Artikel zum Schlagwort Nachwendezeit

Die ostdeutsche Unwucht nach 1990

Altes SED-Vermögen kann nicht zur wissenschaftlichen Aufarbeitung der Nachwendezeit verwendet werden

Foto: Juliane Mostertz

Für alle LeserDie Idee war ja nicht unlogisch: Da bekommt Sachsen ein paar Millionen Euro aus den sogenannten PMO-Mitteln, also den Mitteln aus dem Vermögen der einstigen Parteien und Massenorganisationen der DDR, und Integrationsministerin Petra Köpping schlägt vor, damit die Nachwende-Entwicklung in Sachsen wissenschaftlich aufzuarbeiten. Aber das ist nicht möglich. Und der Finanzminister will es eh zum Löcherstopfen einsetzen. Weiterlesen

Köpping: „Nachzahlungen für die Aufarbeitung der Nachwendezeit, den Gerechtigkeitsfonds und für Forschung sinnvoll“

58 Millionen Euro aus SED-Vermögen für Sachsen angekündigt

Foto: Kerstin Pötzsch

Nach einem langen Rechtsstreit über das Vermögen der DDR-Staatspartei SED werden die ostdeutschen Bundesländer insgesamt rund 185 Millionen Euro erhalten. Auf Sachsen sollen demnach Nachzahlungen in Höhe von 58 Millionen Euro entfallen. Dazu erklärt die Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration, Petra Köpping: „Dieses Geld wäre sinnvoll für die Finanzierung der Nachwende-Aufarbeitung. Es wäre genau das richtige Signal, wenn es zudem für den Gerechtigkeitsfonds, einer Kommission zur wissenschaftlichen Aufarbeitung der Nachwendezeit und somit für eine neue Erinnerungskultur über die Nachwendezeit zur Verfügung stünde.“ Weiterlesen

SPD Sachsen will mehr Osten in der Bundes-SPD

Martin Dulig kandidiert als Ostbeauftragter und die Sachsen-SPD beantragt eine echte Aufarbeitung der Nachwendezeit

Foto: SPD Sachsen

Für alle LeserDer Osten braucht eine Stimme. Das ist zumindest den sächsischen Sozialdemokraten mittlerweile klar geworden. Selbst in der SPD fehlt diese sichtbare Präsenz. Im Vorfeld des SPD-Bundesparteitags vom 7. bis 9. Dezember in Berlin verkünden der Vorsitzende der SPD Sachsen Martin Dulig und die Generalsekretärin Daniela Kolbe ihre Ambitionen für eine starke Stimme des Ostens in der Bundespartei. Weiterlesen

Nachwende-Ungerechtigkeiten, Pegida und der Osten

Ein Interview mit Petra Köpping, Staatsministerin für Gleichstellung und Integration in Sachsen (Teil 1)

Foto: Kerstin Pötzsch

LEIPZIGER ZEITUNG/Ausgabe 46Für alle LeserWer sich heute an das Thema „Nachwendezeit“, Fehler der Treuhand und die Langzeitfolgen für die Ostdeutschen wagt, sollte sich auch im Sommer warm anziehen. Oder bereits eine Position im Politikbetrieb erreicht haben, die es erlaubt, im Jahr 27 nach „der Kehre“ auch mal kritisch in die frühen 90er und Nullerjahre zu blicken. Petra Köpping (SPD) hat sich gut gerüstet, war immerhin zweimal Bürgermeisterin in Großpösna – einmal vor und einmal nach der Wende – und kämpft gern mit Herz und Schnauze. Weiterlesen