Ihn frappieren vor allem die seltsamen Forderungen nach einem Kernkraftwerk in Sachsen.

30 Jahre Reaktorkatastrophe in Tschernobyl: Grüne mahnen europaweiten Atomausstieg an

Am 26.04.2016 jährt sich die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl zum 30. Mal. Neben Fukushima war dies die bisher größte Katastrophe der zivilen Nutzung von Atomkraft. „Tschernobyl steht für das ungebändige Restrisiko Kernkraft. Es ist zum Synonym für den Größenwahn der Menschheit geworden, welcher die Natur in den letzten Jahrzehnten in unglaublichem Maße zerstört hat. Auch 30 Jahre nach der Reaktorkatastrophe ist das Geschehen nicht gänzlich aufgearbeitet. Ein Geschehen, das uns mahnt und deutlich macht: Atomkraft kann nie sicher sein. Nur das Risiko ist sicher“, so der Landesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen Sachsen, Jürgen Kasek.

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