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Nachschlag für Holger Witzels “Schnauze Wessi”: Gib Wessis eine Chance

Das Jahr 2013 ist ein gutes Jahr, um ein paar Märchenblasen platzen zu lassen. Die deutsche Einheit ist so eine Märchenblase. Ein Gute-Nacht-Märchen für Stubenhocker und Fernsehkieker. Als der 1968 in Leipzig geborene Journalist Holger Witzel 2009 anfing, seine Kolumne "Schnauze Wessi" auf stern.de zu veröffentlichen, tat er es aus Frust. Die Republik suhlte sich in Sonntagsreden auf die 20 gemeinsamen Jahre. Die üblichen Alibi-Ossis durften auch was sagen.

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Die Liebhaber meiner Töchter: Ein Leipziger Roman über die Liebe, das Abnabeln und das Nichtloslassenkönnen

Von dieser jungen Dame hat man lange nichts gehört. Dabei feierte sie 1998 zusammen mit Prinzen-Sänger Tobias Künzel einen der schönsten Erfolge auf Leipziger Bühnen: Sie schrieb das Erfolgs-Musical "Elixier", in dem quasi das bunte Bitterfeld zum Schauplatz einer modernen Love-Story irgendwo zwischen "East Side Story" und "Sieben Sommersprossen" wurde. Ganz weg war sie nie. Aber mit diesem Buch ist sie wieder da: frisch, lebendig, himmelblau. Kati Naumann.

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Die Entmystifizierung eines berühmten Reiches: Die Waffen und das Militär des alten Ägypten

Wer fleißig sammelt, hat mit Peter Hellers Büchern über das alte Ägypten so langsam eine kleine Lehrbuchreihe zusammen: Alles, was man über Ägypten wissen kann. Dazu noch die Bücher, die sich kritisch mit der Entstehung von Judentum und Christentum auseinander setzen. Da entsteht ein Zeitenpanorama über den Nahen Osten. Und eine Quellenkritik an dem, was wir heute so für unsere Kulturwurzeln halten. Und Ägypten - das ist ja sowieso eine einzigartige Legende.

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Freiheit, Befreiung, oder was? In “1813 – Die Völkerschlacht bei Leipzig” schreibt Gerd Fesser über Fakten und Folgewirkungen

"1813 - Die Völkerschlacht bei Leipzig". In seinem gleichnamigen Buch handelt der Thüringer Historiker Gerd Fesser auf gut 100 Seiten die Zeit zwischen 1808 und 1819 ab: von Napoleon im "Zenit seiner Macht" bis zu den "Demagogenverfolgungen". Dokumente und eine Zeittafel machen den flüssig geschriebenen Band zu einem informativen Handbuch für jedermann.

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Deftige Wort- und Reimlust: Jan Lindners “Der Teddy mit den losen Kulleraugen”

Wahrscheinlich würde Gryphius Kopfschmerzen bekommen, Dante und Shakespeare würden an der Welt zweifeln. Die Welt des Gedichteschreibens hat sich verändert. Die Schwerpunkte haben sich verschoben, die enge Verzahnung von Inhalt und Form, die noch für das Barock zwingend war, hat sich in Moderne, Postmoderne, Post-Mortem-Moderne völlig aufgelöst. Nicht alles, wo Gedicht draufsteht, ist noch Gedicht. Aber zurück fährt dieser Zug nimmermehr.

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Der Hobbknick: Eine durchaus ernst gemeinte Parodie auf den Urvater der heutigen Fantasy-Schwemme

Wer die Fantasy-Regale der Buchläden kennt, weiß: Tatsächlich gibt es nur etwa ein Dutzend Originale. Der Rest der gestapelten und mit bunten Covern eingewickelten Titel sind Plagiate, unfreiwillige oder gewollte Parodien. Die ersten beiden Kategorien machen natürlich die Hauptmenge aus. Es gibt einfach zu viele Leser, die immer wieder dasselbe in der selben Art haben wollen. Auch und gerade vom "Herrn der Ringe".

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Schusterjunge Karl: Das Leben der sonst so Namenlosen in den Zeiten der Völkerschlacht

Mehrere Bücher beschäftigen sich derzeit mit jener Schlacht, die im Oktober 1813 rund um Leipzig tobte. Populärwissenschaftliche, belletristische. Doch wer das Ereignis nur auf die wenigen Tage der Schlacht beschränkt, sieht natürlich das Wichtigste nicht. Nicht das lange und ebenso blutige Vorspiel mit Napoleons Russlandfeldzug, nicht die tödlichen Nachwehen. Und auch nicht das Leid der Menschen, die mitten in diese Todesmaschinerie gerieten. Wie Karl, der Schusterjunge.

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Riemann und Minkowski oder: Wie die vierte Dimension in die Mathematik kam

Bevor Einstein und Planck und all die anderen zum Zuge kamen, war die Welt in Ordnung. Zumindest für Leute, die in geschlossenen Weltbildern dachten, für die Euklid die Grenze der Möglichkeiten war und Kepler sowieso schon eine Nummer zu groß. Bis dahin war es einfach, sich in drei Dimensionen einzurichten, auch wenn ein Herr Gauß beim Vermessen der hannoverschen Lande stutzte: Hoppla, der Raum ist ja gekrümmt.

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Gelehrtenleben in Klein-Paris: Eine dicke Studie über die Leipziger Professorenfamilien im 17. und 18. Jahrhundert

Kaum drei Jahre her, schon wieder fast vergessen, dass es im Alten Rathaus 2009 eine Ausstellung zum Jubiläum der Uni Leipzig gab, die ein ganz besonderes Jahrhundert herausgriff aus diesen 600 Jahren - das 18. Jahrhundert, das Jahrhundert der Aufklärung. Und wer's vorher nicht wusste, konnte eindrucksvoll sehen, wie Leipzigs Gelehrte beitrugen zur "Erleuchtung der Welt."

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Stazols drittes Buch: Ein Tagebuch mit doppeltem Affärencharakter

Essay hat er als Genre unter den Titel geschrieben. Einen Untertitel gibt es auch: "Aus dem Tagebuch des letzten Dandys". Was zum Coverbild passt, das Harald Nicolas Stazol leger an eine Mauer gelehnt zeigt, sonnengebräunt, Hände in den Hosentaschen. Stazol ist etwas, was man in Deutschland immer seltener findet: ein Original.

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Ein Pionier mit großem Gefolge: Posthum erschien Wolfgang Schröders Biographie über Wilhelm Liebknecht

"Liebknecht ging voran auf dem Weg ins Neuland, ging voran in unbekanntes Gelände als Pionier, als Pfadfinder", schreibt der 2010 verstorbene Historiker Wolfgang Schröder in seiner Biographie "Wilhelm Liebknecht. Soldat der Revolution, Parteiführer, Parlamentarier". Zu Jahresbeginn 2013 ist das Buch über einen der Gründungsväter der Arbeiterbewegung erschienen.

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Eine Fundgrube für die Leipziger Stadtgeschichte: Das Leipziger Schöffenbuch

Bis 1420 hieß das Städtchen Lipczk, da und dort auch mal Lipczik. Nachzulesen in diesem Schöffenbuch, das Jens Kunze jetzt erstmals für eine breitere Nutzung ediert hat. Erst gegen 1430 beginnen die "diphtongierenden Schreibungen", wie Ernst Eichler 2007 noch einmal feststellte. Erst da wurde aus Lipczk nach und nach Leipzig. Die Onomastiker haben ja Glück: Im 15. Jahrhundert schrieb man noch so wie man sprach.

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Ein Sammelband zur Leipziger Wirtschaftsgeschichte: Messe, Buchstadt und ein Ozean von weißen Flecken

In Vorbereitung auf das 1.000. Jahr der Ersterwähnung von Leipzig veranstaltet die Stadt seit vier Jahren immer im Herbst einen Tag der Geschichte. Immer steht ein Schwerpunktthema im Mittelpunkt. Mal war's die Universität, mal waren es die Schulen. Am 6. November 2011 war es die Wirtschaft. Klingt alles trocken. Megathemen sind auf den ersten Blick immer trocken. Im Detail aber merkt man bald: Es könnte spannend werden.

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Täglicher Tatort: Die Planken unter unseren Füßen und unsere ewige Angst vor dem Feuer

In Hamburg geboren, lebt Raymond Dittrich heute zwar in Regensburg in Bayern, arbeitet als Musikwissenschaftler und Bibliothekar, aber Hamburg, der Hafen und das Meer kommen trotzdem immer wieder vor in seinen Gedichten. Nun hat ein zweiter Lyrik-Band von ihm seinen Platz in der "Engelsdorfer Lyrikbibliothek" gefunden. Nur der Titel trügt: Es geht nicht um kriminelle Vorfälle. Nur um das eine Delikt, das jeder begeht: zu sein.

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Lausige Mauscheleien: Nel Arta gerät wieder ins Visier der Organmafia

Mit Krimis ist das so eine Sache. Es kann passieren, dass sie auf die Zeit passen wie die Faust aufs Auge. Auch wenn das von Ria Klug mit "Lausige Mauscheleien" gar nicht so beabsichtigt war. Der Organspendeskandal, in dem auch das Uniklinikum Leipzig eine Rolle spielt, ist ja noch frisch. Und um dubiose Machenschaften um Spenderorgane ging es ja auch schon im ersten Nel-Arta-Krimi "Kleine Betriebsstörung".

Das Projekt „LZ TV“ (LZ Television) der LZ Medien GmbH wird gefördert durch die Sächsische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.

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