Beiträge von Ralf Julke

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Bildung·Bücher

Redefreiheit: Wie die Leipziger 1989 zu Wort kamen – der Buchbesprechung 2. Teil

Was die anderen Tonbandmitschnitte in "Redefreiheit" betrifft, wurden diese dann nach dem legendären 9. Oktober schon offiziell angefertigt. Im Gewandhaus zum Beispiel ganz explizit mit der Absicht, das Gesagte hieb und stichfest festzuhalten, aber auch die Gesprächspartner beim Wort zu nehmen. Der Glücksfall ist, dass neben den legendären Gewandhaus-Gesprächen auch die ersten Debatten "Politischer Frühschoppen" ab dem 15. Oktober in der Moritzbastei und die Debatten im Academixer-Keller, die am 14. Oktober begannen, aufgezeichnet wurden.

Politik·Brennpunkt

Wenn ein Bürgermeister in den Auwald fährt: Das Wörtchen „unabdingbar“ ersetzt keine nachhaltige Lösung für Leipzigs Auwald

Der Schuss ging nach hinten los. Selbst die "Bild"-Zeitung berichtet nach dem Fahrrad-Termin von Umweltbürgermeister Heiko Rosenthal (Die Linke) am 29. Oktober im Projekt "Lebendige Luppe" von einem "Millionen-Flop". Am Donnerstag, 30. Oktober, versuchte sogar Reiner Engelmann, umweltpolitischer Sprecher der Leipziger Linksfraktion, seinem Bürgermeister zur Seite zu springen: "Forderungen der Naturschutzverbände und der SPD klingen plausibel - verfehlen jedoch den Adressaten."

Kultur·Ausstellungen

Ein besonderer Beginn für Leipzigs Jubiläumsjahr: Eine Geburtstagsschau für Bertha Wehnert-Beckmann

Noch beherrscht zwar die Ausstellung "Gott mit uns?" den Ausstellungsraum des Stadtgeschichtlichen Museums im Böttchergässchen. Aber der erste Paukenschlag im Leipziger Jubiläumsjahr 2015 kündigt sich schon an. Die erste Ausstellung im neuen Jahr ist einer Leipzigerin gewidmet, die in den vergangenen Jahrzehnten fast vergessen worden wäre. Zu Unrecht, denn mit Bertha Wehnert-Beckmann begann in Leipzig praktisch das fotografische Zeitalter. Und passenderweise hat sie auch noch einen runden Geburtstag.

Leben·Gesellschaft

Als Finanzrevisor Pfiffig im Interview (4): Warum Berichte nur zum Teil veröffentlicht werden und eine unabhängige Finanzprüfung fehlt

Alle Jahre erfreuen Rechnungshofberichte aus allen sechzehn Bundesländern die Öffentlichkeit und den Bund der Steuerzahler. Dann hat der wieder schöne saftige Beispiele, mit denen er belegen kann, wie Behörden das Geld der Bürger in teilweise völlig wilde Projekte versenken. Aber irgendwie scheint das niemanden zu jucken, kein Politiker wandert für Verschwendung vor Gericht. Sind die Rechnungshofberichte also nur so eine Art Beruhigungstee? Was sagt Klaus Richard Grün alias Finanzrevisor Pfiffig dazu?

Wirtschaft·Metropolregion

Wenn Vattenfall die Kohle verkauft: Sachsen muss den Strukturwandel auf die Tagesordnung setzen

Der am Donnerstag, 30. Oktober, angekündigte Plan des schwedischen Energiekonzerns Vattenfall, einen Verkauf seiner Braunkohlesparte zu prüfen, lässt zumindest bei einigen sächsischen Politikern die Alarmglocken schrillen. Nur in der CDU-Spitze nimmt man die Ankündigung wie eine frohe Botschaft entgegen. Immerhin steht ja die Reise von Ministerpräsident Stanislaw Tillich noch aus, der Ende November die schwedische Regierung besuchen will.

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Bildung·Bücher

Die Geschichte eines genialen Waffelbrotes: Filinchen lebt!

Nicht alles war grau im Osten, als 1990 die große bunte Markenwelt über die Grenze schwappte. Manches war nur schlecht verpackt, schlecht gemanagt oder reine Bückware. Eine ganze Reihe Ostprodukte war vorher schon kaum mit besten Beziehungen zu bekommen und drohte 1990 gleich mit dem großen Schwapp völlig zu verschwinden. Doch einige dieser oft auch einzigartigen Produkte haben überlebt. Die Filinchen gehören dazu.

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Bildung·Bücher

Redefreiheit: Wie die Leipziger 1989 zu Wort kamen – der Buchbesprechung 1. Teil

Es ist ein Mords-Trumm von Buch, das die drei Leipziger Wissenschaftler Thomas Ahbe, Michael Hofmann und Volker Stiehler jetzt vorgelegt haben, 800 Seiten dick zu einem Thema, von dem man zuweilen schon glaubte, dass es jetzt durchdekliniert wäre, reif für die Ablage: den Herbst 1989 und die Sache mit der Redefreiheit. Mit der alles beginnt. Freiheit ist kein Himmelsgeschenk und keine Gnade, sondern der Moment, an dem Menschen den Mut finden, den Mund aufzumachen.

Politik·Brennpunkt

Ökolöwe, NABU und NuKla kritisieren Leipzigs Auenpolitik: Wohin geht die Reise in der Burgaue?

Schöne Worte fand ja Heiko Rosenthal, Leipzigs Umweltbürgermeister, am Mittwoch, als er mit ein paar Pressevertretern in die Burgaue radelte und dort zeigte, wo er ab 2018 gern bauen möchte. "Für die Stadt Leipzig sind der Erhalt und die Entwicklung des unter Naturschutz stehenden Auwaldes aus stadtklimatischer Sicht, aus Naherholungssicht und als nachhaltiger forstwirtschaftlicher Standort von großer Bedeutung", sagte er.

Wirtschaft·Metropolregion

Kohlekraftwerke bringen keine Rendite mehr: Vattenfall prüft Optionen für Verkauf seines Braunkohlegeschäfts

Da brauchte es eigentlich keinen Regierungswechsel in Schweden. Die Zeit der Braunkohleverstromung geht zu Ende - auch wenn nun jeder Politiker aus Sachsen nach Stockholm fliegt, um dort mit der neuen Regierung zu verhandeln. Dass Vattenfall jetzt ernsthaft den Verkauf seiner Braunkohlesparte prüft, hat mit dem simplen Geschäftsergebnis zum Oktober 2014 zu tun.

Wirtschaft·Mobilität

Generationenwechsel in der Leipziger Stadtentwicklung: Der Entwurf des neuen STEP Verkehr geht jetzt in die Entscheidungsrunde

Leipzig häutet sich. Recht langsam und doch - aus der Perspektive eine Menschenalters betrachtet - recht schnell. Selbst da, wo man eigentlich noch glaubt, das Schiff ändere nicht mal schwerfällig seinen Kurs. Tut es doch. Und - das muss man auch mal anerkennen - Leipzigs Stadtverwaltung hat es wahrgenommen. Jetzt geht der neue Stadtentwicklungsplan (STEP) Verkehr in die entscheidende Runde.

Leben·Gesellschaft

Als Finanzrevisor Pfiffig im Interview (3): Über Beteiligungsgesellschaften, Wirtschaftsprüfer und das Desinteresse der Parteien

Gerade in Sachsen wird gern stolz über die niedrigen Schuldenstände berichtet. Aber selbst die Finanzstrukturen der Kommunen sind nur schwer zu durchschauen. Und dass Kommunalabgeordnete überhaupt durchschauen können, mit welchen Geldern wirklich verantwortungsvoll hantiert wird, das bezweifelt Klaus Richard Grün als gelernter Finanzrevisor. Der Fragerunde dritter Teil.

Politik·Brennpunkt

Projekt „Lebendige Luppe“: Heiko Rosenthal möchte 2018 mit Bauen anfangen

Nichts Genaues weiß man noch nicht. In den Ausschüssen ist das Thema Burgaue noch nicht behandelt worden. Irgendetwas soll 2018 losgehen, auch wenn es bestenfalls so etwas wie eine Minimalvariante zur Vernässung der Burgaue ist. Am Mittwoch, 29. Oktober, hatte Umweltbürgermeister Heiko Rosenthal extra die Presse eingeladen, um mit ihm das Testgebiet zu besichtigen. Mit entsprechend deutlicher Kritik der Umweltverbände, denn mit "Revitalisierung des Auwaldes" hat das Ganze nicht viel zu tun. Wahrscheinlich ist es sogar längst Schnee von gestern.

Politik·Leipzig

Leipziger Wagenplätze: SPD begrüßt Linke-Vorschlag für einen Runden Tisch

In der Stadtratssitzung am 15. Oktober war es Thema. Da stand die Frage im Raum, wie sich die Zukunft der Wagenleute gestaltet, die auf dem Jahrtausendfeld in Plagwitz ein städtisches Stell-Plätzchen gefunden haben, aber nun weichen müssen, wenn die Stadt hier endlich mal Schulen baut. Währenddessen tun sich auch noch neue Wagenplätze auf. Erst am 23. Oktober meldete die Wagenplatzgruppe Rhizomia aus dem Leipziger Osten: Wir sind jetzt auch da!

Leben·Gesellschaft

Als Finanzrevisor Pfiffig im Interview (2): Woher kommen die Schulden und wer hat dafür den Hut auf?

Immer wieder tauchen neue Finanzierungslöcher bei Sachsens Kommunen auf. Manche Straße in Leipzig sieht noch aus wie vor 25 Jahren, der Investitionsstau ist gewaltig. Aber wo blieb eigentlich das ganze Geld, das da seit der "Wende" in ostdeutsche Landschaften geflossen sein soll? Kann das ein gelernter Finanzrevisor wie Klaus Richard Grün alias Finanzrevisor Pfiffig erklären?

Wirtschaft·Mobilität

Grüne zur Bahnpolitik im Koalitionsvertrag von CDU und SPD: Der Sachsentakt braucht jetzt zehn Jahre lang 50 Millionen Euro Investitionen

Da waren selbst die Grünen überrascht, als sie auf Seite 46 des am 23. Oktober von CDU und SPD vorgestellten Koalitionsvertrages eins ihrer Herzensprojekte wiederfanden: "Unser Ziel ist es, den Schienengebundenen Personennahverkehr (SPNV) durch eine bessere Koordination und Bündelung bei der Ausschreibung von Verkehrsleistungen, durch die Einführung eines integralen Taktfahrplanes und eines landesweit gültigen Sachsen-Tarifs zu stärken", steht da zu lesen.

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Bildung·Bücher

Ein faszinierend nutzloser Mythos der sächsischen Geschichte: Festung Königstein

Manchmal überschneiden sich Projekte. In diesem Jahr haben sich sowohl die Edition Leipzig als auch der Sax Verlag die Festung Königstein als handlichen Wegbegleiter ins Programm genommen. Aber wie das so ist: Wenn zwei dasselbe tun, wird es nicht immer dasselbe, auch wenn die geschichtlichen Daten und Bauwerke und Anekdoten zum großen Teil dieselben sind. Es gibt ja nur einen Königstein.

Leben·Gesellschaft

Als Finanzrevisor Pfiffig im Interview (1): Wer kontrolliert denn eigentlich den Umgang mit unseren Steuergeldern?

Im Juli 2012 legte er einen Paukenschlag hin: Klaus Richard Grün alias Finanzrevisor Pfiffig mit seinem Insider-Buch "Finanzrevisor Pfiffig aus der DDR". Darin erzählte er zwar von der intensiven Jagd nach Mark und Pfennig in der DDR, als Finanzprüfungen mit unabhängigen Prüfern die Norm waren. Aber er kennt nun auch das aus westdeutsche System aus eigener 25-jähriger Arbeit sehr genau. Und sieht es mit sehr kritischen Prüferblick. Die L-IZ stellte ihm mal ein paar notwendige Fragen zum Thema.

Politik·Brennpunkt

SPD-Stadtrat Weber zur Auenwald-Tour: Radtour des Umweltbürgermeisters zum Projekt „Lebendige Luppe“ zeigt wenig Feingefühl

Hopplahopp, kam am Donnerstag, 23. Oktober, noch schnell eine Einladung aus dem Umweltdezernat ins E-Mail-Fach geflattert: "Sehr geehrte Damen und Herren, wir laden Sie herzlich zu einer Radtour mit Umweltbürgermeister Heiko Rosenthal ein. Thema: Projekt 'Lebendige Luppe" - Radtour mit Umweltbürgermeister' am 29. Oktober". Nicht nur für die Leipziger Internet Zeitung ein bisschen Hopplahopp. Wo bekommt man so schnell noch einen freien Kollegen für den Mittwochvormittag her? Auch für SPD-Stadtrat Mathias Weber nicht ganz nachvollziehbar.

Bildung·Leipzig bildet

Jugendliche ohne Schulabschluss: IfL-Karten zeigen, wie der Osten den Anschluss verlor

Eigentlich hätte das IfL auch Karten für 1995 und 1989 erstellen können, dann wäre der Effekt noch deutlicher geworden. Aber Caroline Kramer hat sich für die neue Karte im Nationalatlas des Instituts für Länderkunde auf die Jahre 1997 und 2012 beschränkt. Auch dieser Vergleich zeigt schon, wie die östlichen Bundesländer in Sachen Schulabschluss völlig die Zeit verpennten und die westlichen Bundesländer einfach davonzogen.

Bildung·Forschung

Ambitionierte EU-Ausbauziele für Erneuerbare Energien ökonomisch sinnvoll – Mitgliedsländer müssen bei der Umsetzung der Energiepolitik Freiräume behalten

Im Grunde hätte "Spiegel Online" zum letzten Weltklimagipfel dasselbe schreiben können wie zum so elend im Kompromiss versackten europäischen Klimagipfel in der vergangenen Woche: "Einigung auf EU-Gipfel: Merkels fauler Klimadeal". Wenn Staatschefs miteinander verhandeln, haben sie nie das Große, Ganze im Blick, sondern - sie wollen ja wiedergewählt werden - die Erwartungen ihrer Klientel. Nicht mehr, nicht weniger, so faul.

Wirtschaft·Verbraucher

Die andere Seite der Ost-West-Markenstudie: Warum man mit weniger Geld in der Börse häufiger was Besonderes kauft

Am 23. Oktober veröffentlichte MDR-Werbung seine "Ost-West-Marken-Studie 2014". Und schätzt das Ganze selber so ein: "Kurz vor dem 25. Jahrestag des Mauerfalls zeigen sich die unterschiedlichen Wertewelten in Ost und West immer noch stabil. Das wird gerade bei den Einkaufskriterien, im Einkaufsverhalten oder in Bezug auf Anforderungen an gute Werbung deutlich. Dies macht eine differenzierte Marktbearbeitung nach wie vor notwendig. Es bleibt dabei: Werbung, die im Westen wirkt, muss nicht auch automatisch im Osten ankommen."

Politik·Sachsen

Sachsen ist Schlusslicht bei der Krankenhausfinanzierung: Linke Abgeordnete fordert Investitionsschub durch neue Regierung

Dass Krankenhäuser wie das Städtische Klinikum St. Georg in Leipzig in die roten Zahlen schlittern, hat - wer hätte anderes gedacht - auch mit der Spar- und Knauserpolitik der sächsischen Landesregierung zu tun. Denn wenn die Finanzierung der Fallbetreuung durch die Krankenkassen auf den Cent genau kalkuliert ist, bleibt eine Deckungslücke - etwa bei Personal- und Investitionskosten. Das selbst zu erwirtschaften, ist für ein städtisches Krankenhaus unmöglich.

Politik·Region

Armes Mitteldeutschland: Roland Mey ärgert sich mal wieder über seine LVZ

Roland Mey ist zwar Rentner, studierter Physiker, Leipziger SPD-Urgstein und war auch mal Stadtrat für die SPD. Aber jetzt ist er sauer und hat - mal wieder - einen seiner grimmigen Leserbriefe an die LVZ geschrieben - und an die L-IZ weitergeleitet, damit es alle wissen. Das Thema, das ihn umtreibt, ist eine Länderfusion in Mitteldeutschland. Gemeinsam mit dem Landtagsabgeordneten Bernward Rothe aus Sachsen-Anhalt sammelt er nun seit Monaten Unterschriften für ein Volksbegehren.

Wirtschaft·Mobilität

Neue Mobilität ist die alte: Die Messen euregia und new mobility starten heute mit den üblichen Entscheidern und Experten

Am heutigen Montag, 27. Oktober, beginnt die euregia, Fachmesse und Kongress für Kommunal- und Regionalentwicklung in Europa. Für drei Tage werde damit das Congress Center Leipzig zum neunten Mal zur "Vordenkerwerkstatt für Regionalentwickler, Verkehrsplaner, Kommunalpolitiker, Projektfinanzierer und Umweltexperten", teilt die Messe-Pressestelle dazu mit. Bestimmt kommt auch irgendwo der aktive Bürger und seine Teilhabe an allen relevanten Planungsprozessen ins Bild. Aber das ist ja bekanntlich ein Leidensthema. Wie so Manches in Sachen nachhaltige Stadt.

Wirtschaft·Mobilität

Für Leipzigs Studierende längst Realität: Der fahrscheinlose ÖPNV

War die Lancierung des Themas "Fahrscheinloser ÖPNV" vom Mitteldeutschen Verkehrsverbund (MDV) nun beabsichtigt oder nicht? Oder hat da jemand aus dem Bauausschuss nur sein eigenes Süppchen gekocht. Wir wissen es nicht. Auch der MDV hat so seine Schwierigkeiten, Anfragen der L-IZ zu beantworten. Als säße er nun verschreckt in seiner Höhle und wunderte sich darüber, was ein Finanzierungs-Gutachten so alles anrichten kann.

Bildung·Forschung

Neue Mitte-Studie der Uni Leipzig: NPD- und AfD-Wähler sind am deutlichsten rechts eingestellt

Die sozialpsychologischen "Mitte-Studien" der Universität Leipzig sind seit Jahren so etwas wie das Fieberthermometer der Republik. Sie machen sichtbar, wie die Wähler und Nichtwähler im Lande ticken und wie eng ihre Zustimmung zur Demokratie und zu bestimmten Parteien von ihrer Bildung, ihrem Alter und ihren Vorurteilen zusammenhängen. Diesmal wird auch die Klientel der AfD sichtbar. Und damit kommt die Studie tatsächlich mitten in der Mitte an.

Foto: Ralf Julke
Bildung·Bücher

Die ganz unmögliche Liebe von Anna und Roger in einem E-Mail-Roman: Verm@ilt

Es gibt Erzählmuster, die sind mittlerweile so tief in unserer Literatur verankert, dass sie sich oft einfach aufdrängen, wenn Autorinnen und Autoren mal wieder über das Thema aller Themen schreiben wollen. Was Neues. Unbedingt. Es lässt uns nicht los. Und leise schmunzelnd schaut Johann Wolfgang von G. um die Ecke, wenn irgendwo ein neugieriger Leser Anja Nititzkis "Verm@ilt" aufblättert. Und nicht loskommt davon.

Leben·Gesellschaft

500-jähriges Prachtstück im neuen Paulinum: Paulineraltar ist an den Augustusplatz zurückgekehrt

Das Paulinum der Universität Leipzig - so langsam nimmt es Gestalt an - und es wird auch sichtbar, wie Aula und Kirchenraum gedacht sind in ihrer Einheit und Zweiheit, mit ihren Glaswänden, die den Aula-Teil vom Andachtsraum trennen. Notgedrungen, wie Prof. Dr. Rudolf Hiller von Gaertringen, Kustos der Kunstsammlung der Universität Leipzig, am Freitag, 24. Oktober, betonte beim Pressetermin im Altarraum: Der alte Paulineralter ist aus der Thomaskirche zurückgekehrt.

Bildung·Leipzig bildet

Die sächsischen Hochschulen im Koalitionsvertrag von CDU und SPD: Für Leipzigs Uni-Rektorin ein gutes Signal – für Studierende eine halbe Mogelpackung

Es gibt mehrere Stellen im am Donnerstag, 23. Oktober, vorgestellten Koalitionsvertrag von CDU und SPD, in denen sichtbar wird, dass der SPD dann doch ein paar Prozente fehlten im Wahlergebnis, um der CDU wirklich Paroli bieten zu können. Das wurde auch beim Thema Hochschulen sichtbar, wo sich die SPD unübersehbar an einer verbohrten CDU-Haltung die Zähne ausbiss. Selbst Kompromisse sehen anders aus.

Politik·Sachsen

Der Koalitionsvertrag von CDU und SPD analysiert (4): Hochwasserschutz, Wohnungsbau, Bürgerbeteiligung

Und nicht nur die demografische Entwicklung zwingt den Freistaat Sachsen zum Umdenken und Umschichten. Auch der Klimawandel erfordert neue Strategien und Ansätze. Und siehe da: Es geht. Ein Jahr nach der Flut von 2013 findet auch ins Koalitionspapier die Einsicht Eingang, dass man mit einer Fixierung auf teure Deichbauten allein die Gefahren der zunehmend brisanten Wetterwechsel nicht in den Griff bekommt.

Wirtschaft·Leipzig

Sanktionen beuteln auch Leipzigs Wirtschaft: Sonderumfrage der IHK zum Ukraine-Russland-Konflikt

Beängstigend findet Andreas Heilmann, Vizepräsident der Industrie- und Handelskammer zu Leipzig, das, was über den Sommer passiert ist: Binnen weniger Monate hat sich nicht nur die Stimmung der gesamtdeutschen Wirtschaft eingetrübt, auch in Leipzig sackte der Optimismus der Unternehmer in den Keller. Und das nicht ohne Grund: Die Handelsbeziehungen zu Russland haben früher etliche Auftragsbücher gefüllt, doch nun bleiben diese wegen der von der EU verhängten Sanktionen leer.

Alles hat seine Zeit 2015. Foto: Ralf Julke
Bildung·Bücher

Ein Frauenkalender, ganz bestimmt nicht nur für Frauen: Alles hat seine Zeit

Heute mal etwas zur Entspannung. Ein bisschen christlich. Kommt ja auch aus dem St. Benno Verlag. Ein bisschen weiblich. Was man so als Glaubenslaie nicht ganz versteht: Bekommen christliche Männer einen anderen Kalender? Mit mehr Bumms, mehr Action und mehr Testosteron? - Das wäre zumindest seltsam. Ein Blick auf die Website des St. Benno Verlages zeigt freilich: Es gibt gar keinen Kalender für Männer.

Politik·Sachsen

Der Koalitionsvertrag von CDU und SPD analysiert (2): Medien, Verkehrsprojekte, ÖPNV, Energiepolitik

Auch mit Medien ("irgendwas mit Medien") beschäftigt sich der Koalitionsvertrag. Den Leser überrascht natürlich nicht, dass man bei CDU und SPD tatsächlich glaubt, mit dem staatlich gepuschten Rundfunk und diversen Lokalsendern so eine Art "Medienvielfalt" in Sachsen am Leben zu erhalten. Aber zumindest hat man jetzt auch die nichtstaatlichen Medienmacher entdeckt - zumindest als Kreditnehmer für diverse Mikro-Darlehen.

Politik·Sachsen

Der Koalitionsvertrag von CDU und SPD analysiert (1): Polizei, Schule, Kita und Hochschule

Fünf Jahre lang durfte die FDP gemeinsam mit der CDU in Sachsen ausprobieren, wie man ein Land "verschlankt" und "entbürokratisiert". Es ist zwar Manches dazu beschlossen worden - gut getan hat es dem Freistaat nicht. Im Gegenteil: Das zentrale Projekt, die Zahl der Landesbediensteten mit Gewalt von 86.000 auf 70.000 einzudampfen, hat schon auf der ersten Etappe zu dramatischen Entwicklungen in Schule, Polizei, Gerichten und anderen Teilen des Landesapparates geführt.

Das Projekt „LZ TV“ (LZ Television) der LZ Medien GmbH wird gefördert durch die Sächsische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.

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