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Ägypten

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Prof. Dr. Ulrich Johannes Schneider führte die Gäste am Abend durch den Schauraum. Foto: Thomas Kademann/UB Leipzig

Uni-Bibliothek zeigt ihr bestes Stück: Schauraum für den Papyrus Ebers eingeweiht

Am Dienstagabend, 12. Oktober, ist in der Bibliotheca Albertina der Universitätsbibliothek Leipzig der neue Schauraum Papyrus Ebers feierlich eingeweiht worden. Ab sofort können dort Besucher/-innen eine Replik des Papyrus Ebers kostenfrei besichtigen. Er ist das älteste vollständige Zeugnis der altägyptischen Heilkunde und wird von der Universitätsbibliothek (UB) Leipzig aufbewahrt und erschlossen.

Leipziger Ägyptologie lädt zum Forschungstag ein

Zum jährlichen Kolloquium „Neue Forschungen zur ägyptischen Kultur und Geschichte“ treffen sich am 24. Mai 2018 Nachwuchswissenschaftler und etablierte Forscher aus Universitäten und ägyptischen Museen in Deutschland sowie den Akademien aus Leipzig und Berlin zum Austausch über aktuelle Erkenntnisse und Fortschritte von Projekten.

Goldenes Schmuck-Ensemble aus dem Besitz des Ägyptologen Georg Ebers. Foto: Marion Wenzel/Universität Leipzig

Steindorff-Tag: Forscher präsentieren erstmals altägyptisches Schmuck-Ensemble

Wissenschaftler aus Leipzig, Köln und Berlin präsentieren am 8. November 2017 beim siebenten Steindorff-Forschungstag an der Universität Leipzig erstmals ein wertvolles goldenes Schmuck-Ensemble aus dem Besitz des Ägyptologen Georg Ebers. Es ist mit altägyptischen Skarabäus-Amuletten geschmückt. Ebers ließ dieses vermutlich zwischen 1870 und 1880 in Ägypten für seine Ehefrau anfertigen. Das Schmuckkonvolut wurde mit Unterstützung des Freundeskreises des Ägyptischen Museums – Georg Steindorff – der Universität Leipzig erworben und wird künftig ein konstanter Bestandteil der Dauerausstellung sein.

Relief mit Ramses II. bei einer Opfergabe Foto: Ägyptisches Museum, Universität Leipzig

Neue Forschungen zur ägyptischen Kultur und Geschichte 2017

Das jährliche Kolloquium „Neue Forschungen zur ägyptischen Kultur und Geschichte“ (seit 1971) versammelt am 8. Juni 2017 Nachwuchswissenschaftler und gestandene Forscher der Universitäten, ägyptischen Museen und Akademien von Leipzig und Berlin zum Austausch über aktuelle Erkenntnisse und Fortschritte von Projekten. Die vielfältigen Themen reichen vom Krokodil in der altägyptischen Literatur über den antiken Sudan und die altägyptischen Kunst hin zu Grabbeigaben, einem Friedhof aus dem 7. Jahrhundert und den Familienbeziehungen der Hohepriester von Memphis im 1. Jahrtausend vor Christus.

Die Teile der Statue sind jetzt im Garten des Ägyptischen Museums in Kairo zu sehen. Foto: Universität Leipzig

Es war doch nicht Ramses II., sondern Pharao Psammetich I.

So schnell kann es gehen, da ist ein falscher Name in der Welt. Dabei lag es so nahe, in der so sensationell gefundenen Kolossalstatue im einstigen Bereich des Ramsestempels in Heliopolis den berühmten Ramses II. zu vermuten. Doch ein Name auf der Statue, die der Leipziger Ägyptologe Dr. Dietrich Raue in Kairo ausgegraben hat, deutet auf einen anderen großen Pharao hin.

Nachts wurden die Hebeseile zur Bergung des Fragments montiert. Foto: Dr. Dietrich Raue/ Universität Leipzig

Leipziger Ägyptologe hofft noch auf weitere Fragmente des Kolosses von Heliopolis

Es ist der Fund seines Lebens. Anfangs ging es nur um die Ermittlung von ein paar historischen Umfassungsmauern. Aber dann stieß das Grabungsteam um Dr. Dietrich Raue und Dr. Aiman Ashmawy vom Ägyptischen Antikenministerium im Kairoer Tempelbezirk Heliopolis auf mehr, als sie erwartet haben. Und seit ein paar Tagen macht der jüngste Fund von sich Reden: eine riesige Statue, die wohl den legendären Pharao Ramses II. darstellt.

Bergung eines Blockes des Tors Nektanebos I. Foto: Ägyptisches Museum, Universität Leipzig

Auf den Spuren Ramses II. und der wichtigsten Tempelanlage des Alten Ägypten

Andere Länder hätten einen Zaun drumherum gebaut und das Gelände für die Ewigkeit gesichert. Aber Ägypten ist ein an über 2.000 Jahre alten Ruinen und Fundstätten so reiches Land, da sind auch die Reste des alten Heliopolis scheinbar verzichtbar. Jahrelang lagen sie unter einer Müllhalde. Jetzt werden dort Häuser gebaut und ein Leipziger Archäologe macht die Funde seines Lebens.

Am 26. Mai: Leipziger Ägyptologie lädt zum Forschungstag ein

Am 26. Mai 2016 finden in der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig und an der Universität Leipzig das 46. Kolloquium „Neue Forschungen zur ägyptischen Kultur und Geschichte“ sowie die 27. Siegfried-Morenz-Gedächtnisvorlesung statt. Das regelmäßig in Leipzig und Berlin stattfindende Kolloquium richtet sich an Nachwuchswissenschaftler und gestandene Forscher verschiedener Institutionen zum Austausch über aktuelle Erkenntnisse und Fortschritte von Projekten. Den Festvortrag zum Gedenken an den bedeutenden Leipziger Ägyptologie-Professor Siegfried Morenz (1914-1970) hält in diesem Jahr Prof. Dr. Miroslav Bárta von der Karls-Universität Prag über seine Ausgrabungen im ägyptischen Abusir.

Gegossene Götter: Ausstellung zur frühen Metallurgie im Ägyptischen Museum

Am 10. Dezember 2015 wird im Ägyptischen Museum - Georg Steindorff - der Universität Leipzig die Ausstellung "Gegossene Götter. Metallhandwerk und Massenproduktion im alten Ägypten" eröffnet. Sie ist ein Gemeinschaftsprojekt mit dem Ägyptischen Museum der Universität Bonn, dem Museum August Kestner in Hannover und der Stiftung Schloss Friedenstein Gotha. Die Sonderausstellung, die bis zum 29. Mai 2016 geöffnet ist, zeigt unter anderem Funde einer Gusswerkstatt des 1. Jahrtausends v. Chr. und ihre Untersuchung mit verschiedenen bildgebenden Verfahren.

Grabungsgelände des Nektanebos Tempels. Foto: Dietrich Raue

Leipziger Archäologen machen wieder außergewöhnliche Funde im Tempel von Heliopolis

Schon im Frühjahr berichteten die Ägyptologen der Universität Leipzig begeistert von ihren Ausgrabungen im alten Heliopolis, einer der legendärsten Städte Ägyptens, die jahrhundertelang wie vom Erdboden verschlungen war und dann unter einer riesigen Müllhalde wieder zutage kam. Jetzt waren die Ausgräber wieder in Ägypten - und wurden wieder fündig.

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