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Donnerstag, 21. Januar 2021

Thema

Wissenschaftsgeschichte

Darwins Notizbuch: Das Leben und Forschen von Charles Darwin in Bildern, Zitaten und kurzweiligen Texten

Hätte Jonathan Clements dieses Buch erst 2019 geschrieben, hätte er einige Akzente garantiert anders gesetzt – weniger über die heutigen selbst ernannten „Kritiker“ Darwins geschrieben, dafür mehr über Darwins erstaunlich aktuelle Warnungen zum Aussterben von Arten. Aber 2009 war so ein Jahr, da waren die Kreationisten und ähnliche Meinungsmacher ziemlich laut. Und Darwins 200. Geburtstag war mal wieder von schrillen Beiklängen begleitet.

Sternstunden der Wissenschaft: Wie die wissenschaftliche Revolution Europa in die Moderne katapultierte

Seinen Stefan Zweig hat Lars Jaeger ganz bestimmt gelesen, denn die Sternstunden sind ja Zweigs (Er-)Findung. Auch wenn Zweig vor allem faszinierende Forscher ins Zentrum seines Erzählens stellte, weniger die Erfolgsgeschichte dahinter. Eine Erfolgsgeschichte des Denkens, wie es der Physiker Lars Jaeger nennt, der auch Philosophie und Geschichte studiert hat. Auch das Denken kennt seine Revolutionen.

Wiechert, Mintrop & Co.: Die Männer, die 1922 in Leipzig die Deutsche Seismologische Gesellschaft gründeten

Ein Stein steht seit 2013 in der Talstraße/Ecke Liebigstraße auf der Wiese des kleinen Parks, der so tut, als wäre er schon immer dagewesen. Jedenfalls nicht in dieser Größe. Auf alten Luftaufnahmen sieht man hier nämlich noch ein imposantes Gebäude stehen: Talstraße 38, das Mineralisch-Petrographische Institut der Universität Leipzig. 1943 wurde es von Bomben getroffen und vernichtet. Aber der Stein erinnert nur beiläufig an das verschwundene Gebäude.

Als ein Virus Napoleon besiegte: Lauter Geschichten über die Lernfähigkeit der Menschen

Napoleon kommt sogar zwei Mal vor in diesem Buch. Napoleon macht natürlich neugierig, braucht man nicht große Armeen, um einen Typen wie Napoleon zu besiegen? Aber schon die Bibel wusste es ja: Manchmal genügen ein paar Mücken, Heuschrecken oder Flöhe. Wer genauer hinschaut, findet ganze Legionen von Feldherren, deren Armeen von winzigen kleinen Plagegeistern erledigt wurden. Das wäre ein eigenes Buch wert. Jutzis Buch ist ein Appetitmacher für alle, die dem menschlichen Größenwahn aus guten Vernunftgründen misstrauen.

Forscher aus Leidenschaft: Ein buntes Puzzle herrlicher kleiner Schriften zur Verteidigung der menschlichen Vernunft

Es ist erstaunlich: Zu Beginn des 21. Jahrhunderts kämpfen wir nun wieder gegen ein Dunkelmännertum, das eigentlich in dieser Vernunftfeindlichkeit zuletzt im 17. Jahrhundert zu finden war. Es wird an Verschwörungstheorien und Astrologie geglaubt, an göttliche Pläne und heimliche Kräfte. Und umso mehr fällt ein Bursche auf, der seit Jahrzehnten mit Witz und Sarkasmus für die Benutzung des gesunden Menschenverstandes wirbt.

Erfolgreiche Alt-68er: Wie die „Mathematischen Annalen“ 1868 in Leipzig bei Teubner an den Start gingen

Der Titel dieses Buches ist natürlich eine kleine Provokation, denn mit den 68ern von 1968 haben die bärtigen Herren, die Jürgen Weiß hier würdigt, nichts zu tun. Denn es sind alles 1868er. Und Mathematiker und Verleger. Und das Jahr 1868 steht für das Erscheinen des ersten Bandes der „Mathematischen Annalen“ bei Teubner in Leipzig. Was trotzdem eine kleine Revolution war.

Das kurze Wirken des begnadeten Mathematikers Felix Klein in Leipzig

Wie die Zeit vergeht! Anfang 2012 haben wir hier Rüdiger Thieles Buch „Felix Klein in Leipzig“ besprochen. Damals hat es der Verlag mit in seine Publikationen zum Teubner-Jubiläum aufgenommen. Als lesenswerte Erinnerung daran, dass der Teubner Verlag in Leipzig nicht ganz grundlos zum wichtigsten Wissenschaftsverlag seiner Zeit herangewachsen war. Teubners Aufstieg und der Aufstieg der Universität Leipzig als Zentrum der Naturwissenschaften liefen parallel.

Eine kleine Biographie über den Erfinder der Wetterkarte

Wer den Brandesweg in Leipzig sucht, muss bis nach Lausen raus fahren. Möglichst bei gutem Wetter, Sonnenschein und so. Der See ist ja nicht weit. Und mit dem Burschen namens Brandes gibt es etwas zu feiern. Aber wer das war, das steht nicht am Wegesschild. Aber in diesem Buch steht es. Und wer die abendliche Wetterschau anschaltet, der hat Brandes' Erfindung vor Augen: Der Mann hat die Wetterkarte erfunden.

Leserbeitrag zu: „Wie aus „Unheimlicher Nähe“ und Sensationsgier erst spät unser Wissen über Menschenaffen reifte“ (M. Haikal)

Von Claudia Kierspe: Eine Rezension, die – Respekt! – weitaus reflektierter ist, als das rezensierte Buch. Dieses nämlich läuft unterm Strich auf eine simple Apologie der Zoos hinaus, ohne die, so die fortlaufend unterschwellige Suggestion, wir heute weit weniger über Menschenaffen wüssten, als wir wissen. Kritik an den Fang- und Transportmethoden der seit Mitte des 19.Jhdts. für europäische und US-amerikanische Zoos tätigen Tierhandelsfirmen (Ruhe, Hagenbeck u.a.) kommt ebensowenig vor wie Kritik an den – bis heute vorherrschenden – Methoden der Verwahrung und Zurschaustellung der Menschenaffen in den jeweiligen Zoos.

Wie aus „Unheimlicher Nähe“ und Sensationsgier erst spät unser Wissen über Menschenaffen reifte

Eigentlich ist es kein Katalog, auch wenn das Material natürlich aus den Tiefen der Leipziger Universitätsbibliothek stammt und ein Teil der Bilder auch in der Ausstellung „Unheimliche Nähe. Menschenaffen als europäische Sensation“ zu sehen ist. Tatsächlich ist es ein Forschungsbericht, mit dem Mustafa Haikal tief hinein getaucht ist in die unheimliche Geschichte des Umgangs der Europäer mit den Menschenaffen.

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