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Eine Liebeserklärung an Lene Voigt in Grimmschen Verdichtungen: Es war einmal in Sachsen

Da hat doch gerade der Leipziger Uni-Professor Beat Siebenhaar die obersächsische Mundart für tot erklärt - und nun das: Ein ganzes neues Buch in obersächsischer Mundart. Genauer: im Leipziger Dialekt der Lene Voigt. Eine echte Hommage in neun märchenhaften Kapiteln von einer lebendigen Leipzigerin. Schöner kann man wohl nicht vermelden: Lene lebt!

Ein Memory für Opernliebhaber: Moskau, Peking, Paris und ein Rausch in Salzburg

Das ist ein Memory für Leute, die entweder viel reisen und immer unterwegs sind zu den großen Operninszenierungen in Salzburg, Paris und Moskau. Oder eins für Leute mit wirklich gutem Bildgedächtnis. Nicht immer hilft die Kenntnis der üblichen Inszenierungs-Rituale für Zauberflöte & Co. Und ein bisschen Zeitreise steckt auch drin.

Wie die Moderne das Exotische in sich selbst entdeckte: Gauguin und seine Zeit

Ist es mal wieder Zeit, über Gauguin nachzudenken? - Ja, sagte sich Eckhard Hollmann, der heute als freischaffender Autor und Lektor in München lebt. Auch wenn Gauguin gerade keinen runden Geburtstag hat. Aber danach fragt man ja bei seinen Zeitgenossen auch nicht, bei all den Manet und Monet und van Gogh. Sie standen an der Wiege der modernen Kunst. Auch wenn es wohl eher eine Schaukel war oder ein wackliges Leiterchen. So aus der historischen Ferne sieht manches nach Idylle aus, was keine war.

Ein neues Memory für Liebhaber der verlorenen Wildnis: 72 mal Gauguin

Eigentlich hat nicht der Maler Paul Gauguin in diesem Jahr sein großes Jubiläum, sondern sein Vater, der Journalist Clovis Gauguin, der vor 200 Jahren geboren wurde. Und der dafür sorgte, dass das Exotische schon frühzeitig im Leben seines Sohnes Paul präsent war, denn über seine Mutter Aline Marie Chazal hatte Paul auch ein bisschen peruanisches Blut in den Adern.

Evangelische Gottesdienstkultur im Barockzeitalter: Wie modern die Gedanken eines Dorfpfarrers über Zeremonien und Rituale auch heute (wieder) sind

Das Spannendste kommt ganz zum Schluss. Wolfgang Ratzmann weiß es ganz genau, auch wenn er die Leser erst einmal mitnimmt in die Erkundung eines alten, über 700 Seiten dicken Buches aus dem Jahr 1732, geschrieben vom Lockwitzer Pfarrer Christian Gerber: "Historie der Kirchen-Ceremonien in Sachsen". Natürlich gibt es in Ratzmanns Buch nicht den kompletten 700-Seiten-Wälzer, sondern nur ein paar Auszüge, die zeigen, um was für ein Material es geht.

Grundbegriffe der Mathematik: Wie man das Allereinfachste in der Mathematik erst mal beweisen muss

Wenn die kleinen Stöpsel wüssten, was ihnen alles in der 1. Klasse noch nicht verraten wird ... Die einen würden sicher schmollend zu Mama laufen: "Mami, das macht ja gar keinen Spaß!" Die anderen würden wohl blitzende Augen kriegen, weil das nach richtiger Herausforderung riecht. Denn mit Äpfeln und Birnen kann ja jeder rechnen. Aber ist jeder Apfel auch wirklich ein Apfel? Und wie - bitte schön - beweist man das?

Vier Tote, viele Spuren und ein von Panik getriebener Kommissar: Der Vierfachmord von Stötteritz

Jan Flieger ist der Hardcore-Mann unter den Leipziger Krimi-Autoren. Auch wenn das mal ursprünglich Henner Kotte war, der den zerrissenen, von Job und Partnerstress getriebenen Kommissar auf dem Feld der Leipziger Kriminalromane erst eingeführt und salonfähig gemacht hatte. Bekanntlich wimmelt es ja mittlerweile von Leipzig-Kommissaren. Fliegers Mann heißt Tiller und guckt die ganze Zeit wie der Alte Fritz.

Kein Marmor: Wenn zeitgenössische Dichter versuchen, Gedichte über Dichter zu schreiben

Wie geht man eigentlich mit den Dichtern um, den alten und so hochverehrten? Stellt man sie auf einen Sockel? Spricht man sie heilig? Oder dreht man sie einfach mal durch den Fleischwolf? - Für heutige Dichter ist das eine ganz elementare Frage. Etliche tun lieber so, als gäb es die Alten nicht. Und schreiben entsprechenden Murks. Denn tatsächlich ist die Dichtung der Vergangenheit ein gewaltiges Bergwerk und eine Experimentierwerkstatt.

Die Spiel- und Rollenlust des Bürgers: 500 Jahre Amateurtheater in Sachsen

Der Umschlagtext macht neugierig. Da wird von Friedrich dem Gebissenen erzählt, der "am 16. November 1323 in Folge der Darstellung eines geistigen Schauspiels von klugen und unklugen Jungfrauen" starb. Friedrich der Gebissene, den Wikipedia lieber als Friedrich der Freidige präsentiert, war nicht nur der letzte Staufer-Spross, er war auch noch Landgraf zu Thüringen und Pfalzgraf zu Sachsen und einer der Markgrafen von Meißen. Deshalb starb er in Eisenach. Aber in diesem opulenten Band geht es nicht um Kaiser, sondern um Theater.

Greta Taubert: Apokalypse jetzt! Foto: Ralf Julke

Apokalypse jetzt! – Eine junge Leipzigerin erkundet die Ausstiegs-Szenarien einer von Panik besessenen Welt

Es klingt wie ein Filmtitel, ist aber keiner. Eher ist es ein Lebensgefühl, das auch ein paar der Älteren unter uns kennen. Denen oft gar nicht bewusst ist, dass die Jüngeren mit diesem Gefühl aufwachsen. Es gehört zu ihrem Alltag. Nicht erst seit 2008, als die internationale Finanzkrise begann und aller Welt vor Augen führte, dass die Welt tatsächlich in den Händen einiger von Panik gesteuerten Alphamännchen liegt, die schon längst nicht mehr wissen, was sie tun.

Physikalische Klimamodelle: Der Energiehaushalt der Erdatmosphäre und die lange vernachlässigte Rolle des Wassers

Übers Wetter reden alle. Und übers Klima, wie es scheint, mittlerweile auch. Jeder hat eine Meinung. Und man debattiert darüber, als wäre es nur eine reine Geschmacksfrage. Oder eine Glaubensfrage. Und als sei das, was ein weltumspannendes Forschungsnetzwerk von Meteorologen und Klimatologen debattiert, so simpel, dass es auch in eine Sonntagsrede passt. Oder an den Stammtisch. Dabei geht's in Grundlagen um eine ganze Menge Physik, wie Wolfgang Brune feststellt.

Baubos Ohrwurm: Ein Welten-Wanderer zwischen Mangrovenwald, Troja und der gar nicht so idyllischen Schweiz

Ein Schweizer namens Lawrence Lee Khui Fatt, gibt's denn das? Gibt es. Auch wenn der Name verrät: Er wurde nicht in der Heimat Wilhelm Tells geboren, sondern in Malaysia auf Borneo. 1948. In die Schweiz verschlug es ihn schon 1972. Und anfangs machte er sich als Künstler einen Namen. Aber das Dichten begleitet ihn. 1988 hat er seinen ersten Gedichtband veröffentlicht: "Süßes Schwarz". Hier ist nun der zweite - in leuchtendem Gelb.

Neuer Stoff für Knobel-Freunde: 40 neue Rätsel-Krimis von Steffen Mohr

Der Mensch an sich ist kriminell. Er täuscht, er trickst, er lügt. Und einige Exemplare haben für sich entdeckt, dass man mit Klauen und Gewalt auch was erreicht. Wenn auch nicht immer das, was man wollte. Die Irrationalität ist wesentlicher Teil des Verbrechens. Was es natürlich kleinen runden Kommissaren wie Merks erleichtert, den Spitzbuben mit ein bisschen Grips flott auf die Spur zu kommen.

Vertraute Geschichten aus einer brasilianischen Großstadt: Ein Tiger in Barcelona

Der Patchworld Verlag in Berlin versucht in seinem Programm immer neue Grenzwanderungen. Das Feld, das sich der Verlag da vorgenommen hat, ist groß. Und wirkt seltsam exotisch. Denn wenn man die Medien der deutschen Gegenwart so betrachtet, dann ist Deutschland kein internationales Land, eines, dessen Kultur im Austausch mit den Kulturen, Sprachen und Religionen der Welt steht. Es hat eine Leitkultur aus grauem Beton. Fertig der Lack.

Protokolle, Akten und Statements zum Fall Lothar König: Antifaschismus als Feindbild

Im Juli 2013 ist der Prozess gegen den Jenaer Jugendpfarrer Lothar König "geplatzt", wie es in einigen Medien hieß. Der Richter brach den Prozess auf unbestimmte Zeit ab, weil immer neues Beweismaterial aufgetaucht war, das den engagierten Pfarrer entlastete. Unter anderem 200 Stunden Videomaterial der Polizei, aus dem dem Gericht nur wenige, stark bearbeitete Ausschnitte vorgelegen hatten.

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