Beiträge von Ralf Julke

Leipzig, Blick Richtung Süden. Foto: Ralf Julke
Politik·Kassensturz

Quartalsbericht 1/2017: Leipzig, die gelassene Stadt

Alles fließt. Menschen ziehen um. Großstädte wachsen. Und auch Leipzig wächst weiter. So kann man es nachlesen im neuesten Quartalsbericht der Stadt. Kurz vor Silvester schrammte Leipzigs Bevölkerungszahl ja schon knapp an der 580.000. Für den März war es dann amtlich: 582.277 Menschen waren im Leipziger Melderegister verzeichnet.

Wolfgang Stoiber mit Programm zum Auensymposium. Foto: Ralf Julke
Politik·Engagement

Die Leipziger Elsteraue könnte gerettet werden, aber Leipzig will nicht

Dass beim 1. Internationalen Leipziger Auenökologiesymposium die Burgaue eine Rolle spielen würde, war zu erwarten. Dazu hatte ja der NuKla e.V. gezielt Fachleute eingeladen, die wissen, ob man alte Flussauen tatsächlich wieder öffnen kann und vor allem, was das bringt. Dass das Projekt „Lebendige Luppe“ in diesem Vergleich etliche Nummern zu klein erscheint, war nur folgerichtig.

Katharina Schenk (SPD)
Politik·Sachsen

Sächsische Jusos wollen ihre Mutterpartei SPD dazu bringen, ihren solidarischen Markenkern zu schärfen

Da hält auch Katharina Schenk nicht hinterm Berg, wenn sie sagt, dass die SPD endlich einen klaren Kurs braucht. Viel zu lange laviert die SPD schon. Am Samstag, 3. Juni, trafen sich die sächsischen Jusos zu ihrer Landesdelegiertenkonferenz in Dresden. Die Leipziger Stadträtin Katharina Schenk ist Vorsitzende der Jusos und sie vermisst irgendwie den Markenkern der Mama-Partei. Und die CDU hält sie nicht für den besten Koalitionspartner.

Wenn ein Bildungssystem Verlierer produziert ... Foto: Ralf Julke
Bildung·Leipzig bildet

Deutschlandweites Bündnis ruft zum Protest gegen unterfinanziertes Bildungssystem auch in Leipzig auf

Mit jungen Augen sieht die politische Welt anders aus. Da wird auch die Distanz zum Abwiegeln und Schönreden der politischen Schwergewichte immer größer. Ihr ganzes schönes „effizientes“ Bildungswesen hat sich als eine ungerechte Auslesemaschine herausgestellt. Am 21. Juni wollen die jungen Leute auf die Straße gehen und gegen diese neoliberalen „Lernmaschinen“ demonstrieren. Auch in Leipzig.

Ziemowit Szczerek: Mordor kommt und frisst uns auf. Foto: Ralf Julke
Bildung·Bücher

Eine Backpackergeschichte, die den Westeuropäern den Traum zeigt, den sie selbst nicht mehr träumen

Gespannt oder verwirrt? Glauben Sie wirklich, dass „Mordor kommt und frisst uns auf“ eine Art „Herr der Ringe“ auf Polnisch ist? Können Sie. Alles ist möglich. Gonzo-Journalismus ist eben nicht nur die Aufkündigung felsenfester journalistischer Regeln (die Manche wie ein Zwangskorsett betrachten), sondern auch eine literarische Aneignung der Welt. Sogar eine kluge. Auch bei Ziemowit Szczerek.

Glaubste wirklich, dass das der richtige Bildausschnitt ist? Foto: Pawel
Leben·Satire

Ein On-the-road-Roman aus den Schlammwüsten Mordors

Man muss J. R. R. Tolkien nicht gelesen haben, um sich in Ziemowit Szczereks Roman zurechtzufinden. Man muss auch Kerouacs „On the road“ nicht gelesen haben. Aber beides tut gut. Auch ein bisschen Hunter S. Thompson tut gut. Denn mit dem Gonzo wird ja seine Methode, verrückten Gonzo-Journalismus zu machen, zitiert. Liebevoll polnisch zitiert. Denn wer käme schon auf die Idee, das Land Mordor als Backpacker zu bereisen?

Das Orchester der Musikalischen Komödie. Foto: Oper Leipzig, Tom Schulze
Kultur·Musik

Leonard Bernsteins „Candide“ erlebt in der Musikalischen Komödie drei konzertante Aufführungen

Er ist der größte Skeptiker und Pessimist der Weltliteratur: Candide, der illegitime Neffe des westfälischen Barons Thunder-ten-tronckh, den Voltaire 1759 zum Leben erweckte und gleich zwei große Deutsche damit auf die Schippe nahm – den längst verstorbenen Leibniz, der aber bis heute die Welt mit der „besten aller Welten“ verrückt macht, und den rachsüchtigen König von Preußen.

Das Leben als Radfahrer ist eh nicht leicht. Foto: Ralf Julke
Wirtschaft·Mobilität

Wo bleibt das Leipziger RadVerkehrsNetz?

So richtig glücklich war die Grünen-Fraktion im Stadtrat im vergangenen Herbst nicht, als sie mal wieder zum Radwegebau in Leipzig nachfragte. Immerhin war vorher über eine Abfrage bei der sächsischen Staatsregierung klar geworden, dass die Kommunen in Sachsen nur 20 Prozent der bereitstehenden Fördermittel für Radwege beantragt hatten. Auch Leipzig hatte sich auffällig zurückgehalten.

Kohlebagger bei Pödelwitz. Foto: Matthias Weidemann
Politik·Sachsen

Ein frappierend unwissendes Papier aus einer Bundestagsgruppe der CDU

Das Lügen, Täuschen und Fakenews-Produzieren fängt nicht erst in den „sozialen Netzwerken“ an oder bei PEGIDA oder in den bekannten Medien der neuen Rechten. Es fängt schon an, wenn sich zehn Politiker vor die Presse stellen und wissenschaftliche Erkenntnisse einfach vom Tisch wischen. Wenn auch hübsch in Phrasen verpackt, wie der „Berliner Kreis“ es tat.

Umberto Eco: Vier moralische Schriften. Foto: Ralf Julke
Leben·Gesellschaft

Nachlesen bei Eco oder Das Armageddon-Denken des (Proto-)Faschismus

Bücher, die man vor ein paar Jahren gelesen hat, die setzen sich irgendwo im Kopf als Denkmuster fest. Manchmal leicht wiederzuerkennen, manchmal als kleine Erkennungsmelodie. Und als nun Susan Neiman in ihrem Buch „Widerstand der Vernunft“ ganz beiläufig einen Umberto-Eco-Essay von 1995 erwähnte, da machte es Bing. Natürlich: Der italienische Professor ist heute so aktuell wie vor 20 Jahren.

Susan Neiman: Widerstand der Vernunft. Foto: Ralf Julke
Bildung·Bücher

Widerstand der Vernunft – Ein Manifest in postfaktischen Zeiten

Es geht nicht nur uns so: Man fasst sich an den Kopf. Nicht nur über die Ignoranz von Politikern, ihre Phrasen oder – wie mit Donald Trump nun wirklich exemplarisch – ihre Lügen. Aber auch über Medien, die da all die Jahre fleißig mitgemacht haben. Höchste Zeit für ein Manifest. Geschrieben hat es eine amerikanische Philosophin, die sogar die Ostdeutschen ganz gut kennt.

Startender Aerologic-Frachter auf dem Flughafen Leipzig / Halle. Foto: Flughafen Leipzig / Halle, Uwe Schoßig
Politik·Region

Eine Anzeige gegen Manfred Heumos und ein berechtigtes Fragenpaket der Grünen zu Leipzigs Rolle in der Fluglärmkommission

Die Fluglärmkommission des Flughafens Leipzig/Halle ist eine Black Box. Per Gesetz kann sie zwar einzelne Diskussionspunkte unter Ausschluss der Öffentlichkeit behandeln. Aber sie hat sich eine Geschäftsordnung zugelegt, die jegliche Öffentlichkeit ausschließt: „Die Sitzungen der Kommission sind nicht öffentlich.“ Ein Geheimkabinett, das eindeutig nicht tut, wozu es eigentlich berufen ist.

Sachsens Flugverkehr verursacht steigende CO2-Emissionen. Foto: Ralf Julke
Politik·Sachsen

Sachsen hat noch nicht mal seine mutlosen Klimaschutzziele von 2012 erreicht

Da hat Sachsens Umweltminister Thomas Schmidt (CDU) gekniffen. Aber auf ganzer Linie. Denn was er dem Grünen-Landtagsabgeordneten Gerd Lippold nun antworten musste zur Klimabilanz des Freistaats, ist ein einziges Debakel. Oder eine regierende Arbeitsverweigerung. Nicht nur der amerikanische Präsident hat seine Probleme mit dem Klimaschutz – die sächsische Regierung hat genau dieselben Probleme.

Sabine Jung (Hrsg.): Richard Püttner. Foto: Ralf Julke
Bildung·Bücher

Ein Blick in die Skizzenwerkstatt des „Gartenlaube“-Illustrators Richard Püttner

Da fehlt doch was. Irgendwie wird man das Gefühl nicht los, wenn man diesen liebevoll gemachten Katalog zur kleinen Sammlung von Zeichnungen des in Wurzen geborenen Künstlers Richard Püttner durchblättert. Warum sind die Wurzner auf diesen Zeichner so stolz? Na gut, er ist 1842 in Niederschmölln bei Wurzen geboren, verbrachte seine Kindheit und Jugend in der Muldestadt. Aber dann entfleuchte er.

Wie bereinigt man das Portfolio von „schmutzigen“ Geldanlagen? Foto: Ralf Julke
Politik·Leipzig

Haushaltspolitiker der Linksfraktion rät zu gesundem Menschenverstand beim Leipziger Divestment

Es hat ein bisschen gedauert. Am 14. und 29. Mai haben wir hier berichtet, dass die Grünen einen Antrag gestellt haben, Leipzig möchte seine Anlagen mal durchforsten, ob die auch alle fair und umweltfreundlich sind. Und die schmutzigen Geldanlagen abstoßen. Divestment nennt man das. Am 31. Mai fand das Thema dann auch zur LVZ und damit auch zur Linksfraktion. Die hat sich jetzt auch geäußert.

Lindenthaler Mühle. Foto: Ralf Julke
Kultur·Lebensart

Auch Mühlen in und um Leipzig laden wieder ein zum Besuch, manche mit kleinem Volksfest

Traditionell am Pfingstmontag, in diesem Jahr am 5. Juni, laden die Deutsche Gesellschaft für Mühlenkunde und Mühlenerhaltung (DGM) und ihre Landes- und Regionalverbände zum „Deutschen Mühlentag“ ein. Dann öffnen rund 1.000 Wind-, Wasser-, Dampf- und Motormühlen bundesweit ihre Türen. Die Auftaktveranstaltung findet in diesem Jahr am 5. Juni 2017 an der Bockwindmühle in Lumpzig/Thüringen statt. Gar nicht so weit weg also.

Auch E-Autos gehören zur Flotte des Leipziger Carsharing-Anbieters teilAuto. Foto: Ralf Julke
Wirtschaft·Mobilität

Leipzig will bis Jahresende ein Konzept zum Carsharing erarbeiten

Das war dann wie ein letzter, kleiner Anstupser, als der Leipziger Carsharing-Anbieter teilAuto die Stadtverwaltung daran erinnerte, dass es seit März ein ordentliches Carsharing-Gesetz für Deutschland gibt. Das ermöglicht endlich auch Carsharing-Stellplätze im öffentlichen Straßenraum. Die Leipziger Verwaltung hatte das Gesetz im März sogar extra begrüßt.

Critical Mass auf dem Innenstadtring. Archivfoto: Ralf Julke
Wirtschaft·Mobilität

Grüne rufen auf, sich an der Fahrraddemo rund um den Innenstadtring zu beteiligen

Wer nicht gerade vorhat, heute in Schwarz zu gehen und den Duft der gotischen Welt zu atmen, der hat vielleicht ab 14 Uhr noch Zeit in seinem Wochenendkalender. Dann lädt Autofrei leben e. V. unter dem Motto „Promenadenring autofrei – Mehr Lebensqualität für alle!“ zu einer Farraddemo rund um den Promenadenring ein. Der gehört eigentlich den Kraftfahrzeugen. Radfahrer sind dort eher unerwünscht.

Die neue XL vorm alten Portikus in Dölitz. Foto: Ralf Julke
Wirtschaft·Mobilität

Die Leipziger XL-Straßenbahnen von Solaris gehen jetzt in die Fahrerausbildung

Es rumorte schon im kleinen Leipziger Murmelstadl: Wann kommt der neue Straßenbahnwagen XL, der nun im Dezember so geheimnisvoll angekündigt wurde, endlich ins Netz? Stimmt da was nicht beim Hersteller? Selbst Ulf Middelberg, Geschäftsführer der LVB, zeigte sich am Freitag, 2. Juni, sichtlich genervt vom Leipziger Gemurmel. Denn dass der Zulassungstermin für die neue Straßenbahn sportlich werden würde, das hatte man im Dezember schon genau so erzählt.

Nur heiße Luft ... Grafik: LZ
Wirtschaft·Verbraucher

Warum Facebook versucht, sich aus der Verantwortung zu schwindeln

Wie sehr sich der Internet-Gigant Facebook mit seinem Papier blamiert hat, mit dem er das geplante Internetgesetz von Bundesjustizminister Heiko Maas lächerlich zu machen versuchte, darüber haben andere schon geschrieben. Das Problem ist nur: Facebook ist mächtig genug, das Gesetz tatsächlich abzuschießen und die Wildwest-Zustände auf seinen Sites zu erhalten. Mark Zuckerberg ist ein Zerstörer und glaubt, er sei der Retter der Welt.

Ziemowit Szczerek. Foto: Voland & Quist, Sebastian Frackiewicz
Kultur·Lesungen

Autor und Übersetzer von „Mordor kommt und frisst uns auf“ für renommierten Preis nominiert

Vorfreude, schönste Freude? Bei Büchern ist das manchmal so. Aber bevor wir hier eins der neuen Bücher aus dem Verlag Voland & Quist vorstellen, reichen wir noch die Meldung weiter, dass Autor und Übersetzer für einen Preis nominiert sind. Noch einen. Was zu erwarten war, denn in Polen ist der Roman „Mordor kommt und frisst uns auf“ schon mit höchsten Preisen bedacht worden. Es ist fast so etwas wie ein „On the road“ des Ostens.

Mauersegler. Foto: Ralf Julke
Politik·Engagement

Zählung der Gartenvögel verrät nicht, warum im Winter die Meisen ausblieben

Vielleicht war es wirklich nur ein schlechtes Jahr zur Brut und der drastische Rückgang der Wintervögel im Winter 2016/2017 diesmal nur ein einmaliges Phänomen. Immerhin waren die Befürchtungen mancher Umweltschützer recht deutlich, als es im Winter in deutschen Landschaften so verdammt ruhig wurde. Ein wenig gibt sich der NABU Sachsen zumindest nach der „Stunde der Gartenvögel“ beruhigt.

Öffentlicher Parkraum fürs Carsharing. Foto: teilAuto.net
Wirtschaft·Mobilität

teilauto will 60 neue Carsharing-Stationen in Leipzig beantragen

Die großen Städte müssen sich verändern. Und langsam wird sich vielleicht auch das Denken durchsetzen, dass der öffentliche Straßenraum geteilt werden muss – vor allem mit jenen Verkehrsarten, die die Umwelt und die Stadt tatsächlich entlasten. Ein im März beschlossenes Gesetz könnte jetzt auch Leipzig verändern, denn es gesteht Carsharing-Anbietern Platz im öffentlichen Straßenraum zu. Der Leipziger Anbieter hat entsprechend reagiert.

Benjamin Hasselhorn: Das Ende des Luthertums? Foto: Ralf Julke
Bildung·Bücher

Die ganz und gar nicht altbackene Sache mit Sünde, Einsamkeit und Gewissensnot

Am Ende seines Buches kommt Benjamin Hasselhorn zu dem Fazit, dass man das Luthertum möglicherweise noch einmal retten kann, wenn man jetzt zu ein paar wichtigen Luthergrundsätzen zurückkehrt – aber den Mitgliederschwund der evangelische Kirche könne man wohl nicht stoppen. Da hat er dann 300 Seiten gut fundierter Analyse all der Rettungsversuche hinter sich, mit denen zumeist Theologen versuchten, die Lutherkirche zu retten.

Benjamin Hasselhorn: Das Ende des Luthertums? Foto: Ralf Julke
Bildung·Bücher

Warum dieser Kirchentag einen Martin Luther so richtig wütend gemacht hätte

Der ehemalige Thomaspfarrer Christian Wolff hat es ja schon auf den Punkt gebracht. Irgendwie war der „Kirchentag auf dem Weg“, der eigentlich das große, gemeinsame Reformationsfest zum 500-jährigen sein sollte, ein Flop. Man hat die Gemeinden nicht zu Gastgebern gemacht und wieder alles „von oben“ organisieren wollen. Es gibt noch eine weitere Sicht, warum die Sache eigentlich in die Hose ging. Denn das Luthertum steckt in der Krise. Geht uns das was an? - Ja.

Roland Mey. Foto: Thomas Mey
Politik·Engagement

Roland Mey gibt sich selbst Kontra

Am 28. Mai veröffentlichte die L-IZ den Leserbeitrag „Raus aus den traditionellen Parteien“. Aber ein wenig Nachdenken führt zum gegenteiligen Denk-Ergebnis: Der Vorschlag braucht eine notwendige Fundamental-Korrektur!

Skizze für die Tafel auf dem Eilenburger Burgberg. Foto: Stadtverwaltung Eilenburg
Politik·Region

Der Eilenburger Burgberg bekommt jetzt eine Tafel mit der alten Burg in 3D

Die Wiege des heutigen Sachsen steht in Eilenburg. Dort ist man sich dieser Tatsache sehr wohl bewusst und hat deshalb in den vergangenen Jahren sehr viel Augenmerk auf die Herrichtung des Burgbergs und dessen, was von der einst prächtigen Burg noch vorhanden ist, gelegt. Jetzt soll auch eine Tafel mit Relief an die Geschichte dieser Burg erinnern.

Verteilaktion des DGB am 31. Mai in Leipzig. Foto: DGB Leipzig-Nordsachsen
Politik·Engagement

1.000 Pendlerpäckchen verteilt, aber wie sichert man den Malochern im Land eine gerechte Rente?

Wie nimmt man eigentlich den Menschen die Angst vor Alter und Armut? Seit Januar hatte man ja ganz sachte das Gefühl, der neu gekürte SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz habe sich über Weihnachten mal hingesetzt und nachgedacht, was alles in seinem Paket „Gerechtigkeit“ stecken muss, damit es einer ernst nehmen kann. Hat er leider nicht. Schade, Herr Schulz. Auf wen rechnet dann eigentlich der DGB?

Gemeldete freie Stellen in Leipzig. Grafik: Arbeitsagentur Leipzig
Politik·Kassensturz

Allein das Jobangebot macht Leipzig zum Wanderungsmagneten in Sachsen

Eigentlich ist es logisch und folgerichtig: Wenn der Nachschub an Arbeitskräften stockt, sinkt die Arbeitslosigkeit. Dann kommen auch Menschen in einen Job, die vorher mit Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen abgespeist worden wären. Und wo der Vorsitzende der Geschäftsführung der Leipziger Agentur für Arbeit Freudenlieder singt, ist eigentlich längst jede Alarmsirene in Gang. Die schönen Zahlen verbergen das Drama nur.

Oliver Kalkofe, Peter Rütten: SchleFaZ. Das Cocktailbuch. Foto: Ralf Julke
Bildung·Bücher

Ein Cocktailbuch zu der Sendung mit den schlechtesten Filmen aller Zeiten

Manchmal wird man ja durch unverhoffte Postsendungen überraschend auf Phänomene gestoßen, die man vorher gar nicht kannte. Zum Beispiel, weil man die Zudröhnkiste schon vor Jahren entsorgt hat und gar nicht auf die Idee käme, in einen Kanal namens Tele 5 reinzuzoomen. Und gar eine Sendung namens SchleFaZ zu gucken. Aber nun trudelte ein buntes Cocktail-Buch in die Redaktion.

Die geplante Baustelle für das Polizeirevier Nord in der Essener Straße. Foto: Ralf Julke
Politik·Brennpunkt

Jetzt kann das Polizeirevier Leipzig-Nord für 8 Millionen Euro auch gebaut werden

In Sachsen läuft das Geldausgeben etwas anders als anderswo. Die Haushaltskasse ist permanent im Alarmzustand, weil nach den tollkühnen Berechnungen des Finanzministers nie genug Geld da ist für all das, was er bezahlen soll. Und so arbeitet er die ganze Zeit wie ein fleißiges Eichhörnchen und sichert das wertvolle Geld in gut verwahrten Fonds. Und wenn dann doch mal was bezahlt wird davon, kriegen sich die Landtagsabgeordneten gar nicht wieder ein.

Wie bitte? Foto: Ralf Julke
Bildung·Medien

Was passiert eigentlich, wenn Journalisten sich nicht trauen nachzufragen?

„Diese unkritischen Interviews und die unhaltbaren Thesen ...“ – Es sind so kleine Halb- und Nebensätze in Leser-E-Mails, die einen daran erinnern, dass auch Interviews und Fakenews immer zwei Seiten haben: Die Seite dessen, der Blödsinn erzählt, und die Seite dessen, der den Blödsinn nicht hinterfragt, obwohl er es besser wissen müsste. Journalisten sind nicht zum Ja-Sagen geboren. Aber wem sag ich das?

Politik·Sachsen

Grünen-Abgeordnete hat kein Verständnis für die Arbeitsverweigerung der Sächsischen Regierung

Eigentlich klingt alles nur zu verständlich, wenn die sächsische Sozialministerin in ihrer Stellungnahme auf den Grünen-Antrag zum Prostituiertenschutzgesetz erklärt, der Gesetzgeber im Bund habe „nicht hinreichend berücksichtigt, dass die Länder eine ausreichende Vorlaufzeit für die Umsetzung benötigen.“ Aber nach Informationen von Katja Meier (Grüne) schafft Sachsen den Termin 1. Juli mal wieder aus hausgemachten Gründen nicht.

Das Projekt „LZ TV“ (LZ Television) der LZ Medien GmbH wird gefördert durch die Sächsische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.

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