Artikel aus der Rubrik Bildung

Schulprojekt in Sellerhausen

Projekt Quartiersschule Leipziger Osten beginnt 2017 mit dem Bau der Oberschule an der Ihmelstraße

Foto: Ralf Julke

Zumindest das dürfte die Akteure im Leipziger Osten trösten: Die sächsische Staatsregierung findet die Idee, in Sellerhausen an der Ihmelstraße eine "Quartiersschule Leipziger Osten" zu schaffen, gut. Das bedeutet zumindest: Es gibt Fördermittel für den Schulbau. Das bedeutet aber auch ein paar Extra-Kosten, um das Konzept der Quartiersschule zu erarbeiten. Weiterlesen.

Westlich von Leipzig im Januar 1886

Von Mehlwürmern, Räubern und Visionären: Die Leipziger Zeitreise geht weiter (2)

Quelle: Stadtarchiv

Achtung: In der Lützener Straße kann man wieder Mehlwürmer kaufen. Als diese Nachricht noch von Wert war, ist es westlich von Leipzig schon vorbei mit der Landromantik. Ortsteile wie Schleußig, Plagwitz, Kleinzschocher, Knauthain oder Lindenau wachsen immer näher ran an die unheimlich wachsende Großstadt direkt vor ihnen. Doch Leipziger sind diese Gemeinden im Jahr 1886 noch nicht. Sie meistern die Herausforderungen des Bevölkerungszuwachses und der Verstädterung (noch) alleine, und verschulden sich dabei auch. Und ihre Bewohner versuchen den Alltag der neuen Zeit zu meistern. Sie drängen auf einen Kinderhort, turnen an den Reckstangen der hiesigen Turnvereine, bieten Schlafplätze, Mittagsessen, Weiterlesen.

Westlich von Leipzig im Jahre 1886

Wer sind die Millionäre? Die Leipziger Zeitreise geht weiter (1)

Quelle: Stadtarchiv

Wer sind Sachsens Großverdiener im Jahr 1886? Fünf Personen verdienen jährlich über eine Million Mark. Damals eine noch unglaublichere Summe als heute, denn über eine Million Sachsen verdienen weniger als 1.000 Mark – pro Jahr. Wofür sie das Geld ausgeben? Vielleicht für die Fleisch- und Wurstwaren von August Künzel? Oder für einen Blumengruß für den verstorbenen Oberlehrer Kockel, dessen Abschied in Lindenau groß begangen werden soll. Für Chausseegeld jedenfalls nicht. Reisende dürfen jetzt ohne durch Plagwitz reisen. Die Zeitreise in den Januar 1886 beginnt jetzt... Anmelden und weiterlesen.

Und nun mit Ausstellung und Musik

Gohlis feiert den 300. Geburtstag von Christian Fürchegott Gellert gleich doppelt

Foto: Helga Schulze-Brinkop

Jetzt bekommt Christian Fürchtegott doch noch eine Geburtstagstorte. Nicht gerade auf dem Uni-Campus oder am Nikolaikirchhof, wo er gewohnt hat, sondern in Gohlis. Mit dem kleinen Dörfchen im Norden der alten Stadt hat er zwar nicht so viel zu tun gehabt. Aber da sind ein paar Leute, die können mit Gellert was anfangen. Und ein Denkmal steht da auch rum, heimlich, im Garten des Schlösschens. Anmelden und weiterlesen.

Festwoche für den Namensgeber der Großen Kreisstadt

Markkleeberg feiert das 825. Jahr seiner Ersterwähnung

Foto: Ralf Julke

Markkleeberg schon 825 Jahre alt? Oioioi, da wurde man als Leipziger doch aufmerksam, als die Stadt am Montag, 29. Juni, die Einladung zur Festwoche "825 Jahre Ersterwähnung Markkleeberg" verschickte. Denn offiziell ist die Stadt im Leipziger Süden erst 1934 gegründet worden. Damals als Zusammenschluss der Orte Oetzsch-Markkleeberg und Gautzsch. Und - das darf man nicht vergessen - auch als Reaktion auf den zunehmend spürbarer werdenden Eingemeindungsdruck der großen Stadt Leipzig. Weiterlesen.

Schulabschlüsse zeigen den Flickenteppich des sächsischen Bildungssystems

Jungen und Kinder aus bildungsfernen Familien sind die Gelackmeierten im sächsischen Schulwesen

Foto: Ralf Julke

Von einem flächenmäßig gut ausgebauten Schulsystem kann in Sachsen schon lange keine Rede mehr sein. Und es ist nicht nur die demografische Entwicklung daran schuld, dass der Wohn- und Schulort am Ende darüber entscheidet, welchen Schulabschluss Jugendliche bekommen können. Oder ob sie überhaupt einen bekommen. Auch die "Schulabbrecher"-Quote erzählt von einem mangelnden Korrekturwillen des Kultusministeriums. Anmelden und weiterlesen.

Von Wittenberg bis Augsburg

Luthers Leben und Lebensstationen kompakt in einem Buch für Reiselustige

Foto: Ralf Julke

Das, was die Evangelische Verlagsanstalt in einer großen Reihe "Orte der Reformation" für echte Sammler und Reisende in der Luther-Dekade vorgelegt hat, das hat der Leipziger Theologe und Journalist Matthias Gretzschel hier einmal kompakt versucht: alle wichtigen Luther-Orte in ein handliches Buch für Reisende zu packen. Anmelden und weiterlesen.

Ein ganz zynischer Blick in die Abgründe der bürgerlichen Besitzstandsnöte

17 neue Morde mit Gift aus Wiese, Wald und Blumentopf

Foto: Ralf Julke

Rund um den fhl Verlag hat sich in den letzten Jahren eine kleine Gemeinschaft emsiger Krimiautorinnen und -autoren angesiedelt. Sie veröffentlichen hier nicht nur ihre eigenen Bücher, sondern setzen sich auch eifrig zusammen, um gemeinsam allerlei Mord-Anthologien zusammenzubringen. 2014 gab es den ersten Band mit 15 Giftmorden. Jetzt folgen gleich mal 17 auf einen Streich. Dabei geht es wie im ersten Band um allerlei pflanzliche Gifte. Anmelden und weiterlesen.

Ein paar kritische Töne zum MDR-Produzentenbericht 2013

Produzenten aus Mitteldeutschland haben augenscheinlich ein Problem mit den Vorstellungen der MDR-Redakteure

Foto: Matthias Weidemann

Ab und zu erfährt auch der Sächsische Landtag ein bisschen was zum Mitteldeutschen Rundfunk. Dann ist die Senderanstalt auch mal Thema im Ausschuss für Wissenschaft und Hochschule, Kultur und Medien. Der hat nun zu seiner Sitzung am 18. Mai gleich vier Berichte für den Landtag produziert. Einer davon hat sich mit den Produktionen, die der MDR in Auftrag gibt, beschäftigt. Ein ganz heikles Thema. Anmelden und weiterlesen.

Da, wo die richtigen Leipziger zu Hause sind

Ralph Grüneberger hat seine Leipzig-Gedichte aus 40 Jahren in einem Band versammelt

Foto: Ralf Julke

Es gibt sie noch: die Leipziger Dichter. Sie schwimmen unter der Oberfläche einer von Hypes besessenen Gegenwart, schreiben auch noch immer richtige Gedichte. Dass sich der Dichter Ralph Grüneberger dem Maler Heinz Müller so nahe fühlt, hat mindestens zwei Gründe: Auch Leipzig-Maler wie Müller genossen und genießen wenig Aufmerksamkeit in der heutigen Stadtgesellschaft. Und beim Thema sind sich die beiden natürlich nah: diesem geschundenen Leipzig der letzten 50 Jahre. Anmelden und weiterlesen.

Wieviel Taschenrechner braucht ein Schüler?

Taschenrechner-Urteil schlägt für Leipzig jetzt mit 426.150 Euro zu Buche

Screenshot: L-IZ

Zugegeben: Was wir da ins Bild gesetzt haben, ist kein Casio-Schulrechner für 90 Euro, sondern die simple PC-Variante, die für die üblichen täglichen Rechnereien völlig ausreicht. Es ist eh ein Spaß für sich, dass Sachsens Regierung alleweil von modernen Medien in der Schule träumt, die Schüler aber immer noch mit Taschenrechnern da sitzen. Die künftig, wie es aussieht, die Stadt Leipzig bezahlen muss. Anmelden und weiterlesen.

Noch ein Leipzig-Rundgang zum Geburtstag

Leipzig, eine Stadt voller Kultur, schönen Kaffeehäusern und allerlei galoppierenden Mythen

Foto: Ralf Julke

Man hat ja immer so eine Hoffnung. Gerade in so einem Jubiläumsjahr, in dem sich auch mal ein paar mehr Wissenschaftler in die Archive knien und die Fakten überprüfen für die ab Herbst erscheinende neue Stadtgeschichte. Nach 100 Jahren haben sich so viele neue Fehler in die städtische Überlieferung eingeschlichen, dass man Leipzig eigentlich nicht mehr wiedererkennt. Anmelden und weiterlesen.

Rundfunkstaatsvertrag für den MDR

Über „Staatsferne“ sind die Regierungen in Mitteldeutschland augenscheinlich heillos zerstritten

Foto: Matthias Weidemann

In sechs Monaten ist Heiligabend. Und eines ist jetzt schon sicher: Das Fernsehprogramm wird genauso belämmert, oberflächlich und banal, wie es die letzten 24 Jahre auch war. Beim Drei-Länder-Sender wird sich nichts ändern. Selbst wenn es die drei Landesregierungen fertigbringen, den Rundfunkstaatsvertrag geändert zu bekommen. Die Macht aus der Hand geben will die sächsische Regierung auf keinen Fall. Anmelden und weiterlesen.

Am 26. Juni in der Ritterstraße

Gedenktafel für ein echtes Leipziger Original wird enthüllt

Foto: Ralf Julke

Richtig Geburtstag hat er erst am 4. Juli. Dann wird der Dichter Christian Fürchtegott Gellert 300 Jahre alt. Es gab Zeiten, da war er der berühmteste Leipziger Schriftsteller. Berühmter als Lessing und Goethe. Kaum vorstellbar. Stimmt aber. Zwischen 1800 und 1820 war Gellert ein vielgelesener Autor, auch wenn er da schon lange tot war. Leipzig macht um jeden auch nur einigermaßen bekannten Komponisten eine Menge Tamtam, aber mit den Schriftstellern tut sie sich schwer. Anmelden und weiterlesen.

Finanzrevisor Pfiffig nun auch auf CD

11 Stunden Plädoyer für eine bessere Kontrolle der Verwendung unserer Steuergelder

Foto: Ralf Julke

Die L-IZ-Leser kennen Finanzrevisor Pfiffig alias Klaus Richard Grün mittlerweile auch als grimmigen Kommentator zu allen möglichen Themen. Bei ihm geht's immer ums Geld - und darum, wie öffentliche Instanzen damit umgehen. Sein Beruf hat ihn geprägt. Und auch im Ruhestand lässt ihn das Thema nicht los. Ist ja immerhin unser aller Geld. Anmelden und weiterlesen.

Ein Interview mit Untertönen

Mit neuen Schulformen tut sich Sachsens Bildungsministerium noch immer schwer

Foto: Ernst-Ulrich Kneitschel

Eigentlich war es ein wichtiges und fälliges Interview, das die LVZ am Freitag, 19. Juni, veröffentlichte. Sie hatte die sächsische Bildungsministerin Brunhild Kurth zur Sicherung der Schulen in den Landkreisen befragt. Während in den drei Großstädten Sachsens die Schulen aus allen Nähten platzen, drohen in den Landkreisen noch immer Schulschließungen. Trotz neuer Schulmodelle, die der Freistaat mit Zähneknischen endlich einzuführen gedenkt. Oder? Anmelden und weiterlesen.

Von wegen kleine Egoisten

Dreijährige setzen sich noch für die Bedürfnisse anderer ein

Foto: MPI für evolutionäre Anthropologie

Die Vorstellungswelt der Erwachsenen über Kinder ist voller Märchen und Legenden. Immer wieder geheimnissen sie ihr eigenes Denken und Fühlen in die Knirpse. Und am liebsten tun sie das mit den schlechtesten Eigenschaften: Viele Menschen halten Kleinkinder für stur, egoistisch und unfähig, mit anderen zu teilen. Auf eine Menge Erwachsener trifft das zu. Aber auf Kinder? Muss gerade solidarisches Verhalten erst anerzogen werden? Anmelden und weiterlesen.

Ein Riesensee in der australischen Wüste

Wie der Lake Mungo die Australier vor 24.000 Jahren möglicherweise dazu inspirierte, das Boot neu zu erfinden

Foto: William Truscott, La Trobe University

Der Mensch ist ein pfiffiges Wesen. Zumindest einige Menschen sind das. Während die einen sich hinsetzen und warten, bis es mal Manna regnet, fangen die anderen an zu tüfteln, was sie aus ihrer derzeit vielleicht belämmerten Lage machen können. Und weil Menschen da manchmal über riesige Distanzen hinweg auf dieselbe Idee kommen können, gibt es die berühmten Mehrfacherfindungen. Wie die Neuerfindung des Bootes in der australischen Wüste. Anmelden und weiterlesen.

Geschichten bestimmen unser Leben

Wenn Axel Helbig Autorinnen und Autoren nach den Untergründen ihres Schreibens fragt

Foto: Ralf Julke

Es gibt Bücher, die wünscht man sich etwas handlicher, vielleicht auch im festen Einband, weil man ein ganzes Weilchen dran liest. Weil Stoff drin steht, den man nicht wegblättert wie die üblichen heiß gestrickten Romane vom Stapel. Interviews zum Beispiel, wie diese. Gar noch über ein so spezielles Handwerk wie das Schreiben. Und man muss etwas langsamer lesen, sonst verpasst man die schönsten Stellen. Anmelden und weiterlesen.

1000 Jahre Kirche in Leipzig

1015: Kirche zwischen Mission und Macht

Die Kirchen feiern. Foto:Ernst-Ulrich Kneitschel

Auch die Kirchen feiern 1000 Jahre Leipzig. Für Bürgermeister Torsten Bonew selbstverständlich: "Ohne Gott kein Bischof. Ohne Bischof keine 1000 Jahre Leipzig. Ohne 1000 Jahre Leipzig keine Feier. Also ohne Gott keine Feier." Und auch der Ökumenische Gottesdienst am Ende der Festwoche unterstrich die Bedeutung der religiösen Quelle. Faktisch hat sich Kirche und Religion in dieser Zeit verändert. Der Einfluss sinkt - zum Nutzen der Glaubwürdigkeit. Anmelden und weiterlesen.