Beiträge von Ralf Julke

Das neue Gymnasium in der Telemannstraße. Foto: Marko Hofmann
Politik·Leipzig

Bis 2030 kommt Leipzig aus dem Kita- und Schulenbauen nicht mehr heraus

Im Frühjahr waren alle erst einmal erschrocken, als die Stadt ihren neuen Schulentwicklungsplan konkretisierte und OBM Burkhard Jung erstmals bezifferte, wie viele Schulen Leipzig in den nächsten 12 Jahren bauen, erweitern oder saniert wieder in Betrieb nehmen muss, um all die Kinder auch unterbringen zu können. Ganz trocken sagte er: 70. Und jeder wusste: Im aktuellen Schulbautempo wird Leipzig das niemals schaffen.

Die Nordseite der Apollonia-von-Wiedebach-Schule. Foto: Ralf Julke
Politik·Brennpunkt

Wohin kommt der geplante Systembau für die Apollonia-von-Wiedebach-Schule?

Was Leipzigs Verwaltung bei Kitas kann, das kann sie auch bei Schulen. Muss sie auch. Denn beim Schulneubau ist der Investitionsstau längst genauso drängend. Binnen zwei Jahren will die Stadt 4.368 zusätzliche Schulplätze aus dem Boden stampfen. So beschloss es der Stadtrat im Mai in einer Sammelvorlage. 112 Millionen Euro fließen in dieses Platzerweiterunsprogramm.

Das Bildungsideal eines vergangenen Jahrhunderts. Foto: Ralf Julke
Bildung·Leipzig bildet

Sachsen fehlen nicht die Lehrer, sondern ein attraktives Bildungssystem

„Zoff in der CDU. Machtspiel um die Verbeamtung von Sachsens Lehrern hat begonnen“ titelte der MDR am 17. November. Nein, natürlich macht der Sender keine Online-Zeitung. Und natürlich macht er auch keine Meinung, indem er jetzt einen innerparteilichen Knatsch in der CDU-Spitze inszeniert, sozusagen: Michael Kretschmer gegen die Hardliner. CDU-Chaostage nennt nun Rico Gebhardt, Vorsitzender der Linksfraktion, das, was da medial um die Verbeamtung sächsischer Lehrer inszeniert wird.

Peter H. Wilson: Der Dreißigjährige Krieg. Foto: Ralf Julke
Bildung·Bücher

Was hat eigentlich Martin Luther mit dem Krieg von 1618 bis 1648 zu tun?

Für FreikäuferDas Buch ist über 1.000 Seiten dick und so etwas wie die Gesamtübersicht über das, was Historiker so leichthin den Dreißigjährigen Krieg nennen. Geschrieben von einem Militärhistoriker, der die Sicht von draußen hat und auf lokale Ressentiments keine Rücksicht nehmen muss. Denn Peter H. Wilson lehrt an der Oxford University. Und das Buch bietet mehr, als in einer Rezension (die wir am 24. November in der „Leipziger Zeitung“ veröffentlichen) Platz finden kann.

Bauarbeiten am Rathausvorplatz. Foto: Ralf Julke
Politik·Brennpunkt

Rathausvorplatz soll seine Straßenfunktion verlieren

Am Ende fragt man sich nur noch: Warum wurde dann die Gunst der Stunde nicht genutzt, vor dem Eingang zum Neuen Rathaus tatsächlich einen modernen Platz mit Aufenthaltsqualität zu schaffen? Warum hat man doch wieder eine Straße in Planung gegeben, die nun auch noch ihre Straßenfunktion verlieren soll? Denn dieses Stück Straße möchte die Verwaltung jetzt einziehen.

Wenn das Geld knapp ist ... Foto: Ralf Julke
Politik·Sachsen

Positionspapier der Bürgermeister aus dem Erzgebirge findet volle Zustimmung bei SPD, Grünen und Linken

Die sächsische Regierungspolitik steht vor einem gewaltigen Scherbenhaufen. Nach dem angekündigten Rücktritt von Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) wird immer deutlicher, dass seine Regierungsjahre in weiten Teilen verlorene Jahre waren. Die zukunftsfähige Gestaltung des Landes hat er einer rigiden Sparpolitik geopfert, unter der vor allem die Kommunen im Land gelitten haben. Und das Statement von 21 Bürgermeistern aus dem Erzgebirgskreis bringt das Dilemma jetzt auf den Punkt.

Bestands-und Angebotsmieten in Leipzig. Grafik: PISA Wohnungsmarktbericht
Wirtschaft·Verbraucher

Wer in Leipzig gut verdient, hat natürlich keinen Grund zur Panik

Es ist ambitioniert, was das PISA Immobilienmanagement nun zum zweiten Mal versucht hat: einen detaillierten Marktbericht zum Wohnungsmarkt in Leipzig. Den ersten legte das Unternehmen 2016 vor. Auch damals mit dem Hinweis: Kein Grund zur Panik. Global betrachtet stimmt das auch. Wer gut verdient, kann sich das neue Mietniveau leisten. Panik ist in Leipzig mittlerweile eine Sache des Geldbeutels.

Peter Zimmerling (Hrsg.): Universitätskirche St. Pauli. Foto: Ralf Julke
Bildung·Bücher

Ein Buch, das gerade im Hybriden von Aula und Kirche St. Pauli Faszination und Chancen entdeckt

Für FreikäuferAm 1. Dezember ist es endlich so weit. Mit einem Festakt und einem Festkonzert wird das Paulinum – Aula und Universitätskirche St. Pauli – am 1. Dezember eröffnet. Gefeiert wird bis zum Universitätsgeburtstag, dem Dies Academicus am Montag, 4. Dezember. Und pünktlich zu diesem Finale liegt jetzt auch dieses opulente Buch vor. Das auch ein streitbares ist. Denn um kein Leipziger Gebäude wurde in den vergangenen 15 Jahren so heftig gestritten wie um St. Pauli.

Biodiverser Herbstwald mit Fichte, Buche und Birke. Bild: iDiV, Christian Hüller
Bildung·Forschung

Artenreiche Wälder funktionieren besser und sind widerstandsfähiger gegen Stress

Dass Wälder komplexe Lebenswelten sind, in denen sich Bäume, Pilze, Bakterien, Vögel, Kriechtiere, Säugetiere, Moose usw. alle gegenseitig ergänzen, das erfährt man meist noch so am Rande im Biologieunterricht. Dass Wälder erst richtig widerstandsfähig sind, wenn sie möglichst artenreich sind, das müssen jetzt erst einmal wissenschaftliche Forschungen untermauern. Höchste Zeit wird’s. Denn dem Klimawandel widerstehen nur artenreiche Wälder.

Radverkehr Richtung Dresdner Straße. Foto: Ralf Julke
Politik·Brennpunkt

Sorgen Radstreifen in der Dresdner Straße tatsächlich für Staus?

Gibt es jetzt tatsächlich ständig Rückstaus in der Dresdner Straße, weil Anfang November endlich Radfahrstreifen zwischen Johannisplatz und Gerichtsweg aufgetragen wurden, wie Handwerkskammerpräsident Klaus Gröhn via LVZ behauptete? Eine Rückfrage bei der Stadt zeigt: Nein, das war nur temporär der Fall, weil sich eine Baustelle in der benachbarten Prager Straße mit der Auftragung der Radstreifen überschnitt. Das war so nicht geplant, teilt das Verkehrsdezernat mit.

Kassensturz: Letzter Groschen. Foto: Ralf Julke
Politik·Leipzig

Leipzig war an der Stellungnahme des Deutschen Städtetages zur Sanktionspraxis der Jobcenter nicht beteiligt, aber Stefan Hahn findet Sanktionen prima

Das dürfte dann auch in der Fraktion der Freibeuter für Stirnrunzeln sorgen: Auf drei durchaus berechtigte Fragen zur Sanktionspraxis in den Jobcentern hat OBM Burkhard Jung jetzt geantwortet. Und seine Antwort macht ziemlich deutlich, dass er das Thema ungern auf dem Tisch haben möchte. Eine durchaus seltsame Stellungnahme zur Sanktionspraxis hatte der Deutsche Städtetag nämlich im Februar abgegeben.

Wohnadresse: Parkhäuschen. Foto: Ralf Julke
Politik·Sachsen

Landtagsabgeordnete fordert eine sächsische Wohnungslosenstatistik und einen besser finanzierten sozialen Wohnungsbau

Es gibt kaum einen Bereich der Bundespolitik, in dem nicht das fatale neoliberale Denken für gravierende Störungen gesorgt hat. Die Wohnungspolitik gehört ganz zentral dazu. Viele Großstädte leiden unter Wohnungsmangel und zum Teil stark gestiegenen Mietniveaus, die sich Normal- und Geringverdiener nicht mehr leisten können. Doch ein belastbares soziales Wohnungsbauprogramm fehlt. Nun alarmieren neue Rekordzahlen bei Wohnungslosen.

Handwerkskammerpräsident Klaus Gröhn. Foto: HWK zu Leipzig
Wirtschaft·Leipzig

Verkehr in Leipzig: Wirtschaftskammern verschlafen Anschluss an gesellschaftliche Wirklichkeit

Es gibt wenige Städte, die sich so intensiv mit der Lösung ihrer Verkehrsprobleme beschäftigen, wie Leipzig. Über sechs mögliche Mobilitätsszenarien beraten die Stadtratsfraktionen jetzt bis zum Frühjahr, sechs Szenarien, die Wege beschreiben, wie der anstehende Verkehrskollaps vermieden werden kann. Nur einer spielt nicht mehr mit: Klaus Gröhn, der Präsident der Leipziger Handwerkskammer. Und in der LVZ fand er sein williges Sprachrohr. „Dubrau muss weg“, durfte der Handwerksmeister dort am Freitag, 17. November, lautstark fordern. „Wir brauchen eine 180-Grad-Wendung in dieser Stadt. Nicht morgen, sondern sofort.“

Telefonüberwachung im Umfeld von Chemie Leipzig. Foto: Ralf Julke
Leben·Fälle & Unfälle

Abhörskandal in Leipzig: Justizminister räumt drei weitere Ermittlungen ein, verweigert aber konkrete Zahlen

Der Abhörskandal um den Fußballverein BSG Chemie Leipzig hat eine weitere Dimension angenommen. Nicht wirklich erst jetzt. Denn die Vorgänge laufen nun schon seit Jahren. Einer ist mit dem anderen verquickt. Aber statt transparent zu informieren, gibt die sächsische Staatsregierung immer nur Häppchen-Informationen frei. Immer nur das, was Abgeordnete wie Valentin Lippmann konkret nachgefragt haben. Und was in Teilen durch die L-IZ.de und LEIPZIGER ZEITUNG bereits seit August 2017 bekannt ist.

Präsentation, Podiumsdiskussion, Workshops: Der Plenarsaal von Schloss Hartenfels stand am 14. November ganz im Zeichen des Projekttags Demografie. Foto: Landratsamt Nordsachsen
Politik·Region

Wie geht der Landkreis Nordsachsen jetzt mit der demografischen Entwicklung um?

Am Dienstag, 14. November, gab es im Schloss Hartenfels in Torgau einen Projekttag Demografie. Da stellte das Institut für Länderkunde die Ergebnisse einer kleinen Demografie-Studie zum Landkreis Nordsachsen vor. Die der Landkreis natürlich aus gutem Grund bestellt hat: Man braucht belastbare Zahlen, um die richtigen Weichen für die Zukunft zu stellen. Wir haben Landrat Kai Emanuel (parteilos) mal gefragt, wie er das sieht.

Harald Gülzow vom VSR bei Analysen im Labormobil. Foto: VSR
Wirtschaft·Metropolregion

Neue Nitratkarte des VSR bestätigt auch die lasche Wasserschutzpolitik in Sachsen

Nitratbelastung im Grundwasser ist eindeutig ein Problem der modernen Landwirtschaft. Das zeigt auch die neue Karte zur Nitratbelastung, die der VSR-Gewässerschutz erstellt hat. Die rote Farbe für die hochgradig belasteten Grundwasserkörper befindet sich sämtlich in landwirtschaftlich intensiv bewirtschafteten Regionen. Und Sachsen-Anhalt und Nordwestsachsen gehören zu diesen hochgradig belasteten Regionen.

Günter Thiele: Gohlis, Tempera auf Hartfaser, 2017 (Ausschnitt). Foto: Galerie Schwind
Kultur·Ausstellungen

Die entschleunigten Stadtlandschaften des Günter Thiele

Ab Samstag, 18. November, würdigt die Galerie Schwind einen der stilleren unter den Leipziger Malern: den 1930 geborenen Günter Thiele. Ihn hat vor allem das Leipziger Stadtbild in Bann geschlagen, das bei ihm wie eine Kulisse funktioniert, in der Menschen unterwegs sind. Fast traumhaft wirken die in zurückhaltenden Farben gemalten Bilder.

Zugang zum agra-Park an der Bornaischen Straße. Foto: Ralf Julke
Politik·Brennpunkt

Das dritte Konzept zum agra-Gelände zerrupft die beiden ersten Konzepte fast komplett in der Luft

Für FreikäuferKann man aus dem am 9. November vorgelegten „Mittelfristigen Entwicklungskonzept des agra-Areals in Leipzig-Dölitz“ wirklich nur herauslesen, dass das Gelände an der Bornaischen Straße zur „städtebaulichen Reservefläche“ erklärt werden soll? Eigentlich nicht. Tatsächlich ist die Vorlage, die vom Dezernat Stadtentwicklung und Bau gemeinsam mit dem Dezernat Wirtschaft und Arbeit erstellt wurde, das amtliche Eingeständnis, dass die beiden vorhergehenden Konzepte Pfusch waren.

Protestbanner mit der Mahnung Lehrstellen KEINE Leerstellen1
Bildung·Leipzig bildet

Vorschläge des sächsischen Bildungsministers zum Lehrerproblem stoßen bei Landtagsfraktionen auf eine Menge Skepsis

Es klingt nur gut, wenn man politische Ankündigungen gut findet, wie sie in Sachsen üblich sind. Und aus der Bildungspolitik kennt man solche Ankündigungen schon zur Genüge. Sie versprachen schnelle Verbesserungen im Hauruckverfahren. Aber tatsächlich sollte stets alles beim Alten bleiben. Deswegen sind die Reaktionen auf die Ankündigungen von Kultusminister Frank Haubitz sehr gemischt.

Zusammenhalt und Schulterschluss. Foto: Ralf Julke
Politik·Sachsen

Die Gründung eines CDU-nahen Instituts für 37 Millionen Euro ist nun hoffentlich vom Tisch

Es wird nun wohl doch nicht das befürchtete Gefälligkeitsinstitut, wie es sich einige sächsische Strippenzieher gewünscht haben, dieses „Institut für gesellschaftlichen Zusammenhalt“, für das das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) jetzt Interessenbekundungen bis spätestens zum 1. März 2018 einsammelt. Und zwar für zehn beteiligte Institutionen und einen ganzen Strauß von Forschungsfeldern.

Präsentation, Podiumsdiskussion, Workshops: Der Plenarsaal von Schloss Hartenfels stand am 14. November ganz im Zeichen des Projekttags Demografie. Foto: Landratsamt Nordsachsen
Politik·Region

Demografie-Studie des IfL zu Nordsachsen zeigt die wichtigen Einflüsse Leipzigs und eines funktionierenden ÖPNV

Leipzig wächst. Doch wie wirkt sich das auf den angrenzenden Landkreis Nordsachsen aus? Wie entwickeln sich die Regionen in unmittelbarer Nachbarschaft der Großstadt? Und wie verändern sich diese Entwicklungsprozesse, je weiter man in den ländlichen Raum vordringt? Um diese und weitere Fragen zu beantworten, hat der Landkreis eine wissenschaftliche Untersuchung demografischer Tendenzen beim Leipziger Leibniz-Institut für Länderkunde (IfL) in Auftrag gegeben.

Kai-Heinrich Long: Luz Long - eine Sportlerkarriere im Dritten Reich. Foto: Ralf Julke
Bildung·Bücher

Ein Buch voller Bilder und Dokumente über den Leipziger Weitspringer Luz Long

Für FreikäuferIn Leipzig war er nie ganz vergessen: Dr. Carl Ludwig Hermann Long, besser bekannt als Luz Long, der Mann, der bei den Olympischen Spielen 1936 in Berlin nicht nur die Silbermedaille im Weitsprung gewann, sondern dessen Foto Seite an Seite mit dem Sieger Jesse Owens um die Welt ging und bis heute als Ikone für die völkerverbindende Rolle des Sports steht. Und Luz Long, so stellt Kai-Heinrich Long fest, stand in seiner ganzen Sportlerkarriere für diese Haltung.

Bekommt Leipzig ein Filmkunsthaus? Montage: L-IZ
Kultur·Film & TV

Stadtratsantrag: Stadt soll bei der Suche nach einem Ort für ein Filmkunsthaus helfen

Mit der ehemaligen Skala in der Gottschedstraße hat es nicht geklappt. Die Cinémathèque e.V. hätte hier nur zu gern ein innenstadtnahes Filmkunsthaus eröffnet. Aber den Zuschlag bekam am Montag, 13. November, im Grundstücksverkehrsausschuss die Kulturstätten Jäger GmbH & Co. KG i. G., die hier dem Jazzclub Leipzig e. V. ein Zuhause geben will. Und die Cinémathèque? Da muss jetzt die Stadt helfen, finden SPD, Linke und Grüne.

Linda Hawken (Managing Director, Peters Europe), Kathryn Knight (CEO, Tido), Nicholas Riddle (CEO, Edition Peters Group) im Salon in der Talstraße 10 (Verlagssitz und Grieg-Begegnungsstätte). Foto: Rainer Justen
Kultur·Musik

Leipzigs ehrwürdiger Musikverlag Peters bietet Musik jetzt auch als App an

Es gibt ihn noch: Den 1800 gegründeten Leipziger Musikverlag Edition Peters. Und es gibt auch noch die vor 150 Jahren gegründete Grüne Reihe. Und nun versucht der renommierte Musikverlag, auch mal was Neues fürs digitale Zeitalter anzubieten mit der Erwartung, dass das einen grundlegenden Wandel in der Musikbranche anstößt, diesmal mit der digitalen Plattform Tido.

Hummel bei der Arbeit. Foto: Ralf Julke
Bildung·Leipzig bildet

Wie Staunen über biologische Phänomene den Biologieunterricht spannend machen kann

Für FreikäuferDas ist mal ein Beitrag aus dem Kosmos der Uni Leipzig. Auch dort macht man sich Gedanken darüber, warum und wie Menschen denken oder auch nicht. Und warum Bildung in Deutschland irgendwie nicht richtig funktioniert. Möglich, dass jetzt in Leipzig ein kleiner Schritt getan wird, die falsche Denkweise, die unser Bildungssystem zerstört hat, aufzulösen. Denn dass ausgerechnet die naturwissenschaftlichen Fächer immer unbeliebter werden, hat Gründe. Und es ist eine Katastrophe.

275 Jahre Gewandhaus. Foto: Ralf Julke
Kultur·Musik

Grüne: Die fehlenden 75.000 Euro fürs Open air im Rosental sollte das Gewandhaus doch wohl selbst erwirtschaften

So geht es nicht, findet die Grünen-Fraktion. 29 Millionen Euro Zuschuss für das Gewandhausorchester sollten doch wirklich genug sein. Auch um das eintrittsfreie Bürgerkonzert „Klassik airleben im Rosental“ zu finanzieren. Aber das Gewandhaus hat 2018 gleich ein Doppel-Feierprogramm aufgelegt. Und das kostet richtig Geld – man feiert 275 Jahre Gewandhausorchester. Und gleichzeitig soll der neue Kapellmeister mit einem großen Programm gewürdigt werden.

Die Grünfläche in der Eigenheimstraße in Dölitz. Foto: Ralf Julke
Politik·Brennpunkt

Der Stiftungspark in der Eigenheimstraße muss erhalten bleiben!

Der NABU hat es schon sehr ausführlich erklärt, was eigentlich an biologischer Vielfalt verloren geht, wenn Leipzigs alte Bäume immer öfter der Säge zum Opfer fallen. Das betrifft nicht nur den alten Baumbestand auf der Grünfläche an der Eigenheimstraße. Aber hier wird deutlich, wie schnell vollmundige Ansagen zur Biodiversität der Baunot geopfert werden. Das thematisiert jetzt auch der Ökolöwe.

Anwohner auf der umkämpften Grünfläche an der Eigenheimstraße. Foto: Bürgerinitiative Johannishöhe
Politik·Engagement

Anwohner melden sich zum Erhalt der wertvollen Grüninsel in Dölitz zu Wort

Die Stadt Leipzig meint, sie könne auf den Kita-Standort an der Eigenheimstraße in Dölitz nicht verzichten. Die Anwohner wehren sich. Auch mit Verweis auf den gewachsenen Baumbestand. Darin bekommen sie auch Unterstützung von Leipzigs Naturschutzverbänden. Doch mit einem Finden von Ausweichstandorten tut sich die Stadt schwer. Also wenden sich die Anwohner vor den nächsten Ratsversammlung noch einmal an die Öffentlichkeit.

Wie knackt man diese Nüsse? Foto: Ralf Julke
Bildung·Medien

Backfire-Effekt: Wie heißt denn der objektive Oberschlaukopf in unserer Redaktion?

Nicht jeder Dieter ist so ein Dieter, wie wir ihn in unserem Beitrag „Dieters Leserbrief oder Wie man Kommunikation gezielt zerstört“ geschildert haben. Und mancher fühlt sich angesprochen, obwohl er gar nicht gemeint war. Aber reagiert trotzdem, so wie Dieter Krause, der tatsächlich emsig mitliest bei uns. Und auch eine dezidierte Meinung hat zu den Themen der Zeit. Und zu Medien.

Konjunktur im Kammerbezirk Leipzig. Grafik: IHK zu Leipzig, Foto: L-IZ
Wirtschaft·Leipzig

Geschäfte laufen, Kapazitäten werden ausgeweitet, Personal wird immer knapper

Was für ganz Sachsen gilt, gilt auch für den IHK-Bezirk Leipzig. Die Wirtschaft brummt, die Auftragsbücher sind voll. Und seit dem Frühjahr ist die Stimmung auf einem Allzeithoch. Eine aktuelle Geschäftslage auf Topniveau und nur geringfügig schwächere Prognosen lassen den IHK-Geschäftsklima-Index erneut auf seinem erst im Frühjahr erreichten Allzeithoch von 133 Punkten einpegeln, meldet die IHK zu Leipzig.

Erklärungstafeln zum Alten Johannisfriedhof auf dem Johannisplatz. Foto: Ralf Julke
Politik·Brennpunkt

Die Stadt soll mehr tun für Erhalt und Pflege des Kulturgutes „Alter Johannisfriedhof“

In der Ratsversammlung am 15. November wird auch erstmals ein Antrag behandelt, den der Seniorenbeirat der Stadt formuliert hat. Der zeigt sich höchst besorgt über den Vandalismus auf dem Alten Johannisfriedhof hinter dem Grassi-Museum, der seit 1995 als museale Grabanlage geöffnet ist und einer der Orte, an denen Leipziger Stadtgeschichte namhaft besichtigt werden kann. Tut die Stadt nicht genug zum Erhalt des Kleinods?

Ein legales Graffiti entsteht. Foto: Frank Willberg
Politik·Engagement

Warum es in der Leipziger Graffiti-Prävention klemmt

Leipzig ist eine Hochburg illegaler Graffiti geworden – trotz oder gerade wegen einer jahrelangen Politik der harten Hand. Seit Ende 2013 setzt sich zwar die Einsicht durch, dass Prävention statt Bestrafung der aussichtsreichere Ansatz ist. Nur mangelt es bislang an finanziellen Mitteln.

BIP-Entwicklug in den sächsischen Kreisen seit 2010. Grafik: Freistaat Sachsen, Landesamt für Statistik
Politik·Kassensturz

Die Region Leipzig wächst, während der Rest von Sachsen schrumpft

Sachsen schrumpft wieder. Nachdem der Freistaat von 2014 auf 2015 offiziell wieder einen Einwohnerzuwachs von 30.000 hatte, weisen die jüngsten Zahlen des Statistischen Landesamtes für September 2016 darauf hin, dass der kurze Schub durch die Aufnahme von Asylsuchenden ausgereizt ist. Die offizielle Einwohnerzahl ging von 4,084 auf 4,080 Millionen zurück. Es dominiert wieder die demografische Entwicklung von vor dem Sommer 2015.

Mediennutzung in Sachsen. Grafik: Dimap, CDU-Fraktion Sachsen
Politik·Kassensturz

Bei jungen Sachsen wurde der Informationskanal Fernsehen längst vom Internet als Informationsquelle abgelöst

In ihrem „SachsenBarometer“ hat die sächsische CDU-Fraktion durchaus auch ein Thema abfragen lassen, das die Frage umreißt: Wie und wo informieren sich die Bewohner des Freistaats eigentlich über Politik? Wer ist also letztlich dafür verantwortlich, wie gut oder schlecht informiert die Bürger in Sachsen sind? Die schlechte Nachricht für „Bild“ und Freunde: Boulevardpresse scheint nicht zu den gefragten Medien zu gehören.

Das Projekt „LZ TV“ (LZ Television) der LZ Medien GmbH wird gefördert durch die Sächsische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.

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