Artikel zum Schlagwort Mathematik

Die Freundschaft zweier Mathematiker

Der Briefwechsel Emil Artin – Helmut Hasse und die Frage nach dem Anständigbleiben in finsteren Zeiten

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserSo langsam mausert sich die Archiv-Reihe in der Edition am Gutenbergplatz zu einer kleinen historischen Bibliothek der Mathematik in Deutschland. Ausgehend von den großen Mathematikern, die zum Teil auch in Leipzig wirkten, wird die Reihe zu einem Puzzle der Mathematik in den vergangenen 200 Jahren. Und manchmal auch eine, die die Grenzen der Mathematik überschreitet. Mathematiker sind auch nur Menschen. Oder auch: Mathematiker sind auch Menschen. Weiterlesen

Kubisch, praktisch, völlig unterschätzt

Mit Hans Walser die erstaunlichen Welten des Würfels erkunden

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDer Würfel ist ein braves und unschuldiges Wesen. So auf den ersten Blick. Eine klare dreidimensionale Figur. Gar nichts Kompliziertes, so beim ersten Betrachten. Aber Hans Walser wäre kein ausgebuffter Mathematiker und Pädagoge, wenn er mit diesem scheinbar so simplen Klotz nicht allerlei Dinge anstellen könnte, die Leute mit gutem Vorstellungsvermögen so richtig in Aufregung versetzen können. Weiterlesen

Eine Starthilfe für junge Leute, die Mathematik auf dem Kasten haben

Die Grammatik der Computer oder Computeralgebra im Abitur

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserHans-Gert Gräbe ist Informatikprofessor an der Universität Leipzig und er mag junge Leute mit mathematischem Denkvermögen. Und er nimmt auch kein Blatt vor den Mund, wenn es darum geht, mehr junge Leute in der Schule zum mathematischen Denken zu befähigen. Gerade deshalb, weil in immer mehr Berufen ohne mathematische Logik nichts mehr geht. Denn das steckt ja hinter seinem Plädoyer für Computeralgebra. Weiterlesen

Die wichtigsten Revolutionen sind Revolutionen in unserem Denken

Erfolgreiche Alt-68er: Wie die „Mathematischen Annalen“ 1868 in Leipzig bei Teubner an den Start gingen

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDer Titel dieses Buches ist natürlich eine kleine Provokation, denn mit den 68ern von 1968 haben die bärtigen Herren, die Jürgen Weiß hier würdigt, nichts zu tun. Denn es sind alles 1868er. Und Mathematiker und Verleger. Und das Jahr 1868 steht für das Erscheinen des ersten Bandes der „Mathematischen Annalen“ bei Teubner in Leipzig. Was trotzdem eine kleine Revolution war. Weiterlesen

Gern gelesen und nun in der 2. Auflage

Das kurze Wirken des begnadeten Mathematikers Felix Klein in Leipzig

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserWie die Zeit vergeht! Anfang 2012 haben wir hier Rüdiger Thieles Buch „Felix Klein in Leipzig“ besprochen. Damals hat es der Verlag mit in seine Publikationen zum Teubner-Jubiläum aufgenommen. Als lesenswerte Erinnerung daran, dass der Teubner Verlag in Leipzig nicht ganz grundlos zum wichtigsten Wissenschaftsverlag seiner Zeit herangewachsen war. Teubners Aufstieg und der Aufstieg der Universität Leipzig als Zentrum der Naturwissenschaften liefen parallel. Weiterlesen

Erfolgreiche Kooperation für „Besondere Lernleistung“ an der HTWK Leipzig geehrt

Internationaler Mathematik-Preis für Schüler und Professor

Foto: Robert Weinhold/HTWK Leipzig

Eine besondere Auszeichnung wurde der Zusammenarbeit eines Professors der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK Leipzig) mit einem Leipziger Gymnasiasten zuteil: Für ihre Arbeit zu einem Thema der angewandten Mathematik wurden Jochen Merker, Professor für Analysis und Optimierung, und Timo Hofmann, Elftklässler des WilhelmOstwald-Gymnasiums, Anfang April 2018 mit einer Ehrung durch die Jury des Ian Snook Prize gewürdigt. Weiterlesen

Auf der Suche nach unendlichen Freiheitsgraden

Der Mathematiker László Székelyhidi von der Universität Leipzig im Porträt

Foto: Annika Schindelarz/Universität Leipzig

Im April hat Prof. Dr. László Székelyhidi begonnen, das Geld auszugeben, das er vom Europäischen Forschungsrat (European Research Council, ERC) zugesprochen bekommen hat. Über die nächsten fünf Jahre verteilt kann er im Rahmen des ERC-Grants 1,86 Millionen Euro einsetzen, um zwei Postdoktoranden und drei Doktoranden zu bezahlen, die ihn bei seiner Forschung am Mathematischen Institut der Universität Leipzig unterstützen werden. „Dabei geht es um die Beschreibung von turbulenten Strömungen“, umreißt er den Hauptansatz seiner Arbeit. Er will mit seinen Mitstreitern berechnen, welche Regelmäßigkeiten es bei diesem Phänomen gibt. „Turbulente Strömungen sind chaotisch, aber es gibt statistische Gesetzmäßigkeiten.“ Diese gelte Weiterlesen

Erinnerung an ein viel zu früh verstorbenes Genie

Bernhard Riemanns Habilitationsvortrag und die Mannigfaltigkeit im kleinsten Zahlenraum

Foto: Ralf Julke

Für Mathematik braucht man ein spezielles Köpfchen. Es hilft alles nichts. Es braucht die Fähigkeit, hochgradig abstrakt denken zu können. Das ist nicht Jedem gegeben. Und die Menschen, deren Phantasie tatsächlich so speziell war, dass sie unsere Vorstellung der Welt mit Mathematik veränderten, die waren eh seltene Exemplare. So wie der früh verstorbene Bernhard Riemann. Weiterlesen

Starthilfe zum Selberdenken

Ein philosophischer Essay über den schöpferischen Moment der Erkenntnis und die Gretchenfrage der modernen Technologien

Foto: Ralf Julke

Das Buch ist eine kleine Überraschung. Und es ist eigentlich auch keine EAGLE-Starthilfe, wie es die anderen Starthilfen aus dem Leipziger Verlag sind: Einstiegshelfer in wichtige Grundlagenfächer. Auch nicht in die angewandte Mathematik, auch wenn es so draufsteht. Tatsächlich ist es eine Starthilfe ganz anderer Art: eine philosophische, die dafür plädiert, auch in heutigen Zeiten wieder den eigenen Kopf zum Denken zu nutzen. Weiterlesen

40 Prozent Folgetaten

Sind nordafrikanische Flüchtlinge krimineller als andere oder werden sie erst durch europäische Bürokraten dazu gemacht?

Foto: Ralf Julke

Ja, hätte er nur, sagt man sich so als altgedienter Besucher diverser "Faust"-Inszenierungen. Gretchen fragt den alten Zausel: "Nun sag, wie hast du’s mit der Religion?" - Hat er studiert. Allein, ihm fehlt der Glaube. Und der Zuschauer glaubt die ganze Zeit, der Kerl wäre ein Universalgelehrter. So wie die flotten Journalisten bei großen deutschen Medien. Aber irgendwas fehlt immer. Weiterlesen

Ein Geburtstagsbuch für die Allgemeine Relativitätstheorie

Wie Einsteins Formeln uns vor 100 Jahren in die Lage versetzten, unseren Kosmos zu begreifen

Foto: Ralf Julke

Es steht zwar "EAGLE Starthilfe" drauf. Aber als Einstieg in die Welt der Einsteinschen Relativitätstheorie sollte man dieses Buch lieber nicht nutzen. Es sei denn, man studiert so herrliche Fächer wie Astrophysik oder Theoretische Physik. Vielleicht gar bei Professoren wie Helmut Günther oder Volker Müller - oder ihren Nachfolgern im Lehrstuhl. Denn hier braucht es Köpfchen. Weiterlesen