Beiträge von Ralf Julke

Die Start- und Landebahn Süd (rechts im Bild) hat An- und Abflugschneisen, die über deutlich dichter besiedeltes Gebiet führen. Foto: Flughafen Leipzig / Halle, Uwe Schoßig
Politik·Region

Eiertanz um Triebwerksprobeläufe und Zahlensalat beim Schallschutzprogramm

Es gärt im Leipziger Nordwesten. So sauer waren die Aktiven in den diversen Bürgerinitiativen lange nicht. Und sie haben sich auch noch nie so verschaukelt gefühlt. Seit Februar wissen sie nun, dass der Flughafen das versprochene passive Schallschutzprogramm noch nicht mal zur Hälfte geschafft hat. Und beim Thema Triebwerksprobeläufe im Freien macht ein dubioses Gutachten von sich reden.

Kundenberatung im Sozialwarenhaus. Foto: Sozialwarenhaus Leipzig
Politik·Engagement

Fünf Jahre Sozialwarenhaus Leipzig: Einladung zum Geburtstagsbesuch am 31. März und 1. April

Es hat sich etabliert, obwohl es am Ende der Eisenbahnstraße ein wenig abseits gelegen ist. Aber wer sucht, der findet das Sozialwarenhaus im Leipziger Osten auch. Und er findet hier auch für ein kleines Budget Ausstattungsstücke, die man im Haushalt braucht. Nicht jeder kann sich leisten, alles neu anzuschaffen, wenn er eine Familie oder einen Haushalt gründet. Und jetzt feiert das Projekt sogar schon seinen fünften Geburtstag.

Straßenbahn der Linie 9 an der Haltestelle Wilhelm-Leuschner-Platz. Foto: Ralf Julke
Wirtschaft·Mobilität

Auch die Linke weist die LVZ darauf hin, dass die Diskussion um alternative Finanzierungsmöglichkeiten für den ÖPNV erst begonnen hat

LeserclubWie ärgert man die Grünen am besten? Irgendwie so scheint man sich im Hause LVZ zu fragen, wenn man wieder was Neues zum ÖPNV schreibt. Wie am Dienstag, 24. März. Da sollte ein Statement des Grünen-Kreisverbandes ins Blatt zur anrollenden Diskussion über die Finanzierung des ÖPNV. Aber das kann man ja wohl so nicht stehen lassen. Oder? Also ruft man mal wieder bei CDU-Stadtrat Konrad Riedel an.

Blick über den Zwenkauer See zum Kohlekraftwerk Lippendorf. Foto: Ralf Julke
Politik·Sachsen

Sachsens Wirtschaftsminister träumt noch immer den Traum von der Übergangstechnologie Kohleverstromung

Hat Sachsens SPD nicht davon geträumt, vielleicht mal den Ministerpräsidenten zu stellen? Wenn das so gewesen sein sollte, dann hat sie den Traum aber schnell wieder begraben. Auch gleich noch für die nächste Wahl. Denn eigenständige Politik sieht anders aus - auch in Energiefragen. Wer im Jahr 2015 noch derart kohlegläubig ist, enttäuscht nicht nur seine Wähler in der Lausitz.

Auch in Leipzig muss der soziale Wohnungsbau wieder in Gang kommen. Foto: Ralf Julke
Wirtschaft·Verbraucher

Kein Bedarf für Mietpreisbremse in Sachsen – aber für ein echtes Wohnungsneubau-Konzept

Der IVD Deutschland Mitte-Ost ist - der Name sagt es ja schon - der Verband der Immobilienberater, Makler, Verwalter und Sachverständigen, die alle mit dem Makeln, Verwalten und Vermieten von Immobilien (also auch Wohnungen) gutes Geld verdienen. Vor seiner Frühjahrsfachtagung hat der Verband Mitte-Ost schon mal Stellung bezogen zum in Sachsen befürchteten Mietpreisanstieg. Den gäbe es bestenfalls nur moderat, meint der Vorsitzende.

Kassensturz. Foto: Ralf Julke
Politik·Kassensturz

Wenn das BIP steigt, steigt auch die Beschäftigung in Sachsen, nicht wahr?

Wir leben in einer Gesellschaft, die gern so tut, als könne sie in die Zukunft sehen und alles berechnen. Auch Wirtschaftswachstum und Arbeitslosigkeit. Breitbrüstig vermeldete nun am Montag, 23. März, die Arbeitsagentur Sachsen: "Arbeitsmarkt 2015 weiter auf Erfolgskurs". Grundlage sind Hochrechnungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Hochrechnung, nicht Prognose.

Noch ist Griechenland im Euro. Foto: Ralf Julke
Bildung·Medien

Warum laufen Journalisten den Meinungsmachern aus Banken und Regierungskreisen so blindlings hinterher?

Es ist erstaunlich. Und es fällt auf, dass es da draußen bei den großen, namhaften Medien tatsächlich noch Kollegen gibt, die ihr Handwerkszeug nicht verlernt haben und sich von den Verlautbarungen von Regierungen und Think Tanks nicht einfach an der Nase herumführen lassen. Seit ein paar Tagen mehren sich die vernünftigen Stimmen zum Thema Griechenland. Ein letzter Auslöser war der in der Talkshow "Günther Jauch" gezeigte Stinkefinger.

Heike Guderjahn (Hrsg.): April, Sturm und andere Turbulenzen. Foto: Ralf Julke
Bildung·Bücher

13 Geschichten über das, was manche Leute tatsächlich verzweifelt Liebe nennen

Die Edition Büchergilde widmet sich einem Bereich der Lesewelt, in dem nicht mehr gar so viele Verlage unterwegs sind: dem schönen Buch, will heißen: dem auch grafisch aufwändig gestalteten Buch. Dazu werden gern hochkarätige Grafiker und Grafikerinnen eingeladen, die mit dem Buch dann ein paar Dinge anstellen können, die dem Leser ein zusätzliches Lesevergnügen bereiten. Oder die Stimmung verdoppeln, die schon der Text auf den Seiten erzeugt.

Startender Aerologic-Frachter auf dem Flughafen Leipzig / Halle. Foto: Flughafen Leipzig / Halle, Uwe Schoßig
Politik·Region

Am 25. März bekommt die Fluglärmkommission Leipzig/Halle einen Stapel von Anträgen zum Lärmschutz auf den Tisch

Es ist mal wieder Termin für ein Kaffeekränzchen am Mittwoch, 25. März. Dann trifft sich die Fluglärmkommission des Flughafens Leipzig/Halle zu ihrer März-Sitzung. Eigentlich nichts Schlimmes und Weltbewegendes. Sie hat nur beratenden Charakter, könnte also ohne Bauchgrimmen lauter Beschlüsse fassen, die die Lärmbelastung für die Anwohner des Flughafens mindern. Aber so betrachtet diese Kommission ihre Arbeit nicht.

Die Mitglieder im Grünen Ring Leipzig - mit Peter Bringer, dem Bürgermeister von Pegau, samt Blumenstrauß im Vordergrund. Foto: Grüner Ring Leipzig
Politik·Region

Stadt Pegau ist jetzt Mitglied im Ring und für´s Tourismuskonzept braucht’s jetzt ein Umsetzungsmanagement

Am 13. März - das ist schon ein Weilchen her - trafen sich die Bürgermeister und Vertreter des Grünen Rings Leipzig zur Haushalts-Konferenz, diesmal im Pegauer Rathaus. Es war ein gemeinsamer Antritts-Besuch in einer neuen Mitgliedskommune, denn die Stadt Pegau hat am 10. Dezember 2014 mit großer Stadtrats-Mehrheit den Beitritt zum Grünen Ring Leipzig beschlossen. Aber nicht nur um Neuling Pegau ging es - auch um Geld und Zukunftspläne.

Und die Lufttemperatur sank während „SOFI2015" gegen 10:30 Uhr in Leipzig um ca. 2 Grad (roter Pfeil). Grafik: Tropos.de
Bildung·Forschung

Am TROPOS-Institut wurde auch der Rückgang von Lufttemperatur und Strahlungsleistung gemessen

Nicht nur beim mitteldeutschen Netzbetreiber Mitnetz Strom hat man am Freitag, 20. März, auf die Messgeräte geschaut, um eventuell eingreifen zu können, falls die partielle Sonnenfinsternis vielleicht doch den Netzbetrieb beeinträchtigt hätte. Auch die Leipziger Troposphärenforscher haben die Chance genutzt. Kommt ja nicht so oft vor, dass der Mond hilfreiche Steilvorlagen liefert.

Planungsunterlagen sind für die meisten Bürger ein Buch mit sieben Siegeln. Grafik: Hitschfeld Büro für strategische Beratung GmbH
Politik·Engagement

Neue Hitschfeld-Studie bestätigt Wunsch der Bürger nach frühzeitiger Projekt-Information und Beteiligung

Irgendwann bekommt Uwe Hitschfeld sicher einen Preis für das, was er tut. Muss ja nicht das Bundesverdienstkreuz sein. Kann auch eine einfache Medaille sein, die ihm ein glücklicher Bürgermeister ans Revers heftet. Denn der Unternehmensberater, einst Bürochef von OBM Hinrich Lehmann-Grube (SPD), forscht auf dem wohl wichtigsten Feld der modernen Politik: der Bürgerbeteiligung. Und zwar richtig.

Die Kindertagesstätte "Schatzkiste" in der Kregelstraße. Foto: Ralf Julke
Leben·Familie & Kinder

Nach „Unikat“ hat auch „Schatzkiste“ eröffnet – nächstes Richtfest in Leutzsch

Baustein für Baustein kommt dazu. Bis zum Sommer hofft Leipzigs Sozialbürgermeister, endlich eine Entspannung beim Angebot der Leipziger Kindertagesplätze zu schaffen. Kurzzeitig, weil dann ein kompletter Jahrgang wieder in die Schule wechselt. Danach wird's zwar wieder voller. Aber es werden ja auch noch weitere Kindertagesstätten gebaut. Zwei besondere haben in den letzten Tagen ihre Inbetriebnahme gefeiert.

Jörg Mühle, Moni Port: Was liegt am Strand und redet undeutlich? Foto: Ralf Julke
Bildung·Bücher

Ein Bilderbuch voller Kinder-Rätsel-Quatsch aus einem Frankfurter Zahnarztlabor

Da sind die beiden wohl einfach über den Flur gelaufen: Moni Port und Jörg Mühle, beide Mitglied der Labor Ateliergemeinschaft. Das ist eine Gemeinschaft von freiberuflichen Grafikdesignerinnen, Gestalterinnen, Illustratorinnen und Illustratoren in Frankfurt am Main, zu Hause in einer ehemaligen Zahnarztpraxis. Wahrscheinlich genau der richtige Raum, um auf richtig kindische Ideen zu kommen. Wie nun auf diese.

Hans Teutsch im Trikot von Schild Leipzig, 26.12.1935. Foto: privat
Bildung·Zeitreise

Ü40-Fußballer von Roter Stern Leipzig haben Stolpersteine für Familie Teutsch ermöglicht

Am Samstag, 21. März, war wieder einmal Stolperstein-Tag in Leipzig. An zehn Orten wurden weitere 22 Stolpersteine verlegt, die an Opfer der NS-Diktatur in Leipzig erinnern. Diesmal spielte auch der Leipziger Sport eine Rolle: Die Ü40-Fußballabteilung des Sportvereins Roter Stern Leipzig '99 e. V. und Cordula Schröder ließen in der Eutritzscher Straße 45 Stolpersteine anbringen, die an die Familie Teutsch erinnern.

Untergebracht ist das Nachbarschaftscafé im Pfarrhaus Dresdner Straße 59. Foto: Ralf Julke
Politik·Engagement

Neuer Treff in Reudnitz soll einladen zum Reden, Basteln, Backen und vor allem zum Mitmachen

Am Freitag, 27. März, eröffnet im Stadtteil Reudnitz ein neues Café, ein besonderes: ein Nachbarschafts-Café. Es soll ein Treffpunkt werden, der das Quartier beleben und Menschen unterschiedlicher Herkunft, Kultur, Sprache und Religion sowie verschiedenen Alters zusammenbringen kann. Sozusagen eine Ergänzung zum Vereinshaus Leipziger Osten auf der anderen Straßenseite. Hier soll man herkommen, wenn man mit anderen zusammen sein will.

Protestbanner an Gebäude.
Bildung·Leipzig bildet

Der Pressesprecher der Leipziger Archäologie über Bewerber, Ansehen und die wichtige Frage nach unserer Identität

"Archäologie Leipzig darf weiter immatrikulieren", freute sich in dieser Woche der Fachschaftsrat (FSR) Archäologie der Uni Leipzig. Der Studiengang Archäologie der Alten Welt darf zum kommenden Wintersemester neue Studierende aufnehmen. „Dem Rektorat liegen zur Zeit keine Aufhebungs- oder Aussetzungsbeschlüsse für die Archäologie der Alten Welt vor. Dementsprechend wird also auch im Wintersemester 2015/16 weiterhin in die benannten Studiengänge immatrikuliert“, teilte die Rektorin der Uni, Prof. Beate Schücking, mit.

Trinkwasserverbrauch in Deutschland. Karte: Stop the Water while using me
Wirtschaft·Verbraucher

„Wassersparmeister“ Leipzig und die Trinkwasserprobleme in der Lausitz

Am heutigen 22. März ist UNO-Weltwassertag. Da gibt es auch wieder die üblichen Vergleiche. Wie von Lottmann PR, das dieser Tage die aktuellen Vergleichstabellen herumgeschickt hat - samt einer Karte, die man gleich mal "Wasserverbrauchs-Atlas" genannt hat. In dem Sachsen natürlich auffällt: "Nordrhein-Westfalen ist Spitzenreiter - 135 Liter sickern hier pro Person täglich durch die Abflüsse. Sachsen hingegen zeigt sich mit nur 84 Litern pro Tag besonders sparsam."

Tobias Prüwer, Franziska Reif, Tim Tepper: Weltnest Leipzig. Foto: Ralf Julke
Bildung·Bücher

Ein Lesebuch über die 13 plus x Aliasse des Weltnestes Leipzig

Leipzig steckt mitten drin im Jahr seiner 1.000-jährigen Erwähnung in der Chronik des Thietmar von Merseburg. Und es mehren sich nun die Publikationen, die sich mit dem Großen und Ganzen und Bunten beschäftigen. Dazu gehört auch dieses gar nicht so dünne Lesebuch, in dem die drei Autoren versuchen, das Weltnest mit all seinen Zuschreibungen in 14 Kapiteln auf den Punkt zu bringen. Was schlicht unmöglich ist.

Kann noch etwas länger im Betrieb bleiben: Der 2006 erbaute Block R im Kraftwerk Boxberg (vorn). Foto: Bernd Schnabel / Vattenfall
Wirtschaft·Metropolregion

Die alten Boxberg-Blöcke müssten noch vor 2020 vom Netz

Ganz so neu, wie es Dr. Gerd Lippold, der energiepolitische Sprecher der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Sächsischen Landtag, empfindet, ist der Vorstoß der Bundesnetzagentur nicht. Aber in Sachsen, wo CDU und SPD immer noch auf Kohlekraftwerke setzen, wirkt jede Meldung, dass die alten Meiler bald abgeschaltet werden müssen, wie ein Sonnenstrahl im Dunst.

Mitten im Neuseenland: Blick über den Cospudener See. Foto: Ralf Julke
Politik·Region

Charta 2030 wird am 13. April in Leipzig vorgestellt und soll Ende Mai auf dem Schiff unterzeichnet werden

Mit Geduld und Spucke geht's langsam voran im Leipziger Neuseenland. Nach fast vier Jahren Arbeit kommt jetzt auch der Beteiligungsprozess zur "Charta Leipziger Neuseenland" so langsam auf die Zielgerade. Ein Papier, zu dem Dr. Gerhard Gey, Landrat des Landkreises Leipzig und Sprecher der Steuerungsgruppe Neuseenland, am Freitag, 20. März, schon einmal sagte: "Ich glaube, dass wir damit Maßstäbe gesetzt haben."

Jörg Dietrich: Panorama des Leipziger Rings. 1850 / 2015. Foto: Ralf Julke
Bildung·Bücher

Das Panorama des Leipziger Rings in einem Bildband: die Pracht von 1840 und die Brillanz von 2015

Der Leipziger Ring - den Leipzigern war er schon seit Jahrzehnten ein Begriff. Es gibt nur wenige Städte, in denen man so einfach um den alten Stadtkern herumfahren kann. Aber international bekannt wurde die Straßenrunde erst 1989, als hunderttausende Leipziger bei ihren Demonstrationen auf eben diesem Ring den Verkehr lahm legten und Reformen erzwangen. Nun bekommt der Ring auch mal ein Buch.

Verlauf Einspeisung von Photovoltaik-Anlagen im Netzgebiet der Mitnetz Strom am 20. März 2015. Grafik: Mitnetz Strom
Wirtschaft·Metropolregion

Bei der Mitnetz Strom musste nicht mal steuernd eingegriffen werden

Selbst bei der L-IZ liefen vor diesem 20. März die E-Mail-Fächer über. Ein ganzes Rudel seltsamer Agenturen hatte sich darauf versteift, die Medien mit Paniktexten zur partiellen Sonnenfinsternis zu beglücken. Etliche Medien haben das Panik-Spiel mitgemacht, obwohl ein simpler Anruf bei den Netzbetreibern genügt hätte, um dieser sinnlosen Geschichte den Boden zu entziehen. Denn die Netzbetreiber können mit solchen Dingen schon lange umgehen.

Sabine Ebert: 1815. Blutfrieden. Foto: Ralf Julke
Bildung·Bücher

Zwischen Leipzig und Waterloo wurden die Grundmuster des 19. Jahrhunderts geschaffen

Es ist ein facettenreiches Plädoyer gegen den Krieg, das Sabine Ebert mit "1815.Blutfrieden" geschrieben hat, das nicht nur Jette in den dunklen Tagen des Krieges zeigt, sondern auch die Soldaten der unterschiedlichsten Armeen. Natürlich der sächsischen, die am 18. Oktober 1813 endgültig zwischen alle Fronten geriet, weil ihr greiser und entscheidungsschwacher König längst auf der falschen Seite stand, unbelehrbar - wie eine ganze Reihe honoriger Fürsten in diesem Buch.

Sabine Ebert: 1815. Blutfrieden. Foto: Ralf Julke
Bildung·Bücher

Sabine Ebert hat ein Panorama einer fast vergessenen Epoche der deutschen Geschichte gezeichnet

Es ist - wie schon "1813. Kriegfeuer" - ein wuchtiges Stück Buch: 1.080 Seiten. Das ist selbst im Genre des historischen Romans ein seltener Umfang. Aber von Sabine Ebert kennen es die Leser: die Sprachwissenschaftlerin gibt Stoff, wenn sie eintaucht in die Geschichte. Denn sie hat ihn. Bevor sie die erste Zeile schreibt, hat sie ganze Bibliotheken durchackert. Und zwar keine wohlsortierten.

In diesem Straßenabschnitt der KarLi müssen die Freisitzflächen künftig schmaler werden. Foto: Ralf Julke
Politik·Brennpunkt

Karli-Freisitze zwischen Körner- und Shakespearestraße müssen für ordentlichen Fußweg schmaler werden

"Schock!!!!", meldete die IG Karli im Dezember. Da hatte die Interessengemeinschaft der Gewerbetreibenden auf der Karl-Liebknecht-Straße mal wieder einen neuen Gestaltungsentwurf für die künftigen Gehwege auf der KarLi zu Gesicht bekommen - und sah die schönen breiten Freisitzflächen radikal verkleinert. Was war da los? Noch im Dezember trommelte man Stadtplaner und Stadträte zusammen, sich das Malheur zu betrachten.

Auch die alten Regalschilder haben die beiden Bücherretter aufbewahrt. Foto: Thomas Schmidt-Lux
Kultur·Lebensart

Gewerkschaftsbibliothek des VEB Chemieanlagenbaukombinat Leipzig-Grimma leiht zum letzten Mal ihre Bücher aus

Bücher ausleihen ohne sie zurückgeben zu müssen? Wo gibt's denn sowas? - Am Samstag, 21. März, beim Westbesuch auf der Karl-Heine-Straße. Ein kleines historisches Ereignis, mit dem die beiden Leipziger Thomas Schmidt-Lux und Hanjörg Pfettscher auch noch einmal an ein Stück Leipziger Wirtschaftsgeschichte erinnern, als Industriebetriebe in Leipzig sogar noch eigene Gewerkschaftsbibliotheken unterhielten. Mit Marx und Lenin, versteht sich.

Bildungsreport Leipzig 2014. Cover: Stadt Leipzig
Bildung·Leipzig bildet

Leipzigs Bildungsreport 2014 formuliert diesmal einen eindringlichen Alarmruf an eine reformresistente Landesregierung

Eigentlich ist es ein Alarmruf, den Leipzigs Sozialbürgermeister Thomas Fabian jetzt veröffentlicht hat. Denn der "Bildungsreport 2014" hat es in sich. Er zeigt eine Stadt, die zunehmend echte Integrationsprobleme bekommt, weil vor allem an der Schule in Sachsen gespart wird. Nicht ohne Grund ziert die entsprechende Website das Kennedy-Zitat: "Es gibt nur eine Sache auf der Welt, die noch teurer ist als Bildung: Keine Bildung."

Wird als Interim-Erstaufnahmeeinrichtung vorbereitet: Friederikenstraße 37. Foto: Ralf Julke
Politik·Sachsen

Sachsens Innenministerium hat die Kommunikation mit der Stadt Leipzig tatsächlich dem Eigentümer der Friederikenstraße 37 überlassen

Genügt die Kommunikation der Sächsischen Staatsregierung, wenn es um die Einrichtung von Erstaufnahmeeinrichtungen für Asylsuchende geht - oder nicht? Das wollte die Grünen-Landtagsabgeordnete Claudia Maicher gern wissen, nachdem in Leipzig die Kommunikation um die Erstaufnahmeeinrichtung in der Friederikenstraße 37 augenscheinlich etwas wilde Serpentinen zog.

Elke Strauchenbruch: Luthers Paradiesgarten. Foto: Ralf Julke
Bildung·Bücher

Ein kleines kompaktes Lesebuch über Luthers Garten, die Luthersche Landwirtschaft und das Leben im Wittenberg der Lutherzeit

Über Luthers Kinder, Luthers Weihnachten und Luthers Wittenberg hat sie geschrieben. Die Wittenberger Historikerin Elke Strauchenbruch kennt sich im Thema Luther und die Lutherzeit in Wittenberg so gut aus wie kaum jemand sonst. So gut, dass sie den Mann, den die Meisten nur als Reformer oder Reformator kennen, mitten in seinem gar nicht so einfachen Alltag einfangen kann. Denn Gärtner wäre er schon gern geworden, dieser Luther.

Das Projekt „LZ TV“ (LZ Television) der LZ Medien GmbH wird gefördert durch die Sächsische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.

Scroll Up