Beiträge von Ralf Julke

Bauland am ehemaligen Freiladebahnhof Eutritzsch. Foto: Ralf Julke
Politik·Leipzig

Wohnungsmarkt unter Druck: Staatsregierung zögert noch, das Baulandmobilisierungsgesetz für Sachsen umzusetzen

Dass das Bauen und Wohnen in deutschen Großstädten so teuer geworden ist, hat auch damit zu tun, dass den Kommunen schlicht das Bauland fehlt. Und die Gesetzgebung hat in den vergangenen Jahrzehnten massiv verhindert, dass die Städte die benötigten Flächen einfach kaufen konnten oder die Grundstücksbesitzer zur Wohnbebauung verpflichten konnten. Seit dem Sommer könnte es etwas anders sein. Aber Sachsens Regierung mauert, kritisiert die Landtagsabgeordnete Juliane Nagel.

Demo-Transparent: Impfstoff für alle. Foto: LZ
Leben·Gesellschaft

Nachdenken über … 3G, Freiheit und Gemeinwohl

Am Montag, 11. Oktober, endete die Zeit der kostenlosen Corona-Schnelltests. In den Medien wird wieder das Pro und Kontra diskutiert. Ist es gerecht., Leute zur Kasse zu bitten, die nicht geimpft sind, aber - mit Test – an Veranstaltungen teilnehmen wollen? Uns erreichen ja auch Leserbriefe, die das thematisieren. Aber stimmt eigentlich die Fragestellung? Jetzt. Im Herbst 2021? Eine durchaus berechtigt Frage.

Ein kleines bisschen Geld. Foto: Ralf Julke
Politik·Sachsen

Sächsische Studie zum Mindestlohn: Kritik von DGB, Grünen und Linken

Mit Blick auf die am Montag, 11. Oktober, von Sachsens Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr vorgelegte Studie zu den Auswirkungen des Mindestlohns auf den Freistaat, sieht sich auch der sächsische DGB-Vorsitzende Markus Schlimbach darin bestätigt, dass der Mindestlohn keine negativen Auswirkungen auf Sachsen hat. Doch gäbe es nach wie vor massive Mängel in dessen Durchsetzung. Und mit der Kritik steht er nicht allein.

Der Mindestlohn hat in Sachsen das Lohnniveau spürbar steigen lassen. Foto: Ralf Julke
Politik·Kassensturz

Mehr Lohn: Arbeitsministerium legt Studie zur Umsetzung des Mindestlohngesetzes in Sachsen vor

Am Montag. 11. Oktober, legte Sachsens Arbeitsminister Martin Dulig (SPD) erstmals eine Studie zur Umsetzung des Mindestlohngesetzes in Sachsen vor. Die Einführung des allgemeinen flächendeckenden Mindestlohns zu Jahresbeginn 2015 war durchaus ein Erfolg für die SPD und hat vielen Menschen im Niedriglohnland Sachsen tatsächlich erstmals ein leidlich anständiges Einkommen verschafft. Auch, wenn das noch nicht reicht.

Julia Morgenthaler. Foto: privat
Politik·Engagement

„Friedolins Freunde“ auf Leipzig-Besuch: Lebe deine Träume und bleibe neugierig

Vieles, was unsere Gesellschaft bewegt, findet weit abseits von Talkshows und Parlamentsdebatten statt. Da machen Menschen einfach das, was sie für wichtig halten, um diese Gesellschaft ein wenig besser zu machen und den Mitmenschen zu zeigen, dass man sogar mit einer gewissen Freude Dinge anders machen kann und dabei gar nichts verliert. So wie Julia Morgenthaler, die Kindern mit „Friedolins Freunde“ die Achtung vor den Tieren nahebringt.

Mahmoud Dabdoub: Augen in der Pandemie. Foto: Ralf Julke
Bildung·Bücher

Augen in der Pandemie: Mahmoud Dabdoubs Maskenfotos aus dem seltsamen Jahr 2020

Dieses Foto-Buch wird mal ein Klassiker. Das ist jetzt schon sicher. Denn es wird die Zeit kommen, da wir wieder maskenlos unterwegs sein werden. Vielleicht nicht überall und immer. Aber auf jeden Fall im öffentlichen Raum. In der Leipziger City ist das ja schon lange wieder möglich. Fast vergessen ist schon, dass das im vergangenen Jahr mal anders war. Und ein freundlicher Fotograf die Passant/-innen um einen Augen-Blick bat.

Das Baugelände am Dösner Weg östlich der S-Bahn-Strecke. Archivfoto: Matthias Weidemann
Politik·Brennpunkt

Vorlage für den Stadtrat: Baubeschluss für die Sechsfeld-Sporthalle am Dösner Weg

Der Startschuss für den Bau des Campus am Dösner Weg, bestehend aus einer Gemeinschaftsschule mit einer Zweifeld-Sporthalle sowie einer Sechsfeld-Sporthalle, ist schon im Juli gefallen. Immerhin soll das der erste Gemeinschaftsschul-Campus der Stadt Leipzig werden. Den Anfang macht jetzt der Bau der Sechsfeld-Sporthalle, für den jetzt der Baubeschluss auf den Weg gebracht wurde, kündigen das Dezernat Stadtentwicklung und Bau und das Dezernat Jugend, Schule und Demokratie an.

Präsentation der Mail-Art-Einsendungen in der Ausstellung. Foto: Lindenau-Museum Altenburg/Anna Ebert
Kultur·Ausstellungen

Kunst per Post: Das Lindenau-Museum Altenburg ruft auf zur Mail Art

Anlässlich der Verleihung des Altenbourg-Preises 2021 an die Künstlerin Ruth Wolf-Rehfeldt, zeigt das Lindenau-Museum im Prinzenpalais des Residenzschlosses in Altenburg seit dem 26. September Werke der Berliner Künstlerin – darunter auch ihre berühmten Typewritings. Und aus diesem Anlass ruft das Lindenau-Museum Altenburg zur Beteiligung an einer ausstellungsbegleitenden Mail-Art-Aktion auf. Mail-Art – das war auch mal eine beliebte subversive Kunst in der DDR.

Alfred Hübner: Die Leben des Paul Zech. Foto: Ralf Julke
Bildung·Bücher

Die Leben des Paul Zech: Die gründliche Rekonstruktion des Lebens eines Schwindlers, Bettlers und furiosen Dichters

So ein dickes Buch kommt dabei heraus, wenn sich einer tatsächlich fast ein halbes Jahrhundert mit einem deutschen Dichter namens Paul Zech beschäftigt. Immer wieder beschäftigt, wie der Germanist und Theaterwissenschaftler Alfred Hübner in seinem Vorwort betont. Seit 2005 ist dieser Zech mit Wucht zurückgekehrt in sein Leben. Denn irgendwann muss einmal gründlich aufgeräumt werden.

Pop-up-Radweg in Berlin. Foto: Ökolöwe
Wirtschaft·Mobilität

Ökolöwe bleibt bei seiner Forderung: Zehn zusätzliche Radwege für Leipzig jedes Jahr

Wer mit dem Rad durch Leipzig fährt, merkt es überall im Netz, dass hier seit Jahren viel zu wenig passiert ist und der Ausbau eines belastbaren HauptnetzRad zwischenzeitlich regelrecht zum Stocken kam, während die Stadt sich mit immer mehr (geparkten) Autos füllte. Sodass Leipzig eigentlich immer noch da steht, wo es 2010 auch war: Es hat kein durchgehend befahrbares HauptnetzRad. Und was das Verkehrsdezernat jetzt vor hat, ist dem Leipziger Ökolöwen zu wenig.

Baustelle Martin-Luther-Ring. Foto: LZ
Wirtschaft·Firmenwelt

LVB-Baustellen: Ab 11. Oktober ist der Johannisplatz wieder befahrbar und am Bayerischen Platz wird losgebaut

Selten gab es in Leipzig noch so weit in den Herbst hinein so viele große Baustellen, die den Verkehr im Stadtgebiet massiv beeinträchtigen, wie in diesem Jahr. Einige davon enden jetzt endlich, kündigen die Leipziger Verkehrsbetriebe an. Dazu gehört auch die große Baustelle am Johannisplatz. Dafür wird an anderer Stelle erst so richtig losgebaut. Etwa am Bayerischen Platz.

Ferdinand Schwanenburg: Machtergreifung. Foto: Ralf Julke
Bildung·Bücher

Machtergreifung: Ein Politthriller über die Gefährdung unserer Demokratie durch die machtbesessenen Sehlings

Ferdinand Schwanenburg ist ein Pseudonym. Vielleicht auch deshalb, weil der Autor dieses Politthrillers selbst zwei Jahre lang für verschiedenste Fraktionen der Deutschlandpartei, sorry: der AfD, gearbeitet hat. Aber stünde der richtige Name auf dem Cover, würde sich das Buch wohl auch unter die vielen erschienenen Bücher einreihen, in denen einstige AfD-Mitglieder abrechnen mit der rechtsabdriftenden Partei. Aber das ist es nicht. Es ist auch eine Dystopie. Eine Warnung sowieso.

Straßenbahn auf nächtlicher Tour. Foto: Ralf Julke
Wirtschaft·Mobilität

Leipzig wird keine Modellregion ÖPNV: Damit fehlt die Finanzierung des 365-Euro-Tickets

Es wäre zu schön gewesen: Der noch amtierende Bundesverkehrsminister gibt Leipzig den Zuschlag und einen dicken Packen Förderung, damit hier einfach mal das auch vom Stadtrat gewünschte 365-Euro-Ticket eingeführt werden kann. Aber schon am 12. September war klar, dass Leipzig keine Modellregion ÖPNV wird. Dafür bekommt die Nachbarstadt Halle 20 Millionen Euro. Aber auch nicht für ein 365-Euro-Ticket.

Gebäude im Gelände der künftigen Parkstadt Dösen. Foto: LZ
Politik·Brennpunkt

Parkstatt Dösen: Auch an das israelitische Krankenhaus muss hier erinnert werden

Am 13. Oktober wird im Stadtrat wohl auch der Grünen-Antrag zur Erinnerungskultur in der künftigen Parkstadt Dösen zur Entscheidung anstehen. Den hatte das Kulturamt der Start schon positiv beschieden. Aber jetzt hat die SPD-Fraktion noch einen Änderungsantrag eingebracht. Denn mit dem Fokus auf die „Euthanasie“-Verbrechen wurde ein anderer Erinnerungsaspekt aus diesem hundertjährigen Krankenhausgelände bislang vergessen.

Völkerschlachtdenkmal. Foto: Marko Hofmann
Kultur·Lebensart

Unterstützer gesucht: Am 22. und 23. Oktober soll sich das Völkerschlachtdenkmal in ein Lichtkunstwerk verwandeln + Termin verschoben

Der Sommer endet erst am 24. Oktober. Zumindest in Leipzig. Denn am Wochenende 23. und 24. Oktober zeigen die Festivalmacher von NEU/SORTIEREN am Völkerschlachtdenkmal ihr ganz besonderes Finale zum Kultursommer 2021 – riesengroß, in künstlerischen Projektionen auf der Schauseite des gewaltigen Denkmals. Denn was dort zu sehen sein wird, wurde in Sommer in zahlreichen Künstler-Werkstätten erarbeitet.

Abrissarbeiten auf dem Gelände des Freiladebahnhofs. Foto: Ralf Julke
Politik·Brennpunkt

Bebauungsplan für den Freiladebahnhof Eutritzsch: Stadtbezirksbeirat fordert Bauqualität für das neue Quartier

Die Verwaltung der Stadt Leipzig will für den Bebauungsplan Nr. 416 „Freiladebahnhof Eutritzscher Straße / Delitzscher Straße“ mit der Freigabe zur frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung beginnen. Im Juli hat sie dazu die entsprechende Beschlussvorlage freigegeben. Aber im Stadtbezirksbeirat Leipzig-Mitte sorgt die für Irritationen, denn irgendwie fehlen die Vorgaben zu Baukultur und Bauqualität.

Nikolaikirche Leipzig. Foto: Ralf Julke
Politik·Leipzig

Nach Aufforderung der Landeskirche: Kirchgemeinden St. Nikolai und St. Thomas Leipzig wehren sich gegen verordnete Fusion

In den beiden großen Leipziger Kirchgemeinden St. Nikolai und St. Thomas kocht der Ärger. Die Vorstände der beiden Kirchgemeinden erhielten überraschend kurz vor der Sommerpause im Juli 2021 einen Bescheid des Landeskirchenamtes. Dieser forderte beide Gemeinden auf, zum 1. Januar 2022 eine „Strukturverbindung“ einzugehen. Gemeint ist damit entweder ein sogenanntes „Schwesternkirchverhältnis“ oder mittelfristig sogar eine Fusion der beiden überregional bekannten und unterschiedlich geprägten Kirchgemeinden.

Windpark im Leipziger Südraum. Foto: Michael Freitag
Wirtschaft·Metropolregion

Ein Bundesland baut ab: Einbruch bei Windenergie gefährdet Industriestandort Sachsen

Sachsen rennt die Zeit davon. Und trotzdem bremst und zögert die CDU in der Regierung noch immer – gerade beim Thema Energiewende. Mit fatalen Folgen, wie der Bundesverband WindEnergie e. V. (BWE) Sachsen jetzt entsetzt feststellt. Nicht nur verliert Sachsen immer mehr Windenergieanlagen. Ein Anlagenbauer verlässt die Lausitz, weil die Region keinen Nachschub bestellt. Sachsen droht den Anschluss zu verlieren.

Gustav-Esche-Straße an der Nahlebrücke. Foto: Ralf Julke
Politik·Brennpunkt

Prüfung erwünscht: Petitionsausschuss spricht sich für Tempo 30 auf der Gustav-Esche-Straße aus

Andreas Dresdner war sichtlich ziemlich aufgewühlt, als er seine Petition „Ganzheitliche Verkehrsberuhigung Gustav-Esche-Straße zur Vermeidung weiterer schwerer Verkehrsunfälle und zum Schutz der Grünen Lunge Leipzig – des Auwald“ schrieb. Ein Unfall hatte ihn dazu animiert, die Petition zu schreiben, auch wenn diese Straße schon mehrfach im Rampenlicht stand, weil sie durch den Auwald führt und ganz bestimmt nicht zum Rasen geeignet ist.

Dieses Fahrrad am Martin-Luther-Ring erinnert schon seit längerer Zeit an einen tödlichen Abbiegeunfall. Foto: L-IZ.de
Politik·Leipzig

Abbiegeassistenten für alle Lkw der Stadt: Petition kommt am 13. Oktober endlich in den Stadtrat

Seit einigen erschütternden Unfällen mit Radfahrer/-innen, bei denen abbiegende Lkw-Fahrer sie schlicht im toten Winkel übersahen, diskutiert Leipzig über Abbiegeassistenten. Eigentlich ein Thema, das längst umgesetzt werden kann. Und die Stadt Leipzig ist schon dabei, den städtischen Fuhrpark entsprechend aufzurüsten, erklärte die Verwaltung jüngst in einer Stellungnahme zu einer Petition mit über 3.500 Unterschriften.

Die Argusaugen der Zensur. Cover: Hauswedell Verlag
Kultur·Lesungen

Buchpremiere für einen gewichtigen Tagungsband: Die Argusaugen der DDR-Zensur

Die DDR-Literatur wird innerhalb der deutschen Literatur immer eine besondere Insel besetzen, nicht nur wegen ihrer Themen, sondern auch wegen der Bedingungen, unter denen sie zustande kam. Vormundschaftliche, könnte man sagen. Da wurde nicht nur einfach wie einst im alten Preußen zensiert, da wurde auch väterlichst mitgeholfen, damit die betreuten Autoren die schlingernden Linien des Erlaubten ja nicht übertraten. Jetzt hat Siegfried Lokatis zusammen mit Martin Hochrein die Beiträge der Tagung „Die Argusaugen der Zensur. Eine Geheimgeschichte der DDR-Literatur“ veröffentlicht.

Die Schuldenbremse in Sachsens Verfassung wird zum Bumerang für die Corona-Krisenbewältigung. Foto: Ralf Julke
Politik·Sachsen

Corona-Kredite: Auch der DGB Sachsen fordert zügige Reform der Schuldenbremse

Im Sächsischen Landtag wird schon heftig diskutiert, die Linksfraktion hat zwei Anträge dazu gestellt. Denn spätestens, seit Sachsens Finanzminister Hartmut Vorjohann angekündigt hat, dass es im Haushalt des Freistaats ab 2023 heftige Einschnitte geben wird, weil die zur Corona-Krisenbewältigung aufgenommenen Milliardenkredite binnen acht Jahren wieder zurückgezahlt werden müssen, ist zumindest den Wacheren im Parlament klar, was für ein Bockmist die 2013 beschlossene Schuldenbremse ist. Nun meldet sich auch der DGB zu Wort.

Das künstliche Elsterbecken in Leipzig. Foto: Ralf Julke
Politik·Region

Forum Leipziger Auwald: In der Konsumzentrale trafen sich erstmals alle Beteiligen für die Rettung der Elsteraue

Es wird vielleicht kein Jahrhundertprojekt. Aber dass es einige Jahrzehnte brauchen wird, um die Leipziger Elsteraue wieder in eine naturnahe und lebendige Flusslandschaft zu verwandeln, dessen ist sich Sachsens Umweltminister Wolfram Günther sicher. Am Montagabend, 4. Oktober, hatte er alle Beteiligten in die Konsumzentrale in der Industriestraße eingeladen, die in irgendeiner Weise Teil dieses Leuchtturmprojekts sein werden, das im Grunde im November schon begonnen hat mit einem Strategiepapier.

Auch das Verhältnis der Zuschauer/-innen zur "Glotze" hat sich in den letzten Jahren deutlich gewandelt. Foto: Ralf Julke
Bildung·Medien

Grüne Fraktion legt Positionspapier vor: Wie weiter mit dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk?

Wie weiter mit dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk? Welche Rolle sollte er eigentlich spielen in unserer Gesellschaft und welche Aufgaben wahrnehmen? Darüber wurde nicht wirklich diskutiert in den zurückliegenden Jahren, das Thema war irgendwie nicht drängend genug. Und auch die hohe Politik sah nicht so viel Grund für eine Modernisierung, solange die Sender irgendwie ihren gesellschaftlichen Auftrag erfüllten. Nur: Warum liefen ihnen da die jüngeren Zuschauer weg?

Aufgang zum Matthäikirchhof, wo das Forum für Freiheit und Bürgerrechte entstehen soll. Foto: Ralf Julke
Politik·Brennpunkt

Offener Brief zum Matthäikirchhof: Nur der Komplettabbruch des Stasi-Neubaukomplexes macht wirklich offene Lösungen möglich

Im September gab es noch einmal Führungen über den Matthäikirchhof zum Abschluss der Bürgerbeteiligung. Doch schon seit dem Frühjahr gibt es Missklänge in der Diskussion um die Zukunft dieses Areals, kamen Akteure zu Wort, die sich für den gänzlichen oder teilweise Erhalt des alten Stasi-Büroklotzes aussprachen, der jede offene Gestaltung des Matthäikirchhofs verhindert.

Anders Indset: Das infizierte Denken. Foto: Ralf Julke
Bildung·Bücher

Das infizierte Denken: Warum unsere Absolutheiten uns daran hindern, eine enkelgerechte Welt auch nur zu denken

Auf Seite 225 fällt dann das schöne Wort „Herdenstupidität“. Willkommen in einer Welt, die 50 Jahre lang den falschen Traum geträumt hat, den Traum einer falschen Sicherheit. Und die nun merkt, dass sich Berge von ungelösten Problemen aufgetürmt haben. Und nicht nur der Philosoph und „Managementvordenker“ Anders Indset wundert sich darüber, dass die meisten Leute sichtlich unfähig sind, einen Weg aus dieser Sackgasse heraus überhaupt zu denken.

Politik·Kassensturz

Bundestagswahl 2021: Wie sich gerade im Osten die Wählerpräferenzen verändert haben

Man kann, wenn man Wahlen auswertet, natürlich die betroffenen Politiker/-innen fragen. Die werden dann aus ihrer Betroffenheit heraus versuchen, Erklärungen zu finden. Man kann auch die Wähler/-innen fragen. Aber auch die werden oft nicht wissen, warum sie ausgerechnet so gewählt haben. Man kann aber auch die Zahlen einfach in die Rechenmaschine stecken, so wie das Paul M. Schröder immer macht.

Wahlplakate zur Landtagswahl 2019 an der Petersstraße. Foto: Ralf Julke
Politik·Sachsen

Die Folgen einer AfD-Schlamperei von 2019: Auch Linke hält Zwischenbericht des Untersuchungsausschusses für sinnvoll

Es ist fast schon vergessen, dass es auch in die Sachsenwahl 2019 einen ordentlichen Aufreger gab, weil die AfD – nachdem sie ihre Aufstellungsversammlung unterbrochen hatte – quasi eine nicht gesetzeskonforme Kandidatenliste abgab und der Landeswahlausschuss nur die gekürzte Kandidatenliste zur Wahl zuließ. Aber statt den eigenen Fehler einzusehen, beschäftigte die AfD danach auch noch extra einen Untersuchungsausschuss. Dessen Zwischen-Arbeitsergebnis soll jetzt veröffentlicht werden. Auch die Linksfraktion findet das gut.

Sie wird nie im Leben einen Verdienstorden bekommen. Foto: Marko Hofmann
Politik·Sachsen

Sächsischer Verdienstorden für Theo Müller: Aus Umwelt- und Wirtschaftsministerium gab es wohl kein ok dazu

Auf den ersten Blick denkt man natürlich: Klar, da hat Sachsens CDU einfach mal einen ihrer eifrigsten Spender mit dem Sächsischen Verdienstorden geehrt. Eine Hand wäscht die andere. Auch wenn der von Michael Kretschmer so geschätzte Theo Müller vor vielen Jahren seinen Wohnsitz in die Schweiz verlegt hat, weil ihm die Erbschaftsteuern in Germany nicht passten. Auch wenn er sich hier mit Milch seinen Reichtum zusammengeleppert hat. Aber da war ja noch etwas, letzte Woche im Sächsischen Landtag.

Reinhard Münch: 1806 / 1807 - Die Verbündeten Napoleons. Foto: Ralf Julke
Bildung·Bücher

1806/1807 – Die Verbündeten Napoleons: Wie Napoleons erste Große Armee zusammengewürfelt wurde

Aus technischen Gründen kommt dieses Büchlein schon etwas früher auf den Markt als vom Verlag geplant. Eigentlich sollte es erst 2022 kommen. Es ist die Fortsetzung von Reinhard Münchs Serie zu den verbündeten Truppen, die in Napoleons Grande Armée mitkämpfen mussten. Auch die Sachsen, die noch im Oktober 1806 auf der anderen Seite standen und mit den Preußen gegen Napoleon kämpften.

Elektrobusse der LVB an der Endhaltestelle in Connewitz. Foto: Ralf Julke
Wirtschaft·Mobilität

Antworten auf SPD-Anfrage: Wie kann Leipzigs ÖPNV attraktiver werden?

Wie kann man eigentlich messen, ob ein Nahverkehrsunternehmen wirklich kundenfreundlich ist? Eine Frage, die jüngst die SPD-Fraktion im Leipziger Stadtrat besonders interessierte und die deshalb auch ein entsprechendes Fragenpaket an die Verwaltung formulierte. Darauf hat das Baudezernat unter Zuarbeit der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) jetzt geantwortet. Die LVB kündigen dabei auch ein paar weitere Neuerungen an.

Einer der vielen Altarme der Luppe im Leipziger Auensystem. Foto: LZ
Politik·Engagement

Befreite Flüsse: DUH ehrt Naturschutzverband Sachsen für naturnahe Gewässerentwicklung im Erzgebirge

Während sich in Leipzig erst so langsam ein Bild davon zeichnet, wie die Aue der Weißen Elster, der Nahle und der Luppen wieder zu einem natürlichen Gewässerraum werden kann, gibt es an kleineren sächsischen Flüssen schon Erfolge. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) ehrte jetzt den Naturschutzverband Sachsen in Oederan als „Flussbefreier“ für den Einsatz bei der ökologischen Entwicklung von zwei kleinen Fließgewässern, der Flöha und der Großen Striegis im Erzgebirge.

Harald Kirschner: Abenteuer Platte. Foto: Ralf Julke
Bildung·Bücher

Abenteuer Platte: Bilder ungezähmter Kindheit in der Wildnis von Schlammhausen

Hätten so bald alle Städte im Osten ausgesehen? Die Frage kann man sich durchaus stellen, wen man heute durch Grünau fährt. In seinem Vorwort erinnert der Fotograf Harald Kirschner daran, wie die riesigen Plattenbaugebiete in der DDR aus der Not heraus entstanden. Um dem enormen Wohnungsmangel abzuhelfen, wurden sie auf freiem Feld aus dem Boden gestampft. Zehn Jahre lang hat es Kirschner aus eigener Anschauung dokumentiert.

Die Troerinnen / Hekabe. Foto: Mim Schneider
Theater

Premiere am 8. Oktober in den Cammerspielen: Die Troerinnen/Hekabe, beides nach Euripides

„Es gibt ein Unten, unter allem, für das die Worte fehlen. Dann kommt das Knurren“, sagt Kassandra in „Hekabe“. Troja, die einst leuchtende und mächtige Stadt, liegt in Trümmern. Eine List der Griechen brachte nach zehn Jahren erbittertem Krieg ihren Untergang. Die wenigen überlebenden Frauen werden als Beutestücke verlost – unter Männern, unter Griechen, unter den Siegern der Schlacht. Hekabe, die gefallene Königin Trojas, hat alles verloren – ihre Kinder, ihren Mann, ihre Heimat – doch ein Ende des Leids, der Grausamkeit und der Demütigung ist nicht in Sicht …

Das Projekt „LZ TV“ (LZ Television) der LZ Medien GmbH wird gefördert durch die Sächsische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.

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