Der alte Bebauungsplan fĂĽr die Neue Messe stammt aus dem Jahr 1993. Er passt nicht mehr so recht zu den AnsprĂĽchen im Messegeschäft der Gegenwart. Weshalb die Messegesellschaft schon 2023 beantragte, den Bebauungsplan zu ĂĽberarbeiten und mehr Flexibilität bei den Nutzungen zu ermöglichen. Leipzigs Planungsdezernat hat jetzt den Entwurf fĂĽr einen neuen Bebauungsplan vorgelegt. Auf […]
Es gibt in Leipzig noch einige Ecken, wo sich seit Jahren nichts tut, obwohl sie zentral liegen und ein echtes Potenzial haben – so wie das Gebiet rund um den Kohlrabizirkus, der ja nun seit 2021 der Stadt (wieder) gehört. Aber nicht nur die Stadt hat ein Interesse daran, dass dieses Gebiet an der SemmelweisstraĂźe […]
Wenige Monate nach der Verabschiedung des in weiten Teilen heftig kritisierten Flächennutzungsplanes wird der erste Schritt eines jener problematischen Projekte Realität: die Bebauung an der Crostewitzer StraĂźe. Sie steht am Beginn einer dominoartigen Versiegelungswelle der Felder oberhalb des Markkleeberger Sees innerhalb der nächsten Jahrzehnte. Die Veränderungen insgesamt gehen schrittweise vor sich, sodass jedes Projekt fĂĽr […]
Solange es keine anderen Baugesetze gibt, werden BeschlĂĽsse zu Bauvorhaben in der Stadt immer nur Kompromisse sein. Nicht ganz einfache Kompromisse, schon gar nicht da, wo nach Paragraf 34 des Baugesetzes sowieso schon Baurecht besteht. Und das besteht auf vielen Leipziger Brachen, auf denen in den letzten 35 Jahren kĂĽhlendes GrĂĽn gewachsen ist. GrĂĽn, das […]
In einem grĂĽnen Hinterhof im Leipziger Stadtteil Plagwitz sollten am Montag, dem 25. November, alle Bäume gefällt werden, um Platz fĂĽr den Bau von zwei Eigentumswohnungen zu schaffen. Es handelt sich demnach nicht etwa um Sozialen Wohnungsbau, sondern lediglich um die Pläne eines profitorientierten Investors. Diese stieĂźen auf massiven Widerstand aus der Nachbar*innenschaft. Die Bewohner*innen […]
In dieser Form ist das in Leipzig ein echtes Novum: Zum ersten Mal zieht die Stadt einen Bebauungsplan komplett zurĂĽck, obwohl sie vom Stadtrat vor zwei Jahren extra aufgefordert worden war, einen solchen aufzustellen: den Bebauungsplan Nr. 477 „Wohnquartiere östlich der ZollschuppenstraĂźe“. Schon damals warnte die Verwaltung, man könne einen B-Plan nicht als „Verhinderungsplan“ aufstellen […]
Schrittchen fĂĽr Schrittchen. Seit 2017 ist eine mögliche Bebauung der Kiebietzmark in Paunsdorf-Heiterblick Thema im Stadtrat. Schon damals war sichtbar, dass Leipzig beim Wohnungsbau dem Bevölkerungswachstum hinterherhinkte. Doch wenn eine Stadt bauen will, ist das trotzdem ein elend langer Prozess, bis auch nur die Planung steht. Am 23. Mai beschloss der Stadtrat die Aufstellung des […]
In den denkmalgeschĂĽtzten Produktionsstätten der frĂĽheren „Leipziger Jute-Spinnerei & -Weberei“, zuletzt „VEB Texafol“, soll ein Wohnquartier mit kleinerem Gewerbe entstehen. Weil der bestehende Bebauungsplan auf dem Gelände in Neulindenau jedoch keine Wohnnutzung vorsieht, soll er nun angepasst werden, teilt das Stadtplanungsamt mit. Die neuen Pläne liegen zum 5. März im Stadtplanungsamt öffentlich aus. Auch im […]
Da staunte selbst Beate Ehms, die Vorsitzende des Petitionsausschusses des Leipziger Stadtrats: 10.668 Leipzigerinnen und Leipziger hatten die Petition von Jonas Nagel online mitgezeichnet, die eine deutliche Veränderung im Bebauungsplan 428 fordert. Den Vorentwurf dazu hat die Stadtspitze 2018 zur Kenntnis genommen. Aber der berĂĽcksichtigte nicht ansatzweise die drängenden Themen des Klimanotstands, den der Stadtrat […]
Der Beginn der Bauarbeiten fĂĽr das neue Leibniz-Institut fĂĽr Länderkunde (IfL) auf dem Leipziger Wilhelm-Leuschner-Platz wurde am Freitag, dem 27. Oktober, mit einem zeremoniellen Spatenstich gewĂĽrdigt. In den kommenden beiden Jahren entsteht zwischen BrĂĽder- und WindmĂĽhlenstraĂźe ein Gebäude mit 6.000 Quadratmetern Nutzfläche. Der Bau bietet 150 BĂĽroarbeitsplätze, rund die Hälfte der Fläche stehen fĂĽr Bibliothek […]
Machen es Leipzigs Stadtplaner schon so – oder machen sie es nicht? Das war die Frage, die am 18. Oktober ĂĽber der Diskussion zu einem GrĂĽnen-Antrag in der Ratsversammlung schwebte. „Klimaschutz und Klimawandelanpassung in der Bauleitplanung verankern“ hieĂź der und forderte, all die Vorhaben zur Klimafolgenanpassung, die auch der Stadtrat schon beschlossen hat, in die […]
Es war ein langer Weg bis zu diesem Stadtratsbeschluss vom 20. September. Aber Linke-Stadträtin Franziska Riekewald benannte auch den Hauptgrund dafĂĽr, warum es vom Aufstellungsbeschluss fĂĽr den B-Plan Bayerischer Bahnhof bis zum Bebauungsplan selbst dann 13 Jahre gedauert hat. Hätte die Stadt selbst das einstige Bahngelände gekauft, stĂĽnden hier längst Wohnhäuser. Doch die Bahn hat […]
Deutschland ist ein Land der BĂĽrokratie. Deswegen wird die meiste Zeit bei der Vorbereitung von Bauprojekten nicht mit der Beschaffung der Gelder und den ArchitekturentwĂĽrfen vertrödelt, sondern mit einem Abarbeiten gesetzlich vorgeschriebener Schritte, die ein Bauprojekt quasi erst mit Legitimität versehen. Ein Gang nach Canossa ist nichts dagegen. Das erleben die Stadtratsfraktionen auch mit dem […]
Im Stadtrat gab es dazu hitzige Rededuelle und einen erheblichen Druck auf die Verwaltung, nicht alles einfach rollen zu lassen in der ZollschuppenstraĂźe – und damit wertvolles GrĂĽn zu opfern, das zur KĂĽhlung der Stadt und zur Rettung der Biodiversität dringend gebraucht wird. Damit im Wohngebiet östlich der ZollschuppenstraĂźe in Plagwitz vorhandene GrĂĽnstrukturen erhalten bleiben, […]
Es ist tatsächlich schon wieder ĂĽber drei Jahre her, dass die Leipziger Ratsversammlung am 30. Oktober 2019 die Verwaltung beauftragte, die Aufenthaltsqualität am BrĂĽhl zu erhöhen. Da wird selbst eine CDU-Fraktion ungeduldig. Denn der BrĂĽhl ist zwar auf seinem westlichen StĂĽck FuĂźgängerzone – aber ohne jegliche Aufenthaltsqualität. Das sollte doch mit wenigen Eingriffen zu ändern […]
Der Bebauungsplan „Bebauungsplan Nr. 380.1 GrĂĽner Bahnhof Plagwitz, Nordteil“ ist bislang nur ausgelegt und zur BĂĽrgerbeteiligung freigegeben, beschlossen ist er nicht. Also dĂĽrfte hier eigentlich auch noch nicht gebaut werden. Aber augenscheinlich zählt das fĂĽr den Käufer des darin liegenden GewerbegrundstĂĽcks nicht. Er hat schon mal mit dem Abriss begonnen. Anwohner meldeten das an die […]
Bebauungspläne sind seit geraumer Zeit zu einem durchaus brisanten Diskussionsthema im Stadtrat geworden. Denn oft gehen die städtischen Planer noch immer von einer Stadtvorstellung aus, die eigentlich ins 20. Jahrhundert gehört. Und es ist absehbar, dass künftig noch viel heftiger über solche Bebauungspläne gestritten wird. Was am 20. Januar 2022 zum Stadtteilzentrum Leutzsch diskutiert wurde, war dagegen noch harmlos.
Am 29. April schon hat der Leipziger Stadtrat die Aufstellung eines Bebauungsplans für das Gebiet „Semmelweisstraße/An den Tierkliniken“ beschlossen. Was den meisten Leipzigern nichts sagen wird. Wenn aber das Stichwort Kohlrabizirkus fällt, weiß jeder, worum es geht. Das Gebiet soll entwickelt werden. Gewerbe und kulturelle Nutzung sollen hier dauerhaft etabliert werden. Aber zwei wichtige Punkte fehlten aus Sicht der Grünen-Fraktion noch. Die wurden am 12. November nun nachträglich beschlossen.
Als die Stadtverwaltung im August die neue Fassung zum Bebauungsplan Nr. 232 „Erholungsgebiet Kulkwitzer See“ vorlegte, war es eher wie das Blupp eines Steines, den man ins Wasser wirft. Ein kleines Glucksen, dann war Stille. Was aber nur zu verständlich war, denn der Bebauungsplan ist ein Monstrum aus zwölf Teilen. Und die echten Kontroversen verstecken sich wieder in einem Berg von Beschreibungen. Aus Sicht der Linksfraktion ist das Ganze nicht besser geworden.
Irgendwann fühlen sich auch Leipzigs Stadträte nur noch veräppelt, wenn ihre Beschlüsse nicht umgesetzt werden und Leipzigs Verwaltung nicht mal mehr kommuniziert, warum man an einem Projekt nicht weiterarbeitet. Oder sich weigert, weiterzuarbeiten, weil die Einwände der Bürger zu stark sind. So wie beim Kulkwitzer See.
Da hatten wohl CDU- und SPD-Fraktion genau den richtigen Riecher, als sie im Januar gemeinsam beantragten, die Stadt solle für den ehemaligen Freiladebahnhof an der Eutritzscher Straße einen Bebauungsplan aufstellen, der hier auch Wohnbebauung möglich macht. Die Verwaltung hat nicht nur postwendend ihre Zustimmung signalisiert, sie hat jetzt auch erste Konturen für den Bebaungsplan definiert.
Leipzigs Stadtverwaltung kann auch kurz und knapp. Und darüber werden sich dieser Tage einmal die Fraktionen von SPD und CDU freuen. Im Januar hatten sie gemeinsam einen Antrag eingebracht, dass für den Bereich Eutritzscher Straße, Delitzscher Straße, Bahnanlagen und Roscherstraße ein neuer Bebauungsplan aufgestellt werden soll. Die Begründung leuchtet jedem ein: Eine Stadt, die wie Leipzig wächst, braucht Platz für neue Wohnquartiere.
Das Projekt „LZ TV“ (LZ Television) der LZ Medien GmbH wird gefördert durch die Sächsische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.
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