Beiträge von Ralf Julke

Quelle: BELTRETTER/Martin Neuhof
Politik·Engagement

Biotopkartierung: Der Fehmarnbelttunnel würde streng geschützte Riffe in der Ostsee zerstören

Wahrscheinlich liegt man gar nicht so falsch, wenn man das Gefühl hat, dass auch die wirtschaftsverliebte Politik so langsam beginnt umzudenken. Auf einmal kritisiert selbst ein Konservativer wie Wolfgang Schäuble (CDU) die Ostsee-Pipeline „Nordstream II“. Zwar nicht aus Naturschutzgründen. Aber immerhin. Aber auch der geplante Ostseetunnel zur Insel Fehmarn trifft auf fundamentale Kritik. Hier ist es der NABU, der zeigt, welche Umweltschäden der Tunnel in der Ostsee anrichten würde.

Auch tagsüber sind Leipzigs Straßen zugeparkt. Foto: Ralf Julke
Wirtschaft·Mobilität

Wie wertvoll ist eigentlich der zugeparkte Straßenraum in Leipzig?

Der 4. September war jetzt wirklich erst einmal die letzte Ratsversammlung für Piraten-Stadträtin Ute Elisabeth Gabelmann. Und sie nutzte die letzten Tage, um ein paar ihr wichtigen Fragen loszuwerden. Eine ist eigentlich so naheliegend, dass man sich fragt, warum noch niemand danach gefragt hat. Denn: „Derzeit stellt die Stadt Leipzig entgeltfrei und auch gegen Entgelt Parkraum im Stadtgebiet zur Verfügung.“

Ein Verfassungsschutz im Sammeleifer. Foto: Ralf Julke
Politik·Sachsen

In 271 Fällen wurden 2019 personenbezogene Daten von Versammlungsanmeldern an den Verfassungsschutz übersandt

Anfangs schienen es nur Einzelfälle zu sein. Doch eine Antwort des sächsischen Innenministers Roland Wöller (CDU) macht jetzt klar, dass die Übersendung von Versammlungsanmeldungen an das Landesamt für Verfassungsschutz (LfV), wie sie zuletzt in Plauen bekannt wurden, auch bei anderen Versammlungsbehörden in Sachsen offenbar an der Tagesordnung sind. Die kommunalen Behörden spielen mit. Auch die Leipziger.

Ulf Stark, Charlotte Ramel: Eines Nachts. Foto: Ralf Julke
Bildung·Bücher

Eines Nachts: Auf was für seltsame Gedanken man kommt, wenn Teddy nicht schlafen kann

Unser Blick auf Kindheit verändert sich – er wird, na ja, etwas komplizierter. Jedenfalls für alle, die noch irgendwie die grimmigen Erziehungsregeln eines vergangenen Jahrhunderts im Kopf haben. Und das sind noch verflixt viele. Jene zum Beispiel, die über die antiautoritäre Erziehung der 68er wettern. Weil sie das Eigentliche nie verstanden haben. Das steckt in dieser kleinen Gute-Nacht-Geschichte des schwedischen Kinderbuchautors Ulf Stark.

Landtagspräsident Dr. Matthias Rößler. Foto: Steffen Giersch
Politik·Sachsen

Zwischen AfD-Nähe, Konservatismus und liberaler Mitte

Nicht nur die Linkspartei ist nach den Landtagswahlen vom 1. September tief zerrissen. Derselbe Riss geht auch durch die CDU. Auch hier verweist der Konflikt in Sachsen auf die Debatte in der Bundespartei, die sogar noch viel schärfer geführt wird. Dort fehden die „erzkonservative WerteUnion und die liberale Union der Mitte“, wie sie der „Spiegel“ bezeichnete, gegeneinander. Und man kämpft genauso hart wie bei den Linken.

Die Kreuzung Floßplatz / Hohe Straße. Foto: Ralf Julke
Politik·Brennpunkt

Am 9. September ist Baubeginn am Floßplatz und das Bauprojekt wird ein kleines bisschen teurer

Als die Stadtverwaltung im Mai meldete, dass sie den Floßplatz verkehrsberuhigt umbauen wolle, war man sich noch sicher, das ganze Projekt für 769.000 Euro bauen zu können. In der Regel rechnen Leipzigs Planer bei solchen Projekten immer mit Kostensteigerungen. Doch gerade wenn die Ausschreibungen erst zur Jahresmitte rausgehen, reicht der eingeplante Puffer nicht. Wenn am Montag die Bauarbeiten beginnen, wird’s ein ganzes Eckchen teurer.

Vinyl muss nicht immer schwarz sein, wie die Ausstellung im Schulmuseum zeigt. Foto: Schulmuseum – Werkstatt für Schulgeschichte
Kultur·Ausstellungen

Studierende der Museologie der HTWK Leipzig zeigen ab Monat auch die politische Seite der Schallplatte

Kultobjekt Schallplatte: Ihren Siegeszug als Massenmedium, die Nutzung als Musik- wie Informationsmedium, aber auch ihren tiefen Fall mit dem Aufkommen von Kassette, CD, Walkman und mp3-Formaten bis hin zu ihrem Comeback – all das zeigt die Ausstellung „Faszination Vinyl“ im Schulmuseum Leipzig – Werkstatt für Schulgeschichte. Dort wird sie am Montag, 9. September, um 17 Uhr eröffnet.

Der Vierseithof Schmiede 4 in Sehlis. Foto: Laura Rodriguez
Politik·Region

Entscheidungsgremium von Nordsachsen befürwortet eine LEADER-Förderung der Baumaßnahmen im alten Vierseithof

Leipziger zieht es nicht nur hinaus in die Landkreise, weil es dort noch bezahlbare Wohnungen gibt. Einige verwirklichen dort auch ihre Träume von einem wirklich naturnahen Leben. So wie im Vierseithof Schmiede 4 im Tauchaer Ortsteil Sehlis, wo nicht nur das Solidarprojekt Rote Beete ackert, sondern auch ein richtiger Ort der Begegnung entstehen soll. Und vom Landkreis gibt es schon mal Grünes Licht dafür, dass das auch mit LEADER-Mitteln gefördert werden kann.

Brigitta Lehmann: Leipzigs Auwald - ein Mysterium. Foto: Ralf Julke
Bildung·Bücher

Leipzigs Auwald – ein Mysterium: Eine richtige Tageswanderung durch die Elsteraue von Zwenkau bis Luppenau

Es gibt tatsächlich noch Menschen, die in einem Wald wie dem Leipziger Auwald nicht nur lauter Nutzhölzer sehen, die sogar noch Erinnerungen daran haben, dass dieser Auwald einmal größer und länger war – und wie zerschnitten und zurechtgestutzt er heute ist. Brigitta Lehmann hat diese Erinnerungen. Und deshalb beginnt ihre Wanderung durchs Auenland in Zwenkau, in einem Hafen, den sie gleich mal als öde Betonwüste beschreibt.

Bereits nach dem Brand an der Pragerstraße am 3.10.2019 sprach OB Burkhard Jung von einem Terroranschlag in Leipzig. Foto: L-IZ.de
Politik·Leipzig

Wie viel Freizeit geht eigentlich bei den ganzen Neben- und Ehrenämtern des Leipziger OBM drauf?

Es ist eine berechtigte Sorge, die André Paul da als simpler Einwohner der Stadt Leipzig umtrieb. Denn als Oberbürgermeister hat Burkhard Jung ja schon ein volles Arbeitspensum. Aber dazu kommen dann noch 43 diverse nebenamtliche und ehrenamtliche Tätigkeiten. Und seit Juni ist Jung ja auch noch Präsident des Deutschen Städtetages. Wie kriegt er das eigentlich alles unter einen Hut, wollte Paul wissen. Und der nächste OBM-Wahlkampf beginnt ja gerade erst.

Fünf-Baumarten-Mischung auf einem Feld des Sardinilla-Experiments. Foto: Florian Schnabel
Bildung·Forschung

Neue Studie bestätigt: Wälder mit hoher Baumvielfalt sind produktiver und widerstandsfähiger

Wälder in den Tropen funktionieren nicht anders als deutsche Wälder. Aber eine Meldung der Universität Freiburg macht jetzt deutlich, wie seltsam deutsche Forscher ticken, denn sie fahren zur Erforschung der Artenvielfalt von Wäldern lieber in den Regenwald, als sich in deutschen Wäldern mit grimmigen Forstverwaltungen anzulegen. Was nichts an der wieder einmal bestätigten Erkenntnis ändert: Wälder mit einer hohen Artenvielfalt sind produktiver und stabiler gegenüber Stress als solche, die gleichförmig zusammengesetzt sind.

Kassensturz (Symbolbild).
Wirtschaft·Metropolregion

IWH-Konjunktur-Analyse: Was passiert, wenn Deutschland seine wilden Exportüberschüsse einbüßt?

Deutsche Wirtschaftsinstitute hängen stets wie gebannt an den Exportzahlen. Wenn exportierende Industrieunternehmen weniger Aufträge in ihren Büchern melden, beginnt das Wort Depression sich in die Wirtschaftsseiten der deutschen Zeitungen zu schleichen. Da tauchen schnell auch apokalyptische Töne auf, weil sich die meisten Wirtschaftsredakteure ein Deutschland ohne fetten Exportüberschuss gar nicht mehr vorstellen können. Aber selbst das IWH in Halle hat da mittlerweile seine Zweifel.

Das Plangebiet für das neue Industriegebiet Seehausen II. Karte: Stadt Leipzig
Politik·Brennpunkt

Die Planer haben auch diesmal wieder eine S-Bahn-Haltestelle vergessen

Irgendjemand muss da in den 1990er Jahren, als die Pläne für das Mitteldeutsche S-Bahn-Netz geschmiedet wurden, komplett getrieft haben. Denn obwohl die Stadt Leipzig ihr Nordraum-Konzept beschlossen hatte und die ersten großen Ansiedlungen schon vertraglich gesichert waren, wurden mindestens zwei wichtige S-Bahn-Stationen, die das neue Gewerbegebiet hätten erschließen können, regelrecht vergessen.

Foto aus der Ausstellung „Verwerfung“. Foto: Andreas Rost
Kultur·Ausstellungen

Am 7. September wird auf dem Wilhelm-Leuschner-Platz die Ausstellung „Verwerfung“ mit Fotografien von Andreas Rost eröffnet

Am heutigen Freitag, 6. September, beginnt das Festival „FREI_RAUM für Demokratie und Dialog“ der Stiftung Friedliche Revolution auf dem Wilhelm-Leuschner-Platz. Am Samstag um 19 Uhr wird auch die Open-Air-Foto-Ausstellung „Verwerfung“ von Andreas Rost eröffnet. Und unübersehbar treibt Rost die Frage um: Warum herrscht heute so eine Unzufriedenheit?

Schwarwel: Gevatter, Kapitel 1: Verleugnung. Foto: Ralf Julke
Bildung·Bücher

Verleugnung: Wie wir den Tod kennenlernen und doch so tun, als wäre er nicht da

Wer keine Selbstzweifel kennt, wird kein großer Künstler. Der weiß einfach nicht, wie schnell ein Mensch in seelische Nöte kommt und was einen tatsächlich berührt, verzehrt, umhaut oder fühlen lässt, am Leben zu sein. Keiner weiß das wohl besser als Schwarwel, der schon im August den ersten Teil einer Graphic Novel veröffentlichte, die während des heute startenden Festivals „Stadt der Sterblichen“ ihre Fortsetzung findet.

Muntere Flagge für starkes Sachsen. Foto: Ralf Julke
Politik·Sachsen

Warum Sachsenhymnen gegen Apokalyptiker nicht helfen

Von Sebastian Fischer hat man in den vergangenen zehn Jahren nicht wirklich viel gehört, obwohl der in Meißen zwei Mal als Direktkandidat gewählte CDU-Mann sogar weinbaupolitischer Sprecher der CDU-Fraktion war und 2013 sogar versuchte, Sachsen wieder eine Sachsen-Hymne zu verpassen. Aber am 1. September hat er sein Mandat in Meißen an Mario Beger von der AfD verloren. Die „Zeit“ versuchte am Mittwoch, 4. September, Fischers Dilemma zu verstehen. Das eigentlich das Dilemma der sächsischen CDU ist.

Die neue Spielstätte des LOFFT auf der Spinnerei. Foto: Tom Dachs
Theater

Das LOFFT lädt am Wochenende erstmals ein zu einem Besuch auch hinter den Kulissen von Halle 7

Zum ersten Mal am neuen Standort auf der Leipziger Baumwollspinnerei startet das LOFFT jetzt in eine Spielzeit. Einziehen konnte das ambitionierte Theater in seine neue Spielstätte in der Halle 7 in der Spinnerei schon im Frühjahr. Aber jetzt beginnt die erste komplett geplante Saison im neuen Haus. Das Haus öffnet am 7. und 8. September für die zahlreichen Besucher/-innen des Herbstrundgangs der Spinnereigalerien seine Tore und bietet einen intimen Blick hinter die Kulissen. Sogar nachts!

Die alte Männerschwimmhalle im Stadtbad. Foto: Gernot Zwanzig
Kultur·Ausstellungen

Umbrüche der Moderne im Mittelpunkt: Moderne alte Schulen, Stadtbad und die wiedererwachenden Pittlerwerke in Wahren

Am Sonntag, 8. September, ist wieder Tag des offenen Denkmals. Aus Anlass des hundertjährigen Bauhaus-Jubiläums rückt der diesjährige Tag des offenen Denkmals vor allem die Bau- und Kunstwerke der Weimarer Republik und der Nachkriegsmoderne in den Mittelpunkt des Interesses. Neben zeitgemäßen Kirchenbauten wie etwa St. Bonifatius in Connewitz werden in Leipzig auch Parkanlagen und öffentliche Bauten – beispielsweise der Schönefelder Mariannenpark, das Westbad in Lindenau oder die Georg-Maurer-Bibliothek in Plagwitz – zum Denkmaltag vorgestellt.

Marco Wamuth, Tina Pruschmann: gottgewollt. Foto: Ralf Julke
Bildung·Bücher

Gottgewollt: Ein bilderreicher (letzter) Besuch bei den Ordensschwestern von der heiligen Elisabeth in Halle

Ein Zeitalter geht zu Ende, auch für die Ordensschwestern von der heiligen Elisabeth. In Halle haben sie noch ein Ordenshaus. Aber es ist absehbar, dass auch hier die letzte Generation der Grauen Schwestern lebt, wie sie vor 150 Jahren nach ihrer grauen Kopfbedeckung genannt wurden. Zwei Jahre lang haben der Fotograf Marco Warmuth und die Autorin Tina Pruschmann die Ordensschwestern in Halle immer wieder besucht.

Unterschiedliche Lebenserwartung nach Einkommensstufen. Grafik: Leopoldina
Bildung·Forschung

Der „lange Arm“ benachteiligter Lebensbedingungen

Härtere Arbeit, geringere Anerkennung, schlechtere Ernährung, weniger Geld für Fitness und Erholung ... Es gibt viele Gründe, warum ärmere Menschen früher sterben als reiche. Es gibt noch ein paar Faktoren mehr, wie ein jetzt veröffentlichtes Papier der Leopoldina zeigt. Aber es hat fast immer mit Geld und Einkommen zu tun, denn das entscheidet auch über Bildungswege und ungesunde Lebensweisen.

Die umkämpfte Grünfläche an der Eigenheimstraße. Foto: Ralf Julke
Politik·Brennpunkt

Stadt Leipzig lässt die Unterschutzstellung der Grünanlage in der Eigenheimstraße einfach schweben

2017 sollte alles ganz schnell gehen: Elf neue Kindertagesstätten wollte die Stadt aus dem Boden stampfen, um das Problem mit den fehlenden Kita-Plätzen endlich in den Griff zu bekommen. Und weil man da in Dölitz an der Eigenheimstraße noch eine freie Grünfläche hatte, sollte auch dort eine Kindertagesstätte für 165 Kinder gebaut werden. Die Anwohner gingen an die Decke, denn die Grünfläche gehört zur historischen Siedlung. Was man in Dresden auch so sieht. Nur Leipzigs Verwaltung spielt auf Zeit.

Bäume in Reih und Glied ... Foto: NuKLA e.V.
Politik·Sachsen

Mit Sachsens altem Forstminister geht die Plantagenwirtschaft im sächsischen Wald munter weiter

Freudig hüpfte er auf, als die bundesdeutsche Forstministerin Julia Klöckner (CDU) ankündigte, richtig viel Geld für das Pflanzen neuer Baumplantagen geben zu wollen: Thomas Schmidt (CDU), derzeit Sachsens Forstminister auf Abruf. Kaum ein Minister in der alten Riege macht deutlicher, wie sehr altes Machbarkeitsdenken zu katastrophalen Folgen führt. Auch im sächsischen Wald. Und er denkt gar nicht daran, mit der alten Plantagenwirtschaft aufzuhören.

Protestbanner am Gaudlitzberg. Foto: Gerald Krug
Politik·Region

Nun liegt es an Landrat Henry Graichen, eine Lösung für das Naturkleinod am Holzberg zu finden

Auch in diesem Jahr lockte vom 30. August bis 1. September das Bergfilmfestival im Steinbruch Gaudlitzberg bei Wurzen wieder eine große Fangemeinde in die Hohburger Berge. Wie schon in den vergangenen Jahren bot der Gaudlitzberg eine Traumkulisse für diesen emotionalen Filmwettbewerb. Eine Gelegenheit, auch ein anderes Naturkleinod in der Nähe zu würdigen: das Natur- und Klettergebiet Holzberg.

Poesiealbum neu „Der feine Gesang. Karl Krolow zu Ehren“. Foto: Ralf Julke
Bildung·Bücher

Der feine Gesang: Eine Würdigung für den 1999 verstorbenen Dichter Karl Krolow

Am 27. August würdigte die Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik e. V. ihren einstigen Schirmherren, den Dichter Karl Krolow, mit einer Gedenkveranstaltung. Krolow war 1992 dabei, als die Gesellschaft gegründet wurde. 1999 starb er. Er gilt als einer der wichtigsten deutschen Dichter des 20. Jahrhundert. Und die Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik e. V. würdigt den Dichter auch mit einer eigenen Publikation: „Der feine Gesang“.

Die Zweitstimmen-Sieger in den sächsischen Wahlkreisen. Grafik: Freistaat Sachsen, Landesamt für Statistik
Politik·Sachsen

Wenn auf einmal nur noch die Wahl bleibt zwischen Weiterso und AfD

Das sächsische Landtagswahlergebnis vom 1. September hat alles Mögliche sichtbar gemacht – auch die Tatsache, dass die Sachsen sehr genau wissen, wie Wahlen funktionieren. Besser als die meisten Wahlkämpfer. Das machte selbst die Landesvorsitzenden der Linken, Antje Feiks, in ihrer Wortmeldung noch am Wahlabend deutlich: „Wir können mit unserem Ergebnis in keiner Weise zufrieden sein. Die von uns angestrebten grundlegenden Veränderungen rücken so in weite Ferne.“

Calmus und amarcord singen die „Erdbebenmesse“. Foto: Christian Kern
Kultur·Musik

amarcord und Calmus bekommen den OPUS KLASSIK für die Einspielung der „Leipziger Disputation“

Bei all den Feiern und Jubiläen vergisst man beinah, dass in Leipzig ja eigentlich auch die „Leipziger Disputaion“ von 1519 gefeiert wird, jene Disputation, die endgültig zeigte, dass Luthers Reformideen mit der alten römischen Kirche nicht mehr zu machen waren. Die beiden bekannten Leipziger Ensemble Calmus und amarcord nutzten die Gelegenheit, die Musik dieser Disputation einzuspielen. Und sie bekommen dafür jetzt einen wichtigen Musikpreis.

Kahlschlag mit ein paar großen Rest-Bäumen in der Luppeaue. Foto. Ralf Julke
Politik·Brennpunkt

Wie eine Lobby aus Forstwirten und Waldbesitzern die Gesundung der deutschen Wälder verhindert

Am 29. August veröffentlichte die „Süddeutsche“ ein Interview mit Lutz Fähser, dem Mann, der im Lübecker Stadtwald die nachhaltige Waldbewirtschaftung eingeführt hat: „Die Schwächung der Wälder fliegt gerade auf“. Denn während die deutschen Forstplantagen hektarweise Opfer von Stürmen, Trockenheit und Borkenkäfer werden, sind die nachhaltig behandelten Stadtwälder wie in Lübeck stabil. Und was Fähser im Interview sagt, betrifft auch Leipzig.

Demo des BUND Leipzig für den Kohleausstieg. Foto: BUND Leipzig
Politik·Engagement

BUND Leipzig fordert: Die Stadt Leipzig soll endlich den Klimanotstand ausrufen

Das Jugendparlament hat es im Frühjahr beantragt: Leipzig solle, so wie andere deutsche Städte auch, den Klimanotstand ausrufen und endlich alle Maßnahmen priorisieren, die die Stadt endlich klimafreundlicher machen. Aber von schneller Entscheidung im Stadtrat war wieder nichts zu merken. Jetzt macht der BUND Leipzig Druck und ruft den Stadtrat dazu auf, den Forderungen von Fridays for Future nachzukommen und umgehend den Klimanotstand für Leipzig auszurufen.

Staubpiste im Johannapark. Foto: Andreas Blechschmidt
Politik·Leipzig

Warum sind so viele Leipziger Radwege die reinsten Staubpisten?

Immer mehr Menschen sind auch in unserer Stadt mit dem Fahrrad unterwegs. Das ist gut und richtig so und ich war schon dabei, als kaum einer an diese Alternative zu Auto und ÖPNV dachte. Idealerweise auf Wegen jenseits der von Kfz okkupierten Straßen. Wie gesagt, das ist richtig gut! Aber warum müssen in der heutigen Zeit diese von Fußgängern und Radfahrern gemeinsam genutzten Wege nach wenigen regenfreien Tagen zu Sahara-gleichen Staubpisten mutieren?

Franziska Gehm: Pullerpause in der Zukunft. Foto: Ralf Julke
Bildung·Bücher

Pullerpause in der Zukunft: Wie Jobst, „Letscho“ und Jule das Theater in der kleinen Stadt retten

Ein Kinderbuch, das ein ostdeutsches Wahlergebnis erklärt? In gewisser Weise schon. Auch wenn Parteien und dergleichen gar nicht vorkommen in Franziska Gehms Fortsetzung zu ihrem Erfolgstitel „Pullerpause im Tal der Ahnungslosen“, der demnächst sogar verfilmt werden soll. Solche Bücher kann wirklich nur eine Autorin schreiben, die im Osten aufgewachsen ist. Und mit ostdeutschem Humor. Humor? In Ostdeutschland? Jawohl.

Stadträtin Ute Elisabeth Gabelmann (Piraten) aus der Freibeuterfraktion. Foto: L-IZ.de
Politik·Leipzig

Piraten-Stadträtin beantragt: Gebt dem Jugendparlament auch ein Fragerecht

Für Piraten-Stadträtin Ute Elisabeth Gabelmann ist die Verlängerung der Sitzungsperiode des alten Stadtrats ein Glück. Sie war noch lange nicht fertig mit diesem Stadtrat. Sie steht für jene Ratsmitglieder, für die vieles in der Verwaltung der Leipziger Stadtpolitik viel zu langsam geht. So auch die Einbeziehung des Jugendparlaments in die Stadtratsarbeit. Da geht doch noch mehr, findet sie.

Plakate zur „Stadt der Sterblichen“: „Carpe diem“ und „Carpe noctem“. Grafik: Schwarwel
Kultur·Lebensart

Vom 6. bis 28. September 2019 gibt es zum zum ersten Mal „Stadt der Sterblichen – Das Endlichkeitsfestival“ in Leipzig

Ab Freitag, 6. September, gibt es ein besonderes Festival in Leipzig. Eines, das die Leipziger so noch nicht erlebt haben. Denn wer denkt schon bei dem ganzen Eilen und Raboten daran, dass das Leben endlich ist? Dass der Tod unser ständiger Begleiter ist und gerade diese Vergänglichkeit uns zeigt, dass wir sorgsamer und aufmerksamer mit unserem Leben umgehen sollten? „Stadt der Sterblichen“, heißt das Festival.

Kirschblüten auf dem Johannisplatz. Foto: Ralf Julke
Politik·Brennpunkt

Piraten-Stadträtin beantragt die Bewahrung des kirschbaumgesäumten Johannisplatzes

Die Landesdirektion Sachsen hat das Ergebnis der Leipziger Kommunalwahl vom Mai noch immer nicht bestätigt. Das bedeutet: Der alte Stadtrat muss nachsitzen und trifft sich am 4. September auch wieder in alter Zusammensetzung. Und für Piraten-Stadträtin Ute Elisabeth Gabelmann ergibt sich die schöne Gelegenheit, noch einmal viele Anfragen und auch den einen oder anderen Antrag zu stellen. Zum Beispiel gegen die immer wieder diskutierte Bebauung des Johannisplatzes.

Sitz der Sparkasse Leipzig im Löhr's Carré. Foto: Ralf Julke
Wirtschaft·Verbraucher

Verbraucherzentrale empfiehlt gekündigten Präminensparern weiter, sich der Musterfeststellungsklage anzuschließen

So geht man nicht wirklich mit Kunden um, findet die Verbraucherzentrale. Schon einmal geriet die Sparkasse Leipzig in die Kritik, als sie versuchte, alte Prämienspar-Verträge kurzerhand loszuwerden, abgeschlossen in Zeiten, als es noch ordentliche Zinsen gab. Die werden natürlich auch für Sparkassen ein Problem, wenn die EZB ihre Null-Zins-Politik weiterfährt. Aber auch solche Verträge müssen rechtskonform aufgelöst werden. Seit Juli steckt die Sparkasse wieder im Auge eines Proteststurms.

Fahrrad-Demo an der B2 nach Hohenossig. Foto: Volker Holzendorf
Politik·Region

Wann kommt Sachsens Radverkehrsplanung endlich in die Pötte und wann wird der Radweg nach Hohenossig gebaut?

Das war dann wirklich gewaltig spät, dass Sachsens Verkehrsminister Martin Dulig (SPD) am 29. August endlich die „Radverkehrskonzeption 2019“ vorlegte, drei Tage vor der Wahl, wie die Grünen postwendend kritisierten. Denn auch wenn Dulig die Radwegeförderung in seiner Amtszeit deutlich erhöht hat, erleben die radfahrenden Sachsen davon seit 2014 fast nichts. Selbst an hochbrisanten Stellen wie an der B2 im Leipziger Norden. Dort gab’s am 31. August die dritte Fahrraddemo.

Grit Kalies: Raumzeit. Foto: Ralf Julke
Bildung·Bücher

Raumzeit: Das Drama des zweifelnden Wissenschaftlers in der Nacht vor seiner Probevorlesung

Albert Einstein hätte wahrscheinlich seinen Spaß gehabt mit diesem Buch, hätte mitgefiebert und den Helden bedauert in seiner Klemme, diesen Richard T. Weiß, der mit 36 Jahren noch immer keine feste Stelle hat, obwohl er vor sechs Jahren eine viel versprechende Doktorarbeit geschrieben hat. Doch nun will er einfach nur eine Dozentenstelle für die Geschichte der Physik – und weiß genau, dass er im Bewerbungsvortrag nicht sagen darf, was er für richtig hält. Ein Buch, das so wohl wirklich nur Grit Kalies hat schreiben können. Sorry: Prof. Dr. habil. Grit Kalies.

Das Projekt „LZ TV“ (LZ Television) der LZ Medien GmbH wird gefördert durch die Sächsische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.

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