Was für ein herrlicher Wintertag heute in Leipzig! In Massen strömten die Menschen ins Freie, liefen Ski oder spielten Eishockey auf dem Elsterflutbett. Doch Vorsicht: Spätestens ab morgen Nacht drohen Regen und Glatteis! Im Leipziger City-Tunnel geriet eine Person in missliche Lage. Und: Bestseller-Autor Erich von Däniken ist tot. Die LZ fasst zusammen, was am Wochenende, dem 10. und 11. Januar 2026, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus alles wichtig war.

Ein Wintertag wie aus dem Bilderbuch

Nachdem am Freitag das Sturmtief „Elli“ auch in Leipzig tiefe Sorgenfalten verursacht hatte, entschädigte der Sonntag mit einem Wintertag wie aus dem Bilderbuch. Leichter Frost, blauer Himmel mit strahlendem Sonnenschein und leuchtend weißem Schnee ringsherum, lockte viele Leipzigerinnen und Leipziger nach draußen.

Ob im Schlendergang oder per Laufschuh, ob mit Schlitten, Skiern oder dem Mountainbike – den Menschen der Stadt stand der Sinn nach Bewegung im Freien. Auch auf zugefrorenen Flüssen tummelten sich die Leute, beispielsweise auf dem Elsterflutbett, manche spielten gar eine Runde Eishockey.

Doch die Stadtverwaltung warnt auf ihrer Webseite: „Betreten von Eisflächen auf eigene Gefahr! Stärke und Tragfähigkeit der natürlichen Eisflächen sind nur schwer einschätzbar und selbst die dicksten Eisflächen geben keine Garantie auf ausreichende Belastbarkeit!“ Zudem weist die Stadt darauf hin, dass sie keine Haftung für eventuelle Unfälle oder gar erforderliche Rettungseinsätze übernimmt.

Tatsächlich musste am Sonntag auch die Feuerwehr anrücken. Allerdings in einer anderen Mission: Von einem Hausdach in der Bernhard-Göring-Straße drohten abrutschende Eisklumpen auf den Gehweg zu stürzen. Diese Gefahr beseitigten die Einsatzkräfte per Leiterwagen.

Die Feuerwehr musste in der Bernhard-Göring-Straße auf einem Hausdach Schnee und Eis zu Leibe rücken. Foto: Lucas Böhme

„Gunda“ droht mit Glatteis

Nachdem das Winterwetter heute seine beschauliche Seite gezeigt hatte, soll die Nacht wieder einiges Ungemach mit sich bringen. Schuld ist diesmal das Tief „Gunda“. Das lässt in der Nacht, von Westen kommend, erst weiteren Schnee und dann aber viel Regen über Deutschland fallen. Bei den weiterhin vorherrschenden frostigen Temperaturen verheißt das akute Glatteisgefahr!

In den Schulen von ganz Nordrhein-Westfalen ist daher bereits Distanzunterricht angesagt, einige Landkreise in Niedersachen verfahren ebenso. Wir im Osten sind von dieser ersten Welle voraussichtlich noch nicht sehr stark betroffen, prognostiziert Tagesschau.de. Doch in der Nacht zum Dienstag schlägt der „Gunda“-Regen dann auch bei uns zu.

Rettungseinsatz am Bayerischen Bahnhof

Das „große Besteck“ an Rettungskräften musste am späten Samstagnachmittag in Richtung City-Tunnel ausrücken. Wie tag24.de berichtet, waren dabei Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei gemeinsam im Einsatz. Denn im Bayerischen Bahnhof hatte sich eine Person in misslicher Lage im Gleisbett befunden. Eine ihrer Hände war zwischen Schiene und Zug festgeklemmt. Die Retter konnten sie befreien. Nach etwa einer Stunde konnte die Sperrung des Tunnels aufgehoben werden.

Bestseller-Autor Erich von Däniken gestorben

Er war fest davon überzeugt, dass Außerirdische schon vor tausenden Jahren die Erde besucht und hier ihre Spuren hinterlassen haben. Nach einem kurzen Krankenhausaufenthalt ist der bekannte Schweizer Autor Erich von Däniken nun am Samstag im Alter von 90 Jahren gestorben.

Über 40 Bücher hatte er veröffentlicht, die sich millionenfach verkauften. Sein erstes Werk „Erinnerungen an die Zukunft. Ungelöste Rätsel der Vergangenheit“ machten ihn sofort weltberühmt. Für ihn stand beispielsweise außer Frage, dass die Pyramiden in Ägypten nur mit Hilfe von Außerirdischen errichtet worden waren. Seine Thesen und Erzählungen zogen viele Menschen in ihren Bann. Wissenschaftler konnte er damit allerdings nicht überzeugen.

Worüber die LZ am Wochenende berichtet hat:

Kurzer Spuk am Connewitzer Kreuz: Traditionelle Schneeballschlacht und Polizeieinsatz am Freitagabend

Zehn Jahre nach Neonazi-Sturm auf Connewitz: Demo-Aufruf auf der Wolfgang-Heinze-Straße für Montagabend

Junge Naturschützerin in Leipziger Wohnung brutal misshandelt: 40-Jähriger muss mehrere Jahre ins Gefängnis

EXKLUSIV: Thomas „Monster“ Schoppe erklärt das Ende der Rocklegende RENFT

Sonntagskirche № 156: Die Albani-Kirche Schkeuditz

Weiterer Anstieg: In Leipzig leben jetzt 633.592 Menschen

Was sonst noch wichtig war:

Mehr als 500 Todesopfer sollen bei den Massenprotesten gegen die Staatsführung im Iran bereits zu beklagen sein. Nun erwägen die USA eine Intervention.

Nach den tagelangen schweren Kämpfen in der syrischen Millionenstadt Aleppo, haben sich Armee und kurdische Kämpfer nun auf einen Waffenstillstand geeinigt.

Nach den tödlichen Schüssen eines ICE-Beamten in Minneapolis, die am Mittwoch der 37-jährigen Renee Good in ihrem Auto das Leben kosteten, weiten sich die Proteste in den USA aus. Über 1.000 Demonstrationen waren angemeldet worden.

Mehr als 5.500 Hektar Wald sind durch ein Feuer in Patagonien, im Süden Argentiniens, bisher abgebrannt. Diese Fläche entspricht der von rund 10.000 Fußballfeldern. Über 3.000 Urlauber sind evakuiert worden.

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