Artikel vom Dienstag, 19. April 2016

Nicht einschüchtern lassen!

Verbraucherzentrale Sachsen: Falsche Inkassoschreiben im Umlauf

In Sachsen ist derzeit ein gefälschtes Inkassoschreiben per Post unterwegs, das angeblich von der Akzepta Inkasso GmbH & Co. KG stammt. Die Gesamtforderung: über 600 Euro aus einem angeblichen Gewinnspiel. Die Verbraucherzentralen sehen das mit Sorge, denn die Zahl der Betroffenen, die falsche Inkassoschreiben erhalten, steigt und damit auch der Kontostand der Kriminellen. Denn nicht selten gelingt die Einschüchterungstaktik der Betrüger und Betroffene zahlen aus Angst vor möglichen Konsequenzen. Dabei sind echte Inkassoschreiben mit einigen Prüfkriterien recht schnell von falschen Mahnungen unterscheidbar. Weiterlesen

Zunehmende Sorgen mit suchtkranken Schwangeren

Grüne fragen nach Hilfen für Crystal-abhängige Mütter und deren Kinder in Sachsen

Foto: Alexander Böhm

Die Zahl der Neugeborenen von Crystal-abhängigen Müttern steigt in Sachsen seit 2007 drastisch an. In den vergangenen drei Jahren habe es bei landesweit ungefähr 35.000 Geburten pro Jahr jeweils zwischen 160 und 180 betroffene Kinder gegeben, stellte der Kinderarzt und Neonatologe Jürgen Dinger vom Universitätsklinikum Carl Gustav Carus in Dresden am 15. April in einem Beitrag der „Sächsischen Zeitung“ fest. Weiterlesen

Radikalisierung ließ sich „live“ verfolgen

Kerstin Köditz (Linke) zur heutigen Razzia: „Bürgerwehr Freital“ war offenbar größer als gedacht

Zur Festnahme mehrerer mutmaßlicher Anhänger einer rechtsterroristischen Gruppierung in Freital erklärt Kerstin Köditz, Sprecherin für antifaschistische Politik der Fraktion Die Linke: Die „Bürgerwehr Freital“ war offenbar größer als gedacht, das zeigen die Ermittlungen im Auftrag des Generalbundesanwalts. Bereits im November 2015 waren drei Personen in Untersuchungshaft genommen worden, im März 2016 folgten neuerliche Razzien in der Region. Mit den heute festgenommenen Verdächtigen wächst die Gruppe auf mindestens acht Personen an. Besonders beunruhigend ist die Annahme, dass die „Bürgerwehr“ womöglich nur Teil eines noch größeren Netzwerkes war. Wenn das zutrifft, könnte es noch immer aktiv sein. Weiterlesen

Drei „lebende Bücher“ erzählen

Familientag in der Bibliothek Böhlitz-Ehrenberg

Am Tag des Buches, Samstag, dem 23. April, wartet die Bibliothek Böhlitz-Ehrenberg, Leipziger Straße 81, von 11 bis 16 Uhr mit einem bunten Programm bei ihrem Familientag auf. Neu ist das Angebot von drei „lebenden Büchern“, die von 11 bis 13 Uhr zu einem Gespräch zur Verfügung stehen. „Lebende Bücher“ sind Menschen, die etwas Besonderes zu erzählen haben. Zum Beispiel weiß Reinhard Müller alles über die Historie eines Hauses im Waldstraßenviertel, Karin und Siegfried Patzig berichten über ihr Engagement als Paten für Flüchtlinge und Volker Stiehler erinnert sich an den Bau des Gewandhauses. Weiterlesen

CDU-Fraktion zum Verkauf der Braunkohlesparte Vattenfalls an die EPH-Gruppe

Gestern verkündete der Energiekonzern Vattenfall, dass er seine Braunkohlesparte an die tschechische EPH-Gruppe und deren Finanzpartner PPF verkaufen will. Der wirtschaftspolitische Sprecher der CDU-Fraktion des Sächsischen Landtages, Frank Heidan, sagt: „Der Verkauf ist eine Chance für die 8000 bisher vom Energiekonzern beschäftigten Mitarbeiter. Er gibt Politik und Zulieferwirtschaft eine Planungssicherheit. Diese Entscheidung ist Grundvoraussetzung, den Menschen in der Lausitz weiterhin gute berufliche und gesellschaftliche Perspektiven offenzuhalten.“ Weiterlesen

Arbeitsplatzsicherheit und Strukturwandel müssen im Vordergrund stehen

Thomas Baum (SPD): Wirtschaftsregion Lausitz kann aufatmen

„Was lange währt, wird hoffentlich gut. Endlich sind nun die Unklarheiten um den Verkauf der Lausitzer Braunkohle und der Kraftwerke beseitigt. Ich bin sehr erleichtert, dass der schwedische Staatskonzern Vattenfall einen Käufer gefunden hat und der Verkaufsprozess nun abgeschlossen wird“, erklärt Thomas Baum, wirtschaftspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion. Weiterlesen

Vattenfall vor dem Verkauf der Braunkohlesparte

Auch mit EPH ändert sich nichts an der zunehmenden Unsicherheit der Kohlezukunft in der Lausitz

Foto: Marko Hofmann

So langsam kommt in der Lausitz die Stunde der Wahrheit. Am Montag, 18. April, gab der schwedische Energiekonzern Vattenfall bekannt, man habe an diesem Tag eine Vereinbarung zum Verkauf seiner Braunkohlesparte an den tschechischen Energiekonzern EPH und seinen Finanzpartner PPF Investments unterzeichnet. Was Sachsens Wirtschaftsminister gleich mal als Ende einer Hängepartie bezeichnete, obwohl die Zukunft der Lausitzer Kraftwerke damit ganz und gar nicht geklärt ist. Weiterlesen

CDU und SPD beantragen mehr Tempo in der Schulnetzplanung

Auch Leipzigs Schülerzahlen wachsen viel schneller, als noch 2013 in der Bevölkerungsprognose berechnet

Foto: Ralf Julke

Nein, es geht nicht schnell genug beim Leipziger Schulbau. Mit aller Wucht bekommt es die Stadt zu spüren, dass die Schülerzahlen kräftig ansteigen, das Neubauprogramm aber viel zu spät gestartet und viel zu oft vertrödelt wurde. Und auch die Fortschreibung des „Schulentwicklungsplans der Stadt Leipzig“, die Sozialbürgermeister Thomas Fabian im März vorstellte, greift für CDU- und SPD-Fraktion zu kurz. Weiterlesen

Was sind denn das für „Medien“, die mehr Mut brauchen sollen?

Ein paar Widerworte zu einer völlig realitätsfremden Medien-Orakelei im „Tagesspiegel“

Screenshot: L-IZ

Im „Tagesspiegel“ gab es in den letzten Tagen eine kleine Kabbelei zu einer Frage, die irgendwie auch „die Medien“ angeht. Chefredakteur Lorenz Maroldt hatte die Frage angesprochen, warum es in Berlin immer mehr rechtsfreie Räume zu geben scheine. Am Ende landete er sogar bei „Zero-Toleranz-Räumen“. Ihm antwortete zwölf Tage später der Fernsehmann Werner Sonne und warf eine ganz kühne Antwort hin: „Die Medien brauchen mehr Mut.“ Weiterlesen

Der vierte Wolf-Krimi von Andreas M. Sturm

Der dunkle Schatten der Vergangenheit, die Moral der Macht und ein eiskalter Jäger in der Dresdner Nacht

Foto: Ralf Julke

Andreas M. Sturms neuer Dresden-Krimi heißt nicht nur „Trauma“ und ist damit bedrohlicher benannt als die drei vorhergehenden Krimis um Kriminalkommissarin Karin Wolf, in denen es gerade für die Ermittlerin immer wieder heikel und brandgefährlich wurde. Diesmal hat ein Opfer, um das sie sich kümmern muss, tatsächlich ein Trauma erlitten, kann sich nicht mehr an seinen Namen und sein Leben erinnern. Weiterlesen