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Mobilität

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Engstelle in der Prager Straße: Auch dieser Abschnitt muss umgebaut werden, damit auf der Linie 15 breitere Bahnen fahren können. Foto: Ralf Julke

Löcher im Netz: Neue Straßenbahnen können ab 2024 vorerst nur auf den Linien 16 und 15 fahren

Das wird spannend. Ab 2024 bekommen die Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) neue, breitere Straßenbahnen. Das war schon seit Jahrzehnten geplant. Seit rund 25 Jahren wird dafür der Gleismittenabstand im gesamten Straßenbahnnetz von 2,56 m auf 2,80 m erhöht. Doch noch immer ist das Netz voller Engstellen. Das wird eine Herausforderung, bestätigen die LVB. Aber bis 2030 will man es geschafft haben, alle Engstellen zu beseitigen.

S-Bahn in der Station Wilhelm-Leuschner-Platz. Foto: Ralf Julke

SPD-Anfrage zu Leipziger S-Bahn-Zukunft: Noch sind S-Bahn-Ring und Ost-West-Tunnel zu groß und nicht finanzierbar

Die Verkehrswende in Mitteldeutschland wird nicht funktionieren, wenn nicht das S-Bahn-Angebot deutlich ausgebaut wird. Einige Erweiterungen etwa nach Plauen, Naumburg, Grimma, Döbeln und Riesa ab 2025 sind ja schon in Arbeit. Aber nach Vorstellungen der Leipziger SPD-Fraktion könnte man ja noch viel größer denken – etwa mit einem neuen S-Bahn-Ring um die ganze Stadt und einem zweiten Tunnel von Ost nach West. Eine Stadtratsanfrage, die ja schon ihre Vorläufer in der Ratsversammlung hatte.

Christopher Zenker bei Einbringung des Jobräder-Antrags. Foto: Videostream der Stadt Leipzig, Screenshot: LZ

Der Stadtrat tagte: Rathausmitarbeiter/-innen können bald mit dem Jobrad zur Arbeit fahren + Video

Es gab schon diverse Vorstöße in der Ratsversammlung, die Mitarbeiter/-innen der Verwaltung zum Radfahren zu animieren. Und auch die Idee, ein Jobrad-Modell zu schaffen, war nicht neu, wie SPD-Fraktionsvorsitzender Christopher Zenker am 19. Januar in der Ratsversammlung feststellte. Aber seit März 2021 gibt es tatsächlich erst die im Tarifvertrag festgelegte Möglichkeit, dass Teile des Entgelts auch für ein Jobrad-Leasing genutzt werden können.

E-Scooter Start in Leipzig (von links nach rechts): Ioana Freise (Head of Cities Deutschland bei TIER Mobility), Stephan Boelte (Voi Deutschlandchef), Sandy Brachmann (LVB-Bereichsleiterin Marketing), Michael Jana (Leiter des Verkehrs- und Tiefbauamtes der Stadt Leipzig). Foto: Leipziger Gruppe

Der Stadtrat tagte: Kein E-Scooter-Verbot in Leipzig + Video

Nein, sicherer gemacht haben sie Leipzig nicht. Und zur Verbesserung der Umweltbilanz tragen die E-Scooter, die seit Herbst im Stadtbild zu sehen sind, auch nicht bei. Sie waren eine jener kühnen Ideen von Ex-Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer, der in seinem Amt vor allem durch das Drücken von Quietscheenten berühmt wurde, aber nicht wirklich durch belastbare Initiativen zur Verkehrswende. Trotzdem kann einer Petition zu E-Scootern in Leipzig vorerst nicht abgeholfen werden.

Zeit für Radfahrstreifen: Martin-Luther-Ring. Foto: Ralf Julke

Nach OBM-Ankündigung für Radfahrstreifen vom Neuen Rathaus zur Runden Ecke: Ökolöwe gehen Radwege auf Dittrichring nicht weit genug

Die offizielle Mitteilung steht noch aus. Vorerst hat Oberbürgermeister Burkhard Jung erst im „Leipziger Gespräch“ der Stiftung der Leipziger Sparkasse am 17. Januar angekündigt, dass bis März Radfahrstreifen zwischen Gottsched- und Rudolphstraße und zwischen Lotterstraße und Dittrichring bis Runde Ecke aufgebracht werden sollen. Und das auch noch in für Leipzig neuem Grün. Eine Idee aus Berlin. „Das wird ein Aufstand“, sagte Jung im Gespräch.

Ankunft der ersten Solaris-Straßenbahn in Leipzig-Heiterblick. Archivfoto: Ralf Julke

Antwort auf Freibeuter-Anfrage: Auch in den neuen Straßenbahnen wird die Fahrradmitnahme die Ausnahme bleiben

Ab 2026 wollen die Leipziger Verkehrsbetriebe neue, breitere Straßenbahnen kaufen und im Liniennetz einsetzen. Sie sollen nicht nur mehr Passagiere transportieren können, sondern auch eine bessere Vernetzung zwischen den umweltgerechten Verkehrsarten schaffen. Aber wird es dann leichter möglich sein, mit dem Fahrrad einzusteigen? Die Frage bewegte die Freibeuter-Fraktion im Leipziger Stadtrat.

Gleiserneuerung in der Lützner Straße. Foto: Marko Hofmann

Baumaßnahmen in Lindenau fast abgeschlossen: Straßenbahnen fahren ab 22. Januar wieder nach Grünau

Nach über zwei Jahren Bauzeit befinden sich die komplexen Baumaßnahmen der Leipziger Wasserwerke, Verkehrsbetriebe und Stadt Leipzig in Leipzig Lindenau auf der Zielgeraden. Ein Großteil der Baumaßnahmen ist abgeschlossen und die Einzelbaumaßnamen der Leipziger Wasserwerke in der Kuhturmstraße, im Kreuzungsbereich Demmering-/Rietschelstraße sowie am Lindenauer Markt sind beendet. Ab Samstag, 22. Januar, können endlich wieder Straßenbahnen fahren.

Kennen wir doch – Wartezeiten beim Neuwagenkauf

Wer sich momentan für den Kauf eines Neuwagens entscheiden will, sollte sich im Vorfeld als erstes dazu informieren, wann er das gewünschte Modell überhaupt in Empfang nehmen könnte und sich erst danach Gedanken dazu machen, wie er sein neues Auto finanzieren will.

Straßenbahn am Wochenende: Manchmal schön leer. Foto: Ralf Julke

Am 19. Januar im Stadtrat: Hat die kostenlose Fahrradmitnahme in Leipziger Straßenbahnen eine Chance?

In der nächsten Ratsversammlung wird das Thema Fahrradmitnahme in der Leipziger Straßenbahn gleich zweimal auf der Tagesordnung stehen. Zum einen hat die Freibeuter-Fraktion eine Anfrage zum Thema gestellt. Zum anderen kommt ein neugefasster SPD-Antrag zur Abstimmung. Denn während etwa in der Mitteldeutschen S-Bahn die Fahrradmitnahme selbstverständlich ist, solange die Züge nicht überfüllt sind, sind Leipzigs Straßenbahnen nicht wirklich auf Fahrräder eingerichtet. Der vorhandene Platz reicht meist gerade so für Rollstuhlfahrer/-innen und Kinderwagen.

EnBW HyperNetz wächst auch in Leipzig. Foto: Endre Dulic, Bildrechte EnBW

Saft für wachsende E-Auto-Zahlen: Energieunternehmen EnBW nimmt neue Schnellladestation an der Maximilianallee in Betrieb

Wenn in Leipzig deutlich mehr Elektrofahrzeuge unterwegs sind (2020 waren es erst 1.450), dann muss auch die Ladeinfrastruktur mitwachsen. Und zwar nicht mit lauter ziemlich langsamen Ladesäulen im Stadtgebiet, sondern auch mit gut erreichbaren Schnellladestationen. Einen solchen Schnellladestandort für E-Autos in Leipzig hat jetzt auch das Energieunternehmen EnBW geschaffen.

Mittlerweile heiß begehrte Orte in Leipzig - die Ladestationen für E-Autos. Foto: LZ

Das Umsteuern hat begonnen: 2021 war ein Rekordjahr für alternative Antriebe

Es hat schon vor der Corona-Pandemie begonnen. Aber die beiden Jahre 2020 und 2021 haben dem Verkauf von Pkw mit alternativen Antrieben in Deutschland erstmals richtig Schub gegeben und wahrscheinlich die überfällige Trendwende weg von den fossilen Antrieben eingeleitet. Selbst der neue Bundesverkehrsminister warnt mittlerweile vor dem Kauf neuer Verbrennerautos.

Der erste Lastenradparkplatz in der Erich-Köhn-Straße in Altlindenau. Foto: Stadt Leipzig

Pilotprojekt mit TINK: Leipzig testet ab Juli Lastenfahrradverleih in der Südvorstadt

Wie stellte doch das Energiewendebarometer der KfW so trocken und nüchtern fest: „Der Einkommenseffekt besteht bei nahezu allen Technologien“. Egal, ob das um Wärmedämmung, intelligente Haustechnik oder Mobilität geht: Während die Reichen und Gutversorgten über eigene Solaranlagen, Wärmepumpen und Elektroautos nachdenken, spielt sich die Energiewende für die Normalverdiener ganz woanders ab. Auch im Verkehr. Da heißt es nicht Elektroauto als Alternative, sondern Lastenrad.

Leipziger Kampagne zur Verkehrssicherheit gestartet: SPD-Fraktion fragt nach der Rolle von Polizei und Ordnungsamt

Am Montag, 10. Januar, starteten LVB, Polizeidirektion und Stadt Leipzig eine neue Kampagne zur Verkehrssicherheit. Mit pointierten Überschriften und in auffälliger Signalfarbe (Gelb) werben in den kommenden Wochen Plakate, Banner, Anzeigen und Clips für ein aufmerksameres Miteinander auf Leipzigs Straßen, Rad- und Fußwegen. „Das Verkehrsklima in Leipzig sei rauer geworden“, sagte Oberbürgermeister Burkhard Jung bei der Vorstellung der Motive. Und bekam postwendend Kritik aus der SPD-Fraktion.

Verkehrsminister Martin Dulig überreicht einen Förderbescheid für ein Lastenpedelec in Höhe von 1.500 Euro an Kornelius Unckell, Inhaber der Alten Schlosserei in Leipzig. Foto: Steinmetz, Leipzig

Lastenfahrräder: Freistaat bezuschusst Neuanschaffung 2022 mit 700.000 Euro

Leipzig tut sich zwar unheimlich schwer – und das nun seit zehn Jahren – ein belastbares Radnetz in der Stadt anzulegen, auf dem tatsächlich einmal Radfahrer/-innen die Vorfahrt haben. Aber das Interesse an der umweltfreundlichen Verkehrsart ist hoch. Und so überrascht es auch nicht, dass aus Leipzig im vergangenen Jahr die meisten Anträge im Landesförderprogramm Lastenrad kamen.

Fahrradleasing für Leipzigs Stadtverwaltung: Angebot fürs Jobrad kommt – aber erst in der zweiten Jahreshälfte

Die Mobilitätswende hat natürlich keine Chance, wenn nicht auch die Stadtverwaltung dahintersteht. Auch im Alltag: Fahren die Verwaltungsmitarbeiter/-innen mit einem umweltgerechten Verkehrsmittel zur Arbeit? Sehen sie die Stadt auch durch die Augen von ÖPNV-Nutzern und Radfahrern? Manchmal braucht es einfach ein gutes Angebot, damit auch Verwaltungsmenschen umsteigen. Und das findet – nach einem SPD-Antrag – nun auch die Verwaltung gut.

Der Streckenabschnitt für den Pop-up-Radweg am 8. Januar. Foto: Verkehrswende Leipzig

Verkehrswende Leipzig: Am 8. Januar gibt es wieder einen Pop-up-Radweg zwischen Gottschedstraße und Altem Amtshof

Seit 2018 ist klar, dass es eigentlich kein Radfahrverbot auf dem Leipziger Promenadenring geben dürfte. Ebenso lange aber quälen sich Leipzigs Verkehrsplaner damit, die ersten Radstreifen auf jenen Abschnitten des Rings anzubringen, wo es nicht mal parallele Radwege gibt. Gerade auf dem westlichen Promenadenring ist alles noch Stückwerk. Anlass für den nächsten Pop-up-Radweg-Tag am 8. Januar, zu dem die Initiative „Verkehrswende Leipzig“ einlädt.

Straßenbahngleise in der Kieler Straße. Foto: Ralf Julke

2022 – was kommt: Keine Streckenneueröffnung in Mockau

In der Ratsversammlung am 8. Dezember wurde auch ein Antrag der CDU-Fraktion erst einmal in die Gremien verwiesen. Darin geht es um das arg aus dem Zeitplan geratene Neubauprojekt der LVB in Mockau – die Umverlegung der Linie 9 aus der Kieler Straße in die Mockauer und Tauchaer Straße. Hier hätte eigentlich schon 2020 gebaut werden sollen. 2022 hätten hier die ersten Bahnen rollen sollen. Und die CDU-Fraktion möchte natürlich wissen, was da passiert ist.

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