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Sinti und Roma

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Unfall gegen 17 Uhr an der Zentralhaltestelle Hauptbahnhof Leipzig. Foto: Sabine Eicker

Dienstag, der 2. August 2022: Straßenbahnunfall am Leipziger Hauptbahnhof mit Verletzten, Waldbrände gehen weiter und US-Politikerin Pelosi besucht Taiwan

Am späten Dienstagnachmittag verkeilten sich zwei Straßenbahnen am Leipziger Hauptbahnhof ineinander – mehrere Personen wurden durch den Unfall verletzt. Bei den Waldbränden in der Sächsischen Schweiz zeichnet sich weiterhin keine Entspannung ab. Und: Ungeachtet chinesischer Drohungen ist die US-Politikerin Nancy Pelosi zu einem Besuch auf der Insel Taiwan eingetroffen – Peking spricht von einem „Spiel […]

Die Internationale Romaflagge am Neuen Rathaus. Foto: LZ

Freitag, der 8. April 2022: Dutzende Todesopfer in Kramatorsk, RKI sieht Höhepunkt der Omikron-Welle überschritten und Flaggenhissung zum Internationalen Tag der Roma in Leipzig

Weltweit herrschen Wut und Bestürzung, nachdem Dutzende Zivilisten auf der Flucht nach einem zweifachen Raketeneinschlag am Bahnhof der ostukrainischen Stadt Kramatorsk zu Tode gekommen sind. Moskau bestreitet die Verantwortung. Scharfe Kritik kommt unterdessen vom ukrainischen Botschafter am sächsischen Ministerpräsidenten. Das Robert-Koch-Institut sieht derweil den Scheitel der Omikron-Welle überschritten, blickt aber dennoch eher pessimistisch auf den […]

Das Ariowitsch-Haus, Leipziger Zentrum jüdischer Kultur Foto: Ernst-Ulrich Kneitschel

Latcho Dives – das 1. Leipziger Kulturfestival der Roma und Sinti

„Latcho Dives“ ist Romanes, die Sprache der Roma, und bedeutet „ein schöner Tag“. Gleich acht „Latcho Dives“ bietet das 1. Kulturfestival der Roma und Sinti, dass vom Romano Sumnal e. V. – der einzigen in Sachsen existierenden Selbstorganisation der Sinti und Roma – und dem Kultur- und Begegnungszentrum Ariowitsch-Haus e. V. – Zentrum jüdischer Kultur – ins Leben gerufen wurde.

Quelle: Erich-Zeigner-Haus e.V.

Finissage und Gespräch am 12. Juni im Erich-Zeigner-Haus

Als Verein für politische Jugend- und Erwachsenenbildung widmet sich der Erich-Zeigner-Haus e.V. in diesem Jahr in Form einer dreiteiligen Veranstaltungsreihe gesellschaftlichen, politischen und historischen Themen, die Roma und Sinti in Deutschland und Europa betreffen. Gloria Pfister, die derzeit im Verein einen Freiwilligendienst absolviert, konzipierte und organisierte die Reihe. Im vergangenen Monat referierte sie im Rahmen ihres Projektes auch selbst – zum Thema Antiziganismus und seinen Strukturen in der Kinder- und Jugendliteratur.

Quelle: Erich-Zeigner-Haus e.V.

Am 15. Mai im Erich-Zeigner-Haus: Das Problem „Antiziganismus“ und das Beispiel antiziganistischer Kinderliteratur

Neben der nunmehr dritten vereinseigenen Vortragsreihe des Erich-Zeigner-Haus e.V. über Erinnerungspolitik mit dem Titel „Erinnerungspolitik hinter, vor und nach dem Eisernen Vorhang“ begann, ebenso im Frühjahr, eine weitere Reihe mit einem anderen thematischen Fokus im Bereich der Erwachsenenbildung des Vereins. Die Veranstaltungsreihe „Sinti und Roma – Lebenswirklichkeiten in Geschichte, Gesellschaft und Politik“ wurde konzipiert und organisiert von Gloria Pfister, die derzeit einen Freiwilligendienst im Verein absolviert.

Quelle: Erich-Zeigner-Haus e.V.

„Sinti und Roma – Lebenswirklichkeiten in Geschichte, Gesellschaft und Politik“

Neben der vom Erich-Zeigner-Haus initiierten Vortragsreihe „Erinnerungspolitik hinter, vor und nach dem „Eisernen Vorhang“, die die bereits dritte jährliche Veranstaltungsreihe des Vereines darstellt und Rahmen derer von April bis Dezember sieben Einzelveranstaltungen im Erich-Zeigner-Haus stattfinden werden, startet im Frühjahr eine weitere Reihe.

Ausstellungseröffnung Sinti und Roma. Quelle: Sören Pellmann, MdB

Am 16. Dezember im Grünauer Abgeordnetenbüro der Linken: Ausstellungseröffnung “Sinti und Roma in Leipzig während der NS-Zeit”

Am 27. Januar 2018, dem internationalen Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus, räumte die Stadt Leipzig in ihren zentralen Gedenkfeierlichkeiten am Mahnmal des ehemaligen KZ-Außenlagers in Abtnaundorf, einer Bevölkerungs- und ja, auch Opfergruppe während der NS-Zeit, besonderen Raum ein. Der in Leipzig lebende Rom Gjulner Sejdi hielt an diesem Tag eine sehr beeindruckende Rede und rückte damit die Verbrechen an den Sinti und Roma für einen Moment in den Blickpunkt der Wahrnehmung.

Vortrag: „Kontinuitäten der Marginalisierung: Ausgrenzung und Verfolgung von Leipziger Sinti und Roma“

Im Rahmen der Ausstellung „...vergiss die Photos nicht, das ist sehr wichtig...“ wird Alexander Rode über Kontinuitäten der Marginalisierung von Leipziger Sinti und Roma referieren. Die Ausgrenzung der Roma und Sinti begann bereits vor 1933. Städtische Behörden, Wohnungs-, Gesundheits-, Fürsorge- oder Gewerbeämter, verfolgten lange vor 1933 eine antiromaistische Politik. In der Zeit des NS waren diese Einrichtungen weder vollkommen nationalsozialistisch durchdrungen, noch waren sie lediglich ausführende Instanzen nationalsozialistischer Politik.

Schwanenteich mit Opernhaus. Foto: Ralf Julke

Gedenken an die im NS ermordeten Sinti & Roma am 2. August am Schwanenteich

Zum 73. Mal jährt sich am 2. August der Tag an dem der Genozid an den Sinti und Roma seinen traurigen Höhepunkt fand. Damals wurde der Abschnitt BIIe im Konzentrationslager Auschwitz geräumt und die 2.897 noch verbliebenen Sinti und Roma in den Gaskammern ermordet. Insgesamt fielen hunderttausende Sinti und Roma den Nazis zum Opfer. Aus Leipzig überlebten nur fünf von 280 Personen die NS-Todesmaschinerie. Die Initiative Leipzig korrektiv ruft vor diesem Hintergrund für den 2. August ab 17 Uhr zum Gedenken am Denkmal für die ermordeten Sinti und Roma am Schwanenteich in Leipzig auf.

Zum stillen Gedenken ... Gegen 13.20 Uhr trafen sich am heutigen Tag am Denkmal am Schwanenteich ca. 30 Leipziger um des 72. Jahrestages der Befreiung des KZ Auschwitz durch die Rote Armee zu gedenken. Unter anderem waren dabei Oberbürgermeister Burhard Jung, Landtagsabgeordneter Holger Mann, die Stadträte Margitta Hollick, Tim Elschner, Petra Sejdi (und Gjulner Sejdi) und Sabina Heymann.Foto: Andreas Bernatschek

Ein Zeichen für Sinti und Roma in Leipzig

In diesem Jahr jährte sich die Befreiung von Auschwitz zum 72. Mal. Nur wenige Sinti und Roma haben diese Hölle überlebt. Diejenigen, die sie überlebten, konnten danach jedoch nicht in Frieden leben und berichten heute, dass die Diskriminierung und die Repressalien, welche Ihnen in den Jahren danach widerfahren sind, sie tief traumatisiert haben.

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