Gesundheit

Turm der frisch sanierten Kongresshalle. Foto: Ralf Julke
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Der 1. Deutsche Kongress für Compliance im Gesundheitswesen findet in Leipzig statt

Compliance – das ist so ein hübsches englisches Wort für Regeln, die man eigentlich versprochen hat einzuhalten. Aber in den letzten Jahren machten immer wieder Geschichten über Ärzte die Runde, die den Verlockungen der kleinen Geschenke nicht widerstehen können. Korruption im Gesundheitswesen? Ein ganz heißes Eisen. Und Thema für einen Kongress, der im Januar erstmals in Leipzig stattfindet.

Wie festgetackert: Die Hitliste der guten Vorsätze. Grafik: DAK
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Lauter gute Vorsätze, an die sich keiner hält

Alle Jahre wieder gibt es Umfragen. Alle möglichen Leute werden zu allem Möglichen gefragt, meist nach guten Vorsätzen. Das ist irgendwie Tradition, weil irgendwann mal ein Redakteur, dem nichts einfiel, die leere Neujahrsspalte mit blumigen Worten zu all dem füllte, was man sich im neuen Jahr so alles vornehmen könnte. Dabei hält sich niemand dran. Es ist einfach zu schwer.

Dr. Daniela Bräuer-Hartmann. Foto: Privat
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Ein neuer Ansatz zur Heilung von Leukämie wird in Leipzig erprobt

Jedes Jahr erhalten in Deutschland rund 12.000 Menschen die Diagnose Leukämie. Fast die Hälfte der Patienten stirbt in vielen Fällen an der akuten Form der Krankheit. Eine Wissenschaftlerin der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig erforscht Grundlagen für einen neuen Therapieansatz. Für die Publikation dieser Ergebnisse erhielt Dr. Daniela Bräuer-Hartmann nun den 10.000 Euro dotierten José-Carreras-Best-Paper-Award.

FES-Positionspapier: Der Weg zur Bürgerversicherung. Cover: FES
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Ein Arbeitskreis der Friedrich-Ebert-Stiftung macht sich Gedanken über einen Weg zur Bürgerversicherung

Es ist ein Anfang. Das Thema Bürgerversicherung hat die SPD zwar nun seit ein paar Jahren auf der Agenda, scheitert aber bei der Durchsetzung immer wieder, oft genug auch an sich selbst. Aber das Thema ist nicht vom Tisch. Die SPD-nahe Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) hat zum Thema einfach mal einen Arbeitskreis nachdenken lassen. Ist nun einmal so: Wenn man nicht mehr weiter weiß ... Herausgekommen sind zumindest Ideen für einen „Übergang zur Bürgerversicherung“.

Rettungswagen im Einsatz. Foto: Ralf Julke
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Sind die Wissenslücken der sächsischen Regierung auch Lücken im sächsischen Rettungsnetz?

Da wird nun in Sachsen emsig an modernen Strukturen für das Rettungswesen gearbeitet, werden neue Leitstellen installiert und die Hubschrauber fliegen, dass die Wände wackeln. Und trotzdem werden die Löcher im System nicht kleiner. Die Linksfraktion im Sächsischen Landtag hatte das zum Thema einer Großen Anfrage gemacht. Am Freitag, 16. Dezember, hat der Landtag darüber diskutiert.

Wer profitiert eigentlich von der Dgitalisierung in unseren Schulen? Foto: Ralf Julke
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Immer mehr junge Männer haben Entzugserscheinungen, wenn sie nicht am Computer spielen können

Noch zwei Meldungen prallten in den vergangenen Tagen beinah aufeinander, die so nebenbei sichtbar machten, wie weit Realität und politische Wahrnehmung auseinanderklaffen. Am 23. November veröffentlichte das Statistische Landesamt die Meldung „Internetnutzung in Sachsen – sechs von zehn Personen in sozialen Netzwerken aktiv“. Nicht ein Schimmer steckte in der Meldung, dass die Sache zwei Seiten haben könnte.

Übergewicht ist nicht nur eine gesundheitliche Belastung für die Betroffenen. Foto: Christian Hüller / Universität Leipzig
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Leipziger Adipositas-Forschung bekommt wieder 14 Millionen Euro

Es war einer der wichtigsten Forschungsbereiche, die in den letzten Jahren in Leipzig betrieben wurden: der zum Übergewicht, das in unserer Gesellschaft zu einem verbreiteten Problem geworden ist. Dass die Ergebnisse wichtig sind, anerkennt jetzt auch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) wieder: Sie fördert den Sonderforschungsbereich (SFB) 1052 „Mechanismen der Adipositas“ für weitere vier Jahre.

Mit Kuscheleinheiten gegen den November-Blues. Foto: Medizinische Fakultät, Universität Leipzig
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Gegen die November-Trübsal helfen Kuscheln und Knuddeln

Es wird spät hell und früher dunkel, der Himmel ist wolkenverhangen, die Stimmung ist gedrückt. Das ist eigentlich normal im November. Aber für viele Menschen wird es besonders spürbar, weil ihnen der Ausgleich fehlt: Wärme, Bewegung und regelmäßiger Körperkontakt. Berührungen und Körperinteraktion rufen komplexe neurobiologische Prozesse hervor. Eine erstaunlich vertraute Botschaft aus dem Haptik-Labor der Uni Leipzig.

In der Nacht vom 29. zum 30. Oktober werden die Uhren wieder umgestellt. Foto: Ralf Julke
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Die Hälfte der Bundesbürger findet die Umstellung auf Winterzeit völlig sinnlos

In der Nacht vom 29. auf den 30. Oktober werden die Uhren um zwei Uhr wieder um eine Stunde zurückgestellt. Es ist die sinnloseste Prozedur unter vielen sinnlosen Prozeduren, die mittlerweile Europa für seine Bewohner bedeutet. Und es ist wie bei den sturen Verhandlungen zu CETA: Der große bürokratische Apparat macht einfach immer weiter, obwohl die Mehrheit das ganze Uhrenumstellen für Blödsinn hält.

Sind wirklich die ganzen Knabbereien dran Schuld? Foto: Matthias Weidemann
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DAK-Studie zeigt, wie die Stigmatisierung von Fettleibigen in einer wettbewerbsbesessenen Gesellschaft wirkt

Für Leipziger ist das Thema nicht ganz neu. Das hier ansässige IFB AdipositasErkrankungen beschäftigt sich mit dem Thema des krankhaften Übergewichts und seiner Folgen genauso wie die groß angelegte LIFE-Studie. Massives Übergewicht kann krankhafte Ursachen haben. Aber es kollidiert auch mit von Werbung geprägten Schönheitsidealen einer Gesellschaft, die sich über sich selbst nach Strich und Faden belügt.

Rettungswagen im Einsatz.
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Fehlen Sachsen tatsächlich die Ärzte zur Besetzung des Notarztdienstes?

Am Freitag, 16. September, gab es wieder eine öffentliche Anhörung im Sächsischen Landtag. Da ging es um den Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen „Notfallrettung in 12 Minuten? – Rechtswidrigen Zustand bei der Erhebung der gesetzlichen Hilfsfristen in Notfällen unverzüglich beenden“. Und da stellte sich heraus, dass Sachsen augenscheinlich ein Problem mit der Besetzung von Notarzt-Stellen hat.

Der Zwenkauer See. Foto: Ralf Julke
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Auch ein künftiger Badesee im Leipziger Südraum ist mit Glyphosat belastet

Es gab nun schon mehrere Vorstöße der Grünen im Landtag, die sächsische Regierung für das Thema Glyphosat zu sensibilisieren. Doch die sitzt das Thema lieber aus, hat auch keine große Lust, die Landwirtschaft damit ernsthaft zu behelligen. Und flächendeckende Messungen gibt’s auch nicht. Jetzt haben die Grünen selbst ein paar Messungen beauftragt. Und siehe da: Das Pestizid ist auch in einem großen See bei Leipzig nachweisbar.

Kassensturz (Symbolbild).
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Demografisches Auseinanderdriften macht sich selbst bei Suizidzahlen bemerkbar

Am Samstag, 10. September, war Weltsuizidtag. Es gab wieder die üblichen Mahnungen und die Statements der Verbände, die davor warnen, das Phänomen medial auszuschlachten. Aber nach wie vor differieren die Zahlen zu Suiziden in Deutschland. Das könnte sehr viel mit Politik und auch Armut zu tun haben, vermutet Susanne Schaper, gesundheitspolitische Sprecherin der Linksfraktion im Landtag.

Kinderrheumatische Versorgungseinrichtungen. Karte: IfL Leipzig, Nationalatlas
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Zur Behandlung von Kinderrheuma fehlen vielerorts die Spezialeinrichtungen

Es ist zumindest ein besonderes Thema, das sich das in Leipzig heimische Leibniz-Institut für Länderkunde (IfL) diesmal für neue Karten im „Nationalatlas“ vorgenommen hat: Kinderrheuma. Rheuma ist zwar vor allem ein Problem älterer Menschen. Doch eine kleine Gruppe von Kindern ist davon ebenfalls – zumindest zeitweise – betroffen. Aber zu selten wird das dann auch ärztlich behandelt.

Die Gesundheitskarte würde auch in Sachsen eine Menge Bürokratie abbauen helfen. Foto: Ralf Julke
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Gesundheitskarte für Flüchtlinge wird 2017 in Leipzig eingeführt

Wenn die Landespolitik kneift, landen Aufgaben zwangsläufig bei den Kommunen. Beispiel dafür ist auch wieder die Einführung einer Gesundheitskarte für Geflüchtete. Die Karte würde die Behandlung für beide Seiten erleichtern und entbürokratisieren. Aber 2015 weigerte sich die sächsische Staatsregierung, sich mit dem Thema zu beschäftigen. In Leipzig aber beauftragte der Stadtrat die Verwaltung, eine Lösung zu suchen.

Adipositas und Durchschnittsalter in Leipziger Ortsteilen. Grafik: Stadt Leipzig, Bürgerumfrage 2015
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Ältere autofahrende Leipziger sind öfter übergewichtig als junge radfahrende Innenstadtbewohner

Leipzig ist nun schon seit Jahren ein Forschungszentrum für die großen Zivilisationskrankheiten, insbesondere die schwerwiegenden Folgen des Übergewichts. Und so ein wenig sorgt sich auch die Verwaltung um die übergewichtigen Leipziger und wollte mit der „Bürgerumfrage 2015“ wissen: Wo wohnen denn die meisten Übergewichtigen? Und: Hat Übergewicht vielleicht etwas mit zu wenig Sport zu tun?

Der Suchtbericht 2016 der Stadt Leipzig. Cover: Stadt Leipzig
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Die schrille Rückseite einer von Konsum und Rausch besessenen Gesellschaft

Am Mittwoch, 24. August, hat das Gesundheitsamt der Stadt Leipzig ganz offiziell die Veröffentlichung des aktuellen Suchtberichts 2016 bekannt gegeben. Eigentlich nichts wirklich Spektakuläres, wenn man irgendwann einfach akzeptiert, dass Sucht die Grundkonstante der Konsumgesellschaft ist. Aber wer will schon gern die Rückseite einer von Gier besessenen Gesellschaft sehen?

Die Umfrage des SMS zum Impfen in Sachsen. Screenshot: L-IZ
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Sozialpolitische Sprecherin der Linken plädiert für Impfpflicht in Sachsen

„Wann war eigentlich Ihre letzte Impfung?“, fragte das Sächsische Sozialministerium am 29. Mai und lud die Sachsen ein, sich an einer Umfrage zum Thema Impfen zu beteiligen. Kurz vorher hatte die „Sächsische Zeitung“ über das zunehmende Problem in Sachsen berichtet, dass immer mehr Erwachsene gegen gefährliche Krankheiten wie Masern, Röteln oder Keuchhusten nicht geimpft sind.

Plakat für den Überstunden-Aktionstag. Grafik: ver.di
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Gesundheitsangestellte in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen haben einen Berg von 3,9 Millionen Stunden unbezahlter Arbeit angehäuft

Es hat sich noch lange nicht herumgesprochen, welche Folgen der Privatisierungswahn in Deutschland schon angerichtet hat. Gerade das Gesundheitswesen ist ein Tummelplatz der privaten Anbieter geworden. Doch statt die Kosten zu senken, sind sie im gesamten Gesundheitswesen im Aufwind. Doch das Personal hat davon nichts: Das leidet unter immer rücksichtsloseren Arbeitsbedingungen und kann nicht mal Überstunden abfeiern.

Motto JU Veranstaltung „Hart, härter, Crystal Meth“ am 02.07.2015 im Studio 3
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Grüne fragen nach Hilfen für Crystal-abhängige Mütter und deren Kinder in Sachsen

Die Zahl der Neugeborenen von Crystal-abhängigen Müttern steigt in Sachsen seit 2007 drastisch an. In den vergangenen drei Jahren habe es bei landesweit ungefähr 35.000 Geburten pro Jahr jeweils zwischen 160 und 180 betroffene Kinder gegeben, stellte der Kinderarzt und Neonatologe Jürgen Dinger vom Universitätsklinikum Carl Gustav Carus in Dresden am 15. April in einem Beitrag der „Sächsischen Zeitung“ fest.

Und jetzt widerstehen und doch lieber den Apfel schnappen. Foto: Ralf Julke
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Fürs Abnehmen braucht man ein gutes Selbstwertgefühl und möglichst auch Ermunterung von allen Seiten

Irgendwie kennt man das schon, was das Integrierte Forschungs- und Behandlungszentrum (IFB) AdipositasErkrankungen jetzt meldet: „Menschen mit Übergewicht und Adipositas, die im Kindes- oder Jugendalter wegen ihres Aussehens gehänselt wurden, haben große Probleme beim langfristigen Abnehmen.“ Manchmal hat Übergewicht eben doch mit einem angenagten Selbstbild zu tun.

Ein Aerologic-Frachter startet auf dem Flughafen Leipzig / Halle. Foto: Flughafen Leipzig / Halle, Uwe Schoßig
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Dialogforum Flughafen Leipzig/Halle beschäftigt sich mit NORAH-Studie und gibt sich erst mal ratlos

Am 25. Februar saß Leipzigs Fluglärm-Kuschelrunde wieder mal zusammen. Da tagte das Dialogforum Flughafen, das seit 2013 existiert und ein wenig die etwas fluglahme Fluglärmkommission des Flughafens Leipzig/Halle ergänzen sollte. Auch ein bisschen stärker die Belange der Bürger und Initiativen einbringen sollte. Am Donnerstag, 25. Februar, beschäftigte man sich mit der berühmten NORAH-Studie.

Fußgänger in der Petersstraße. Foto: Ralf Julke
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Tausende Demenzfälle in Deutschland wären mit gesünderer Lebensweise vermeidbar

Manche Volkskrankheiten sind vor allem deshalb Krankheiten breiter Bevölkerungsschichten, weil diese ungesund leben. Es ist tatsächlich das bewegungsarme, fett- und zuckerreiche Leben in der modernen Konsumgesellschaft, das viele Menschen auch für die Volkskrankheit Alzheimer anfällig macht. Viele Alzheimer-Fälle wären wohl durch ein gesünderes Leben vermeidbar. Leipziger Forscher haben jetzt ein paar Zahlen dazu vorgelegt.

Der Turm des Mutterhauses am Diakonissenkrankenhaus. Foto: LZ
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Diakonissenhaus Leipzig startet am 30. Januar in sein Jubiläumsjahr

125 Jahre? Das ist eigentlich auch ein Grund zu Feiern, finden die Mitarbeiter des Evangelisch-Lutherischen Diakonissenhauses Leipzig. - Am 1. Februar 1891 wurde in einem Gottesdienst in der Thomaskirche das Diakonissenhaus gegründet und die ersten acht Schwestern wurden durch Geheimrat Superintendent Dr. Oskar Pank zum Dienst an alten, kranken und sozial schwachen Menschen aufgenommen. 125 Jahre später wird dieser Gründungsakt Ende Januar 2016 mit einem Festwochenende gewürdigt.

Das Projekt „LZ TV“ (LZ Television) der LZ Medien GmbH wird gefördert durch die Sächsische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.

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