Lehrerausbildung

Der Lehrermangel bleibt in Sachsen auf der Tagesordnung. Foto: Ralf Julke
Bildung·Leipzig bildet

Start ins Schuljahr 2022/23: Sachsen fehlen noch immer die Lehrer/-innen und die Zeit zum richtigen Lernen

Es ist im Grunde genauso wie im Gesundheitswesen: Wer die Personalprobleme im sächsischen Bildungssystem lösen will, muss die Arbeitsbedingungen verbessern. Mit mehr Geld oder Verbeamtung löst man die Probleme nicht. Im Gegenteil: Man tut so, als ginge es im Lehrerberuf nur ums Geld und nicht um eine attraktive Berufswahl. Doch alle „Reformen“ haben nichts geändert: […]

Zumindest am Schulgebäude hübsch getrennt. Foto: Marko Hofmann
Bildung·Leipzig bildet

Sparkonzepte der sächsischen Regierung produzieren immer mehr Löcher bei der Sicherung des Lehrernachwuchses

Es ist nicht nur hochgradig peinlich, was Sachsens Kultusministerin zum Schuljahrsbeginn 2016 eingestehen musste, es ist das Eingeständnis eines systematischen Versagens. Dem Freistaat Sachsen gelingt es nicht mehr, genügend Lehrer für den Schuldienst einzustellen. Und das liegt nicht - wie Brunhild Kurth so selbstsicher erklärte - am Arbeitsmarkt, auf dem „wir nicht die Lehrerinnen und Lehrer, die wir benötigen – weder in Quantität noch in Qualität finden.“

Foto: CH Beck
Leben·Gesellschaft

Der Philosoph und Bildungswissenschaftler Christoph Türcke warnt vor Normierungs- und Kompetenzwahn und fordert eine „Lehrerdämmerung“

LEIPZIGER ZEITUNG/Auszug aus Ausgabe 29Es ist schon ein Dauerthema. Die „nicht gebildete“ Bildung an unseren Schulen. Abbrecher, Angsthasen, Armutszeugnisse – trotz hervorragender Noten. Gymnasien rühmen sich mit Abtiturbestehensquoten um die 100 % und alle – Schüler, Eltern, Erzeuger, Pädagogen und nicht zuletzt „die Wirtschaft“ – sind dennoch unzufrieden. Alles jammert, alles verzweifelt, alles weiß Bescheid, wie es besser sein sollte.

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