Beiträge von Ralf Julke

OBM Burkhard Jung unter Druck. Foto: L-IZ.de
Politik·Leipzig

Grüne sehen die Rechte des Leipziger Stadtrates durch das Gerichtsurteil deutlich gestärkt

Die Diskussion am 18. Oktober im Leipziger Stadtrat wird garantiert spannend, wenn der Grünen-Antrag „Transparentes Verwaltungshandeln“ behandelt wird, so wie es jetzt das Verwaltungsgericht Leipzig entschieden hat. Dort hatten die Grünen ja bekanntlich geklagt, weil OBM Burkhard Jung ihren Antrag einfach aus dem Verfahren genommen hat, weil er ihn als Eingriff in seine Rechte als OBM auffasste.

Armin Kühne: Leipzig aus halber Höhe. Foto: Ralf Julke
Bildung·Bücher

Mit Armin Kühne auf Türmen, Bergen und Hochhäusern über den Dächern der quirligen Stadt Leipzig

Für FreikäuferDie Bildbände vom sich wandelnden Leipzig, die der Fotograf Armin Kühne und Leipzigs einstiger Baudezernent Niels Gormsen gemeinsam produziert haben, sind heute schon Klassiker. Wenn es allein nach Armin Kühne gegangen wäre, gäbe es längst ein ganzes Regal voller Vorher-Nachher-Bücher. Es ist tatsächlich so: Niemand hat den Wandel der Stadt seit den 1970er Jahren in Leipzig so vielfältig im Foto eingefangen.

Armin Kühne: Leipzig aus halber Höhe. Cover: Lehmstedt Verlag
Kultur·Ausstellungen

Ausstellungseröffnung und Buchpremiere am 10. Oktober in der Stadtbibliothek

Jetzt sind wir einfach mal ganz faul, kündigen einfach an, dass heute Abend eine faszinierende Ausstellungseröffnung stattfindet – mit Fotografien, die man jetzt auch in einem faszinierenden Buch findet. Aber das Buch besprechen wir erst morgen. Wir kochen uns jetzt erst einmal einen Kaffee, um auf Touren zu kommen. Und wenn Sie neugierig sind, gehen Sie heute Abend einfach mal in die Stadtbibliothek.

Baumlose Passagen sind an Bundesstraßen fast schon die Regel. Foto: Marko Hofmann
Politik·Sachsen

Sachsen hat auch 2016 wieder 7.500 Bäume an Bundes- und Staatsstraßen eingebüßt

Auch Martin Dulig als Verkehrsminister hat das Problem nicht in den Griff bekommen. Sachsens Straßenbäume verschwinden und es gibt augenscheinlich keinen Plan und auch nicht das nötige Geld, um das zu verhindern. Wie im Vorjahr hat der grüne Landtagsabgeordnete Wolfram Günther bei der Staatsregierung die Zahl der sächsischen Straßenbäume nun auch für das Jahr 2016 abgefragt.

Nordufer des Kulkwitzer Sees. Foto: Ralf Julke
Politik·Brennpunkt

Linksfraktion wehrt sich gegen die Privatisierung der Grünauer Kulki-Strände

Als die Stadtverwaltung im August die neue Fassung zum Bebauungsplan Nr. 232 „Erholungsgebiet Kulkwitzer See“ vorlegte, war es eher wie das Blupp eines Steines, den man ins Wasser wirft. Ein kleines Glucksen, dann war Stille. Was aber nur zu verständlich war, denn der Bebauungsplan ist ein Monstrum aus zwölf Teilen. Und die echten Kontroversen verstecken sich wieder in einem Berg von Beschreibungen. Aus Sicht der Linksfraktion ist das Ganze nicht besser geworden.

Telefonüberwachung im Umfeld von Chemie Leipzig. Foto: Ralf Julke
Politik·Sachsen

Neun Journalisten, acht Anwälte, drei Ärzte – das Ausmaß der Überwachung wird immer verblüffender

Manchmal wundert man sich, wie lange eine Geschichte schon vor sich hin qualmt. Und wie sich dann erst durch beharrliches Nachfragen so langsam das ganze vermutete Bild bestätigt. Seit Mai berichten wir nun schon regelmäßig darüber, was im Zusammenhang mit den polizeilichen Abhörmaßnahmen im Umfeld der BSG Chemie in den Jahren 2013 bis 2016 alles mitgehört und aufgezeichnet wurde in dem staatlichen Versuch, eine „Kriminelle Vereinigung“ zu finden, die es gar nicht gab.

Kurt Masur im Jahr 2009. Foto: Ralf Julke
Bildung·Zeitreise

Wie Kurt Masur 1989 seine Ehrenbürgerwürde bekam

Für FreikäuferDie Verehrung von Roland Mey für den langjährigen Gewandhauskapellmeister Kurt Masur (1927-2015) ist eine besonders innige. Und lange. Gewachsen ist sie mit dem Leipziger Revolutionskult um Kurt Masur, der seit 1990 regelrecht behängt wurde mit Preisen und Ehrungen für den Herbst 1989, in dem er durchaus eine Rolle spielte. Das mit dem Preisbehängen fing schon im Dezember 1989 an. Was Roland Mey seltsam fand. Da hat er nachgefragt.

Nette Leipziger Straßen-Pfütze. Foto: Ralf Julke
Politik·Kassensturz

Eine Bertelsmann-Studie mit Aha-Effekt oder Wo der Riss tatsächlich durch unsere Gesellschaft geht

Pfützengucken hat noch etwas Gutes: Man wird zum Langsamgehen und Stehenbleiben gezwungen. Egal, ob mit kleinem Kind oder ohne. Wenn die Sonne rauskommt, sieht man den ganzen Himmel zu seinen Füßen. Und man darf auch mal über die kürzliche Wahl nachdenken, die möglicherweise gar nicht das war, was die Schnellkommentatoren meinten, dass sie gewesen wäre. Eine Bertelsmann-Studie machte darauf aufmerksam.

Zwei Unzeitgemäße Zeitgenossen in zeitlosen Filterblasen. Foto: Ralf Julke
Bildung·Medien

Wie die Echokammern des Internets die Abschottung und Blasenbildung der Gesellschaft befördern

Demokratie betont zwar die Herrschaft des Volkes. Aber so, wie einige Leute dieser Tage wieder über Volk reden, haben sie sichtlich nicht begriffen, dass das Wort das Gegenteil meint von „Wir sind ein Volk“. Das Arbeitspapier nimmt zwar die Lüge vom „einigen Volk“ nicht auseinander. Zumindest nicht direkt. Aber indirekt. Denn wo Medienwelten zersplittern, leben auch die Menschen in unterschiedlichen Blasen. Echokammer nennen es die Autoren.

Grit Nitzsche: Heilsame Frauen-Kräuter. Foto: Ralf Julke
Bildung·Bücher

Ein kleines Kräuterbuch ganz und gar für Frauengeschichten

Für FreikäuferZuerst wundert man sich: Ein großes Kräuterbuch hat „Kräuterhexe“ Grit Nitzsche ja schon geschrieben. Auch das eine oder andere zu spezielleren Pflanzenthemen. Und nun extra eins für Frauen? Gibt es unter Kräutern denn keine Gleichberechtigung? Sind Kräuter denn nicht für alle da? Natürlich sind sie das. Aber hier geht’s jetzt um Frauen-Themen.

Leipzig kopfüber. Foto: Ralf Julke
Politik·Kassensturz

Die Sachsen haben auch noch ganz was anderes gewählt als nur AfD und CDU

Versprochen ist versprochen. Regenbilder gibt es jetzt zwar nicht. Dazu war das Geregne einfach zu trübsinnig. Aber dafür nette Nachregenbilder – aus der Perspektive, die wir viel zu selten einnehmen. Kinder kennen diese Bilder noch. Besonders wenn sie klein sind und aus der kleinen Menschenhöhe noch all die bunten Dinge zu ihren Füßen sehen, während die Großen mit gerunzelter Stirn über Politik und Wahlergebnisse philosophieren.

Polarisiert und radikalisiert? Medienmisstrauen und die Folgen für die Demokratie. Cover: Otto-Brenner-Stiftung
Leben·Gesellschaft

Was Misstrauen in Medien mit Marktdenken, Ressentiments und gesellschaftlichen Milieus zu tun hat

Es wurde ja nun genug diskutiert über Lügenpresse, Misstrauen in Medien, Rechtspopulismus und was das alles miteinander zu tun haben könnte. Gleichzeitig gab es lauter Studien, die besonders dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk und Tageszeitungen hohe Glaubwürdigkeit bescheinigen. Aber es liegen auch Untersuchungen vor, die ein wachsendes Misstrauen gegenüber Medien belegen. Dass das kein Widerspruch sein muss, zeigt jetzt ein Arbeitspapier der Otto-Brenner-Stiftung.

Die Ican-Homepage. Screenshot: L-IZ
Politik·Engagement

Warum eine Welt ohne Atomwaffen keine lächerliche Utopie ist, sondern das Mindeste, was wir fordern dürfen

KommentarAm 6. Oktober teilte das norwegische Nobelkomitee mit, dass der Friedensnobelpreis 2017 an die internationale Kampagne zur atomaren Abrüstung (Ican) geht. Der „Spiegel“ wertete das sogar als Wiedergutmachung für die Auszeichnung Barack Obamas mit diesem Preis im Jahr 2009. Denn mit dem von Obama verkündeten Erneuerungsprogramm für das Atomwaffenarsenal der USA erwies sich Obama ganz und gar nicht als Friedenspräsident. Aber das liegt auch an alten Strukturen und Denkweisen.

Manfred Wurlitzer: Der Rabensteinplatz und seine Umgebung. Foto: Ralf Julke
Bildung·Zeitreise

Wie Manfred Wurlitzers Heft zum Rabensteinplatz die Planungen der Stadt zur Neugestaltung beeinflusste

Viele Dinge würden in Leipzig gar nicht geschehen, wenn es nicht die fleißige Vorarbeit von Bürgern gebe, die sich für etwas mit ganzer Kraft engagieren und Dinge aus dem Grau des Vergessens holen. Das war beim Rabensteinplatz der Fall, der in diesem Jahr endlich wieder instandgesetzt wurde – wenn auch diesmal ohne Spielplatz und auch noch ohne die Bronzefiguren vom einst beliebten Froschbrunnen.

Kassensturz (Symbolbild).
Politik·Kassensturz

Ute Elisabeth Gabelmann hat da mal vier berechtigte Fragepakete zur Sanktionspraxis im Jobcenter Leipzig

Das Jobcenter Leipzig legt zwar aller halben Jahre eine Art Leistungsbilanz vor, die vom Leipziger Stadtrat brav abgenickt wird. Und jeden Monat lobt sich Leipzigs Arbeitsagentur dafür, wie gut sie beim Integrieren der Arbeitsuchenden ist. Aber wirklich gut ist sie dabei nicht. Sonst würde das Jobcenter Leipzig nicht Jahr für Jahr in der Spitzengruppe der Sanktionsmeister landen. Ein Thema, das Ute Elisabeth Gabelmann jetzt mal wieder in den Stadtrat trägt.

Dr. Eckart von Hirschhausen und Preisträgerin Prof. Dr. Steffi Riedel-Heller. Foto: Hans und Ilse Breuer-Stiftung
Leben·Gesundheit

Begehrter Alzheimer-Forschungspreis für Leipziger Uni-Professorin

Für FreikäuferMit dem diesjährigen Alzheimer-Forschungspreis der Hans und Ilse Breuer-Stiftung wird die renommierte Wissenschaftlerin Prof. Dr. Steffi G. Riedel-Heller vom Universitätsklinikum Leipzig ausgezeichnet. Damit geht der zum elften Mal vergebene Preis, der mit 100.000 Euro dotiert ist, an eine Forscherin, die ihre wissenschaftliche Laufbahn ganz dem Verständnis der Epidemiologie, der Versorgung und der Prävention neurodegenerativer Erkrankungen gewidmet hat.

Zedern-Eichenmischwald im Mittleren Altas Marokkos. Die Atlaszeder ist durch den aktuellen Klimawandel bedroht, da sie gegenüber zunehmender Sommerhitze sehr empfindlich ist. Foto: Arbeitsgruppe Physische Geographie der Universität Leipzig
Bildung·Forschung

Wie die Wälder Marokkos von Klimaveränderungen und menschlichem Handeln in den vergangenen 4.000 Jahren erzählen

Mit dem Klimawandel rückt eine Forschungsgruppe an der Uni Leipzig immer mehr in den Fokus der Aufmerksamkeit, die sich mit etwas beschäftigt, was in den meisten Geschichtsbüchern nicht vorkommt: Wie haben große Klimaveränderungen eigentlich die Geschichte der Menschheit verändert? Ganze Zivilisationen sind durch solche drastischen Veränderungen untergegangen. Zum Beispiel in Nordafrika. Das ist das Arbeitsthema von Prof. Dr. Christoph Zielhofer.

Norbert Vogel: Leipziger Landschaften. Foto: Ralf Julke
Bildung·Bücher

Norbert Vogels „Leipziger Landschaften“ aus der Endzeit von Kohle, Ruß und Stadtverfall

Die Fotobände aus dem Lehmstedt Verlag zeigen die DDR so, wie sie seinerzeit in offiziellen Organen nicht gezeigt werden durfte, wie sie die Bewohner dieses Landstrichs aber tagtäglich erlebten – mit allen Freuden, Kargheiten und – nicht zu vergessen: Grautönen. Das Grau kam nicht nur vom Verfall der Häuser. Leipziger wissen das. Deswegen war das Buch „Leipziger Landschaften“ von 1986 eine kleine Sensation.

Gewimmel in der Petersstraße. Foto: Ralf Julke
Bildung·Forschung

Wer soziale Kompetenz mit anderen Menschen trainiert, wird gesellschaftlich stressresistenter

Schon mehrfach stand in verschiedenen Forschungsprojekten des Leipziger Max-Planck-Instituts für Kognitions- und Neurowissenschaften die Frage im Mittelpunkt: Wie funktioniert Empathie? Kann soziale Kompetenz gelernt werden? Eine nicht ganz unwichtige Frage in Zeiten, in denen sozial sichtlich inkompetente Leute immer öfter in Regierungsverantwortung gewählt werden. Aber die Nachricht lautet tatsächlich: Soziale Kompetenz kann trainiert werden – und man hat dann weniger Stress.

Vollanträge auf Exzellenzcluster nach Länderanteil. Grafik: IWH
Politik·Kassensturz

Deutscher Exzellenzwettbewerb der Universitäten verstärkt die Schieflage zwischen Ost und West

Es war eine ziemlich seltsame Idee, als die Bundesregierung 2005/2006 ihre sogenannte Exzellenzinitiative startete, ein Förderprogramm für deutsche Hochschulen, mit dem eigentlich Spitzenforschung etabliert und gestärkt werden sollte. Doch schon in den ersten Runden zeigte sich, dass gerade die finanzschwächeren Universitäten im Osten deutlich geringere Chancen hatten, an die Millionenförderung zu kommen. Und das ist auch in der 2017er-Runde nicht anders, stellt das IWH in Halle fest.

Nikita Afanasjew: Banküberfall, Berghütte oder ans Ende der Welt. Foto: Ralf Julke
Bildung·Bücher

Geplatzte Träume in Berlin – „Banküberfall, Berghütte oder ans Ende der Welt“

Es ist ein widerspenstiges Buch. Nicht das erste seiner Art aus dem Verlag Voland & Quist. Was an den Leuten liegt, die bei diesem Verlag andocken – nicht nur Akteure der Spoken-Word-Szene, die große Touren durch Clubs und Tavernen auf sich nehmen, um sich ihren Unterhalt zu verdienen. Auch junge Leute, die wissen, was für ein hartes Brot es ist, sich mit Kreativität in Deutschland einen Platz an der Sonne zu erarbeiten. Afanasjew gehört dazu.

Einbahnstraße Brockhausstraße. Foto: Ralf Julke
Politik·Brennpunkt

Neues Stellplatzregime in Schleußig hat sich bewährt und soll ganz bestimmt nicht wieder abgeschafft werden

Für FreikäuferDie Idee ist eigentlich richtig herzerfrischend: Warum werden Autos in engen Wohngebieten nicht einfach konsequent im Einbahnstraßensystem geführt? Eine Fahrtrichtung, weniger Begegnungsärger und eine komplette Fahrspur wird frei, um dort Stellplätze einzurichten. Für das autogeplagte Schleußig wäre das doch die ideale Lösung, oder? Eigentlich nicht, fand die CDU-Fraktion. Sie hätte alles lieber wieder rückabgewickelt, beantragte sie.

Brauchen ängstliche Männer jetzt wirklich eine Waffe? Montage: L-IZ
Leben·Gesellschaft

Waffenbesitz als Konsumersatz für fehlende Konfliktfähigkeit

Da bewegt nun das Massaker von Las Vegas die ganze Welt und die Ermittler und Kommentatoren rätseln, was diesen lonely wolf „Stephen C. Paddock dazu trieb, 58 Menschen zu erschießen und etwa 500 weitere zu verletzten“ (Spiegel Online). Aber wer die ganze Flut amerikanischer Western und Hardcore-Blockbuster der vergangenen 50 Jahre gesehen hat, der wundert sich gar nicht. Das, was in unserem Kopf abläuft, bestimmt, was wir tun. Und unsere Gesellschaft lügt sich tagtäglich in die Tasche.

Harald Saul: Ostpreußen kulinarisch. Foto: Ralf Julke
Bildung·Bücher

Mit Harald Saul in der Küche Ostpreußens

Vor einiger Zeit hat sich ja der Küchenmeister Harald Saul auf die Suche gemacht und Rezepte aus den Küchen jener Regionen gesammelt, die bis 1945 zum deutschen Reich gehörten. Nicht gerade in den heutigen Regionen – das wären andere und mit Sicherheit auch höchst spannende Kochbücher geworden. Ihm ging es eher um ein Stück vom Vergessen bedrohter Küchenkultur, die noch in Familienüberlieferungen überdauert hat.

Die AfD und ihre Redner in Leipzig. Foto: Alexander Böhm
Politik·Sachsen

Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen Dr. Frauke Petry erhoben

Irgendwann wird Frauke Petry bestimmt auch noch ihre Autobiografie schreiben. Wenn das alles ausgestanden ist – der Ärger mit ihrer Ex-Partei, der AfD, die jetzt auch Frauke Petry zu weit nach rechts abrutscht. Dazu der Ärger mit der sächsischen Staatsanwaltschaft, die jetzt Anklage wegen des Verdachts auf Meineid gegen die Landtagsabgeordnete erhoben hat.

Fahne im Wind. Foto: Ralf Julke
Leben·Gesellschaft

Wie der MDR sich immer noch darüber wundert, dass sich Ostdeutsche als Ostdeutsche fühlen

„Tag der deutschen Ignoranz“, so darf man das wohl nennen, was da am 3. Oktober teilweise wieder zelebriert wurde mit falschen Erklärungen zur Deutschen Einheit. Oder Wiedervereinigung. Egal, wie man das nennt. Das war schon 1990 eine Schimäre, ein bloßer bürokratischer Akt mit einer unheimlichen nationalistischen Note. Man klatscht nicht mit nationalen Mythen zusammen, was sich das Gemeinsame erst erarbeiten muss.

Leipzig aus der Vogelperspektive. Foto: Ralf Julke
Politik·Kassensturz

Deutschland wird bis 2035 wohl doch nicht schrumpfen und Sachsen steckt zwischen Einmauern und Zukunft

Zum „Tag der Deutschen Einheit“ erfreuten zahlreiche Medien die verblüffte Öffentlichkeit mit der Nachricht „Deutschlands Bevölkerung wächst bis 2035 um 1 Million“ (so „Zeit Online“). Auch wenn die eigentliche Meldung schon vom 29. September stammte. Aber auch die war nicht ganz zweckfrei lanciert. Sie stammt vom Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) in Köln.

Stefanie Markert (Hrsg.): Vom Himmel hoch. Foto: Ralf Julke
Bildung·Bücher

Ein Luther-Weihnachtskalender mit Kurrende, Festbier und trüben Tagen auf der Wartburg

Für FreikäuferEs bietet sich an, zum Reformationsjubiläum auch mal einen Adventskalender vorzulegen, der sich ganz und gar Martin Luther und seinem Verhältnis zum Weihnachtsfest widmet. Wann, wenn nicht jetzt? Noch einmal richtig selige Lutherzeit. Und ein kleines bisschen historisches Wissen. Denn Vieles von dem, was wir heute mit Weihnachten verbinden, kam erst mit Luther auf, etliches aber auch erst viel, viel später.

Ist der Augenblick ein Ufer. Foto: Kunstkraftwerk Leipzig
Theater

Bilder, Musik, Tanz und die Gedichte des Leipziger Dichters Adel Karasholi

Er ist einer der bekanntesten Dichter aus Leipzig, doch er wird selten gewürdigt. Was Lessing schon beklagte an der Stadt, in der er nur zu gern seine Karriere als Autor gestartet hätte, ist ihre Kälte den lebenden Dichtern gegenüber. Andreas Reimann kann ein Lied davon singen. Und Adel Karasholi lebt ganz still unter uns – zumindest, bis ihn ein Schweizer Künstler wie Beat Toniolo wiederentdeckt.

Sachsen-Euro. Foto: Ralf Julke
Politik·Sachsen

Sachsen hat wieder 13,6 Millionen Euro aus dem Garantiefonds bezahlt

Da kam doch Freude auf, als das Sächsische Finanzministerium (ja, das, das so gut aufpasst auf die sächsischen Steuergroschen), am Montag, 2. Oktober, meldete, dass wieder 13,6 Millionen Euro gezahlt werden mussten zum Abarbeiten der Sachsen-LB-Restverbindlichkeiten. Dabei hätte es dieses Debakel nie geben müssen. Aber im Rausch der „neuen Märkte“ wurden nicht nur Bankenvorstände regelrecht berauscht.

Wir brauchen ein anderes, weltverträgliches Wachstum. Foto: Ralf Julke
Politik·Engagement

Konferenz zu Migration, Entwicklung und ökologischer Krise vom 6. bis 8. Oktober in Leipzig

Das Schräge an der Bundestagswahl war ja, dass sie sich thematisch vor allem mit Vergangenheit und Verweigerung beschäftigt hat. Der ganze fette Protest in Blau war ein Protest gegen Veränderungen. Der natürlich deshalb so blubbern konnte, weil es in Regierungsverantwortung niemanden gab, der die notwendigen Veränderungen kommuniziert hat. Das müssen nun wieder all jene machen, die sich ehrenamtlich für Zukunftskonzepte engagieren. So wie bei einer Konferenz, die am Freitag in Leipzig beginnt.

Mobilitätsstation in der Scheffelstraße. Foto: Ralf Julke
Wirtschaft·Mobilität

Leipzigs Ladesäulen reichen zwar jetzt aus, sind aber keine Basis für eine echte E-Auto-Zukunft

Für FreikäuferWenn es jetzt in den deutschen Städten den Wechsel geben soll – weg von Dieselautos hin zu E-Autos – dann muss die Infrastruktur natürlich erst mal entstehen. Dann reichen natürlich 20 oder 25 Mobilitätsstationen in Leipzig nicht. Und im Mai hat ja die Bundesregierung endlich mal eine Vorlage dazu gemacht mit der Bundesladesäulenverordnung. Was das jetzt in Leipzigs Straßen bewirkt, wollten die Grünen gern wissen. Es tut sich tatsächlich was. Zaghaft.

Brigitte Ettmann: Handarbeitsspaß mit Kindern. Foto: Ralf Julke
Bildung·Bücher

Handarbeitsspaß mit Kindern – überarbeitet und erweitert

Dass wir heute ein gewaltiges Problem mit Bildung haben, hat Richard David Precht ja nun oft genug erzählt – anschaulich, greifbar, simpel. Systematisch wird in unserer Bildungspolitik Bildung mit Wissen verwechselt. Ergebnis: Bildung findet kaum noch statt. Menschen lernen nicht mehr zu denken. Und das geht früh los. Deswegen wurde ja mittlerweile auch der Kindergarten als Bildungsstätte entdeckt. Kinder lernen von ganz allein. Brigitte Ettmann weiß das schon lange.

Das Projekt „LZ TV“ (LZ Television) der LZ Medien GmbH wird gefördert durch die Sächsische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.

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