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Europäische Geschichte

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Reinhard Münch: 1809 - Mit Napoleon in Österreich. Foto: Ralf Julke

1809 – Mit Napoleon in Österreich: Die Truppen all der kleinen Fürstentümer, die mit in Napoleons Schlachten zogen

Wie passiert eigentlich Geschichte? Oder: Bekommt der kleine, zum Kriegsdienst ausgehobene Soldat überhaupt mit, wie Geschichte „gemacht wird“? Das sind so Fragen, die auch bei Lesen von Reinhard Münchs neuem Buch zu den Soldaten in den Truppen auftaucht, mit denen Napoleon im Jahr 1809 den Versuch Österreichs niederschlug, wieder eine Rolle in der europäischen Politik spielen zu wollen.

Reinhard Münch: 1812 – Mit Napoleon in Borodino und an der Beresina. Foto: Ralf Julke

1812 – Mit Napoleon in Borodino und an der Beresina: Erinnerungen aus den verschiedenen Truppen, die mit Napoleon in Russland kämpfen mussten

Reinhard Münch ist der Autor in Leipzig, der sich am intensivsten mit all den bunt zusammengewürfelten Truppen beschäftigt, die in den napoleonischen Kriegen zum Einsatz kamen. Und verfolgt damit die eigentlich wichtigste Idee, die auch im Leipziger Völkerschlachtdenkmal steckt: zu würdigen, wie viele Menschen unterschiedlichster Nationen sich in diesen Schlachten als „Feinde“ gegenüberstanden.

James Hawes: Die kürzeste Geschichte Englands. Foto: Ralf Julke

Die kürzeste Geschichte Englands: James Hawes erzählt, warum es zwei Englands gibt und der Brexit der Putsch einer kleinen egoistischen Elite war

Darf der denn das? Der Bursche ist doch kein Historiker! - Zum Glück. 2017 schon erklärte er den Deutschen, warum ihre Geschichte mit dem Aufkommen Preußens so völlig aus dem Gleis geriet. Jetzt hat er sich auch die eigene, englische Geschichte vorgeknöpft. Mit dem Blickwinkel eines Mannes, dem die tradierten Erklärmuster studierter Historiker völlig schnuppe sind.

Maria Bosri: Taubenblut. Die Siedler. Foto: Ralf Julke

Taubenblut: Der erste Band einer sächsischen Familiengeschichte aus dem polnischen Wierzeje

Geschichte ist nicht das, was man in Geschichtsbüchern liest. Das ist bestenfalls so eine Art komprimierter Extrakt, bestenfalls das, was Historiker „die Meistererzählung“ nennen, wohl wissend, dass sie im Grunde nur ein paar Schlagzeilen enthält, aber das ganze blutige Leben in seinen vielen tausend Einzelgeschichten gar nicht drin vorkommt. Und so sucht man in der deutschen Wikipedia erst einmal vergeblich nach einem Dorf mit dem Namen Wierzeje.

Jörn Staecker, Matthias Toplak (Hrsg.): Die Wikinger. Foto: Ralf Julke

Die Wikinger: Die tatsächliche Welt der Händler, Bootsbauer und Staatengründer aus dem Norden

Wir leben in einer Welt der Mythen. Filme, Werbung, Fernsehserien – sie alle bedienen sich freizügig an den großen Ereignissen, Helden und Völkern des Geschichte. Besonders an heldenhaften Völkern, wie den Wikingern. Obwohl: Ein Volk waren die Wikinger nicht. Und die meisten Heldengeschichten, die da medial präsentiert werden, sind übertrieben, aufgeblasen und falsch. Wie fast alle unsere Mythen. Aber wer waren die Wikinger wirklich?

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