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Gellert

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Die Johanniskirche (1915), Blick in Richtung Augustusplatz. Abb.: R S Leipzig, gemeinfrei, Quelle: https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=62330872

Verlorene Kirche in Leipzig: die Johanniskirche

Kirchenbauwerke gehören in Mitteldeutschland zu fast jedem Ort. Im Alltag sind sie bekannt als Wahrzeichen, Ortsmittelpunkt oder Orientierungsmarke, sie haben architektonisch, kunsthistorisch und regionalgeschichtlich vielfältige Bedeutung. Doch die Zukunft vieler Kirchen ist bedroht: Dutzende von ihnen haben ihre Funktion verloren, einige sind bereits spurlos aus dem Ortsbild verschwunden. Zeit zur Erinnerung an verschwundene Kirchen – […]

Schönwölkau: Einst Rittergut, dann Barockschloss, Volkseigenes Gut und Kulturhaus. Foto: Karsten Pietsch

Putz und Stuck bröseln unaufhaltsam in Schönwölkau. Dornröschenschloss und Cabrio-Kirche

Protzig stehen sie da, und ein Hauch Romantik umgeistert ihre Zinnen, Tore, Bäume und Parks von Schlössern, Burgen und Herrenhäusern, selbst dann noch, wenn sie längst verlassen sind. Manches Haus zeigt neuen Putz, frische Farbe, ausgebesserte Details an Skulpturen, Fenstern und Fassaden. Glück haben sie gehabt, diese alten Bauten, wenn sich jemand um sie kümmert.

Manfred Wurlitzer: Erinnerung an Christian Fürchtegott Gellert. Foto: Ralf Julke

Die Geschichte der Leipziger Gellert-Gräber als Extra-Druck für Gellert-Freunde

Es darf gepilgert werden. Seit Juli ist das Gellert-Grab auf dem Leipziger Südfriedhof neu gestaltet. Der Freundeskreis Gellert hat dem lange Zeit sehr trostlos wirkenden Grab endlich auch die notwendigen Daten hinzugefügt, damit Pilger wissen: Hier sind sie richtig. Die ganze Geschichte des Gellert-Grabs passt natürlich auch nicht auf den neuen Gedenkstein.

Auf den Spuren von Christian Fürchtegott Gellert in Leipzig

Dieser Tage erinnert die Sonderausstellung Dichter und Moralphilosoph. Christian Fürchtegott Gellert zum 300. Geburtstag im Schillerhaus an einen, der heute für seine Epoche und für Leipzigs literarische Blüte um 1750 steht: Christian Fürchtegott Gellert. Der Vortrag von Dr. Manfred Wurlitzer am Donnerstag, dem 6. August, um 19 Uhr im Schillerhaus thematisiert, wie in der Stadt Leipzig die Person Gellert und sein Werk zu dessen Lebzeiten und vor allem darüber hinaus gewürdigt wurden.

Schillerhaus: Autorenlesung mit Susan Hasting am 30. Juli

Wer war der Mann, dessen Kritik der junge Goethe fürchtete und den König Friedrich II. "den Vernünftigsten unter den Weisen" nannte? Christian Fürchtegott Gellert war einst der berühmteste Dichter seines Jahrhunderts, bevor er lange Zeit in Vergessenheit geriet. Dieser Tage wird seines 300. Geburtstags gedacht - so auch im Schillerhaus.

Olaf Graszt und Kulturbürgermeister Faber im Moment der Einweihung. Foto: Freundeskreis Gellert

Neu gestaltetes Gellertgrab am 300. Geburtstag feierlich übergeben

Es hätte nicht besser sein können: herrlichster Sonnenschein und unzählige Gäste. Das waren die Rahmenbedingungen für die feierliche Einweihung und Übergabe der neu gestalteten Grabsäule für das Geburtstagskind Christian Fürchtegott Gellert am vergangenen Sonnabend. Der wäre an diesem Tag 300. Jahre alt geworden und würde höchstwahrscheinlich noch heute in einer schlichten Grabanlage liegen, wenn nicht vor drei Jahren der Leipziger Olaf Graszt die Pflegepatenschaft für das Grab übernommen hätte.

Das neu gestaltete Gellert-Grab auf dem Südfriedhof. Foto: Ralf Julke

Neu gestaltetes Gellert-Grab wird an die Stadt Leipzig übergeben

Und nun aber raus aus den Federn, es ist kein Murmeltiertag. Es schneit auch nicht. Dafür hat einer heute Geburtstag, der zumindest wieder so etwas hat wie eine kleine Fangemeinde: Christian Fürchtegott Gellert. Und wer sich sputet, ist rechtzeitig um 10 Uhr auf dem Südfriedhof. Da wird sein neu gestaltetes Grab feierlich übergeben.

Gellert-Sulzer-Denkmal im Garten des Gohliser Schlösschens. Foto: Helga Schulze-Brinkop

Gohlis feiert den 300. Geburtstag von Christian Fürchegott Gellert gleich doppelt

Jetzt bekommt Christian Fürchtegott doch noch eine Geburtstagstorte. Nicht gerade auf dem Uni-Campus oder am Nikolaikirchhof, wo er gewohnt hat, sondern in Gohlis. Mit dem kleinen Dörfchen im Norden der alten Stadt hat er zwar nicht so viel zu tun gehabt. Aber da sind ein paar Leute, die können mit Gellert was anfangen. Und ein Denkmal steht da auch rum, heimlich, im Garten des Schlösschens.

Das Gellert-Denkmal in der Lenné-Anlage. Foto: Ralf Julke

Gedenktafel für ein echtes Leipziger Original wird enthüllt

Richtig Geburtstag hat er erst am 4. Juli. Dann wird der Dichter Christian Fürchtegott Gellert 300 Jahre alt. Es gab Zeiten, da war er der berühmteste Leipziger Schriftsteller. Berühmter als Lessing und Goethe. Kaum vorstellbar. Stimmt aber. Zwischen 1800 und 1820 war Gellert ein vielgelesener Autor, auch wenn er da schon lange tot war. Leipzig macht um jeden auch nur einigermaßen bekannten Komponisten eine Menge Tamtam, aber mit den Schriftstellern tut sie sich schwer.

Gellert-Denkmal (Christian Fürchtegott Gellert) im Rosental. Foto: Ralf Julke

Gellert wird 300 und bekommt ein Audio-Projekt, bei dem jeder mitmachen kann

Hainichen wird diesen Geburtstag bestimmt feiern, Leipzig sollte ihn feiern - trotz allem Brimboriums um das 1.000. Jahr der Ersterwähnung. Denn Christian Fürchtegott Gellert, geboren am 4. Juli 1715 in Hainichen, gehört nun einmal zu den berühmten Leipzigern, auch wenn er in den heutigen Lesebüchern nicht mehr vorkommen mag. 2014 hat sich auch in Leipzig ein Freundeskreis gegründet, der sich um den einst Berühmten kümmert. Und das neue Jahr startet er gleich mit einem Gellert-Audio-Projekt.

300. Geburtstag wirft erste Schatten voraus: In Leipzig hat sich endlich ein Gellert-Freundeskreis gegründet

Die Zeit wird knapp. 2015 feiert Leipzig nicht nur das 1000. Jahr seiner Ersterwähnung. Auch einer seiner berühmtesten Dichter hat Geburtstag: Christian Fürchtegott Gellert, geboren am 4. Juli 1715 in Hainichen, gestorben am 13. Dezember 1769 in Leipzig. Zu seiner Zeit war er so berühmt, dass ihn Preußens König Friedrich II. zu sich zitierte ins Königshaus, wo er ihm Worte sagte, die sich andere nicht trauten: "Geben Sie Frieden, Sire."

Am Rand der Leipziger Buchmesse (3): Munch, Gellert, Krimi-Preis und Bücherdämmerung

Natürlich nutzen Verlage aus nah und fern die Leipziger Buchmesse und ihr Lesefest dazu, dem angereisten Lesepublikum auch das Besondere vorzustellen, das, was im deutschen Feuilleton meist zu kurz kommt oder gar nicht auftaucht, weil schlechte Debütromane oder professoraler Erzähl-Mulch alle Spalten verstopft. Dafür kommt ein gewisser Edvard Munch auf die Leipziger Buchmesse.

Ein Lesebuch zu Gellerts 300. Geburtstag: Geben Sie Frieden, Sire!

Er wird ein kleiner Star im Jahr 2015. Vielleicht bekommt er ja eine Kuschelecke, wenn Leipzig den großen 1.000-Jahre-Klamauk feiert: der Dichter Christian Fürchtegott Gellert, geboren am 4. Juli 1715. Zu seiner Zeit war er eine Berühmtheit. Und er war der einzige Dichter, den der Preußenkönig Friedrich II. überhaupt für einladenswert hielt. Hier ist das erste Buch zum kommenden Gellert-Jubiläum.

Gellert-Preis und kommendes Gellert-Jubiläum: Bleibt Leipzig davon unberührt?

Während Leipzig heftig am 1.000jährigen Jubiläum der Ersterwähnung bastelt, droht ein anderes Jubiläum dabei einfach unterzugehen: der 300. Geburtstag des Dichters Christian Fürchtegott Gellert, geboren am 4. Juli 1715 in Hainichen. Leipzig hat zwar das erneuerte Gellert-Denkmal in der Lenné-Anlage an der Schillerstraße. Doch selbst der Gellertpreis wird anderswo vergeben - in Nordsachsen.

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